line

 

Jazz Club Singen

Archiv der Veranstaltungen

logo
 
2010 2009
2008 2007 2006 2005 2004
2003 2002 2001 2000 1999
1998 1997 1996 1995 1994
1993 1992 1991 1990 1989
 
 
2002
 
| Andreas Willers Renaud Garcia-FonsTony MartinezBeirach/HübnerDhafer YoussefMichele RosewomanDavid KrakauerSchnyder/Drew/TaylorBobby PreviteErik FriedlanderKurt RosenwinkelAntonio HartMarty EhrlichMisha MengelbergPeter WatersJim BlackNabatov/Wogram |
 
 
line
 
 
Freitag 06.12.2002 - 20:30 Uhr
 
ANDREAS WILLERS »Blue Collar 5tet«
 
ANDREAS WILLERS (Gitarren), DOMINIQUE PIFARÉLY (Geige), MATTHIAS SCHUBERT (TenorSax), HORST NONNENMACHER (Bass), MICHAEL GRIENER (Drums)
 
Wenn man glaubt, dass alles gesagt ist, kommt eine neue Platte von dem deutschen Gitarristen ANDREAS WILLERS: THE GROUND MUSIC auf dem Label ENJA (Jazzthetik 5 Sterne). Eine wagemutige Tour de force, auf der alle Klippen der Avantgarde - Langeweile, Unverständlichkeit, Redundanz - souverän umschifft werden. "Zärtliche, wilde und gefährliche Musik, garantiert frei von akademischem Staub und kleinkarierten Jazzrock-, Mainstream- oder Freejazz-Klischees." Andreas Willers tanzt der alten Frage "Was ist Jazz?" gehörig auf der Nase herum. Seine unorthodoxen Projekte (z.B. Hendrix-Bearbeitungen für 4 E-Gitarren) lassen sich mit dem Titel Jazz allein längst nicht mehr ausreichend beschreiben. Willers schöpft aus Neuer Musik, verschiedenen Folklore-Musiken und Rock - seine fliessende Kompositions- und Gitarrentechnik verschafft ihm eine lockere Distanz, die es ihm bei aller Expressivität erlaubt, blitzschnell zwischen den Stilgrenzen zu changieren und auch mit ironischen Brechungen virtuos zu jonglieren. Das BLUE COLLAR QUINTET geht aus zwei verschiedenen Projekten hervor. Zunächst ist da die langjährige Working Band mit Bassist HORST NONNENMACHER und Schlagzeuger MICHAEL GRIENER, mit Sicherheit eine der interessantesten und eingespieltesten Rhythmusgruppen des Landes. Sowohl virtuos mit Time und Grouve arbeitend als auch interaktiv, frei und mit ganz eigenen Klangfarben improvisierend sprengt Blue Collar im Trio bereits um Längen das übliche Format von Solist plus Rhythmusgruppe. Die beiden Musiker, die dies Trio zum Quintet aufrunden, der französische Geiger DOMINIQUE PIFARÉLY und der Kölner Saxophonist MATTHIAS SCHUBERT, sind herausragende Solisten von internationalem Ruf.
 
MIT FREUNDLICHER UNTERSTÜTZUNG REGIERUNGSPRÄSIDIUM FREIBURG
 
 
line
 
 
Freitag 01.11.2002 - 20:30 Uhr
 
RENAUD GARCIA-FONS »Navigatore«
 
RENAUD GARCIA-FONS (Bass), JEAN-LOUIS MATINIER (Akkordeon), NEGRITO TRASANTE (Percussion), ANTONIO 'KIKO' RUIZ (Gitarre),BRUNO SANSALONE (Klarinette)
 
Bereits zum dritten Mal präsentiert der Jazz Club Singen den französischen Bass-Virtuosen RENAUD GARCIA-FONS mit einer eigenen Gruppe. Das erste Mal im Quartett, dann im Duo und nun im Quintett mit seiner aktuellen Gruppe *NAVIGATORE*, mit der er auf dem Label ENJA eine hochgelobte CD eingespielt hat. Er gehört zu jener Gruppe französischer Jazzmusiker, die unter Verwendung von Elementen aus Jazz, Neuer Musik, Rock und unterschiedlichen Volksmusiken eine höchst eigenständige Form zeitgenössischer Improvisationsmusik geschaffen haben, wobei er immer wieder wie kein anderer die Vielstimmigkeit seines Instrumentes besonders eindrucksvoll und virtuos vorführt - er schafft es, den Bass zum Singen zu bringen. Dabei verfügt er über eine phänomenale Arco-Technik und sein Sound wird immer wieder zu Recht als bratschenähnlich gerühmt. Um gute Musik zu sein braucht diese Virtuosität natürlich eine inhaltliche Entsprechung. Und auch hier leistet er Aussergewöhnliches. Im Grenzland zwischen maurischer Melodietradition und folkloristischen, zumeist rhythmischen Einflüssen vom Flamenco bis Indien wandelnd, hat sich der Bassist eine Klangwelt von hohem Wiedererkennungswert erschlossen. Hier kommen Technik und Tiefe zusammen. Mit *Navigatore* gelingt ihm erneut ein Stück emotional ergreifender Musik: schwebend leichte Melodien, ein breites Spektrum an Rhythmen, fliessend verzahnt durch eine an Soundtracks erinnernde Montagetechnik. Begleitet wird er dabei von seinem langjährigen Duopartner, dem Akkordeonisten JEAN-LOUIS MATINIER, dem Schlagwerker NEGRITO TRASANTE, dem Gitarristen ANTONIO 'KIKO' RUIZ und dem Klarinettisten BRUNO SANSALONE. "RENAUD GARCIA-FONS: EIN BASS BEKOMMT FLÜGEL UND DIE MENSCHEN UM IHN HERUM GROSSE OHREN - EINE GLOBALE WELTMUSIK."
 
