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Jazz Club Singen

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2004
 
| Apitz/StierSimon NabatovNils WogramBojan Z.Ravi ColtraneRebekka BakkenWatson/LauerQuadro NuevoErika StuckyDon ByronShilkloper/Correa/BreinschmidKenny WernerSwiss Jazz OrchestraGreg OsbyBarron/RobertMichael BlakeScott ColleyPaul BrodyJean-Louis MatinierSchweizer/FavreLyambiko |
 
 
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Freitag 17.12.2004 - 20:30 Uhr Gems-Studio
 
ANDREAS APITZ & ULI STIER
 
ANDREAS APITZ (Piano), ULI STIER (Saxophone)
 
Der Konstanzer Saxophonist ULI STIER konzertiert häufig in seinen Formationen FUNJAZZTIC DUO und Funjazztic Quartett, mit denen er inzwischen hauptsächlich eigene Werke aufführt. Zuweilen ist er auch solo zu hören sowie in der Gruppe Diwan des sudanesischen Liedermachers Mohamed Badawi. Selbst Schüler von Bernd Konrad, gibt er sein wissen in Einzelunterricht und Workshops weiter. Ebenfalls im Bodenseeraum (und seit Jahren Mitglied im Jazz Club Singen) lebt und arbeitet der Pianist, Arrangeur, Komponist und Musikpädagoge ANDREAS APITZ. Klassisch ausgebildet, gehört seine Liebe doch dem Jazz und der Improvisation, die auch die Schwerpunkte seiner Unterrichtstätigkeit bilden. Im Jazzclub-Konzert im Gemsstudio (Hier stehen nur ca. 45!! Plätze zur Verfügung! Also bitte rechtzeitig Vorverkauf nutzen) werden die beiden Musiker - im Duo als auch jeweils solo - zumeist eigene Kompositionen vortragen, in denen Lateinamerikanisches, Orientalisches und Skandinavisches zusammenfliesst. Aber natürlich werden auch Interpretationen von Klassikern der Jazzliteratur zu hören sein. Geben Sie diesen beiden Topmusikern der Region die Ehre und freuen Sie sich auf einen schönen gemütlichen Dezemberabend im Gemsstudio bei Ihrem Jazzclub Singen.
 
 
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Freitag 03.12.2004 - 20:30 Uhr
 
SIMON NABATOV »Round About Brazil«
 
SIMON NABATOV (Piano)
 
Im Januar 98 gastierte der 1959 in Moskau geborene und seit Jahren in Köln lebende Meisterpianist SIMON NABATOV solo beim Jazzclub Singen und hinterliess einen derart starken Eindruck, dass er nun zum Abschluss des Jubiläumsjahres erneut seine Soloqualitäten unter Beweis stellen wird. Er kommt mit einem ganz neuen Programm: *ROUND ABOUT BRAZIL*, eine musikalische Reise durch dieses faszinierende Land. Verschiedene Genres gesungener und getanzter brasilianischer Musik finden ihren Platz in diesem Programm: Maracatu aus Pernambuco und Samba der Golden Ära von Rio (von Noel Rosa, Cartola und Arri Barroso), klassische Pianomusik von Ernesto Nazareth und die raue Tanzmusik Forró aus dem ländlichen Nordosten Brasiliens, Rio´s Choro-Musik und natürlich auch unvergessene Songs von Antonio Carlos Jobim, Caetano Veloso oder Gilberto Gil. Es ist eine sehr persönliche Reise Nabatovs, eine Art Liebeserklärung an Brasilien. Und eins ist sicher: Seine pianistische Brillanz, seine Fingerfertigkeit, die technischen Hürden nicht zu kennen scheint, erlauben ihm alles, egal in welchem Genre er sich gerade bewegt, was seine geniale Phantasie ihm eingibt, problemlos umzusetzen. Er hat es geschafft, für sich genau die Sprache zu entwickeln, bei der man nicht mehr nach Wörtern suchen muss. Ein grosser Pianoabend steht dem Jazzclub Singen mit einem der bedeutendsten Pianisten der aktuellen Musikszene ins Haus. Seit fünfzehn Jahren veranstaltet der Jazz Club Singen Konzerte und seit fünfzehn! Jahren besteht eine freundschaftliche Zusammenarbeit mit dem KLAVIERHAUS FAUST, Konstanz. Ralf Faust stellt mal wieder für dieses Jubiläumskonzert einen Bösendorfer Flügel kostenlos! zur Verfügung - vielen Dank und auf weiterhin gute Zusammenarbeit.
 
