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| Mittwoch 04.12.1996 - 20:30 Uhr |
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| STEVE SWALLOW Quintet »The Real Book« |
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| STEVE SWALLOW (Bass),
CHRIS POTTER (TenorSax),
RYAN KISOR (Trumpet),
MICK GOODRICK (Guitar),
ADAM NUSSBAUM (Drums) |
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Der 1940 geborene Bassist und Komponist STEVE SWALLOW (Mitmusiker und Lebensgefährte von
Carla Bley) benutzte als einer der ersten Ende der sechziger Jahre zunächst parallel,
später exklusiv, den Elektrobass, für den er mit adäquater Technik und einer
instrumentengerechten, heterogenste Einflüsse aufgreifenden Stilistik die entscheidenden
Masstäbe setzt. Gary Burton, zu dessen Band Swallow jahrelang gehörte, erklärt: "Er
veränderte den Fingersatz völlig in Richtung auf ein mehr gitarrenorientiertes System. Er
spielt nach den instrumenteigenen Erfordernissen. Er schob alle Vorurteile beiseite und
fand seine eigene Stimme." Auch als Komponist geniesst er hohes Ansehen "als einer der
besten, die wir haben" (John Scofield). Nun kommt er mit seinem Quintett *THE REAL
BOOK*, bezeichnet nach dem Titel seiner letzten CD auf ECM, nach Singen. Am Schlagzeug
sitzt ein alter Freund aus Scofield Tagen - ADAM NUSSBAUM. Der Gitarrist MICK GOODRICK
ist ein Musiker der garantiert, dass alle Gitarrenfreaks kommen werden, gehört er doch zu
den grossen und auch stilbildenden Gitarreros des modernen Jazz. Komplettiert wird die
Band durch zwei hervorragende Bläser, den Tenorsaxophonisten CHRIS POTTER und den
Trompeter RYAN KISOR. Das Real Book ist DIE Fibel für Jazzmusiker. Auf mehr als 500
Seiten sind die Noten von Standards aufgeschrieben, meistens eine einfache Melodie und
Hinweise auf die Harmonien, über die dann improvisiert werden kann. Zusammengestellt
wurde dieses Buch in den 70er Jahren am renommierten Berklee College of Music in Boston.
Auch Steve Swallow bekam so ein Exemplar in die Hände, denn er war Lehrer in Berklee.
Und genau wie seine Studenten hat auch er es benutzt. "Wenn man mit Musikern
Kompositionen aus dem Real Book gespielt hat, konnte man immer sehen, was sie
draufhaben", sagt er. Sein neues Album und sein Gruppenkonzept sind im Geiste des Real
Book entstanden und konzipiert. "Lange nicht mehr hat Steve Swallow solche
energiegeladene Musik aufgenommen. Nach den lyrisch-romantischen Zwiegesprächen mit Carla
Bley lässt er auf seiner neuen CD die HARDBOP-SAU raus. Bewertung: Fünf Sterne!"
(Jazzthetik) "Swallows Kompositionen machen diese CD zu einer besonderen Delikatesse.
Unbedingt anhören - spart jeden weiteren Kommentar! Einfach grossartig!"
(Jazzpodium) |
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| Sonntag 01.12.1996 Matinée - 11:00 Uhr |
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| WHISPER HOT »Bach Lives« |
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| MATTHIAS STICH (AltoSax/BassClarinet),
VIO DE GALGOCZY (Vocals),
WOLF MAYER (Piano),
WOLFGANG FERNOW (Bass),
FRANK BOCKIUS (Drums) |
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Die Gruppe WHISPER HOT besteht nun bereits seit sieben Jahren und hat schon einmal bei
uns auf einer Matinee ihr musikalisches Konzept präsentiert. Nun kommen Sie mit einem
neuen Programm unter dem Titel *BACH LIVES!!*. Ausgangspunkt hierfür ist ein Engagement
von Whisper Hot beim 71. Bachfestival, das von der Neuen Bachgesellschaft im November '96
in Freiburg veranstaltet wird. Es entstand ein komplett neues Programm zum Thema
J.S. Bach. Frei nach dem Motto: "Der Blick zurück kann sehrwohl in die Zukunft weisen"
gehen Matthias Stich und seine Band an das heikle aber deshalb umso interessantere und
herausfordernde Thema heran. Gespielt werden ausschliesslich Eigenkompositionen, welche
einerseits originale Themen oder Motive von Bach verwenden, verarbeiten, umgestalten, neu
arrangiereren etc. Auf der anderen Seite haben manche Kompositionen mit Bach lediglich
das Kompositions/Konstruktionsprinzip gemeinsam, Melodik und Harmonik erinnern also nur
an Bach. Zusätzlich beziehen manche Kompositionen ihre Einflüsse aus den angrenzenden
Sparten Neue Musik und Musiktheater. Solistische sowie kollektive Improvisationen werden
eine grosse Rolle spielen, schliesslich behandelt Whisper Hot das Thema Bach ja aus der
Sicht der improvisierenden Musiker (und Bach selbst war einer der grössten Improvisatoren
aller Zeiten!). Die Gruppe vermeidet typische 'Play Bach'-Klischees, geht das Projekt
ernsthaft und respektvoll, keineswegs aber zu ehrfurchtsvoll an und spielt im GEMS Saal
rein akustisch. Eine spannende Matinee steht uns bevor. |
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| Freitag 22.11.1996 - 20:30 Uhr |
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| LAUER / HUMAIR / COX |
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| CHRISTOF LAUER (TenorSax),
DANIEL HUMAIR (Drums),
ANTHONY COX (Bass) |
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Wer behauptet, Standards gehörten auf die Müllhalde der Jazzgeschichte, der hat nichts
verstanden, nichts. Selbst eingefleischte Avantgardisten betrachten die
Auseinandersetzung mit dem Real Book mittlerweile längst als wichtige Grundlage ihrer
Arbeit. Dabei geht es keinesfalls nur ums billige Kopieren berühmter Vorlagen. Die
Neudeutung von legendären, ehrfürchtig bewunderten Einspielungen bildet den eigentlichen
Reiz dieser Tage, und ihm erliegen erfreulicherweise immer mehr Vertreter der jüngeren
Generation. Dazu braucht es allerdings auch einer gewissen Reife, die nicht jeder in dem
Masse besitzt, wie der aus Melsungen stammende Tenor- und Sopransaxophonist CHRISTOF
LAUER, nicht nur für uns vom Jazz Club wohl der führende Saxophonist seiner Generation in
Deutschland. Seine mittlerweile 43 Jahre verleihen ihm den nötigen Mut und die Visionen,
die Gelassenheit und den Forscherdrang, um ein kühnes Standardprojekt wie *Evidence* -
seine letzte preisgekrönte CD - nicht nur auf den Fluchtpunkt Vergangenheit zu
beschränken. Gerade im Trio-Kontext mit seinem alten Freund, dem Schweizer
Schlagzeuger DANIEL HUMAIR, und dem amerikanischen Bassisten ANTHONY COX kann sich
nämlich keiner hinter dem anderen verstecken. Im Begleittext seiner CD wähnt der Leader
die drei an einer unsichtbaren Nabelschnur, da sie alle die gleiche Haltung gegenüber
den Standards an den Tag legen. "Weil aber Kinder ihre Wurzeln im Laufe eines langen
Reifeprozesses zunehmend mit anderen Augen sehen, verändern sich auch Klassiker wie *In a
Sentimental Mood*, *Take the Coltrane*, *There Will Never Be Another You* oder *Blue in
Green* zu intelligenten Jazzimprovisationen mit dem typischen Stempel dieser Zeit. Lauers
kraftvoll-durchdachte Statements, Humairs delikate rhythmische Strukturen und Cox
verbindende Basselemente sorgen zudem für eine emotionale Intensität, wie sie sonst nur
noch bei den Saxophontrios um Joe Henderson anzutreffen ist." (Jazz Podium). Und
der Spiegel schreibt: "Christof Lauer wirbelt Staub auf im Jazzmuseum, als eloquenter
Führer. *Evidence*, seine neue CD, ist der Beweis für die Unvergänglichkeit der
Jazzstandards und eine Verbeugung vor John Coltrane. Ein grosser Wurf ist dem Trio
gelungen." |
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| Sonntag 17.11.1996 Matinée - 11:00 Uhr |
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| EKKEHARD RÖSSLE Quartett |
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| EKKEHARD RÖSSLE (Saxophon),
ULI MÖCK (Piano),
CHRISTIAN DÄHN (Cello),
MANFRED KNIEL (Drums) |
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Der 1959 in Stuttgart geborene Saxophonist EKKEHARD RÖSSLE ist Jazzpreisträger 1994 des
Landes Baden-Württemberg, Mitglied des Hans Koller Saxophon-Septetts und dem
