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| Freitag 07.12.2001 - 20:30 Uhr |
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| CHRISTOF LAUER & JENS THOMAS |
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| CHRISTOF LAUER (Saxes),
JENS THOMAS (Piano) |
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Zwei deutsche Meister der Kommunikation und der Improvisation haben sich zusammengetan zu
einem Duo und präsentieren auf ihrer Tournee ihre auf dem Label ACT neu eingespielte CD.
Der Saxophonsit CHRISTOF LAUER gilt schon lange als "musicians musician", also als Geheimtip
unter Musikern, zumal für ihn unbedingte Ehrlichkeit gegenüber dem eigenen Stil, Energie
Disziplin und Durchhaltevermögen mehr gelten als alle Trends und Modeströmungen. So reifte
im Laufe der Jahre ein Sound heran, in dem sowohl die Tradition des funky Souljazz und der
Honker der 50er Jahre als auch die Herzlichkeit der Balladen von Ben Webster und die
ungestüme Energie des späten John Coltrane ihre Fortsetzung finden. Der aus Hannover
stammende Pianist JENS THOMAS ist der "shooting star" der Jazzszene. Als seine CD *You can't
keep a good cowboy down* im Januar 2000 auf dem Label ACT erschien, war er nur Insidern
bekannt. Aber schon damals gab es lobende Worte von Ennio Morricone zu den musikalischen
Bearbeitungen seiner berühmten Filmmelodien durch den unbekannten deutschen Musiker.
Inzwischen entwickelte sich die CD zu einem internationalen Verkaufserfolg und Jens Thomas
wurde zu Konzerten nach Rom, Montreux, zu den Frankfurter Jazztagen und vielen anderen
bedeutenden europäischen Festivals eingeladen. Ende des Jahres 2000 wurden ihm für seine
Leistungen der Jazzpreis des SWR, der Jazzpreis der Stadt Nürnberg sowie der Jazzpodiumpreis
des Landes Niedersachsen verliehen. "Jazz ist Kommunikation", erklärt Christof Lauer -
und damit ist das Wichtigste gesagt. Er wird dies in Perfektion mit dem Pianisten Jens
Thomas auf der Bühne der Singener Gems in rein akustischer Weise demonstrieren. |
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| Mittwoch 28.11.2001 - 20:30 Uhr |
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| MYRA MELFORD »The Same River Twice« |
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| MYRA MELFORD (Piano),
CHRIS SPEED (TenorSax), CUONG VU (Trumpet),
ERIK FRIEDLANDER (Cello), MICHAEL SARIN (Drums) |
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Die amerikanische Pianistin MYRA MELFORD zum dritten Mal mit eigener Band beim Jazz
Club Singen? Es ist, wie wenn man auf Reisen einen Ort kennenlernt und beim Abschied
intuitiv weiss, dass man nicht zum letzten mal hier war. So geschehen beim letzten
Konzert, als sie abreiste. Diese Musikerpersönlichkeit gehört zu denjenigen Künstlern,
die man in Auge und Ohr behält und darauf wartet, ein weiteres Engagement zustande
zu bringen. Sie macht Musik über Musik. Grenzen verschwimmen. Komposition klingt
improvisiert, Improvisation komponiert. Ernst wird heiter. Heiterkeit ernst. Melford
will weg von den Kategorisierungen, die auch die Welt des Jazz beherrschen. Sie
kommentiert, reflektiert Stilistiken und Einflüsse, bleibt dabei aber herausfordernd
offen und zuweilen schelmisch verspielt. Die vier Musiker, die die Pianistin aus dem
Kreis der New Yorker Querdenker der Knitting Factory in ihrer neuen Gruppe *THE SAME
RIVER TWICE* um sich versammelt hat, widersprechen ebenso wie sie selbst dem Klischee
der künstlerischen Eindimensionalität. Ihre kommunikativen Fähigkeiten sind
erstaunlich, reagiert doch jeder für sich konzentriert auf die vielseitigen Angebote
der anderen. Egal ob CUONG VU mit perkussiven Geläufigkeitskasskaden Trompetenartistik
präsentiert, ob ERIC FRIEDLANDER mit sanftem, aber sicherem Timbre und wandelfähigem,
selbstbewusstem Ton sein Cello im Gesamtklang placiert: egal ob CHRIS SPEED trocken
modernistisch Saxophon- und Klarinettentöne beisteuert, ob MICHAEL SARIN überraschend
polyrhythmisch frei trommelt oder die Bandleaderin selbst mit hurtigen
Impressionissmen und pathetischen Dissonanzgewittern die Gestaltungsgewohnheiten
angeht – es steht immer der Gruppenklang im Vordergrund, die Wirkung eines komplexen
Miteinanders, das das Myry Melford Quintet souverän von vielen selbstverliebten
Avantgarde-Projekten unterscheidet. "Die schroffe Schönheit der Musik Melfords,
die sich auf ihrer CD *The Same River Twice* (Gramavision) ihre Inspiration beim
Philosophen Heraklit holte, liegt wohl in der Anmut der Gegensätze. Alles fliesst.