MIT FREUNDLICHER UNTERSTÜTZUNG KULTURZENTRUM GEMS UND KLAVIERHAUS FAUST, KONSTANZ
 
 
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Donnerstag 18.11.2004 - 20:30 Uhr
 
NILS WOGRAM »Hammond Trio«
 
NILS WOGRAM (Posaune), FLORIAN ROSS (Hammond B3 Orgel), DEJAN TERZIC (Drums)
 
Zum wiederholten Mal kommt NILS WOGRAM nach Singen. "Der derzeit ohne Zweifel und weit vor dem Namensvetter aus Skandinavien, der weit und breit talentierteste und überzeugendste Posaunist der jüngeren europäischen Jazz-Szene", so der renommierte Schweizer Jazzkritiker Christian Rentsch in einem Bericht über das Moers-Festival 2004. Diesmal bringt er an der Hammond B3 Orgel den Tastenvirtuosen FLORIAN ROSS (er ist in der ersten Liga der Jazzmusiker angekommen, so John Scofield) und am Schlagzeug den jungen, kroatisch-stämmigen DEJAN TERZIC mit zum Jazz Club. Zusammen bilden Sie das *Daddy's Bones Nostalgia Hammond Trio*. Die Idee für dieses Trio schlummert in Nils Wogram schon seit vielen Jahren. Entstanden ist seine Liebe zum Trio mit Hammond Orgel in New York auf zahlreichen Sessions in Harlem. Das Nostalgia Trio möchte diese mitreissende und schwelgerische Stimmung transportieren ohne sich als reines Plagiat abstempeln zu lassen. Für die Originalität sorgen die Eigenkompositionen mit der Handschrift Wograms und deren eigenwillige Interpretation. Dabei handelt es sich nicht um eine Art Retro-Band (back to the roots), sondern die drei verpacken ihre Beziehung zu traditioneller Musik in ein zeitgemässes Konzept. "Wir spielen mit der Tradition, ohne zu versuchen sie zu kopieren. Wir verwenden keine Originalstücke, die auseinandergepflückt werden, sondern spielen eigene Stücke, die die Jazztradition miteinbeziehen." Zu erwarten ist ein mitreissendes Konzert, das den Zuhörern bluesige, groovige (aber nicht im Sinne von Dancefloor), sehnsüchtige und skurril-witzige Momente beschert. Ein Muss!!!
 
 
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Freitag 12.11.2004 - 20:30 Uhr
 
BOJAN Z.
 
BOJAN ZULFIKARPASIC (Piano/Fender Rhodes), REMY VIGNOLO (Bass), BEN PEROWSKI (Drums)
 