Musikerkollektiv Südpool. Er hat sich die Neigung zu tönenden Sturzbächen keinesfalls
abgewöhnt. Im Gegenteil: Er hat sie zu einem Stilmittel ausgebaut, in dem sich Kühle,
Intensität, Eleganz, Disziplin und Wildheit einzigartig mischen, wobei vieles aus der
Tradition der europäischen Impressionisten und Romantiker in sein Spiel einfliesst. Seine
eigene Musik bewegt sich eher auf leisem, sensiblen Terrain, das zu Gunsten eines
energiereichen Spiels verlassen wird. Unter Einbeziehung von Elementen aus anderen
Musikbeispielen löst sich Ekkehard Rössle mit seinen Musikern, die alle wie er zur Creme
Baden-Württembergs gehören, vom Jazz im konventionellen Sinn. Neben dem Pianisten ULI
MÖCK und dem Schlagzeuger MANFRED KNIEL gehört noch der Cellist CHRISTIAN DÄHN zu dieser
aussergewöhnlichen Gruppe. |
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| Mittwoch 06.11.1996 - 20:30 Uhr |
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| MARK HELIAS »Acoustic Quartet« |
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| MARK HELIAS (Bass),
MARK FELDMAN (Violin),
ELLERY ESKELIN (TenorSax),
MICHAEL SARIN (Drums) |
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Die Musik der CD *Loopin' The Cool* (ENJA 9049) des New Yorker Bassisten MARK HELIAS, der
einer der gefragtesten Musiker seines Instruments im Modern Jazz ist, ist seinem leider
viel zu früh verstorbenen Freund, dem Masterdrummer Ed Blackwell gewidmet. Mit ihm hat
Helias häufig gespielt, von ihm hat er gelernt, ihn hat er über die Massen geschätzt. Das
afrikanische bzw. afrokubanische Element, das sich durch viele seiner Kompositionen
zieht, kann als direkter Tribut an Blackwell angesehen werden. Die rhythmische Komponente
hat mittlerweile in den Kompositionen Helias klar an Bedeutung gewonnen. Handverlesen
sind die Musiker seiner Band, die wie er auch alle schon bei uns in verschiedenen
Formationen zu Gast waren und ohne Ausnahme voll überzeugten: ELLERY ESKELIN am Tenorsax
deckt mit seinem Traditionsgefühl und seinem Zug zu druckvollem Outside-Spiel genau die
Spanne ab, die für Helias Relevanz hat. Die andere markante Stimme der Gruppe ist der für
viele Jazzfans wohl überzeugendste Geiger der heutigen Szene, MARK FELDMAN, er streicht
mit traumhaftem Ton und drängender Leidenschaft unsd sprüht nur so vor Ideen und Humor.
Am Schlagzeug sitzt der junge MICHAEL SARIN, Ed Blackwell würde ihn bestimmt mit Freuden
hören. Die Zeitschrift Jazzthetik verlieh der CD die höchste Note: Fünf Sterne. Wie in
letzter Zeit bereits öfter geschehen, wird auch diese Gruppe rein akustisch im Gemssaal
spielen. |
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| Donnerstag 24.10.1996 - 20:30 Uhr |
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| JOHN SCOFIELD Quintet |
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| JOHN SCOFIELD (Guitar),
SEAMUS BLAKE (Saxophone),
KEVIN HAYES (Keyboards),
LARRY GRENADIER (Bass),
BILL STEWART (Drums) |
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Was soll man eigentlich noch zu diesem absoluten Ausnahmemusiker schreiben? Jeder
einigermassen informierte Jazzfan kennt uhn und hat mindestens eine seiner
Platten im Schrank stehen. Neben Pat Metheny und John McLaughlin gehört
John Scofield zu den absoluten Jazzstars auf der
Gitarre. Er hat unzählige Alben unter eigenem Namen aufgenommen und vor
allem der Miles Davis Band der achtziger Jahre durch sein unverwechselbares Spiel
und seinen eigenen Gitarrensound wichtige Impulse verliehen. Geradezu sensationell
war sein eigenes Quartett Anfang der neunziger, dem der Tenorgigant Joe Lovano
angehörte. Er wurde unzählige Male als bester Gitarrist und seine Bands als
führende Jazzband im Down Beat Poll gewählt, und er hat vor allem Heerscharen von
Gitarristen weltweit beinflusst. Über sein letztes Album *Groove Elevation*,
bereits sein siebtes auf dem Label Blue Note, schreibt das Jazz Podium: "Für uns
ganz subjektiv, das Beste, das Griffigste, das Wärmste, was es von Sco Gibt. Die
Kanten sind fort. Jetzt entfaltet der Poet sein Spektrum." John Scofield ist
kein Gitarrist, der in möglichst fliker Fingerfertigkeit siene Berufung sieht.
Statt auf spieltechnische Kabinettstücke und bestaunenswerte Saitenakrobatik ohne
Seele setzt er auf lange, singbare Melodielinien, auf förmliches Schweben von
Note zu Note. Das verleiht seinen Improvisationen einen stetig fliessenden
Charakter. Er besitzt ein stilistisch breitgefächertes Spektrum, das Bebop,
R&B, Funk, Swing und diverse Frei- und Mischformen umfasst. Scofield ist ein
Meister im Umgang mit den Traditionen. Er greift Bewährtes auf, vermeidet
Klischees und schafft Zusammenhänge mit Phrasierungen, die auf simple Art und
Weise geläufig und vertraut sind. Nach Singen kommt er nun mit seinem neuen
Quintett, zu dem der junge Saxophonist SEAMUS BLAKE, der Keyboarder KEVIN HAYES
und der Bassist LARRY GRENADIER gehören. Am Schlagzeug sitzt sein langjähriger
Weggefährte BILL STEWART. Dass dieses Konzert, das bestimmt zu einem der
Höhepunkte des JazzClub-Programms wird, überhaupt zustande kommt, verdanken wir
der grosszügigen Unterstützung der STADTSPARKASSE SINGEN, die seit Bestehen des
JazzClub Singen diesen finanziell unterstützt - Transportsponsor: BÖLLE &
VOLLMER, Mercedes-Benz, Singen |
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| Donnerstag 17.10.1996 - 20:30 Uhr |
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| ÖZAY |
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| ÖZAY (Vocals),
D.D. JACKSON (Piano),
TONY LAKATOS (Saxophone) |
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*40qm Deutschland* hiess der Film, in dem die schauspielende Sängerin ÖZAY, geboren in
Istanbul und seit über 20 Jahren in Berlin lebend, die Hauptrolle verkörpert. Man
versteht, dass ein zwischen zwei Welten hin- und hergerissenes türkisches Mädchen mehr
als nur den Blues bekommen kann. Am meisten beeinflusst von Billie Holiday, wandelte sich
Özays Stimme nach dem Tode ihrer Mutter zu dem zärtlich flüsternden, intimen, aber auch
schneidend machtvollen Alt-Organ von heute. Geschichten will sie erzählen... Selten hat
man eine Sängerin gehört, die einen so ergriffen hätte wie Özay. Dazu kommt ihre Wärme,
Herzlichkeit, das Offernsein für alles, was Wissende und Fühlende als die 'real things'
bezeichnen. Vor kurzem ging sie nach New York und nahm aufgrund ihrer schonungslos
ehrlichen 'Gefühlsoffenbarungen' gleich alle für sich ein. Vor allem auch die Musiker,
die sie mit nach Singen bringen wird: Den jungen Pianisten D.D. JACKSON, der, wie Jacky
Terrasson, der im Juni bei uns das Publikum begeisterte, zu den neuen grossen Hoffnungen
des Jazz-Pianos zählt und den Tenorsaxophonisten TONY LAKATOS, der zu den grossen Stimmen
auf seinem Instrument in Europa gehört. "Und natürlich nicht zu vergessen 'das türkische
Mädchen' mit ihrer faszinierenden Stimme und Ausdruckskraft, die mich stärker düngt als
die so mancher berühmter Vokalistinnen von heute. Özay, eigentlich schon länger auf der
Szene, hat sich endlich durchgesetzt - sie ist eine der Besten unserer Zeit. Eine der
grossen Balladensängerinnen in Europa, kaum eine andere ist so sehr der Tradition des
Jazz- und Blues-Gesanges verpflichtet wie sie. Ich hoffe, ihr noch öfter im Konzert und
auf CD begegnen zu dürfen", schreibt der Kritiker des Jazzpodiums über ihre CD
*Antiquated Love* auf dem Label Basic. "Die volle warme Stimme der Türkin, die in den
tiefen Lagen am besten zum Ausdruck kommt, überzeugt ebenso, wie die an ihren
Instrumenten sowohl begleitend als auch solistisch wirkenden Musiker, die zur absoluten
Weltspitze gehören, ohne Abstriche. Optischer und vor allem musikalischer Mittelpunkt der
Combo ist jedoch Özay, mit ihrer klaren, durchdringenden Stimme, die durch Mark und Bein
geht. Mit immenser Ausdruckskraft verleiht sie den Stücken eine aufrüttelnde Intensität.