Und entlässt jeden in einem geheimnisvollen Zauber." (Jazz Thing) |
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| Freitag 16.11.2001 - 20:30 Uhr |
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| TIN HAT TRIO |
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| ROB BURGER (Accordion/Piano/Harmonica),
CARLA KIHLSTEDT (Viola/Violin), MARK ORTON (Guitar/Dobro/TenorBanjo) |
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Bei dem aus San Fancisco stammenden TIN HAT TRIO handelt es sich um eine jener jungen
Bands, die neben Dave Douglas' Charmes of the Night Sky den Faden der frühen Oregon
aufnehmen und ihrerseits eine zeitgemässe Symbiose aus der Offenheit des Jazz, der
Disziplin der klassischen Musik und der Weltläufigkeit einer auf Synthese diverser
Einzelkulturen beruhenden World Music schaffen. Das Tin Hat Trio besteht aus dem
Gitarristen MARK ORTON, der Geigerin CARLA KIHLSTEDT und dem Akkordeonisten ROB BURGER.
Ihre beiden bisherigen Platten drücken eine beinahe verschworene musikalsiche Innigkeit
aus, wie sie gerade bei kollektiv geleiteten, fest zusammen arbeitenden Trios selten
ist. Sie warten mit einer wahrlich bemerkenswerten musikalischen Kreuzung auf, in der
alles Mögliche und alles Unvermutete zusammenfliessen hinein in akustische Begegnung
der dritten Art. Es entsteht eine höchst eigenständige, vergnügliche und erfrischende
Melange aus Jazz, Bossa Nova, Bluegrass, Klezmer, Tango, Wiener Kaffeehausmusik,
Avantgarde und wer weiss was noch allem. Die drei können auf hervorragende Referenzen
verweisen, u.a. Bill Frisell, Don Byron, nicht zuletzt John Zorn. Und Tom Waits wollte
unbedingt an ihrer zweiten Produktion teilnehmen, was er dann auch tat. Aber das sei
nur der Vollständigkeit halber erwähnt, "denn der Verweis auf grosse Namen erübrigt
sich dem Hörer dieser phänomenalen Scheibe". (Jazzpodium). Allein die ersten beiden
Alben des Tin Hat Trios stellen schon ein kleines, ebenso schrulliges wie nach allen
Seiten offenes Universum dar. Und wie in allen Universen ist es absolut offen, welchen
Weg die Gruppe künftig einschlagen wird. |
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| Donnerstag 01.11.2001 - 20:30 Uhr |
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| ERSKINE / LÊ / BENITA |
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| PETER ERSKINE (Drums),
NGUYÊN LÊ (Guitar), MICHEL BENITA (Bass) |
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Was im Alltagsleben so gut wie nie funktioniert – in der Musik ist es manchmal machbar.
"Bei uns gibt es keinen Chef, wir sind drei gleichberechtigte Akteure," sagt der
Gitarrist Nguyên Lê und fügt hinzu: "Wir haben ein ziemliches Faible für echte
Demokratie." Drei scheinbar unspektakuläre Buchstaben genügen denn auch als Signet der
gemeinsamen Unternehmung: E_L_B. Ausgeschrieben bedeutet das: PETER ERSKINE / NGUYÊN LÊ
/ MICHEL BÉNITA: Wer das Jazzgeschehen in den letzten zehn, zwanzig Jahren verfolgt hat,
schnalzt bei diesen drei Namen mit der Zunge. Kommunikation ist ein hohes Gut im Jazz,
das leider nur selten eingelöst wird. In diesem Trio findet Kommunikation im
ursprünglichen Sinne von wechselseitigem Geben und Nehmen statt. Die drei
gleichberechtigten Musiker tasten sich gemeinsam in die Themen vor, machen sich
gegenseitig Angebote, stellen einander Fragen, denken in der Musik nach. Trotzdem es
jede Menge Soli gibt, liegt der Schwerpunkt auf dem kollektiven Ausdruck. Die Musiker
lassen sich nicht vom Gebot der individuellen Leistung erdrücken. Das schafft eine
ungemein entspannte Atmosphäre, so dass sich am Ende eher Stimmungen als einzelne
Phrasen, Themen oder Melodiebögen in der Wahrnehmung festsetzen. Die persönliche
Zurückhaltung, die hier im Dienste des Gesamtkontextes gewahrt wird, sollte wirklich
im Lehrbuch der Jazzexpression Eingang finden. Ein besonderer Genuss ist es, Nguyên Lê
ohne die Verantwortung des künstlerischen Leiters Spielen zu hören. Er kann sich
einfach treiben lassen, seiner Imagination Zunder geben, zu poetischer Höchstform
auflaufen. Aktuelle CD: E_L_B (ACT) Jazzthetik: Fünf Sterne! |
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| Mittwoch 24.10.2001 - 20:30 Uhr |
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| ANTONIO FARAÒ |
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| ANTONIO FARAÒ (Piano),
LONNIE PLAXICO (Bass), GENE JACKSON (Drums),
JOEL PIBO MARQUEZ (Percussion) |
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Endlich kommt der 1965 geborene italienische Pianist ANTONIO FARAÒ zu einem Konzert zum
Jazz Club und mit was für einer Traumbesetzung: Der Bassist LONNIE PLAXICO und der Drummer
GENE JACKSON gehören zum Besten, was die Jazzszene zu bieten hat, und der aus Venezuela
stammende Percussionist JOEL PIBO MARQUEZ wird die beiden mit seinem südamerikanischen
Feuer rhythmisch unterstützen. Ausgezeichnete Sidemen, die diesem zwischen Standard und
Modern Jazz angelegten Masterplan das nötige Netz bieten. Seine letzte CD *THORN* (ENJA)
hat in allen Publikationen überragende Kritiken bekommen. Die Zeitschrift Jazzthetik
schreibt: "Und noch ein Keith Jarrett-Epigone. Aber was für einer! Er hat nicht nur den
perkussiven Rhythmus im Blut, er besitzt dabei noch Rückgrat in den flotten Fingern, die
zudem vom kernigen Zugriff bis zum ausschwingenden Singen sämtliche Ausdrucksparameter
beherrschen. In seinen Eigenkompositionen zeigt er ohne Umschweife, wo es lang geht. Mit
ungebremstem Schmiss wirbelt Faraò da durch die weite Welt der Harmonien, ohne dabei
geschwätzig zu werden noch jemals die Orientierung zu verlieren. Aber wie es sich für ein
südländisches Temperament gehört, das Faraò ja bereits mit u.a. Richard Galliano so
erfolgreich zusammengeführt hat, ist die reine Obeflächenbehandlung seine Sache nicht.