Nachdem der aus Belgrad stammende und in Paris lebende Pianist BOJAN ZULFIKARPASIC kurz BOJAN Z. letztes Jahr mit Dhaffer Youssef beim Jazzclub zu Gast war, kommt er nun endlich mit seinem eigenen Topbesetzten Trio. Der Pianist, er gewann den renommierten *Concours de la défense*, ist ein eigenwilliger Stilgrenzgänger zwischen europäischer Moderne und Balkan-getönter Traditionsaufarbeitung. Nun hat er mit seinem neusten Album *TRANSPACIFIC* ein überaus geniales Werk vorgelegt. Mit dem Allroundbassisten REMY VIGNOLO und dem Schlagzeuger BEN PEROWSKI (u.U. Nasheet Waits) setzt er die Idee der stilistischen Vereinigung west-östlicher Motive fort. Melodien wie *Bulgarska* und *Groznian Blue* erinnern deutlich an die akustische Herkunft des Bandleaders. Bojan Z., der neben dem Flügel auch das Fender Rhodes Piano meisterlich beherrscht, hält sich auf diesem Album nicht mit samtweichen Melodien auf, sondern stellt die rhythmische Verarbeitung zum Teil simpel wirkender Motive in den Mittelpunkt. Doch genau diese feine motivische Bearbeitung, die fast schon an klassische Vorbilder erinnert macht aus *Transpacific* ein Album, das bis zum letzten Moment überzeugen kann. Musik, mal kantig mal lyrisch zart, auf immensem kommunikativem Niveau. Zeitgenössischer Jazz eben, wie er sein soll. "Hier ist ein Pianist mit persönlichem Ausdruck und neuartigem Individualstil, mithin eine Bereicherung für die europäische Jazz-Szene." (Jazz Podium) Nach dem herausragenden Konzert des Pianisten Kenny Werner mit seinem Trio im Mai, erwartet der Jazz Club Singen einen weiteren denkwürdigen Pianoabend.
 
 
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Donnerstag 28.10.2004 - 20:30 Uhr
 
RAVI COLTRANE
 
RAVI COLTRANE (Tenor/Soprano Sax), LUIS PERDOMO (Piano), DREW GRESS (Bass), E.J. STRICKLAND (Drums)
 
Vor vier Jahren, als er zum ersten Mal beim Jazzclub Singen zu Gast war, galt er noch als Newcomer und Geheimtip. Mittlerweile ist er nicht nur bekannter, sondern auch gereifter und selbstbewusster. Die Rede ist von dem Saxophonisten RAVI COLTRANE, dem Sohn des legendären im Jahr 67 viel zu früh verstorbenen Mastermusician John Coltrane. Ravi Coltrane, der zwei Jahre vor dem Tod seines Vaters geboren wurde, legte letztes Jahr bei Sony/Columbia seine zweite CD *MAD 6* vor. Ob man es will oder nicht: Wenn der Name Coltrane fällt, schweifen die Gedanken doch automatisch in Richtung des übergrossen John. So natürlich auch bei dieser CD. Aber eine mit Reminiszenzen an den Herrn Papa, denn mit "26-2" eröffnet er sie mit einer John-Coltrane-Komposition und mit *Fifth House* beschliesst er sie mit einer weiteren. Neben weiteren Stücken von Jimmy Heath, Mingus oder Monk stechen vor allem vier Eigenkompositionen heraus. Allen Stücken ist anzuhören, dass er als Solist gereift ist, der auf Tenor- und Sopransax in verschlungenen Linien und mit improvisatorischen Gestus was zu erzählen weiss. Gleiches gilt auch für seine hervorragenden Mitmusiker. Am Bass der Alleskönner DREW GRESS, am Schlagzeug E.J. STRICKLAND und: "die Entdeckung, der 32-jährige Venezolaner LUIS PERDOMO, ein Lyriker und rasender Schleuderer auf den Spuren der zwei wichtigsten Latin Jazz Pianisten der Stunde: Danilo Perez und Gonzalo Rubalcaba" (Jazzthetik) Sie sorgen mit dafür, dass tausendfach gehörte Klassiker einer rhythmischen Frischzellenkur unterzogen werden, die ihnen ziemlich gut tut. Also nicht länger an John denken, sondern einfach diese feurige Spiellust von Ravi und seiner einfallsreichen Bande geniessen.
 
 
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Donnerstag 21.10.2004 - 20:30 Uhr
 
REBEKKA BAKKEN
 
REBEKKA BAKKEN (Vocals), TAKUYA NAKAMURA (Piano), MARTIN KOLLER (Gitarre), DIETER ILG (Bass), JOJO MAYER (Drums)
 