Das Publikum war hingerissen und forderte gleich mehrere Zugaben." (Rundblick, Wien).
Nebenbei bemerkt, Özay wird auch im Fernsehen bei 'Willemsens Woche' auftreten! |
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| Sonntag 13.10.1996 Matinée - 11:00 Uhr |
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| FEIER WARE HOUSE JAZZ BAND |
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Es gibt Hardware, es gibt Software und es gibt Feierware. Letztere dient ganz im
Gegensatz zu den beiden anderen Waren einzig und allein der Unterhaltung und dem
Vergnügen am guten alten New Orleans und Dixieland Jazz. Die FEIER WARE HOUSE JAZZ BAND
ist eine Oldtime Jazz-Formation aus dem Hegau, die jüngeren und älteren Fans den Jazz der
frühen Jahre näherbringen möchte. Das Repertoire umfasst neben gängigen, vielgespielten
Dixielandtiteln und alten Schlagern wie 'Bourbon Street Parade', 'Sweet Sue', 'Wochenend
und Sonnenschein' oder 'Bel Ami' auch einige selten gehörte wie der 'Cansas City Stomp'
von Jellyroll Morton, 'Sweet Mummatz' oder 'Slide Frog Slide'. Passend zu der urigen,
gelegentlich etwas rauhen aber herzlichen Art dieser Stilrichtung sind die sechs Musiker:
HANS PETER TRESS an der Klarinette, zusammen mit GÜNTER HAUSER an der Trompete und ROLAND
SAUTER an der Posaune bilden die 'Front-Mannschaft', die von den drei 'Hinterbänklern'
HEINZ KEHRER am Banjo, 'Gsotty' RALF SCHRUL am Schlagzeug und PETER GASSNER am
fünfeinhalb Meter langen Messingrohr, genannt Tuba, rhythmisch und harmonsich unterstützt
wird. Für uns vom Jazz Club ist sie die beste Oldtime-Band in der näheren Umgebung.
Jeder, der sie auf ihren bislang zwei Matineen in der GEMS gehört hat, wird dies
bestätigen können, und am Sonntag Morgen wieder auf die Matinee des Jazz Club
kommen. |
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| Mittwoch 09.10.1996 - 20:30 Uhr |
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| ENRICO PIERANUNZI Trio |
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| ENRICO PIERANUNZI (Piano),
PIERO LEVERATTO (Bass),
MAURO BEGGIO (Drums) |
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"A new approach to the top jazz piano world" - kein Geringerer als McCoy Tyner urteilte
so über den inzwischen 44-jährigen italienischen Pianisten ENRICO PIERANUNZI. Der Römer,
der eine Musikprofessur am renommierten Musikinstitut von Frasione innehat, gilt mit
seinem rhythmischen Reichtum und seinen geistreichen Improvisationen als europäische
Antwort auf Bill Evans. Er hat einen innigen, leidenschaftlichen, romantisch-lyrischen
Klang und ein ebensolches Konzept, sowie den Mut zu einer Sensibilität, die allerdings
nichts mit trivialer Sentimentalität gemein hat. Seine Musik ist ein Musterbeispiel für
interaktives Musizieren auf höchstem Niveau. Garant hierfür ist auch die Qualität seiner
Mitmusiker. MAURO BEGGIO am Schlagzeug ist ein aufmerksamer Beobachter, sparsam agierend
und dezent untermalend, aber trotzdem auch ein sensibel treibender Drummer. Aber
insbesondere der Kontrabassist PIERO LEVERATTO begeistert mit seinem akzentuierten Spiel
und seinen kräftigen Basslinien. Stilistisch wird er, neben Charles Mingus, hauptsächlich
vom ehemaligen Bill Evans Begleiter Scott LaFaro beeinflusst. Pieranunzi wurde schon
mehrfach zu Italiens Jazzmusiker Nr. 1 gewählt. Konzerte und zahlreiche
Platteneinspielungen mit Musikern wie Chet Baker, Joe Henderson, Paul Motian usw.
unterstreichen die Ausnahmestellung, die er unter Europas Jazzpianisten einnimmt. Das
Jazz Podium gab seiner letzten Platte das Prädikat: Unbedingt empfehlenswert! Wir
freuen uns auf einen grossen Pianojazzabend in Singen, der auch durch die freundliche
Unterstützung des ISTITUTO ITALIANO DI CULTURA in Stuttgart zustande kommt. |
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| Mittwoch 11.09.1996 - 20:30 Uhr |
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| GRUPO RAIZ DE PEDRA »Jazz from Brazil« |
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| MARCIO TUBINO (Sax/Flute),
CONRADO PECOITS (Piano),
CESAR AUDI (Drums),
CARLOS MOMBELLI (Bass),
PEDRO TAGLIANI (Gitarre),
FERNANDO DO O (Percussion) |
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Nicht europäisch sondern ganz und gar brasilianisch - angereichert allerdings mit
Harmonien des Jazz - ist die Musik der Band RAIZ DE PEDRA, einer Formation aus Rio Grande
do Sul in Südbrasilien. Seit bereits 17! Jahren spielen die sechs Musiker zusammen, sind
schon in der ganzen Welt aufgetreten, u.a. an der Seite so grosser Namen wie Egberto
Gismonti, Joao Gilberto und Sivuca. In ihren Kompositionen verschmelzen pulsierende
brasilianische Musikelemente mit vielerlei Jazzelementen und ergeben so eine
faszinierende Mischung, die einmalig ist. RAIZ DE PEDRA veröffentlichte bereits
zahlreiche Schallplatten in den USA, Japan und Europa und krönte ihre bisherige Arbeit
mit der neuen CD *Diario de Bordo*, ein Gemeinschaftsprojekt mit Egberto Gismonti auf
dem deutschen Label ENJA. Gismonti über ihre Musik: "Es ist ein Gemisch aus deutschen,
italienischen und spanischen Ursprüngen gefiltert von Afrikanern und brasilianischen
Indianern." Und diese Fusion ist ihrem phantastischen Album durch und durch anzuhören,
wobei die Besonderheit dieser Band darin besteht, dass sie respektvoll mit musikalischem
Material jeder Art umgeht. RAIZ DE PEDRA beweisen Humor und Kreativität und gehören mit
Sicherheit zu eine der ernst zunehmendsten Gruppen in Brasilien. Wir danken
der Deutschen Bank Singen für die freundliche Unterstützung, die dieses Konzertereignis
erst ermöglichte. |
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| Jazz Club und Kulturamt Singen präsentieren: |
| Freitag 30.08.1996 - 20:30 Uhr |
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| AKI TAKASE & DAVID MURRAY |
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| AKI TAKASE (Piano),
DAVID MURRAY (TenorSax/BassClarinet) |
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"Das musste einfach so kommen. Hatte Horst Weber mit einer Reihe eindrucksvoller
Einspielungen den Begriff THE ART OF THE DUO gleichsam neu belegt, wobei auch seine
Lieblingspianistin, die in Berlin lebende Pianistin AKI TAKASE, zusammen mit Gunther
Klatt und zuvor mit Maria Joao, wesentlichen Anteil hatte, so war es wohl nur eine Frage
der Zeit, bis auch der Tenorgigant DAVID MURRAY zu Aki Takases Spielpartner wurde. Mit
der CD *BLUE MONK* (Enja) liegt nun das Ergebnis vor und bestätigt ein weiteres Mal David
Murrays Hinwendung zu mehr traditionsverbundenem Spiel. Was aber eher überrascht ist
vielmehr Aki Takases Verbeugung vor der Jazz-Tradition, zentriert um Kompositionen von
Thelonious Monk, die man selten so leichtfüssig und dennoch substantiell dargeboten
bekommen hat." (Jazzthetik). Die CD *Blue Monk* bekam von der deutschen
Schallplattenkritik den Vierteljahrespreis verliehen. Der amerikanische Saxophonist
David Murray und die japanische Pianistin Aki Takase gehören beide auf ihren Instrumenten
zu den ganz grossen der Jasszene, und beide waren bereits schon bei uns zu Gast. Takase
mit der Sängerin Maria Joao (Eröffnungskonzert des Jazz Club im Dez '89) und Murray mit
seinem Septett im Juli '90. Nun kommen sie endlich wieder einmal nach Singen und werden
im Gemssaal ein rein akustisches Konzert der Sonderklasse abliefern, davon sind wir
überzeugt. "Wir finden, dass Murray einer der wenigen Tenoristen mit einem richtigen
BIG SOUND ist und goutieren diese hervorragende Musik. Der Sticker THE ART OF THE DUO auf
der CD Blue Monk ist mehr als verdient. Blue Monk ist WHAT JAZZ IS ABOUT, und Aki Takase
hat damit eine klare Position bezogen." (Jazzthetik). Und noch ein Zitat: "Murrays
Sound ist voll und stark, wie ein Bulle, der die Arena betritt: Abwartend und vorsichtig
beginnt er zu spielen, wird immer angriffslustiger und gibt am Ende alles, was er hat.