Was zu ungeahnten Jazz-Aromen und aufregend-intimen Momenten führt."
(*****Fünf Sterne!!) Der Plattentitel *Thorn* hat mit Dornen zu tun – Antonio Faraò
hat dazu die Rosen kreiert, rote allemal. |
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| Freitag 05.10.2001 - 20:30 Uhr |
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| JOHN TAYLOR Trio |
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| JOHN TAYLOR (Piano),
ANDERS JORMIN (Bass), JOEY BARON (Drums) |
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Der englische Pianist umd Komponist JOHN TAYLOR, 1942 in Manchster geboren, ist einer der
Musiker, die schon seit langem auf dem Wunschzettel des Jazz Club Singen stehen. Nun
klappt es endlich und er wird mit seinem eigenen neuen Supertrio zu dem der schwedische
Bassist ANDERS JORMIN (Mitglied u.a. des Bobo Stenson Trios) und der amerikanische
Schlagzeugtausendsassa JOEY BARON gehören. "Ich glaube er ist einer der führenden
Pianisten in Europa, möglicherweise sogar mehr als das" kommentiert der deutsche
Pianokollege Joachim Kühn Taylors Klavierstil, in dem Einflüsse von McCoy Tyner, Keith
Jarrett und Chick Corea aufblitzen. In seinem lyrischen Klavierspiel wie auch in seiner
primär von Michael Gibbs beeinflussten Kompositionsweise greift John Taylor immer wieder
eine Reihe aktueller Strömungen auf. Sehr schön zu hören ist dies auch auf verschiedenen
ECM CDs mit dem Peter Erskine Trio zu dem eben auch John Taylor gehört. "Besonders
hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang das kultivierte Spiel des bisweilen arg
unterschätzten englischen Pianisten John Taylor." (Jazzthetik). Drei Meister des
virtuosen Understatements werden in der GEMS auf der Bühne stehen und mit unbekümmerter
Gelassenheit der minimalen tonalen Ausstattung ein Maximum an künstlerischem Ausdruck
entgegensetzen. Im Gros der zeitgenössischen Pianotrios mit Sicherheit eine der ganz
grossen positiven Überraschungen. Nebenbei bemerkt sei nur noch, dass John Taylor im
Laufe seiner langen Karriere mit allen Grossen des europäischen Jazz zusammengearbeitet
hat. Stellvertretend seien hier genannt Jan Garbarek, Kenny Wheeler, Miroslav Vitous,
Ralph Towner etc. |
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| Donnerstag 27.09.2001 - 20:30 Uhr |
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| PAOLO FRESU »Italian Quintet« |
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| PAOLO FRESU (Trumpet/Flugelhorn),
TINO TRACANNA (Saxes), ROBERTO CIPELLI (Piano),
ATTILIO ZANCHI (Bass), ETTORE FIORAVANTI (Drums) |
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Die Geschichte des 39-jährigen PAOLO FRESU beginnt in einem Blechblasorchester, einer
sog. Banda, seines Heimatstädtchens Berchidda im Norden Sardiniens. Erst viel später,
als er mit der Musik von Miles Davis in Berührung kommt, erwacht in ihm die eigentliche
Liebe zu seinem Instrument. Zu seinen Lehrern gehört u.a. auch Enrico Rava. 1985
veröffentlichte er sein erstes Album und von da an ging es bergauf. Mit seiner letzten
CD *MELOS* veröffentlichte er bereits sein drittes Album auf dem Majorlabel RCA Victor.