MIT FREUNDLICHER UNTERSTÜTZUNG REGIERUNGSPRÄSIDIUM FREIBURG
 
 
line
 
 
Freitag 18.10.2002 - 20:30 Uhr
 
TONY MARTINEZ & »The Cuban Power«
 
TONY MARTINEZ (Alto/TenorSax/Vocals), ARNALDO MARTINEZ (Lead Vocals), DUDU PENZ (Bass), CESAR CORREA (Piano), ALBERTO STIVENS (Timbales/Congas), RODRIGO RODRIGUEZ (Timbales/Congas), GENDRICKSON MENA (Trumpet/Flugelhorn), EUGENIO SAMON (Trumpet), LEONARDO GOBIN (Trombone), DANY MARTINEZ (Guitar)
 
Mit TONY MARTINEZ & THE CUBAN POWER bringt der Jazz Club Singen eine der ganz heissen jungen kubanischen Bands auf die Bühne der GEMS. Sie sind zwar nicht die berühmtesten aber mit Herz und Seele in der traditionellen kubanischen Musik verwurzelt, heben sich aber trotzdem deutlich vom alten Kolonialstil der Insel ab. Tony Martinez und seine Band spielen einen schnellen, harten Cuban Jazz jenseits aller Altherren-Gemütlichkeit, eine zwar geschliffene, aber mitreissende Musik, welche die Virtuosität des Jazz und die schnörkellose Direktheit des Funks mit der knatternden Rhythmusmaschinerie der aktuellen Salsa-Bands verbindet. Der Saxophonist Tony Martinez und vor allem der fulminante Pianist Cesar Correa sind gut bei Kräften, changieren unbekümmert zwischen Salsa, Funk und Jazz und das mit einer ansteckenden Spiel- und Tanzfreude. "Hurra! Es gibt sie noch: die wilden, wirklich jungen Jazz-Musiker, die vor nichts Respekt haben, voller Kraft und Energie sind und dieser Musik noch eine Zukunft verheissen, die neue Wege gehen und junges Publikum begeistern können. Sie waren mit ihrem Auftritt einer der Lichtblicke des Burhhauser Jaszzfestivals. Sie brannten ein wahres Feuerwerk ab. Eine kraftvolle Musik, die keinen Besucher kalt liess." (Jazzpodium) Und genauso wird es auch beim 250! Jazz Club Konzert in der GEMS sein. "Don't forget your dancing shoes!"
 
 
line
 
 
Mittwoch 09.10.2002 - 20:30 Uhr
 
RICHIE BEIRACH & GREGOR HÜBNER
 
RICHIE BEIRACH (Piano), GREGOR HÜBNER (Geige), VEIT HÜBNER (Bass)
 
Zusammen mit seinem Partner dem um 20 Jahre jüngeren Geiger GREGOR HÜBNER hat RICHIE BEIRACH, der zu den kreativsten Pianisten im Jazz gezählt wird, bereits zwei hochgelobte CDs auf dem deutschen Label "ACT” veröffentlicht: *ROUND ABOUT BARTOK* und *ROUND ABOUT FEDERICO MOMPOU*. Auf beiden Einspielungen gehen sie aber einen eigenständigen Weg. Beirach sieht in der europäischen Musik des 20. Jahrhunderts ebenso wichtige Wurzeln für die zeitgenössische Improvisation wie in den amerikanischen Standards. Mit diesem Ansatz nimmt sich das Trio (VEIT HÜBNER am Bass) der Musik moderner Klassiker wie Scrjabin, Kodaly und eben Bartok und Mompou an und macht etwas Neues. Die Stimmung der Originale wird erhalten, ausgeweitet und umgeformt. Beirach ist ein Pianist der leisen und zurückhaltenden Töne geblieben. Zerbrechlich und filigran sind seine Linien, aber immer mit der nötigen Bestimmtheit gesetzt, um Beliebigkeit zu vermeiden. Am schönsten ist es, wie er sich blind auf Hübners einfühlsame Begleitungen verlassend, immer tiefer in die Klangwelt der Originale hineintaucht, die Motive umdreht und durchleuchtet, und letztlich doch an einem scheinbar vertrauten Punkt wieder herauskommt. Gregor Hübner steht seinem Kollegen in nichts nach - pure melodische Schönheit prägen alle Themen und Melodielinien, die die Geige vorstellt. Beide CDs wurden in verschiedenen Zeitschriften zur CD des Monats gewählt. "Ungeheure Intensität und Leidenschaft, kreative Verschmelzung von Jaszzelementen und klassischer Moderne". "Dass das Ergebnis sich hören lassen kann, bewiesen die geradezu enthusiastischen Reaktionen des Publikums beim Montreux Jazz Festival. Beirachs Leidenschaft, Neuland zu betreten und Frisches zu kreieren, hat sich wieder einmal bewährt."
 