Dieser Mut zur Hingabe ist einzigartig und machen ihn immer wieder zu einem der
schillerndsten Musiker der aktuellen Jazzszene." (Hamburger Abendblatt,
1995) Wir bedanken uns beim Kulturamt der Stadt Singen für die freundliche
Zusammenarbeit. MIT FREUNDLICHER UNTERSTÜTZUNG KLAVIERHAUS FAUST, KONSTANZ |
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| Sonntag 21.07.1996 Matinée - 11:00 Uhr im Gems-Kulturzelt |
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| ANGELA BALLHORN Quintett |
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| WOLFGANG MAIWALD (Piano),
HAYO DEMMIG (Gitarre),
ARNULF BALLHORN (Bass),
DANIEL MESSINA (Drums),
ANGELA BALLHORN (Querflöte) |
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"Seit sich Hiphop und Funk ungeniert mit den verschiedensten Jazzstilen mischen, hat sich
die Mixtur zu einer der spannendsten Musikrichtungen der 90er Jahre entwickelt", meint
die Bandchefin und Lokalmatadorin Angela Ballhorn. Knackige Bässe, schleppende Drumloops,
filigrane Synthesizersounds, subtile bis heavy Gitarrenbackings und darüber mal leise,
mal vorantreibend, die Querflöte von Angela Ballhorn. Experimentierfreude und breite
Kenntnis des musikalischen Erbes zeichnen die Musik des Quintetts aus. Bebop, Modern
Jazz, Latin, Funk und Hiphop mischen sich zu einem abwechslungsreichen Programm. "Talking
about music is like dancing to architecture" (Steve Martin, eErzkomödiant). Check it out
auf der JazzClubMatinee im Gems Kulturzelt. Verraten wird noch, dass bei diesem Konzert
eine Live-CD aufgenommen wird. |
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| Freitag 05.07.1996 - 20:30 Uhr |
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| HENRY THREADGILL Quintet »Make a Move« |
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| HENRY THREADGILL (Sax/Flute),
BRANDON ROSS (Guitars),
STOMU TAKEISHI (Bass),
TONY CEDRAS (Accordion),
J.T. LEWIS (Drums) |
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Biographie HENRY THREADGILL: Geboren 1944 in Chicago, Altsaxophonist, Flötist, Komponist
und Bandleader, spielte schon als Kind in Strassenorchestern und Marching Bands,
studierte Klarinette und Saxophon; Mitte der 60er Jahre wird er Mitglied der A.A.C.M.
(Association for the Advancement of Creative Musicians), die in den 70er Jahren zu einer
der einflussreichsten Gruppen der afro-amerikanischen Jazz-Szene wird. Aus dieser
Zusammenarbeit geht eins der herausragendsten Trios des modernen Jazz überhaupt hervor -
AIR (1972-84); leitet weitere Gruppen in verschiedenen Besetzungen u.a. ein Sextett und
nach 1991 die Gruppe VERY VERY CIRCUS, die auf den letztjährigen Donaueschinger
Musiktagen die Jazzfans begeisterte; gilt als eine der einflussreichen schöpferischen
Persönlichkeiten der zeitgenössischen amerikanischen Jazzszene; erhält in den
verschiedenen Kritiker-Umfragen der Jazzzeitschrift Down Beat vielfache Auszeichnungen
vor allem als Komponist, Saxophonist und Bandleader. Die Musik seines Trios AIR war
in den Anfängen noch im freien Jazz verwurzelt, trug aber deutliche Züge eines damals
völlig eigenständigen Eklektizismus. Threadgills gesamtes Musikerleben hat seine Spuren
in dieses Konzept eingegraben: Blues, Gospel, Marschrhythmen, New Orleans, Bebop, Free
Jazz sind wesentliche Bestandteile seiner musikalischen Sprache. Aber erst mit seinem
Sextett und seiner Gruppe VERY VERY CIRCUS verschmolzen all diese vergangenheitsträchtigen
Erzählweisen adäquat mit der eruptiven Kraft des freien Jazz. "Tradition ist ein
Hintergrund voller Zutaten. Für sich selbst genommen ist sie nichts. Wenn man aus ihr
nichts entwickeln kann, kann die Welt auch ohne sie auskommen." Ein deutliches Postulat
gegen all jene, die sich mit geschönter Reproduktion allein begnügen. Seine Musik
enthüllt sich schon nach kurzer Zeit als ein Werk, das durch die Forcierung der
Mehrstimmigkeit, des polyrhythmischen Geflechts eine unentrinnbare Sogwirkung ausstrahlt.
Indem er immer weiter an seiner ALCHIMIE DER STILLE UND MUSIKALISCHEN ERZÄHLWEISEN -
die mythischen und bildträchtigen, die modernen und abstrakten - feilt, versteht sich
seine ästhetische Konzeption immer mehr als eine Arbeit, die den Stilbegriff zum
Verschwinden bringen möchte. Nachdem er im letzten Jahr die Arbeit mit seiner Gruppe
VERY VERY CIRCUS beendete, freuen wir uns ganz besonders, ihn auf seiner ersten Tournee
mit seinem nuen Quintet MAKE A MOVE in Singen vorstellen zu können. Neben ihm selber an
Sax und Flöte werden dabei sein: der Gitarrist BRANDON ROSS, der Bassist STOMU TAKEISHI,
der Akkordeonist TONY CEDRAS und der Schlagzeuger J.T. LEWIS. Wir sind schon jetzt
gespannt auf seinen ersten Auftritt in der Region überhaupt. |
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| Freitag 21.06.1996 - 20:30 Uhr |
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| JACKY TERRASSON Trio |
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| JACKY TERRASSON (Piano),
UGONNA OKEGWO (Bass),
CLARENCE PENN (Drums) |
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"Mir fällt spontan kein anderes Piano-Trio ein, das mich in letzter Zeit derart gefesselt
hat wie das von dem Pianisten JACKY TERRASSON. Die Betonung liegt auf Trio - Terrasson
allein ist zwar ein faszinierender und mit seinen Jungen Jahren bereits eigenständiger
Pianist, aber der spezielle Kick steckt im Ensemble-Konzept, das zweifellos gemeinsam
entwickelt bzw. erspielt wurde. FÜNF STERNE für seine Debut-CD auf Blue Note", so der
Kritiker der Zeitschrift Jazzthetik. Dieses Trio mit UGONNA OKEGWO am Bass und
CLARENCE PENN am Schlagzeug kommt nun auf seiner ersten Deutschlandtournee auch zum Jazz
Club, worüber wir uns natürlich besonders freuen. Im März ist bereits seine zweite CD auf
Blue Note erschienen und die hohen Erwrtungen an Terrasson wurden mehr als erfüllt, ein
phantastisches Pianotrio-Album. Der 29jährige Pianist und seine Begleiter, die im Jahr
'93 Betty Carter! auf ihrer Tournee begleiteten, ist ein echter Shootingstar. Jacky
Terrasson, Gewinner der angesehenen Thelonious Monk Kompetition 1993, ist ein Pianist,
wie er selten zu erleben ist. Während es gerade unter den Pianisten viele gibt, die
jahrelang eine eigene Identität suchen, scheint er bereits seinen eigenen Stil gefunden
zu haben. Er besteht, auf einen einfachen Nenner gebracht, darin, dass kurze Floskeln des
thematischen Materials wie Teile eines Puzzles beiläufig hingeworfen und ganz langsam
immer mehr verdichtet werden, bis zuletzt das Thema hörbar wird. Fast drängt sich das
Bild eines Malers auf, der mit locker entworfenen Strichen beginnt, die dem Laien noch
nicht verraten, was das Werk dereinst darstellen soll. Nach Vorstellung des Themas
sprudeln seine Improvisationen mit einer Fülle von neuen Einfällen und frischen Ideen
genau so lang, wie er fühlt, dass die Spannung anhält. Terrasson & Co. geben den
alten Schlachtrössern wie *I Love Paris*, *My Funny Valentine*, *Bye Bye Blackbird* usw.