Das hat seinen Grund nicht nur im künstlerischen Werdegang, sondern auch in der
ästhetischen Qualität seiner Musik. Denn Fresu entwickelte einen kraftvoll transparenten
Ton, der ihn souverän durch hardbopping schnelle Passagen geleitet wie auch in
balladenhaften Momenten zum lyrischen Feingeist werden lässt. Melos präsentiert Fresus
"ITALIAN QUINTET", in dem besonders der Saxophonist TINO TRACANNA mit seinen gepfefferten
Kontrapunkten zu Fresus Lyrizismus hervorsticht, überwiegend im Balladenkontext. Die
Rhythmusgruppe besteht aus dem Pianisten ROBERTO CIPELLI, dem Bassisten ATTILIO ZANCHI
und dem Schlagzeuger ETTORE FIORAVANTI. Das traumhaft eingespielte Ensemble bietet einen
versponnenen und gleichsam auf die wesentlichen Töne reduzierten Hintergrund für die
konzentrierten, schwelgerischen Melodieerkundungen von Paolo Fresu. Aber auch die schiere
Spiellust und überschäumende Lebensfreude des Südens kommen immer wieder zum
Durchbruch. "Melos, eine Hymne an die lyrische Melodie, leicht und doch sinnlich,
kultiviert und doch farbstark." (Jazzthetik, 4 Sterne) "Das sanfte und einfühlsame
Trompetenspiel Paolo Fresus stellt ihn mit Sicherheit in die bereits endlose Reihe der
begnadeten, zeitgenössischen Toptrompeter." (Jazzpodium) MIT
FREUNDLICHER UNTERSTÜTZUNG *MIGROS OSTSCHWEIZ* |
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| Sonntag 27.09.2001 Matinée - 11:00 Uhr im Gasthaus Kreuz
oder im Biergarten |
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| Gitarrenduo »COLD SPRING« |
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| NICO OLSCHEWSKI (Gitarre),
CHRISTIAN SCHILLER (Gitarre) |
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Das Duo COLD SPRING, das vor knapp zwei Jahren aus Freude an der Musik durch die beiden
Gitarristen CHRISTIAN SCHILLER und NICOLAI OLSCHEWSKI gegründet wurde spielt ein bunt
gemischtes Programm aus Swing, Bebop und Latin Jazz. Nach erfolgreichen Konzerten auf
der Singener Musik-Insel im vergangenen Jahr freuen sich die beiden nun auf das Publikum
des Jazz Club Singen in den Räumen des Gasthauses Kreuz oder bei schönem Wetter im
Biergarten. IN ZUSAMMENARBEIT MIT DEM GASTHAUS KREUZ |
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| Freitag 31.08.2001 - 20:30 Uhr |
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| SYLVIE COURVOISIER & MARK FELDMAN |
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| SYLVIE COURVOISIER (Piano),
MARK FELDMAN (Geige) |
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Wieder einmal ist es dem Jazzclub Singen gelungen einen der Höhepunkte der international
renommierten Sommerjazzfestivals Saalfelden und Willisau nach Singen zu buchen. Inzwischen
gehört die aus Lausanne stammende Pianistin SYLVIE COURVOISIER, die mit ihrem
Lebenspartner, dem Violinisten MARK FELDMAN, in New York lebt, zu den international
renommierten Musikerinnen weit über die Jazzszene hinaus. So vergab Donaueschingen, das
wichtigste europäische Festival für Neue Musik, vor drei Jahren einen Kompositionsauftrag
an die junge Schweizerin. In Mark Feldman ist Sylvie Courvoisier auf einen äusserst
vielseitigen und experimentierfreudigen Musiker gestossen, der sich mit grosser
Leichtigkeit in den verschiedensten musikalischen Gefilden bewegt. Zusammen durchstreifen
sie auf ihrer CD *Music for Violin and Piano* fast alle Felder heutiger Musik. Feldman
spielt sein Instrument elegant, geschmeidig oder stürmisch. Die Pianistin spielt zart,
defitg oder wild. Humor, Demontage des Materials, Melodie- und Rhythmuswechsel
kennzeichnen die Musik dieses Duos, die so gut zu Courvoisiers eigener Einschätzung
passt: "Ich bin weder Jazzmusikerin noch klassische Musikerin." Eine heftig bewegte,
immer wieder überraschende Musik, welche höchst raffiniert die unterschiedlichsten
Elemente von freier Improvisationsmusik und zeitgenössischer E-Musik in drastischer
Montagetechnik zusammenbäckt, abstrakte Klangfiguren und ironisch verspielte
Melodiezitate zu einer leidenschaftlichen Musik voller Charme , Eleganz und Witz
verbindet. "Ein virtuoses Traumpaar, Grosse Musik, virtuos dargeboten, Feldman ist ein
Meister-, ein Teufelsgeiger, der alles herausholt, was sein Instrument hergibt. Die
Frage, ob das nun Klassik oder Jazz oder etwas ganz anderes war, stellte sich nicht
mehr. Es war ganz einfach Weltklasse." (Südwest Presse) |
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| Freitag 06.07.2001 - 20:30 Uhr |
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| CARLA COOK & Friends |
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| CARLA COOK (Vocals),
JOHN COWHERD (Piano), VASHON JOHNSON (Bass),
MONTEZ COLEMAN (Drums), JEFF HAYNES (Percussion) |
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Die aus Detroit stammende und in New York lebende schwarze Sängerin CARLA COOK hinterliess
bei ihrem ersten Konzert in Singen vor drei Jahren einen dermassen starken Eindruck, dass
wir uns freuen, sie nun mit ihrem neuen Quintett wieder präsentieren zu können. Sie gehört