 
line
 
 
Donnerstag 26.09.2002 - 20:30 Uhr
 
DHAFER YOUSSEF »Electric Sufi«
 
DHAFER YOUSSEF (Oud/Vocals), BOJAN Z. (Piano), DIETER ILG (Bass), PHILIPP 'PIPON' GARCIA (Drums/Perc)
 
*Electric Sufi* heisst das neue Album (Enja-Records) des tunesischen Weltmusikers DHAFER YOUSSEF. Diese Bezeichnung ist Programm für die Musik des seit zehn Jahren in Europa lenbenden Oud Spielers und Sängers. Obschon tief in der Kultur seiner Heimat Tunesien verwurzelt, hat Youssef ein Flair für internationale aktuelle Strömungen entwickelt und in sein musikalisches Konzept integriert. Der Brückenschlag zwischen den so verschiedenen Kulturen glückt ihm vorzüglich, selten hat man eine derart harmonische Version dieser schwierigen Mélange gehört. Youssefs eindringliche Stimme und der für die arabische Musik so typische Klang seiner Oud-Laute bilden das Rückgrat seiner Stücke, um die herum er behutsam faszinierende Klanglandschaften aufbaut. Begleitet wird er dabei von dem bosnischen Pianisten (endlich mal in Singen zu hören) BOJAN Z., dem deutschen Bassisten DIETER ILG und dem französischen Schlagzeuger und Percussionisten PHILIPP 'PIPON' GARCIA. "Sein Projekt besticht durch musikalische Geradlinigkeit und visionäre Offenheit, die nichts mit trendiger Beliebigkeit zu tun haben. *Electric Sufi* ist vielmehr wegweisende Weltmusik, ohne nach einem schon oft strapazierten Etikett zu schielen. All die verschiedenen Einflüsse verschmelzen in diesem musikalischen Meltingpot zu filigranen Klanggeweben von lyrischer Tiefe." (Jazz Podium)
 
MIT FREUNDLICHER UNTERSTÜTZUNG MIGROS OSTSCHWEIZ
 
 
line
 
 
Freitag 20.09.2002 - 20:30 Uhr
 
MICHELE ROSEWOMAN »Quintessence«
 
MICHELE ROSEWOMAN (Piano), STEVE WILSON (AltoSax), MARK SHIM (TenorSax), LONNIE PLAXICO (Bass), GENE JACKSON (Drums)
 
Wie viele der grossen Jazzidole der Vergangenheit so ist auch die in Oakland, Kalifornien geborene Pianistin und Komponistin MICHELE ROSEWOMAN energisch dabei, neue Pforten zu öffnen und in neue Dimensionen der Musik vorzustossen. Seit gut 15 Jahren leitet sie eigene Bands. Ihre bisher sechs Platten erhielten fast ausnahmslos berauschende Kritiken, ihre Konzerte werden euphorisch besprochen. Trotzdem ist sie noch immer eine Art stiller Geheimtip. Ihre letzte CD *GUARDIAN OF THE LIGHT* (ENJA) ist mit ihrer Band QUINTESSENCE (seit Jahren ihr Markenzeichen) live in New York im Frühjahr 99 aufgenommen. Konzept dieses Quintetts sind zwei Saxophonisten, in Singen werden das sein MARK SHIM und STEVE WILSON. Hinzu kommen die Alleskönner in der Rhythmsection: am Schlagzeug der grosse GENE JACKSON und am Bass LONNIE PLAXICO (Besetzungsänderungen vorbehalten). Rosewomans Kompositionen bewegen sich im Spannungsfeld von Monk und M-Base und beeindrucken besonders in ihrer Klarheit. Ihr emphatisches Ordnungsprinzip unterstreicht die Vielschichtigkeit der Band. Hier gibt es keinen zwanghaft zelebrierten Mainstream, Individualität und Stilistik gehen Hand in Hand, erforschen in freiheitlicher Geschlossenheit musikalische Töne und räumliche Momente, geben Impulse (in Blues) und ziehen deutlich hörbare Parallelen zwischen den afrikanischen Wurzeln ihrer Urgrosseltern und knalligem Funk heutiger Prägung. "Ein Beispiel für zukunftsweisende Musik mit dem wachen Bewusstsein für die restaurierende Kraft der Tradition." (Jazz Podium)
 
 
line
 
 
Sonntag 07.07.2002 - 20:30 Uhr
 
DAVID KRAKAUER »Klezmer Madness«
 
DAVID KRAKAUER (Clarinet), KEVIN O'NEIL (Guitar), WILL HOLSHOUSER (Accordion), NICKI PARROT (Bass), KEVIN NORTON (Drums)
 