unverhoffte Sporen, ohne das Originelle überzustrapazieren. "Jacky Terrasson ist nicht
nur ein findiger Melodiker, sondern ein ebenso exzellenter Rhythmiker. Selbst in den
verwegensten Passagen gerät das formidabel eingespielte Trio nicht ins Trudeln. Ein
Ensemble, das seinen Weg machen wird. Einen Künstler von seinem Kaliber trifft man
höchstens einmal in einer Generation an." (Jazz Podium) |
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| Sonntag 09.06.1996 Matinée - 11:00 Uhr bei schönem Wetter
im Gems-Biergarten |
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| BLUE EXERCISE |
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| KLAUS KNÖPFLE (Saxes),
GERNOT HÄFELE (Gitarre),
HEINER MERK (Bass),
OLIVER SCHMID (Drums) |
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Der Band BLUE EXERCISE, deren Mitglieder alle aus dem Bodenseeraum stammen und bereits
vor einigen Jahren bei uns die Zuhörer auf einer Matinée voll überzeugen konnten (neu ist
nur der Gitarrist Gernot Häfele), geht es nach eigenen Aussagen darum, mit ihrer Musik
ein positives Grundgefühl zu vermitteln. Mit den acht Stücken ihrer soeben erschienenen
CD *BIG SWIM* wurde gewissermassen die Sommerfrische eingefangen. Den Musikern gelingt
ein transparenter, ansprechender Sound. Die Stücke gehen auf das Publikum ein, verleiten
es, verführen, räumen fast unbemerkt mit Hörgewohnheiten auf, breiten mit treibenden
Grooves und grossen Melodien die weite Strasse Jazz vor ihm aus. Das Ziel, dass sich alle
vier beim (ausserdem rein akustischen) Spielen wohl fühlen, wird hörbar erreicht. |
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| Mittwoch 15.05.1996 - 20:30 Uhr |
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| NED ROTHENBERG »Double Band« |
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| NED ROTHENBERG (AltoSax),
THOMAS CHAPIN (AltoSax), |
| JEROME HARRIS (E-Bass),
KERMIT DRISCOLL (E-Bass), |
| MICHAEL SARIN (Drums),
SAMM BENNETT (Drums) |
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Der Vielfach-Bläser NED ROTHENBERG, 1956 in Boston geboren, hat eine mehr als
dreizehnjährige Auftrittserfahrung in den USA, Europa und Japan hinter sich, hat mit
unzähligen Kollegen gespielt und ist Leiter eigener Ensembles. Seit vier Jahren leitet er
nun schon seine DOUBLE BAND, ein Sextett aus paarweise besetzten Altsaxophonen
(ROTHENBERG UND THOMAS CHAPIN), Elektro-Bässen (KERMIT DRISCOLL UND JEROME HARRIS, der
auch Gitarre spielt) und Drums (Michael Sarin und Samm Bennett). Überlassen wir es nun
dem Maestro selbst, seine Musik und sein Konzept vorzustellen: "Warum DOUBLE BAND? Seit
zwölf Jahren zielt das Hauptanliegen meiner Arbeit auf die Erweiterung der musikalischen
Rolle, die Blasinstrumente sowohl solistisch als auch in Verbindung mit einem Ensemble
erfüllen können. Dabei ist es spannend für mich zu erleben, dass das Saxophon nicht nur
eine melodische Stimme führen kann, sondern auch als Energiequelle mit perkussiven und
akkordmässigen Aufgaben dienen kann. Die Band wurde mit dem Ziel gegründet, diese
Erweiterung auszudehnen auf das Ensemble-Spiel. Grundsätzlich ist meine Gruppe eine
Jazz-Funk-Band mit einem vielfältigen kulturellen Beziehungsgeflecht, das aus meinem
allesverschlingenden musikalischen Interesse erwächst. Ich versuche durch die rhythmische
und harmonische Kombination der Instrumente ein schichtenweises Hören zu ermöglichen, das
sich an so unterschiedliche Ansprechpunkte wie Bauch und Verstand richtet: gleichsam
'in die Tasche gepackt' und wiederum schwer fassbar, harmonisch zentriert und weit offen
zur selben Zeit." Die Konstellation der Band erinnert an Ornette Colemans Prime Time,
was sich aber nicht auf den rhythmischen, noch den melodischen Aspekt sondern nur auf den
'Geist' erstreckt. "Wenn diese sechs phantastischen Musiker auf der Bühne stehen, denkt
niemand auch nur im leisesten an einen anderen Musiker, sondern nur an Ned Rothenbergs
Double Band und gleichzeitig an eins der faszinierendsten Ensembles, die derzeit um den
Globus reisen" (und selbstverständlich beim Jazz Club in Singen halt machen). |
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| Donnerstag 09.05.1996 - 20:30 Uhr |
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| BARBARA DENNERLEIN Trio »Blow Off« |
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| BARBARA DENNERLEIN (HammondOrgel),
RICK KELLER (TenorSax),
GUIDO MAY (Drums) |
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"Barbara ist nicht nur eine vollendete Musikerin, ihre Musik unterscheidet sich auch von
der aller anderen Jazzorganisten, die dich je gehört habe. Ein Unterschied, der es allen
Jazzliebhabern wert sein sollte, sie sich anzuhören." George Benson, der in seiner langen
Karriere mit einer Vielzahl von Jazzorganisten spielte, charakterisierte mit diesem Zitat
in zwei Sätzen das Wesentliche und Aussergewöhnliche an BARBARA DENNERLEINs Musik. Eine
Musik, die dem 'schwerfälligen Dinosaurier' Hammond-B3-Orgel neue musikalisch Dimensionen
erschliesst. Ihre Musik zeichnet sich durch immense Vielfältigkeit und Spielwitz aus,
was sie auf bislang 14 Platten unter Beweis stellt. Ihre letzte CD auf dem Majorlabel
Verve *Take Off* gehört sicherlich zu einer ihrer komplettesten Aufnamen. Zwar liegen
ihre musikalischen Wurzeln im Jazz Mainstream: im Blues, Swing und Bebop. Doch als
Repräsentantin einer jungen Generation vereint sie viele moderne Stilrichtungen und
musikalische Entwickliungen zu der für sie typischen Mischung von swingendem Straight
Ahead, groovendem Funk, pulsierenden Latin-Rhythmen, gefühlvollen Balladen und Blues in
allen Variationen. Durch ihren unverwechselbaren Stil, der sich deutlich von allen
anderen Organisten abhebt, entwickelte sie das Jazz-Orgelspiel einen grossen Schritt
weiter und eröffnete der Hammond-Orgel völlig nueu musikalische Perspektiven. Nur
durch die freundliche Unterstützung des SINGENER WOCHENBLATTS ist es uns möglich, Ihnen
diese Topmusikerin in Singen zu präsentieren. Sie wird ihre langjährigen Partner RICK
KELLER am Tenorsaxophon und GUIDO MAY am Schlagzeug mitbringen. Ein heiss groovender
Abend erwartet Sie beim JazzClub. |
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| Sonntag 05.05.1996 Matinée- 11:00 Uhr |
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| GÜNTER WEISS Quartett |
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| GÜNTER WEISS (Gitarre),
EWALD HÜGLE (Saxes),
KAROLINE HÖFLER (Bass),
NORBERT PFAMMATTER (Drums) |
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Diese vier hochkarätigen Musiker gehören nicht mehr ganz zu den Geheimtips der Jazzszene,
sind sie doch bereits auf insgesamt 20 CDs zu hören und mit Biographien ausgestattet, die
gespickt sind mit internationalen Grössen (u.v.a. Kenny Barron, Muneer Abdul Fatah,
Herbert Joos, Bernd Konrad, David Liebman, Albert Mangelsdorf, Ed Schuller und Günter
'Baby' Sommer). Die hervorragenden Kritiken für NORBERT PFAMMATTER und die Auszeichnungen
für KAROLINE HÖFLER (Jazzpreis Baden-Württemberg) und EWALD HÜGLE ('Bester Solist' beim
intern. Wettbewerb für Jazzgruppen in Paris) bestätigen dies nachdrücklich. Für uns vom
Jazz Club zählen sie sowieso zu den besten Bands der Baden-Württembergischen Jazzszene.