bestimmt zu den Rising Stars der jungen amerikanischen Szene. "Unbestritten nehmen Dee
Dee Bridgewater und Dianne Reeves die Spitzenpositionen im Jazzgesang ein, seit Ella
Fitzgerald, Sarah Vaughan und Carmen McRae nicht mehr leibhaftig unter uns sind. In die
lange Reihe der guten, ausdrucksstarken Sängerinnen, die an zweiter Stelle kommen, mischte
sich neuerdings auch Carla Cook ein." (Jazzpodium). Bei Carla kommt die Schönheit der
Stimme voll zum Tragen, ihre breite Ausdrucksskala lässt sie bisweilen mädchenhaft
unbekümmert, sanft, ja verführerisch klingen, dann wieder powermässig und hart. Zudem
zeichnet sich ihre Stimme durch die jubilierende Eigenschaft und emotionale Direktheit des
Gospel aus. Auch zu scatten versteht sie hervorragend, bisweilen wird ihre Stimme zum
Instrument der Band. Das Talent, das Aussehen und die Bühnenpräsenz für eine grosse
Karriere besitzt Carla Cook unbestritten und mittlerweile hat sie auch bereits zwei CDs
auf dem Label Maxjazz heruasgebracht. Die erste mit dem Titel *It's all about Love* wurde
sogar für den Grammy nominiert. Ihr Gesangstil ist sehr vielseitig. Sicher, sie gilt als
Jazzsängerin, aber unüberhörbar sind die Einflüsse auch aus anderen Bereichen. Vor allem
natürlich der Gospel, aber auch R&B, Klassik und Pop fliessen in ihren Gesang ein. "In
jeglicher Art von Musik kann ich mich selbst ausdrücken." (Carla Cook) |
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| Freitag 22.06.2001 - 20:30 Uhr |
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| CARLOS MAZA Quartet |
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| CARLOS MAZA (Piano/Guitar/Flutes),
RICARDO IZQUIERDO REYES (Saxophones), ARAMIS CASTELLANOS ACOSTA (Drums/Percussion),
NELSON PALACIO RODRIGUEZ (Violin/Bass) |
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Der in Cuba lebende Klaviervirtuose CARLOS MAZA ist erst 26 jahre alt, aber er hat
bereits seine fünfte Platte veröffentlicht: TIERRA FERTIL. Sein Vater war als
Oppositioneller des Pinochet Regimes im Gefängnis, als Carlos Maza 1974 in Chile
geboren wurde. Seine Mutter emigrierte mit dem Baby und Carlos, der früh ein
ausserordentliches Musiktalent zeigte, wuchs zuerst in Frankreich und dann in Cuba
auf. Maza bezog seine Ausbildung vom siebten Altersjahr an am Konservatorium von
Havannah. Die Verbindung zu Frankreich ist jedoch geblieben. Die französischen
Talentsucher entdeckten den improvisierenden Komponisten als Siebzehnjährigen.
Carlos Maza ist ausserdem auch ein ausgezeichneter Gitarrist und spielt zudem
Instrumente wie südamerikanische Indioflöten und Charango. Mit *TIERRA FERTIL*
(fruchtbare Erde) seiner neuen CD auf dem Major Label EmArcy/Universal realisierte
er den Traum einer cubanisch, brasilianisch-chilenischen Fusion mit Mitteln der
Jazzimprovisation und der klassisch beeinflussten Komposition. Er lud dafür den
Saxophonisten RICARDO IZQUIERDO REYES, den Schlagzeuger und Percussionisten ARAMIS
CASTELLANOS ACOSTA und den Geiger und Bassisten NELSON PALCIO RODRIGUEZ ein. Alle
drei stammen aus Cuba. "El Sur Llega" – Der Süden kommt. Mit diesem Titel drückt
Carlos Maza die Hoffnung aus, dass der amerikanische Süden einmal dieselben
Bedingungen hat wie der Norden. Das dies in musikalsichen Belangen schon lange der
Fall ist, beweist seine hervorragende Gruppe – eine echte Entdeckung. |
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| Freitag 18.05.2001 - 20:30 Uhr |
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| WILLEM BREUKER KOLLEKTIEF |
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| WILLEM BREUKER (Sopran/TenorSax/Vocals)),
MAARTEN VAN NORDEN (TenorSax), HERMINE DEURLOO (AltSax),
BOY RAAYMAKERS (Trumpet), ANDY ALTENFELDER (Trumpet),
NICO NIJHOLT (Trombone), BERNARD HUNNEKIND (Trombone),
HENK DE JONGE (Piano), ARJEN GROTER (Bass),
ROB VERDURMEN (Drums) |
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Seit mehr als einem Vierteljahrhundert treibt das holländische WILLEM BREUKER KOLLEKTIEF
in kaum veränderter Besetzung hintergründigen musikalischen Schabernack und unterhält
sein Publikum immer wieder mit einem typischen, facettenreichen Programm. Die zehn
Musiker des Kollektiefs beweisen immer wieder, wie man auch nach 25 Jahren Ehe noch
seinen Spass haben kann. Der Saxophonist WILLEM BREUKER, musikalischer Autodidakt,
war in den sechziger Jahren zusammen mit dem Schlagzeuger Han Bennink und dem Pianisten
Misha Mengelberg Mitbegründer der holländischen Free-Jazz-Szene. Allein, das Musizieren
für eine kleine Elite, für das immer gleiche Avantgardepublikum interessierte ihn schon
aus politischen Gründen bald nicht mehr. Er wollte Musik für die Basis, Musik für die
Leute spielen und fing an, freie, radikale Jazzimprovisationen mit allen erdenklichen
Elementen anzureichern und zu durchsetzen. In der Musik des Kollektiefs, das aus
hervorragenden Notisten, Virtuosen und Improvisatoren besteht und das ähnlich einer
Brass Band in allen möglichen Situationen auftreten kann, entdeckt man Schlager, Tangos,