Wir alle haben längst herausgefunden, dass Klezmer einen entscheidenden Einfluss auf unser Musikverständnis hat, und gelernt diese Musik zu lieben. Und doch gelingt es uns selten nachzuvollziehen, welche Verzückung der Tanz der Klarinette bei jenen auslöst, die unmittelbar Teil an der jüdischen Kultur haben. Es sei denn, DAVID KRAKAUER spielt auf. Er ist der Derwisch, der die bislang überzeugendste Mischung von Klezmer, Punk, Jazz und allen anderen uns täglich umgebenden Musikrichtungen gefunden hat. Die Ursache ist ganz einfach. Krakauer hat nie den Versuch unternommen, Klezmer in eine der genannten Richtungen zu verbiegen. Mit Feingefühl reichert er an, wo andere fusionieren. Auf seiner letzten CD "A NEW HOT ONE" geht er nun in Sachen Wildheit, Ekstase und Entfesselung noch ein Stück weiter als man von ihm bereits gewohnt ist. Sein Klarinettenfeuer auf den schneidend scharfen Gitarrenriffs von KEVIN O'NEILL, den dicht geknüpften Akkordeon-Teppichen seines treuen Gefolgsmannes WILL HOLSHOUSER und den gewollt holperigen Beats des stets abenteuerlustigen Schlagzeugers KEVIN NORTON und der Bassistin NICKI PARROT sind Schwindel erregend. Beim Spielen überkommt alle geradezu eine diabolische Lust, die sie ungefiltert an den Hörer weitergeben. "Krakauer reisst uns hinab in einen Strudel, in den wir immer und immer wieder freiwillig hinein wollen. Er steht nicht nur in spielerischer Hinsicht, sondern auch als Visionär allein auf weiter Flur." Jazzthetik 5 Sterne!!! (Besetzungsänderungen vorbehalten)
 
 
line
 
 
Donnerstag 06.06.2002 - 20:30 Uhr
 
SCHNYDER / DREW / TAYLOR
 
DANIEL SCHNYDER (Saxophone), KENNY DREW JR. (Piano), DAVE TAYLOR (BassTrombone)
 
Der Griff in die Musikgeschichte liegt im Trend. Die einen bedienen sich beim afroamerikanischen Bodensatz und schwelgen im akustischen Glücksgefühl der Baumwollfelder. Die anderen entdecken die innere Kraft der Gregorianik als Katalysator der eigenen Ausdruckslosogkeit. Manch einer verbeugt sich vor der Romantik, und immer wieder muss auch der alte Thomaskantor herhalten, wenn Inspiration und klare Analytik gefragt sind. Alles schön , weil irgendwie bekannt.. Und vieles öde, weil nur der Neuaufguss bewährter Kreativitätsrezepte. Der Schweizer Saxophonist und Komponist DANIEL SCHNYDER ist sich der populistischen Fallgruben des Crossovers bewusst und versucht gar nicht erst, Gefühlsduselei oder Laudatien zu produzieren. Sein Blick auf die Überlieferung ist ehrfurchtsvoll, aber nüchtern, zuweilen auch ironisch verschmitzt. Seine CD *WORDS WITHIN MUSIC* packt Bachs Matthäus-Passion in Suiten-Form, renoviert sie anhand offener harmonischer Muster, die der Pianist KENNY DREW JR. werkdienlich erfinden darf, und verschafft ihr mit dem Zusammenklang von Sopransaxophon, Klavier und der Bassposaune von DAVE TAYLOR (u.a. Duke Ellington, Gil Evans und einfach genial) ein eigentümlich schillerndes akustisches Gewand. Eingebettet in ein Wechselbad dissonanter Tonsalven und versöhnlicher Andeutungen werden Bach und Vivaldi, aber auch Wagner und Gershwin und natürlich eigene Kompositionen zum musikalischen Material, das sich effektvoll kombinieren und zu einem wertungsfreien Programm kompilieren lässt. "Denn Musik ist Musik. Die normativen Unterscheidungen entstehen erst in den Köpfen der Kanonisten - Schnyder, Drew und Taylor führen den Beweis." (Jazzthetik 4 ½ Sterne). "Der Struktur nach herrscht klassische Kompositionsmusik vor, der Sound kommt vornehmlich aus dem Jazz; doch auch das Gegenteil ist nicht falsch." (Jazzpodium) REIN AKUSTISCH!!
 
 
line
 
 
Donnerstag 16.05.2002 - 20:30 Uhr
 
BOBBY PREVITE »Bump Band«
 
BOBBY PREVITE (Drums), MARTY EHRLICH (TenorSax), CURTIS FOWLKES (Trombone), WAYNE HORVITZ (Piano), STEVE SWALLOW (Bass)
 