Mit REBEKKA BAKKENs Vorschusslorbeeren könnte man Gewächshäuser füllen. Nach ihrem Album *Scattering Poems*, das Anfang letzten Jahres knapp hinter Norah Jones auf Platz 2 der Jazzcharts stand, gilt die 33-jährige Norwegerin als 'Gesangssensation' (FAZ). "Rebekka Bakken, eine Sirene. Wer sie hört, ist verloren. Das Sinnlichste, was weiblicher Jazz zu bieten hat. Schöne der Nacht und grösste Entdeckung*. Ihr letztes Jahr erschienenes Album *THE ART OF HOW TO FALL* (Verve) hält, was diese Lobeshymnen versprechen. Die elf Song-Originale, die sie mit sensibler Unterstützung von MARTIN KOLLER (Git.), TAKUYA NAKAMURA (Piano), DIETER ILG (Bass) und JOJO MAYER (Drums) eingespielt hat, treffen sicher und souverän in die Seele. Sie sind von so überwältigender musikalischer, textlicher, instrumentaler und vor allem stimmlicher Qualität, von solch dichter Intensität und Intimität, dass es einem tatsächlich die Sprache verschlagen kann. Gut so. Stillschweigend überwältigt kann man besser zuhören. *The Art of how to fall* ist natürlich auch *The Art of how to fall in love*. Aber es ist auch die *Kunst zu fallen*, im Sinne von Loszulassen, nicht festzuhalten, nicht zu kontrollieren; eine grosse, schöne Kunst. Dabei bleibt die Bakken immer, wie wandlungsfähig sie auch sein mag, sie selbst. Sie ist es, die loslässt, sich in die offenen Ohren derer, die ihr zuhören werden fallen lässt. Mit gutem Grund singt sie in einem ihrer Songs: "Living is letting go" - "Leben ist loslassen". !!UNBEDINGT VORVERKAUF NUTZEN!!
 
 
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Freitag 08.10.2004 - 20:30 Uhr
 
ERIC WATSON & CHRISTOF LAUER
 
ERIC WATSON (Piano), CHRISTOF LAUER (Sopr./Tenorsax), JEAN-PHILIPPE MOREL (Bass), CHRISTOPHE MARGUET (Drums)
 
Druck! Reden wir nicht drumherum: Die grosse Faszination dieser Gruppe des amerikanischen in Paris lebenden Pianisten ERIC WATSON und unseres Saxofonisten CHRISTOF LAUER ist der enorme Druck, den ihr Quartet auszuüben imstande ist. Alles andere, was wir von diesen Herren erwarten können, kommt natürlich dazu: Bei Lauer ist es diese ausufernde Phantasie, befeuert durch eine grandiose Virtuosentechnik, durch die jede Idee realisierbar wird. Es ist die Strukturfülle von Bebop-Patterns bis zu Coltranes 'Sheets of Sound', es ist auch Balladen Schmelz, es ist der wundervolle Farbenreichtum der Töne von rotziger Sonorität bis zu fahlen Überblasexkursen. Eric Watson, der sowohl in der Klassik als auch im Jazz zu Hause ist, ist ein nirgends einzuordnender Grenzüberschreiter, in dessen Spiel seine unendlichen Erfahrungen vitale Irrlichter anzünden. Eckige Thelonious Monk-Erinnerungen verbinden sich mühelos mit der klassischen Moderne des zwanzigsten Jahrhunderts, romantischer Tastendonner mit Free-Jazz-Ausreissern, Abstraktionen der Tristano-schule mit dem Drive von Buddy Rich. Beide sind seit langem befreundet und was sie in diesem Quartet mit dem jungen französischen Rhythmus-Team JEAN-PHILIPPE MOREL (Bass) und CHRISTOPHE MARGUET (Drums) zustande bringen, ist schon phantastisch: die Euphorie des Zusammenspiels, die rhythmischen Gewalten, das Bekenntnis zu körperlichem Vierviertel-Swing, Aufschaukelprozesse, bei denen das Dach abzuheben scheint, einfach druck-reife Musik einer eigenen Klasse, eines Jubiläumskonzertes des Jazz Club Singen würdig. Rechtzeitig zur Tournee erscheint ihr neues Album auf dem Label ACT!
 
