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SINGEN
 
Mo 3. Apr 2017 - 20:30 Uhr - STADTHALLE SINGEN
BRANFORD MARSALIS QUARTET with Special Guest KURT ELLING
BRANFORD MARSALIS (Saxophones), JOEY CALDERAZZO (Piano), ERIC REVIS (Bass), JUSTIN FAULKNER (Drums), special guest: KURT ELLING (Voice)
BRANFORD MARSALIS und KURT ELLING gemeinsam auf der Bühne der Stadthalle Singen zu Gast beim Jazzclub: Das kann man durchaus ein Gipfeltreffen des Jazz nennen. Die im Juni 2016 veröffentlichte CD *UPWARD SPIRAL* (OKeh/Sony >Preview auf Youtube<) zeigt eindrucksvoll, wie es dem Quartett des Saxophonisten gemeinschaftlich mit dem Sänger gelingt, neue musikalische Dimensionen zu erschliessen. Dieses Album ist die logische Folge der Begeisterung Marsalis' für Ellings Stimme, die alle 'Stimmungen' und Gefühlslagen, die ein Liedtext erfordert, eindrücklich transportiert.
"Normalerweise meide ich das Wort Zusammenarbeit," bemerkt Marsalis, "weil es etwas Drittes andeutet, das sich aus dem ergibt, was jeder Beteiligte gut kann. Ich brauche keinen Mitarbeiter, um das zu tun, was ich normalerweise tue, und Kurt genauso wenig. Diesmal war es das Ziel, Kurts Stimme als ein Instrument herauszuheben - auch dann, wenn er den Liedtext singt."
"Ich liebe es, mit einer hart groovenden Band zu singen. Ich habe mich immer um exzellente Tenor-Spieler bemüht. Nun wollte ich nicht, dass sich Brandfords Band glaubt zurückhalten zu müssen, nur weil ein Sänger dabei ist. Mir geht es immer um die Vision und die Eigenart der Band, und Branfords Band ist eine echte Working Band, was sowohl ein unglaublicher Luxus als auch unglaublich wichtig für die Musik ist. Sie haben alles auf einem silbernen Tablett serviert", meint Elling, der natürlich ein echter Jazzman ist, spontan die Melodieführung ändern und mit seinen Mitmusikern improvisierend mitgehen kann, die allesamt in der obersten Liga - und seit 20 Jahren miteinander - spielen: Pianist JOEY CALDERAZZO, Bassist ERIC REVIS und Schlagzeuger JUSTIN FAULKNER.
Für das Projekt verwandten sie keine allzu bekannten Songs, und auch keine, die Elling bisher schon aufgenommen hatte. Alles sollte neu und frisch sein. Die Palette reicht weit: Stücke von George Gershwin, Sonny Rollins oder Antonio Carlos Jobim und Sting finden sich ebenso im Repertoire wie ein Titel von Fred Hersch und auch von Frank Sinatra. Das Unerwartete, das Überraschende macht den Reiz und die Faszination der Platte aus. Es ist schon erstaunlich, welche Nuancierungen Elling gelingen und wie elegant sich die Arrangements um seine Stimme schmiegen. Das Einfache, das so schwer zu realisieren ist - hier ist es perfekt gelungen!!!