Schon länger hat man nichts mehr von dem Schlagzeugtausendsassa BOBBY PREVITE gehört und dann eine solches Comeback mit seiner neuesten CD *JUST ADD WATER*, eingespielt mit einem Superquintett. Nicht nur der Drummer selbst ruft sich in Erinnerung, sondern er kommt mit seiner Band oder besser dem Konzept *Bump the Renaissance*, heute kurz nur noch *BUMP*, mit dem er 1985 nicht unwesentlich dazu beitrug, den legendären Ruf der damals neuen Downtown-Szene in der Jazzwelt zu etablieren. Er vermag seiner Gruppe eine einzigartige Geschmeidigkeit einzuhauchen. Seine Arbeit lässt sich nur schwer kategorisieren: Blues, Rock, Jazz, Fusion, World Music, Freie Improvisation und alles dazwischen. Wo immer das Energiebündel hinter den Drums sitzt geht die Post ab: Was aus seiner Küche kommt pulsiert und swingt und groovt, dass es eine helle Freude ist! Jeder der Mitmusiker (ein wahres who's who des Modern Jazz) kennt sich in der Geografie von Prevites Farb-Palette bestens aus. Die Stimmung seiner Musik ist von einer Art fröhlicher Melancholie getragen. Sie lebt von den ornamentalen Verschachtelungen, die längst zu Prevites Markenzeichen geworden sind. Er trägt dick auf, mag es pathetisch, liebt ostinative Steigerungen. Die Namen der beteiligten Musiker stehen dafür, dass jedes Solo Hand und Fuss hat, ja mehr noch, von einer Philosohie geprägt ist, in der die einzelne Stimme eine feste Funktion im Ensemble hat. Zum ersten Mal in Singen zu sehen und zu hören der Pianist WAYNE HORVITZ und der Jazz-Passengers Posaunist CURTIS FOWLKES, man darf gespannt sein. "Ein Jazz-Album, dessen kollektiver Geist zwischen Rock-Band, Dixieland-Kapelle und Kammer-Ensemble aufgehängt ist." Jazzthetik 4 ½ Sterne!!
 
!! DIESES KONZERT WIRD VON DER JAZZREDAKTION DES SWR 2 LIVE MITGESCHNITTEN UND ZU SPÄTEREM ZEITPUNKT IM RADIO GESENDET !!
 
 
line
 
 
Donnerstag 02.05.2002 - 20:30 Uhr
 
ERIK FRIEDLANDER Quartet »Topaz«
 
ERIK FRIEDLANDER (Cello), ANDY LASTER (AltoSax), STOMU TAKEISHI (E-Bass), SATOSHI TAKEISHI(Percussion)
 
Es gibt im modernen Jazz und in der improvisierten Musik bis dato nur wenige herausragende Cellisten. In den Bebop Zeiten war das eigentlich nur der Bassist Oscar Pettiford, der immer wieder auch zum Cello griff. Heutzutage fallen einem Namen ein wie Ernst Reijsegger und Hank Roberts, beide schon beim Jazz Club Singen zu Gast, ein. Nun kommt endlich der dritte im Bunde, der amerikanische Cellist ERIK FRIEDLANDER; mit seiner Formation *TOPAZ* nach Singen. Zu dieser Band gehören der mit allen Wassern gewaschene Altsaxophonist ANDY LASTER und die japanischen Brüder SATOSHI TAKEISHI am Schlagzeug und STOMU TAKEISHI am Elektrobass. Mit diesem seit Jahren eingespielten Quartett hat Friedlander bereits zwei hochgelobte Cds eingespielt. Die meisten der Stücke stammen von ihm selber, wobei es ihm gelingt eine Melange zwischen exotischen und eingängigen Melodien, treibenden Grooves und den Farben und der Percussion von Sounds aus Japan, Iran und New York City zu verschmelzen. Er verarbeitet aber auch Stücke von Eric Dolphy und Miles Davis. "Erik Friedlander ist einer der dynamischsten Stimmen der zeitgenössischen Musik und gleichzeitig ein Trendsetter. Sein letztes Album *SKIN* ist schlichtweg sensationell. Er ist bestimmt einer der 'Star Performer' auf seinem Instrument." (Jazzthetik). Lassen wir uns alle überraschen.
 
 
line
 
 
Freitag 26.04.2002 - 20:30 Uhr
 
KURT ROSENWINKEL
 
KURT ROSENWINKEL (Guitar), MARK TURNER (TenorSax), BEN STREET (Bass), JEFF BALLARD (Drums)
 