Salonmusik, Oper, Klassik, Rock und Soul. Die Kombination der Modern Jazz Tradition mit
solchen Stilelementen baut Brücken und macht die verrückte, unverwechselbare Welt dieser
kleinen Big Band so zugänglich. Jede und Jeder findet immer wieder ein kleines Portal,
durch das sie oder er in das Breuker'sche Universum schlüpfen kann, nicht zuletzt auch
wegen der humorvollen theatralischen Einlagen. MIT FREUNDLICHER
UNTERSTÜTZUNG SINGENER WOCHENBLATT |
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| Donnerstag 03.05.2001 - 20:30 Uhr |
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| JOEY BARON »Killer Joey« |
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| JOEY BARON (Drums),
BRAD SHEPIK (Guitar), STEVE CARDENAS (Guitar),
TONY SCHERR (Bass) |
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Was haben John Zorn und Cybill Shepherd gemeinsam? Wie steht es mit Tony Bennett und Jay
Mc Shann? Wodurch sind die Los Angeles Philharmonic und Allen Ginsberg verbunden? Wodurch
Lani Kazan und Laurie Anderson? Steve Allen und Bill Frisell? Was ist mit Big Joe Turner
und Al Jarreau? Merv Griffin und David Sanborn? Chet Baker und Joe Williams? Dizzy
Gillespie und Tim Berne? Verblüffend aber wahr: sie alle spielten mit JOEY BARON, auch
bekannt als der "verrückte Glatzkopf am Schlagzeug". Und nun nach langer Lehrzeit und
tausenden von Auftritten und nach weit über 100 CD-Aufnahmen - von Jim Hall über Herb
Robertson und Carmen McRae - hat der junge Baron wieder einmal eine eigene Band, das
Quartet *KILLER JOEY*, zusammengestellt. Und wieder sind wie z.B. bei seiner Band
*Barondown*, die im Februar 96 beim Jazz Club ein hochgelobtes Konzert gab, alte Freunde
aus der New Yorker Szene dabei. Diesmal zwei Gitarristen, die den Besuchern der Jazz Club
Konzerte durch verschiedene Auftritte bestens bekannt sind, BRAD SHEPIK und STEVE
CARDENAS und der Bassist TONY SCHERR. Dass Joey Baron ein grossartiger Drummer ist,
braucht nicht näher ausgeführt zu werden, doch seine Qualitäten als Bandleader und als
Komponist halten denen des Schlagzeugers zumindest die Waage. Seine neue Band *Killer
Joey* (man sollte sich wirklich nicht von diesem Namen abschrecken lassen) führt Barons
ausserordentlich rhythmisch betonte Kompositionen auf, wobei der typische Jazzswing aber
auch Rhythm and Blues und Funk Grooves, 'Ton-Gedichte' und innovative Improvisation mit
ausserordentlicher Sensibilität und Erfindungsreichtum gespielt werden. Musik, die
einfach Spass machen soll, so Joey Baron über sein neuestes Projekt. |
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| Freitag 06.04.2001 - 20:30 Uhr |
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| GERI ALLEN Trio |
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| GERI ALLEN (piano),
BILLY JOHNSON (Bass), MARK E. JOHNSON (Drums) |
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Es ist, wie wenn man auf Reisen einen Ort kennenlernt, und beim Abschied intuitiv weiss,
dass man nicht zum letzten Mal hier war. Nun kommt die grosse amerikanische Pianistin
GERI ALLEN also nach 92 und 96 bereits zum dritten Mal zum Jazz Club. Diese
Musikerpersönlichkeit gehört zu denjenigen Künstlern, die man in Auge und Ohr behält und
darauf wartet, ein weiteres Engagement zustande zu bringen. Hinzu kommt, dass man auf
Geri Allen und ihre Bands vertrauen kann, im Sinne, dass von jeder ihrer Formationen
auch absolut hochqualifizierter Jazz zu hören ist. Nah Singen kommt sie mit ihrem
aktuellen Trio zu dem die beiden Brüder, der Bassist BILLY JOHNSON und der Schlagzeuger
MARK E. JOHNSON, gehören. In ihren Kompositionen erkundet Geri Allen das Terrain ihrer
afrikanischen Vorfahren, zeigt ihre tiefe Verwurzelung im Blues, Bebop sowie Hard Bop und
erklimmt auch den Gipfel des freien Jazz. All ihren Stücken sind die lebendigen,
prägnanten Themen gemein, die sie mit den für sie typischen, dissonanten Harmonien und
Spielräumen versieht. Ihr Pianospiel selbst ist durchweg pointiert, unberechenbar,
risikofreudig und beeindruckend - sie setzt ihre musikalischen Ideen mit absoluter
Präzision um. "Ich habe im Laufe der letzten drei oder vier Jahre sehr viel kreative
Wechsel vollzogen und meine neue Band und meine letzte CD *Gathering* zeigen nun, an
welchem Punkt ich angelangt bin. Ich befinde mich an einem Ort des Friedens." (Geri
Allen). Die JazzTimes feierte sie als "eine der originellsten und vielseitigsten
Musikerinnen ihrer Generation", wobei sie gewiss auch keinen Vergleich mit den
männlichen Kollegen ihrer Zunft zu fürchten braucht. Ein grosser Jazzpianoabend steht
dem Jazz Club Singen ins Haus!! |
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| Donnerstag 22.03.2001 - 20:30 Uhr |
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| MICHAEL MOORE Quartet No.3 |
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| MICHAEL MOORE (Clarinet/Saxophone),
ALEX MAGUIRE (Piano), MARK HELIAS (Bass),
HAN BENNINK (Drums) |
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Ein seit langem gern gesehener Gast beim Jazz Club Singen ist der amerikanische