Freuen Sie sich auf ein interessantes Programm (so weit wie möglich akustisch dargeboten)
mit neuen und gebrauchten Kompositionen des Gitarristen GÜNTER WEISS. |
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| Freitag 26.04.1996 - 20:30 Uhr |
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| DAVE DOUGLAS String Group »Parallel Worlds« |
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| DAVE DOUGLAS (Trumpet),
MARK FELDMAN (Violin),
ERIK FRIEDLANDER (Cello),
DREW GRESS (Bass),
MICHAEL SARIN (Drums) |
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Endlich können wir Ihnen die Entdeckung im Modern Jazz der letzten Jahre präsentieren -
den amerikanischen Trompeter DAVE DOUGLAS. Er gehört u.a. zu den Bands von Don Byron,
Myra Melford und zu dem Quartett 'Masada' von John Zorn. Er leitet aber auch verschiedene
eigene Gruppen - ein Trio, ein Quintett und ein Sextett - mit denen er bereits
verschiedene phantastische Platten eingespielt hat. Nach Singen kommt er mit seiner
'String Group', mit der er auf dem Label Soul Note die Platte *Parallel Worlds*
herausgebracht hat. Unterstützt wird er dabei von dem Geiger MARK FELDMAN, dem Cellisten
ERIK FRIEDLANDER, dem Bassisten DREW GRESS und dem Schlagzeuger MICHAEL SARIN, alles
vielgefragte und hochgelobte Musiker der amerikanischen Modern Jazz Szene. Nicht ganz
zufällig heisst Dave Douglas Gruppe *Parallel Worlds*, denn hinter diesem Titel
manifestiert sich das zentrale Anliegen des Trompeters und Komponisten - Parallele
Welten. In diesen Welten existieren Webern und Stravinsky neben Weill und Ellington und
eigenen Kompositionen. Die Liner Notes zu seiner CD schrieb niemand geringeres als der
Third Stream Pionier Gunter Schuller. Dort heisst es: "Kein Zweifel, mit Parallel Worlds
gelingt Dave Douglas und seinen Mitmusikern eine stimmige Symbiose von gegeneinander
abgegrenzten, parallelen nichtsdestotrotz benachbarten musikalischen Welten, Stilen und
Konzepten. Die parallelen Welten von Improvisation und Komposition werden hier auf eine
originelle und bewundernswert homogene Weise angenähert, so dass die Grenzlinien zwischen
diesen beiden Ansätzen mitunter soweit verwischt werden, dass nicht mehr nachzuvollziehen
ist, wo komponieren endet und improvisieren anfängt." Das ist viel Lob von einem, der es
wissen muss oder anders herum, Gunter Schuller hat erkannt, dass hier seine Arbeit seit
den vierziger Jahren eine Fortsetzung auf einer neuen Ebene findet und dass einer seiner
musikalischen Enkel einen eigenständigen Ansatz im Umgang mit Jazz und zeitgenösischer
E-Musik gefunden hat. Dave Douglas ist momentan der gefragteste Vertreter seiner Zunft
in der New Yorker Szene. Wenn Sie ihn beim Jazz Club Singen gehört haben, werden Sie
wissen warum. |
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| Sonntag 21.04.1996 Matinée - 11:00 Uhr |
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| WHISPER HOT |
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| MATTHIAS STICH (Altsax/BassCl),
VIO DE GALGOCZY (Vocals),
WOLF MAYER (Piano),
WOLFGANG FERNOW (Bass),
FRANK BOCKIUS (Drums) |
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Die Gruppe WHISPER HOT besteht nun bereits seit sieben Jahren und hat schon einmal bei
uns auf einer Matinee ihr musikalisches Konzept präsentiert. Nun kommen Sie mit einem
neuen Programm, das bereits auf ihrer zweiten CD *Lauter Leise Leute* - mit u.a.
Vertonungen von Texten des Lyrikers Ernst Jandl - dokumentiert ist. Whisper Hot, also
'heisses Geflüster', ist nach wie vor die Devise dieser eigenständigen Musik der eher
leisen aber erregenden Töne des Saxophonisten Matthias Stich. Ebenso charakteristisch
für diese Musik sind aber auch die stilübergreifende Vielfalt der musikalischen
Ausdrucksmittel, Spontaneität, Risikobereitschaft und vor allem
Humor! Berührungsängste mit anderen musikalischen Stilen kennt die Gruppe nicht. So
haben sie z.B. ein vollständig neues Programm zum Thema 'Johann Sebastian Bach' aus der
Sicht des Jazz erarbeitett. Vielleicht präsentieren sie davon einige Stücke in Singen.
Lassen wir uns überraschen. Die Gruppe spielt ausserdem rein akustisch. Eine spannende
Matinée steht uns bevor. |
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| Donnerstag 28.03.1996 - 20:30 Uhr |
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| HARALD HÄRTER Quartet feat. DEWEY REDMAN |
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| HARALD HÄRTER (Gitarre),
PHILIPP SCHAUFELBERGER (Gitarre),
BÄNZ OESTER (Bass),
MARCEL PAPAUX (Drums),
DEWEY REDMAN (TenorSax) |
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Ein Kreativitätsgipfel ist angesagt: Das HARALD HÄRTER QUARTETT trifft auf die
amerikanische Tenorsax-Koryphäe DEWEY REDMAN. Es darf eine spannungsgeladene
Verschmelzung erwartet werden: hier eine der z.ZT. interessantesten Gruppen des Schweizer
Modern Jazz, dort einer der ganz Grossen des Jazz, eine lebende Jazzlegende, die vor
allem als jahrelanges Mitglied des Keith Jarrett Quartetts berühmt wurde. Die Erwartungen
dürfen ruhig etwas hochgeschraubt werden. Eines ist gewiss: langweilig wird es nicht
werden! Dafür sorgt schon alleine das enorme Potential, das im Harald Härter Quartett
steckt. Mit den Gitarristen HARALD HÄRTER und PHILIPP SCHAUFELBERGER, dem Bassisten BÄNZ
OESTER und dem Schlagzeuger MARCEL PAPAUX haben sich vier hervorragende Musiker
zusammengefunden zu einer Band, in der auf eindrückliche Weise sowohl individuelle
Qualitäten wie auch die Fähigkeit zur dichten Interaktion zum Tragen kommen. Das zuweilen
fiebrig-ruhelose, dann wieder intensiv-swingende Spiel des Harald Härter (der bei uns
schon mit seinem Intergalactic Maiden Ballet das Publikum begeisterte) und die sehr
soundbewusste und beharrlich auf die Essenz reduzierte Gitarrensprache des Philipp
Schaufelberger ergänzen sich perfekt. Dazu kommen das Basspiel Bänz Oesters, der mit
grosser Intuition und Empathie und einem warmen Ton zu überzeugen weiss, und das
hintersinnig-schalkhafte, immer enorm swingende Spiel von Marcel Papaux. Neben
Eigenkompositionen widmen sie sich auch der lustvollen und - im positiven Sinne des
Wortes - respektlosen Auseinandersetzung mit Standards und Originals von Ellington, Monk
und Dewey Redman. In diesem Umfeld fühlt sich der Tenorgigant DEWEY REDMAN äusserst wohl.