KURT ROSENWINKEL - längst schon bürgt dieser Name für Qualität. Ob als Mitglied der Bands von Paul Motian oder Brian Blade, stets wartet der amerikanische Gitarrist mit einem feinsinnigen, kontextbezogenen Konzept auf. Nun hat er bereits sein zweites Album *The Next Step* auf dem Major-Label Verve unter eigenem Namen veröffentlicht. Ein hochinteressantes Album ist da entstanden: abwechslungsreiche und doch zum Teil sehr eingängige Kompositionen mit unzähligen solistischen Höhepunkten, an denen der Saxophonist MARK TURNER (ein Name, den man sich unbedingt merken muss) grossen Anteil hat. Was beide Solisten im Duo praktizieren, ist inspirierte Improvisationskunst, die zu verfolgen ein grosses Vergnügen für Kopf und Bauch ist. Einerseits unüberhörbar der Klangästhetik eines Pat Metheny verpflichtet, hat sich Rosenwinkel doch von seinen Vorbildern befreit und seinem Spiel eine unverwechselbar erdige Dimension gegeben, wobei er sein Spiel auf der Gitarre häufig durch wortlosen Gesang unterstützt. "Ein rundum gelungenes Album eines der interessantesten Gitarristen seiner Generation." (Jazz Podium). Hier kann man erkennen, dass der junge Amerikaner über ein phänomenales Vorstellungsvermögen verfügen muss. Alle acht Stücke sind Eigenkompositionen: vertrackt, quirlig, kontrapunktisch, und die Gitarre erscheint schon fast schizophren in ihren Melodielinien und Akkordbegleitungen. Seine Gruppe ist seit acht Jahren eine feste Band. Neben dem Saxophonisten Mark Turner gehören der Bassist BEN STREET und der Schlagzeuger JEFF BALLARD (aktuelles Mitglied des Chick Corea Trios!!) dazu. Sie bilden eine traumwandlerische Rhythmusgruppe. Die Zeitschrift Jazzthetik verlieh 4 ½ Sterne!
 
 
line
 
 
Freitag 05.04.2002 - 20:30 Uhr
 
ANTONIO HART Quintet
 
ANTONIO HART (Saxophone/Flute), KEVIN HAYES (Piano), RICHIE GOODS (Bass), NASHEET WAITS (Drums), RENATO THOMAS (Percussion)
 
Mit der etwas abgedroschen klingenden Begriffsfolge "Jazz meets Latin meets Africa meets Arabia" könnte es einem gerade gelingen, den Inhalt der neusten CD *AMA TU SONRISA* (Enja Records) des amerikanischen Saxophonisten und Flötisten ANTONIO HART zusammenzufassen. Denn Hart hat in den letzten Jahren Eindrücke von Musikrichtungen, Gefühls- und Lebenswelten gesammelt wie andere kostbare Münzen - und er hat sie auf seinem neusten Werk mit traditionellem Jazz verbunden. Eine groovende Musik voll Swing und Funk, aber auch voll lyrischer Saxophonpassagen und heissen Trommelrhythmen. Hart steckt z.B. den alten Cannonball Adderley Titel "Forward Motion" in ein Latin Gewand mit alternierenden Rhythmen, die aber so dicht fliessen, dass daraus ein einziger, durchgängiger Groove zu werden scheint. Ein besonderes Hihglight ist der Titeltrack *Peace, love and light* bei dem Hart mit dunklem Ton die Flöte spielt und geradezu in der wunderschönen Musik badet. "Alle Musiker seines Quintetts, der Pianist KEVIN HAYES, der Bassist RICHIE GOODS und die beiden Schlagwerker NASHEET WAITS und RENATO THOMAS, stehen im Dienste einer Musik, die voller wohltuender Wärme ist und pures Leben reflektiert. Antonio Hart hat seinen Weg gefunden." (Jazzthetik 4 Sterne). "Hier ist es die positive Ausstrahlung der Songs, die uns auf einer 'Ozeanwelle gen Sonnenlicht' schleudert - viel wärmer, frischer, aufregender und fundierter kann Musik kaum sein." (Jazzpodium)
 
 
line
 
 
Donnerstag 14.03.2002 - 20:30 Uhr
 
MARTY EHRLICH Group »Song«
 
MARTY EHRLICH (Saxophone/Clarinet), URI CAINE (Piano), MIKE FORMANEK (Bass), BILLY DRUMMOND (Drums), TIM BARNES (Percussion)
 
Die jüngste CD des amerikanischen Saxophonisten/Klarinettisten MARTY EHRLICH, der schon mehrmals in verschiedenen Besetzungen beim Jazz Club auftrat, trägt den einfachen Titel *SONG*, und eben darum geht es, um das Schwierigste, nämlich das Einfache. Dazu greift er zu einem Song von Robin Holcomb, einem von Bob Dylan und einer impressionistischen Petitesse eines weiteren seiner Lehrer dem Pianoschrat Jaki Byard. Der grössere Teil seiner Vorlagen aber stammt von ihm. Sie klingen, als hätte es sie immer schon gegeben, als wären sie seit je Bestandteil des "Great American Songbooks", wie das Kompendium des musikalischen amerikanischen kollektiven Unbewussten heisst. Ehrlich schreibt Melodien, die das Zeug zum Hit hätten, würde er sie nicht so bescheiden auf seiner beim Label ENJA erschienenen Off-Off-Broadway Scheibe verstecken. Song ist mit Ehrlichs neu formierter Gruppe mit seinem langjährigen Weggefährten MICHAEL FORMANEK am Bass, des weiteren mit dem phantastischen Pianisten URI CAINE und dem Schlagzeuger BILLY DRUMMOND aufgenommen worden. Hinter dem Titel Song verbirgt sich der gemeinsame Bezug aller Stücke zum (gesungenen) Wort. Damit wird Song zu einem konzeptionellen Ganzen, in dem der wahrhaftige Ausdruck des Liedes mit der komplexen Ausdrucksvielfalt des improvisierten Jazz eine dynamische Verbindung eingeht. "Was sonst vermag den Hörer auf die unendliche Reise assoziativer grenzenloser Erkundung zu schicken? Ein grosses Vergnügen - hintergründiger, als es nach dem ersten Anhören erscheint." (Jazzthetik 5 Sterne!)
 