Klarinettist/Saxophonist MICHAEL MOORE, der schon seit ewigen Zeiten in Holland zu
Hause ist. In Singen gastierte er bereits zweimal mit dem Clusone Trio, dem Misha
Mengelberg ICP-Orchestra und dem Mark Dresser Ensemble. Im Jahr 2000 hat er bei der
alljährlichen Kritikerumfrage der amerikanischen Jazzzeitschrift DOWN BEAT in der
Kategorie Klarinettisten den ersten Platz! belegt. Für die Jahre 2000 – 2001 hat
Moore den Plan gefasst, Musik für und Konzerte mit vier verschiedenen
europäisch/amerikanisch besetzten Top Quartetten zu spielen. Nach Singen kommt er
mit dem Quartet No. 3 zu dem der wunderbare Pianist ALEX MAGUIRE, der
ausdrucksstarke und ausserordentlich vielseitige Bassist MARK HELIAS und der
Tausendsassa am Schlagzeug HAN BENNINK gehören, eine über viele Jahre eingespielte
Rhythmusgruppe. Maguire hat einen sehr warmen, geschmeidigen Sound und kann in
seinen Kompositionen und Improvisationen grosse Spannung erzeugen. Er klingt nie
besser als mit einem eingespielten Rhythmusteam, wie z.B. dem, das Moore mit nach
Singen bringt. Dies ist das wohl jazzigste der vier aktuellen Quartette von
Michael Moore und wird die ganze Ausdrucksbreite europäischer und amerikanischer
zeitgenösischer Jazz und Improvisationsmusik präsentieren. |
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| Freitag 02.03.2001 - 20:30 Uhr |
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| AL FOSTER Group |
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| AL FOSTER (Drums),
AARON GOLDBERG (Piano), ANTOINE RONEY (Saxophone),
DOUG WEISS (Bass), PHIL GRAY (Techn.) |
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Unter den modernen Drummern zählt der 1944 in Richmond, Virginia geborene AL FOSTER zu
den Begleitern, die ein ausgeprägtes Einfühlungsvermögen und ein unerhörtes
Rhythmusgefühl haben... "bei solchen Drummern fühlt man sich in guten Händen, er ist
ein Masterdrummer" (Art Farmer). Hier eine kurze Biographie: Nachdem er schon bei
Cannonball Adderley, Thelonious Monk und Freddie Hubbard gespielt hatte gehörte er ab
1972 zur Miles Davis Group, spielte mit ihr verschiedene Platten ein und war danach in
verschiedensten musikalischen Konstellationen zu hören u.a. mit Sonny Rollins, McCoy
Tyner und Ron Carter. Als Miles Davis 1981 auf die Szene zurückkehrte, berief er Al
Foster in seine neue Gruppe. "Al Foster legt Fundamente, auf die jeder aufbauen kann,
und dann hält er den GROOVE bis in alle Ewigkeit durch. Er hat alles, was ein Drummer
haben muss", so urteilt Miles Davis über seinen Schlagzeuger, dem er wohl nicht umsonst
13! Jahre lang die rhythmische Führung seiner Band überlassen hat. " Beim Konzert
zeigte Foster seine ganze Klasse, wobei er sich eines durchaus traditionellen Konzepts
bediente und Standards von Wayne Shorter und Miles Davis aber auch eigene dem Bebop
nahestehende Kompositionen gänzlich ohne Rock- und Fusion-Elemente spielte. Er swingt,
und zwar schon mit fast beängstigender Perfektion. Selten hört man einen Schlagzeuger,
der dermassen sensibel und aufmerksam auf das improvisierte musikalische Geschehen
innerhalb der Combo reagiert. Und diesbezüglich rührt sich einiges in seinem Quartett.
Herrlich z.B. die tänzelnden Figuren des exzellenten Pianisten AARON GOLDBERG
(Mitglied des aktuellen Joshua Redman Quartets), dazu passend die phantastischen Soli
des Saxophonisten ANTOINE RONEY. DOUG WEISS souverän immer wieder variierte Basslinien
passen exakt zu Fosters mit viel Gefühl eingestreuten wie aus dem Handgelenk
geschüttelten Figuren." (Donaukurier). Die Al Foster Group spielt eine derart
lebendige Art von Jazz, dass man bei dessen Entstehung nicht nur zuhören, sondern auch
unbedingt zuschauen muss - z.B. beim Jazz Club Singen im Kulturzentrum GEMS. |
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| Donnerstag 15.02.2001 - 20:30 Uhr |
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| Orchestra »ASERE« |
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| MICHEL PADRON (Trumpet),
DENNY MARTINEZ HERNANDEZ (Bass), ADAN PEDROSO OJEDA (Guitar),
CESAR INFANTE VAILLANT (Vocals), LUIS MANUEL LETUCÉ CHACÓN (Percussion),
VICENTE PABLO ARENCIBIA MENA (Percussion), JOSE REYES PEREZ (Percussion) |
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Durch die Veröffentlichung der CD und den Film "Buena Vista Social Club" wurden auch
hierzulande endlich legendäre kubanische Musiker und Bands entdeckt, wie zum Beispiel
Compay Segundo, Ruben Gonzales und die Afro Cuban All Stars, die seit Jahrzehnten in
zahllosen Clubs in ihrer Heimat Kuba live zu hören waren. Sie zeichnen sich vor allem
durch ihre Kreativität, Phantasie und künstlerische Qualität aus. "Kubas Reichtum ist
die Musik", hiess es im Kuba-Special der Zeitschrift Jazz Thing. Doch sind es
mittlerweile nicht allein die Alten, die mit dem Charme ihrer Musik in Kuba und auf
der ganzen Welt für Furore sorgen. So stehen zum Beispiel Cubanismo, die letzten Juni
beim Jazz Club zu Gast waren, und eben die Gruppe ASERE um den Sänger und