Ihm ist leider bis heute nicht die Anerkennung zuteil geworden, die ihm eigentlich
gebührt. Er ist ein 'musicians musician', von seinen Kollegen wird er ausserordentlich
geschätzt. Er ist einer der Musiker, die jeden Abend ihre Musik neu kreiren, an keinerlei
Normen festhalten und im melodisch-lyrischen Bereich unheimlich ausdrucksstark
spielen. In letzter Zeit konnte man allerorten Lobeshymnen auf Dewey Redmans Sohn
Joshua Redman lesen - es ist nun endlich an der Zeit, die wahre Grösse des Vaters zu
entdecken. Dewey Redman und das Harald Härter Quartett, das wird was
werden... MIT FREUNDLICHER UNTERSTÜTZUNG VON 'PRO HELVETIA' |
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| JazzClub und Jugendmusikschule
präsentieren: |
| Samstag 23.03.1996 - 20:00 Uhr Musikinsel Walburgissaal |
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| »JAZZTROMBONES« - das Posaunenquartett |
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| ERICH KLEINSCHUSTER,
BOBBY BURGESS,
ANDREAS MITTERMAYER,
CHRISTIAN KRAMER
- Posaune
+ Rhythm Trio |
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Auf Initiative der Jugendmusikschule ist diese JMS/JazzClub-Veranstaltung zustande
gekommen, und wir vom Club freuen uns, Ihnen ein Jazzkonzert auch einmal in anderen
Räumlichkeiten - AUF DER MUSIKINSEL IM WALBURGISSAAL - präsentieren zu
können. Jazz-Posaunenquartette haben eine lange Tradition, denkt man an die legendären
Einspielungen eines J.J. Johnson und sämtlicher Jazz-Posaunisten der gesamten
Jazzgeschichte. Jüngstes Beispiel hierzu ist das Quartett um den Posaunisten Ray Anderson.
Mit diesem Konzert ist es uns gelungen, zwei Generationen von Musikern zu vereinigen. Zum
einen stehen mit ERICH KLEINSCHUSTER und BOBBY BURGESS zwei der erfahrendsten Posaunisten
der Gegenwart, zum anderen mit ANDREAS MITTERMAYER und CHRISTIAN KRAMER zwei aufstrebende
junge Musiker auf dem Podium. Hier darf man sich schon auf ein spannendes Konzerterlebnis
freuen, wenn Erfahrung und jugendlicher Elan zu einer Einheit verschmelzen und
Mainstreamjazz in Vollendung dargeboten wird. |
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| Sonntag 17.03.1996 Matinée - 11:00 Uhr |
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| PICTURES OF RHYTHM |
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| JOGI NESTEL,
UWE KÜHNER,
HANS FICKELSCHER,
BERND SETTELMEYER
- Percussion |
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Das Percussion Quartett PICTURES OF RHYTHM verbindet Urkräfte des Rhythmus mit dem Puls
der Gegenwart. Einzigartige Klangbilder erinnern an die Karibik, Südamerika und Afrika
und wecken Impressionen von weiten Landschaften bis hin zum lebendigen Grossstadttreiben.
Mit vorwiegend eigenen Kompositionen erreicht die Gruppe eine besondere Verbindung von
Rhythmik und Harmonik. Zu hören sind aussergewöhnliche Instrumente wie z.B. Steel-Drums,
Log-Drums, Gongs, Djembes, Bali Bells neben den üblichen Percussionsinstrumenten und dem
Drumset. Ein spannendes Konzerterlebnis erwartet uns auf dieser Sonntagsmatinée.
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| Freitag 01.03.1996 - 20:30 Uhr |
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| TIM BERNE »Bloodcount« |
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| TIM BERNE (AltoSax),
CHRIS SPEED (TenorSax),
MIKE FORMANEK (Bass),
JIM BLACK (Drums) |
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"Zu solcher Musik sollte man besser schweigen, denn kein Wort vermag auszudrücken, was
tatsächlich in ihr steckt" (Jazzthetik über die CD *Lowlife* auf JMT). Der Altsaxophonist
TIM BERNE übertrifft sich diesmal selber. Seine Gruppe BLOODCOUNT besteht im Grunde aus
zwei Parteien. Auf der einen Seite stehen er selbst und der Bassist MICHAEL FORMANEK, der
bereits mit Marty Ehrlich in Singen zu Gast war, auf der anderen Seite haben wir den
Drummer JIM BLACK und den Tenorsaxophonisten und Klarinettisten CHRIS SPEED, Vertreter
einer jüngeren Generation, die zwar auf ihren Instrumenten schon zu den Top-Kräften
gehören, aber noch nicht über eine derart ausgeprägte ästhetische Kraft verfügen wie Tim
Berne. Seine neue Gruppe übertrifft alles bisher von ihm Gehörte. Berne wagt sich mit
seinen Mannen auf ein völlig neues, noch brüchiges Eis zwischen den Schollen
Improvisation und Komposition. Die Musik hat selbst an den dynamischeren Stellen einen
gewissen elegischen Touch, der sich jedoch in positive Energie übersetzt. Die Musiker
setzen nicht auf Sofortwirkung der musikalischen Episode. Sie bewegen sich in weiten
Abläufen, denen die Verschiedenartigkeit der individuellen Auffassungen von Musik nur
entgegen kommt. "Die Tiefe dieser Musik bleibt letztlich unergründbar. Vom Wahnsinn
gepackt wird die Firma JMT übrigens pünktlich zur Tour noch einen dritten Teil der
bereits auf den CDs *Lowlife* und *Poisoned Minds* veröffentlchten Paris-Konzerte von
Bloodcount veröffentlichen. Von mir aus auch noch einen vierten, fünften und sechsten.
Diese Welt verdient in ihrer ganzen Pracht ans Licht gebracht zu werden." (Jazzthetik
Aug '95) Wir danken der GENOSSENSCHAFT MIGROS WINTERTHUR/SCHAFFHAUSEN für
die freundliche Unterstützung. |
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| Sonntag 25.02.1996 Matinée - 11:00 Uhr |
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| »FOUR OR MORE FLUTES« |
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| CHARLES DAVIS,
NORBERT DEHMKE,
FELIX HODEL,
ANDIEH MERK,
STEFAN MÖLKNER
- Flutes |
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Mit ihren fünf Flötisten ist FOUR OR MORE FLUTES eine der wenigen, wenn nicht überhaupt
die einzige reine Jazzflötenbesetzung Europas. Vom Piccolo bis zur Bassflöte sind alle
Flötenarten vertreten. Haben Sie schon einmal drei Altflöten und eine Bassflöte zusammen
gehört? Wussten Sie, dass drei Piccolos das beste Mittel gegen Ohrpfropfen sind? Die
unkonventionelle Einführung in das Reich der Töne, deren sich das Quintett bedient, ist
eine einzige Hymne an den Atem, die Luft, welche Musik erst hörbar macht. Die Musiker
zeigen sich überaus schöpferisch, sie holen alles heraus, was in ihren Flöten steckt -
und eigentlich noch einiges mehr. Sie sind Komödianten und Spassvögel, aber auch
Propheten und Wahrer der Überlieferung. Da ertönen ferne Schalmeien, sinnliche Panflöten
und einge erstaunliche indische Trommel. Vieles ist reine Tonmalerei überraschend,
erregend. Das sind einige Zitate aus dem Bandinfo - wir sind gespannt. |
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| Donnerstag 08.02.1996 - 20:30 Uhr |
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| JOEY BARON »Barondown« |
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| JOEY BARON (Drums),
ELLERY ESKELIN (TenorSax),
STEVE SWELL (Trombone) |
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Was haben John Zorn und Cybill Shepherd gemeinsam? Wie steht es mit Tony Bennett und Jay
Mc Shann? Wodurch sind die Los Angeles Philharmonic und Allen Ginsberg verbunden? Wodurch
Lani Kazan und Laurie Anderson? Steve Allen und Bill Frisell? Was ist mit Big Joe Turner
und Al Jarreau? Merv Griffin und David Sanborn? Chet Baker und Joe Williams? Dizzy
Gillespie und Tim Berne? Verblüffend aber wahr: sie alle spielten mit JOEY BARON, auch
bekannt als der "verrückte Glatzkopf am Schlagzeug". Und nun nach langer Lehrzeit und
Tausenden von Auftritten und nach über 100 Schallplattenaufnahmen - von Jim Hall über Herb