 
line
 
 
Freitag 01.03.2002 - 20:30 Uhr
 
DAVE DOUGLAS & MISHA MENGELBERG
 
DAVE DOUGLAS (Trumpet), MISHA MENGELBERG (Piano), BRAD JONES (Bass), HAN BENNINK (Drums)
 
Was soll man zu dieser Traumformation eigentlich schreiben... Jedem Fan improvisierter Musik sollte das Wasser im Munde zusammenlaufen, wenn er nur einen dieser Namen hört. Und jetzt haben sie auch noch ein Quartett gebildet. Zwei Holländer der älteren Generation: Die zentrale Figur der holländischen improvisierten Musik, der Pianist und Komponist MISHA MENGELBERG und der Schlagzeugtausendsassa und Allrounder HAN BENNINK, der übrigens im April seinen 60. Geburtstag feiert. Zwei Amerikaner der jüngeren Generation: Der New Yorker Trompetenstar DAVE DOUGLAS, der dem Singener Publikum durch verschiedene Auftritte auch kein unbekannter mehr ist und der in den letzten Jahren einen Preis nach dem anderen eingeheimst hat. Bestimmt einer der interessantesten und abwechslungsreichsten Musiker der heutigen Jazzszene weltweit. Der Bassist BRAD JONES, der für alle drei anderen die Wunschbesetzung an diesem Instrument ist. Er hat u.a. gespielt mit Marc Ribot, Ornette Coleman, Elvin Jones und Muhal Richard Abrams. Ein Projekt, in dem vielfältige Verknüpfungen und Herausforderungen möglich sind. Eine Begegnung der besonderen und besonders spannenden Art. "Dave Douglas bezähmte dank seines vitalen, kraftstrotzenden Trompetentons sogar einen notorischen Unruhegeist wie Han Bennink; das Quartett swingte herzhaft durch Traditionsruinen, die jederzeit einzustürzen drohten. Ein absolut stimulierendes, energiegeladenes Aufeinderprallen von älterer und jüngerer Musikergeneration." (Jazzpodium). Und die Zeitschrift Jazzthetik schreibt in ihrer Novemberausgabe über das Jazzfestival Saalfelden 2002: "Es war schwer, die vielen guten bis sehr guten Acts, die bereits gespielt hatten, zu toppen. Aber Dave Douglas und Kollegen vermochten es trotzdem. Es ist schwer, diese Musik zu beschreiben, so sehr lebte sie im Augenblick. Aspekte von Tradition und Moderne, von Abstraktion und Sinnlichkeit wurden kurzerhand eins in einer über allen Dingen stehenden Sonnenmusik."
 
 
line
 
 
Freitag 15.02.2002 - 20:30 Uhr
 
PETER WATERS »Treya«
 
PETER WATERS (Piano), PAOLO FRESU (Trumpet), TONY OVERWATER (Bass), GILBERT PAEFFGEN (Drums), JOHN KLEIN (Percussion)
 
Einer der Höhepunkte des letztjährigen Schaffhauser Jazzfestivals war bestimmt die *TREYA GROUP* des Pianisten PETER WATERS - ein echtes Highlight. Der im Appenzellerland lebende Australier, der sich vor allem als Pianist von klassischer und Neuer Musik einen Namen gemacht hat, bewegt sich spielend zwischen Liedern des französischen Romantikers Gabriel Fauré und dem gemässigten Jazz, zwischen dem späten Bill Evans und dem frühen Herbie Hancock, wobei der Bassist TONY OVERWATER und der Schlagzeuger GILBERT PAEFFGEN die glatte Oberfläche immer wieder aufrauen. Aber es ist vor allem der fantastische italienische Trompeter und Flügelhornist PAOLO FRESU, dessen glühende Hardbop-Linien und beseelten Balladentöne der Musik erdige Bodenhaftung geben. Viele Stücke stammen von Gabriel Fauré (1845-1924), der musikalische "Vater" von Ravel und Debussy. Er schrieb Lieder, die sich durch ihre offene Struktur und den charakteristischen Klang impressionistischer Harmonien geradezu anbieten, mit Jazz verbunden zu werden. Dies veranlasste die Treya-Group Faurés Lieder in einer klassischen Jazz-Piano Besetzung umzusetzen bzw. weiterzuentwickeln, was ihnen grandios gelungen ist. Die Melodien bestechen durchweg durch ihre Klarheit und Schlichtheit, gepaart mit zärtlich perlenden Pianoklängen, geheimnisvollen Klangwelten, frechen rhythmischen Figuren, absolut freien Passagen und stets überraschenden Momenten. Die Musik bleibt durchweg durchsichtig und luftig, dabei ist sie so voll Wärme, Lebendigkeit und unbändiger Spielfreude, dass man sie einfach geniessen muss.
 