Percussionisten CESAR RONALD INFANTE VAILLANT für die Fortführung der traditionellen
kubanischen Musik. Und gerade die jungen Musiker der Formation ASERE sorgen mit ihren
beiden Alben *Cuban Soul* und *YO SOY EL SON* (Indigo/EFA) auf akustischen
Instrumenten dafür, dass die traditionellen Spielweisen kubanischer Musik wie etwa
Cha Cha Cha, Mambo, Son und Habanera einen zeitgenössichen Anstrich bekommen, ohne
sich popmusikalischen Strategien anzupassen. "Sie machen die Musik, die ihre
Grossväter vor kurzem erst in die Hitparaden katapultierte, mit überzeugt juveniler
Leidenschaft und verschmitzt fröhlicher Melancholie. Das Septett demonstriert
beiläufig, dass der Kuba-Hype der vergangenen Zeit mehr bewirkt, als einigen
Musiksenioren den Lebensabend zu sichern. Der Erfolg gibt den Künstlern den Glauben
an die eigene Tradition und Kreativität zurück, von Kuba in die Welt und zurück nach
Kuba. Asere sind das beste Beispiel dafür." (Jazzpodium) |
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| Donnerstag 25.01.2001 - 20:30 Uhr |
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| FERENC SNÉTBERGER & MARKUS STOCKHAUSEN |
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| FERENC SNÉTBERGER (Akustische Gitarre),
MARKUS STOCKHAUSEN (Trompete) |
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Den aus einer ungarischen Sinti-Familie stammenden Gitarristen FERENC SNÉTBERGER in eine
bestimmte musikalische Schublade abzulegen ist unmöglich. Zu vielseitig sind seine
Interessen. Brasilianische Musik, Jazz, Folklore, Klassik und natürlich Gipsy-Musik sind
die Welten aus denen er sich bedient, um Eigenes zu kreieren. Mit seiner letzten CD *FOR
MY PEOPLE* (ENJA) setzt der seit langem in Berlin lebende Gitarrist seinem bislang schon
beeindruckenden Schaffen die Krone auf (Jazzthetik 5 Sterne, Jazzpodium: Ein
Meisterwerk!). Neben drei Sologitarrenstücke, die er bestimmt auch in Singen präsentieren
wird, trifft er auch mit dem deutschen Trompeter MARKUS STOCKHAUSEN zusammen; bestimmt
ein Höhepunkt auf dieser CD. Stockhausen wird den Gitarristen bei seinem zweiten Konzert
in Singen begleiten. *Landscapes* hat Snétberger das Zusammentreffen mit Stockhausen
überschrieben. Die klare, mitunter mit Dämpfer gespielte Trompete wird von der
akustischen Gitarre mal zart, mal virtuos umspielt, sie öffnet den Nylonstrings immer
wieder die Tür für atemberaubende Soli. Melancholisch und sehnsuchtsvoll auf der einen
Seite, temperamentvoll auf der anderen Seite agiert dieses Duo, wobei natürlich
Snétberger die meisten Akzente setzt. Die beiden umschleichen einander, treffen sich kurz
in gemeinsamen Passagen, um dann wieder getrennte Wege zu gehen. Aus den Augen verlieren
sie sich nie. Besonders überaschend ist aber auch sein ausserordentliches Talent als
Komponist und Arrangeur, wobei er aus dem Vollen schöpft und sowohl seinen klassischen
als auch den jazzigen Vorlieben huldigt. Ein abolutes Muss für alle Musikliebhaber -
! REIN AKUSTISCH ! |
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| Freitag 05.01.2001 - 20:30 Uhr |
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| GIANLUIGI TROVESI & GIANNI COSCIA |
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| GIANLUIGI TROVESI (Klarinetten),
GIANNI COSCIA (Akkordeon) |
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Endlich, endlich kommt der italienische Klarinettist/Saxophonist GIANLUIGI TROVESI nach
Singen zum Jazz Club. Begleitet wird er dabei von seinem langjährigen Freund dem
Akkordeonisten GIANNI COSCIA. Sie verstehen es auf einzigartige Art und Weise, den Jazz
mit italienischer Volksmusik zu verquicken. Ihre Musik lässt sich nur schwer zuordnen.
Da ist sie mal deutlich dem Jazz verbunden (beispielsweise in *Minor Dance* oder dem
swingenden *Django* von John Lewis), da scheinen Reminiszenzen an klassische Musik durch,
viele Anklänge an südliche Folklore und Strassenmusik, aber auch an die jiddische
Klezmertradition oder an alpenländische Weisen. Sie bauen dabei eine überaus kunstvolle
eigene musikalische Welt auf, in der die verschiedenen Einflüsse zusammenfliessen, aber
nirgends beliebig wirken, sondern wie aus einem Guss. Nach wenigen Stücken ihrer neuen
CD *In Cerca di Cibo* (Auf der Suche nach Nahrung; auf ECM ) wächst die Neugier des
Hörers auf die immer neuen Varianten, die die beiden virtuos in ihre Musik einbauen,
lässt man sich von den dauernden Überraschungen fesseln – z.B. wenn mitten in der
*Celebre Mazurka alterata* der *Tiger Rag* intoniert wird. Trovesi und Coscia sind
Intellektuelle und Volksmusiker, was auch heisst, dass sie Populärmusik mit Lust spielen,
sich aber nicht über sie lustig machen. "Kurz: dies ist eine CD, die, wer sie einmal
gehört hat, so wenig missen kann wie das tägliche Brot." (Peter Rüedi, Weltwoche;
Jazzthetik 5 Sterne!) ! REIN AKUSTISCH ! |
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Text: R. Kolmstetter
[ Jazz
Club Singen - aktuelles Programm | Jazz Club Singen ]
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