Robertson und Carmen McCrae - hat der junge Baron endlich seine eigene Band, sein Trio
BARONDOWN. Joey Baron selbst über Barondown: "Anstatt den 60er Free Jazz, New Orleans
Musik, R&B, 50er Bebop, 40er Swing oder kantonale Gesänge wiederauferstehen zu lassen,
widmet sich meine Band der Vielseitigkeit der Musik. Das Grundgerüst bilden Stimme und
Trommeln - wohl die ursprünglichste Form des Musizierens auf der ganzen Welt - mit ELLERY
ESKELINS Tenorsaxophon und STEVE SWELLS Posaune als Stimmen. Da diese Instrumente von der
Lunge angetrieben werden und nur eine Note gleichzeitig spielen können, nehmen die
Trommeln ein weites Spektrum ein." Die Musik ist verwegen, spielerisch, direkt: die
Hüllen fallen, reduziert bis aufs pure Konzentrat. Das Motto 'weniger ist oft mehr', ist
für Joey Baron eher förderlich als hinderlich. Ausserdem, Barondown werden an diesem
Konzert rein akustisch ohne jegliche elektronische Verstärkung spielen. |
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| Jubiläumsmatinée Nr. 50: |
| Sonntag 21.01.1996 - 11:00 Uhr |
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| »THE STRING THING« |
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| NICOLA KRUSE (Violine),
MIKE RUTLEDGE (Viola),
HAGEN KUHR (Cello),
FRANK SKRIPTSCHINSKI (Kontrabass) |
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Sechs Jahre Jazz Club Singen, 49 Sonntagsmatineen - für die Jubiläumsmatinée Nr. 50 haben
wir uns einen Leckerbissen eingeladen: STRING THING - ein Streichquartett der anderen
Art, in der Besetzung Violine, Viola, Cello und Kontrabass, der die zweite Violine
ersetzt. Bei den vier jungen Musikern aus Hamburg, alle streng klassisch ausgebildet,
tritt anstelle von Konvention die Improvisation. Sie suchen das Experiment mit ihren
Instrumenten und erweitern dabei die Klangpalette von Streichern um viele überraschende
Sounds, ganz ohne elektronische Hilfsmittel, rein akustisch! Eigenständig ist ihr Umgang
mit vielfältigen zeitgenössischen Musikstilen. Es entstehen Eigenkompositionen in der
Synthese von Jazz und Klassik - farbige Klanggemälde zwischen E- und U-Musik. "Das
Hamburger Quartett ist eine spannende Bereicherung der oft nur allzu zeitgeistigen neuen
Streichquartettszene" (Jazzpodium 1994) |
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| Jubiläumskonzert Nr. 100: |
| Freitag 19.01.1996 - 20:30 Uhr |
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| MIKE WESTBROOK Octet plays »Off Abbey Road« |
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| MIKE WESTBROOK (Piano),
KATE WESTBROOK (Voice/Horn),
JOHN WINFIELD (Voice),
BRIAN GODDING (Guitar),
PETER WHYMAN (AltoSax),
ALAN WAKEMAN (SopranoSax),
ANDY GRAPPY (Tuba),
PETER FAIRCLOUGH (Drums) |
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Sechs Jahre JAZZ CLUB SINGEN, 99 Abendkonzerte - für das Jubiläumskonzert Nr. 100 haben
wir uns einen Leckerbissen nach Singen verpflichtet: Das MIKE WESTBROOK OKTET aus England
und zwar mit einem speziellen Programm, das seit einigen Jahren nicht mehr zu hören war
OFF ABBEY ROAD. Dahinter verbirgt sich die Musik der legendären BEATLES-LP ABBEY ROAD -
hier natürlich jazzmässig interpretiert. Die im Jahre '89 gleichnamige Live-CD auf ENJA
vom Jazzfestival Willisau heimste in allen Jazzzeitschriften höchste Bewertungen und
Kritikerlob ein. So schrieb die Zeitschrift Stereo: "Eine wirklich abenteuerliche
Gratwanderung zwischen Pop und Jazz." Westbrook erweist hier der wohl stilbildendsten
aller Popcombos seine Referenz und spielt seine ganz spezielle Version von allen 16 Songs
des bekannten Fab-Four-Klassikers. Und an diesem *Off Abbey Road* hätte sicherlich auch
John Lennon, der progressivste Beatle, seine helle Freude gehabt. Denn Westbrook hat die
Evergreens nicht nur kräftig entstaubt, sondern ihnen im Zuge dessen, gleichzeitig neues
Leben eingehaucht. Die jedermann sattsam bekannten Melodien dienen ihm als Ausgangsbasis
für mal schräge, dann wieder keck-augenzwinkernde Improvisationen. So macht er aus
*Maxwell's Silver Hammer* eine bitterböse Satire, das schmachtende *Oh! Darling* gerät
zur frechen Seifenoper-Persiflage, aus *I Want You* wird ein starker Blues und *Here
Comes The Sun* kann sich erst nicht so richtig zwischen 12-Ton-Musik und Free-Jazz
entscheiden, bevor daraus eine packende Mischung aus wohlvertrauten Pop-Klängen und
Modern-Jazz entsteht. Genial in Szene gesetzt werden die komplexen Arrangements durch ein
mit Schlagzeug, Gitarre, Tuba, und diversen Saxophonen ausgestattetes Oktet, bei dem
Westbrooks Frau Kate und der vorzügliche John Winfield die Gesangs-Parts
übernehmen. Wir danken dem British Council, ohne dessen grosszügige
Unterstützung dieses Konzert nicht durchführbar wäre. |
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| Sonntag 07.01.1996 - 20:30 Uhr |
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| WOLFGANG MUTHSPIEL Trio feat. PAUL MOTIAN / MARC JOHNSON |
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| WOLFGANG MUTHSPIEL (Gitarre),
PAUL MOTIAN (Drums),
MARC JOHNSON (Bass) |
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Genau vor einem Jahr war er schon einmal bei uns zu Gast. Damals im Quartett der Sängerin
Gabrielle Goodman. Die Rede ist von dem Ausnahmegitarristen WOLFGANG MUTHSPIEL, von dem
kein Geringerer als Pat Metheny behauptet, "einer der wichtigsten Gitarristen der
neunziger Jahre zu sein." Nun kommt er mit seinem eigenen Trio, zu dem zwei der
gefragtesten Sideman des heutigen Jazz gehören. Am Schlagzeug PAUL MOTIAN, der jahrelang
zum Keith Jarrett Trio gehörte und verschiedene eigene Projekte äusserst erfolgreich
leitet. Am Bass MARC JOHNSON, dessen eigene Formation *Right Brain Patrol* für Aufsehen
sorgt. Beide Ausnahmemusiker gehörten übrigens zum Trio des berühmten Pianisten Bill
Evans. Was muss man noch mehr sagen über diese beiden? Kommen und hören! "Jazzmusiker
und Schinken haben eines gemeinsam: Sie müssen lange abhängen, dann werden sie richtig
gut. Die Voraussetzungen, zur Edeldelikatesse reifen zu können, bringt der
österreichische Gitarrist mit. Sein an klangfarblichen Nuancen reiches, dynamisch-sensibles
Spiel suggeriert die akustische Fata Morgana, hier gehen gleich mehrere Gitarristen zu
Werke. Da sind bizarr schwebende Klangwolken und die eigenwillige Introvertiertheit von
Bill Frisell herauszuhören, aber unmittelbar anschliessend auch gleich bluestriefende
Riffs von John Scofield, Attacken stupender Virtuosität à la John McLaughlin, Mike Sterns
kreissägenähnliche dröhnende Macht und die hymnisch klar jubilierenden Linien Pat
Methenys", so die FAZ nach einem Konzert von Muthspiel in Frankfurt. All dies bestätigt
auch seine neue CD *Loaded, Like New* auf Amadeo Records, die von der Zeitschrift
Jazzthetik mit 5 Sternen benotet wurde! Er ist aber keineswegs nur ein fleissig
aneinanderreihender Kopierer, sondern einer, der ausgestattet mit hochentwickeltem
Handwerkszeug seinen Weg sucht - und findet. Abwechslungsreichtum ist auch das
herausragende Merkmal des Repertoires - zarte Balladen, Hardbop-Standards, kantige
Jazzrock-Titel und abstrakt anmutende freie Klangassoziationen. Lassen Sie sich dieses
Super-Trio nicht entgehen. Sie werden hinterher "neu aufgeladen sein - eben Loaded, Like
New." |
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Text: R. Kolmstetter
[ Jazz
Club Singen - aktuelles Programm | Jazz Club Singen ]
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