 
line
 
 
Donnerstag 24.01.2002 - 20:30 Uhr
 
JIM BLACK's »Pachora«
 
JIM BLACK (Drums), CHRIS SPEED (Clarinet/TenorSax), BRAD SHEPIK (Portuguese Guitar/Saz), SKULI SVERISSON (E-Bass)
 
Die Gruppe PACHORA ist eine der aufregendsten Bands der New Yorker 'Donwtown'-Szene. Ihre Mischung von Musik-Traditionen des Balkans, Bulgariens, der Türkei und verschiedenen Nordafrikanischen Stilen mit der Ästhetik der Avantgarde-Jazz-Improvisation ist äusserst beeindruckend und zwingend. Dabei haben sie einen fast schon telepathischen Level von Kommunikation und Interaktion erreicht, der nur durch regelmässiges Miteinanderspielen zustande kommt. Die Band hat ihre Wurzeln in Seattle, woher drei der Musiker stammen, der Bassist SKULI SVERRISSON ist gebürtiger Isländer. Alle haben in den Bands von Tim Berne, Human Feel, Dave Douglas, Myra Melford, Paul Motian, Ellery Eskelin usw. gespielt und waren auch schon beim Jazz Club Singen zu Gast: Der phantastische junge Schlagzeuger JIM BLACK, der Gitarrist BRAD SHEPIK und der Saxophonist und Klarinettist CHRIS SPEED. Pachora ist ein Teil des aktuellen New Yorker Trends, der traditionelle Musikformen und Jazzimprovisation verbindet. Die erste Welle dieser Suche nach neuen Formen fand in den siebziger Jahren statt mit Künstlern wie Leo Smith, Don Cherry und anderen, die für die sog. Stilrichtung 'Weltmusik' stehen. In den neunziger Jahren wurde eine zweite, weitaus intensivere Welle dieser Entdeckungsfahrt in Gang gesetzt, vor allem nun auch unter Einbezug jüdischer Klezmer und osteuropäischer Musik- und Improvisationsstile. Die Musiker der Band Pachora haben sich intensiv mit den Traditionen all dieser Musikstile befasst, bevor sie sie in Verbindung mit der Jazzästethik gebracht haben. Sie kreieren aus einem mediterranen Fundament eine Art Balkan-Jazz. Ziel dabei ist nicht, Jazz mit ein wenig ethnischen Einflüssen zu präsentieren, sondern sie bringen die Ästhetik der Jazzimprovisation in diese musikalischen Traditionen (und natürlich umgekehrt). Hierbei geht es nicht mehr um die Frage, ist dies noch Jazz oder nicht, sondern einfach um eine musikalische Entdeckungsreise in neue Bereiche. "LOVE IT - OR LEAVE IT"... "Fremd, anmutig und voller prächtiger Details, die sich manchmal wunderbar kitschig geben. Keine sich in anspruch verlierende Weltmusik, sondern musikalischer Eklektizismus auf höchstem Niveau." (Jazzpodium)
 
 
line
 
 
Freitag 04.01.2002 - 20:30 Uhr
 
SIMON NABATOV & NILS WOGRAM
 
SIMON NABATOV (Piano), NILS WOGRAM (Posaune)
 
Zwei alte Bekannte des Jazz Club Singen eröffnen die Saison 2002. Der in Köln lebende Posaunist NILS WOGRAM und der aus Russland stammende Pianist SIMON NABATOV, "dem zur Zeit wohl interessantesten Pianisten überhaupt" (Aachener Nachrichten). Diesmal kommen sie im Duo und werden ein rein akustisches Konzert spielen. In diesem Duo werden die unterschiedlichen kulturellen Hintergründe miteinander fein verzahnt. Auf der gemeinsamen Basis der klassischen Ausbildung, die das Repetitiv längst hinter sich gelassen und sich der freien Entfaltung von Musik zugewandt hat. Sie verbinden kompositorische Elemente mit assoziierten, improvisierten Bildern, gegen den Strich gebürstete melodische Linien mit dem berühmten 'sence of humor'. Freie und doch transparente Zwiegespräche finden statt. Dem 26-jährigen Posaunisten scheint keine stilistische Ausgefeiltheit fremd zu sein, besitzt er doch eine aussergewöhnliche Sensibilität für formale Strukturen, greift er auf ein bewundernswertes Reservoir an Klangnuancen zurück und schafft es, neue Aspekte der improvisierten Musik diesseits und jenseits der neutönerischen Klangwelt vorzuführen. Und Nabatov allein ist schon eine Sensation, als Pianist mit seinem musikalsichen Background natürlich ein 'Zweihänder', der rauschende Romantizismen ebenso beherrscht wie rasende Parallelläufe. Und er ist einer, der sich mit Intelligenz absichtlich ins Stolpern bringt, kurz bevor der Motor der Beredsamkeit zu kochen droht. Bei aller virtuosen Präsenz ein grossartiger Partner für seinen Mitspieler Nils Wogram ... EIN TRAUMPAAR!!!
 

line

 

Text: R. Kolmstetter

[ Jazz Club Singen - aktuelles Programm | Jazz Club Singen ]