MIT FREUNDLICHER UNTERSTÜTZUNG HOTEL LAMM, SINGEN
 
 
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Freitag 24.09.2004 - 20:30 Uhr
 
QUADRO NUEVO »Mocca Flor«
 
MULO FRANCEL (Saxophone/Klarinetten), ROBERT WOLF (Gitarre), ANDREAS HINTERSEHER (Akkordeon/Bandoneon), D.D. LOWKA (Bass/Percussion)
 
Sind sie die heimlichen Stars einer imaginären Szene derer, die Musik noch völlig 'aus dem Bauch heraus' geniessen können. Das Faszinosum, das von der Musik QUADRO NUEVOS ausgeht, lässt sich nur schwer in Worte fassen. Aber 200 Konzerte pro Jahr und um die zehntausend verkaufte Platten von jedem ihrer bisherigen Alben (alle mit dem selten vergebenen Deutschen Jazz Award!! ausgezeichnet und in den Top Ten der Jazz- und Weltmusik Charts platziert) sprechen eine beredte Sprache und führen den Marketingwahn grosser Plattenfirmen ad absurdum. Schliesslich kann man ihre Musik in keine Schublade pressen. Jazz und Tango, Valse Musette, Flamenco, liebevoll entstaubte Filmmusik finden sich hier ebenso wie italienische Gassenhauer und auch mit der europäischen Klassik wird mitunter geliebäugelt. Einzige Verbindung mag die gewisse mediterrane Leichtigkeit sein, die über allen Aufnahmen liegt. Das Lebensgefühl, das nicht auf Pflicht, sondern eher auf Freude und Genuss basiert, ist ihnen einfach näher. Und das hört man auch ihrer Musik an, die sie geniessend und verspielt zelebrieren, in ihrer feinen Ziselierung mit aller Leichtigkeit perfekt und lässig hingeworfen. Mit ihrem neuen Album *Mocca Flor* bestätigen sie laut Jazzthetik eine Eigenständigkeit, die nicht nur in Deutschland ihresgleichen sucht. Die Sinne belebend, die Seele wärmend und den Duft orientalischer Genüsse verströmend. Mocca Flor: Musik wie eine gute Tasse Mocca. Hier fliessen Abend- und Morgenland zusammen. Lassen Sie sich in diese herrliche Klangwelt entführen. UNBEDINGT VORVERKAUF NUTZEN!!
 
 
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Freitag 03.09.2004 - 20:30 Uhr
 
ERIKA STUCKY »Roots Of Communication«
 
ERIKA STUCKY (Vocals/Akkordeon), ROBERT MORGENTHALER (Posaune/Alphorn), JEAN-JACQUES PEDRETTI (Posaune/Alphorn), PETER HORISBERGER (Drums)
 
Beim Berliner Jazzfest 2003 riss die Sängerin/Akkordeonistin/Performancekünstlerin ERIKA STUCKY Publikum und Kritiker zu Begeisterungsstürmen hin. Auch die Singener können sich nun endlich von dem Unterhaltungswert der Eidgenossin mit dem schrillen Outfit überzeugen, wenn sie sich mit ihrer Band *ROOTS OF COMMUNICATION* beim Jazzclub präsentieren wird. In ihrem Programm, das sich aus verschiedenen musikalischen Bausteinen zusammensetzt, haben verfremdete Rapparodien mit Jodelpassagen ebenso Platz wie Steppensongs in Suaheli oder ein Hasslied auf Hunde. Die eine Hälfte ihres Lebens hat Erika Stucky in San Francisco verbracht, die andere nun in der Idyllik der Walliser Berge. Eine Ambivalenz, die nicht ohne Bedeutung für ihre Musik bleiben soll. Urbanes und Ländliches bringt die Sängerin immer wieder in gebrochene Verbindung in ihren Programmen. Sie scheint in allen ethnischen Regionen zu Hause zu sein und als gute Schweizerin jodelt sie auch. Die fröhliche wie die traurige Variante des Jodelns, wobei letztere schon beinahe bluesgefärbt ist (Schultze hätte auch hier bestimmt den Blues bekommen). *Roots of Communication* zelebriert alternativ schweizerische Volksmusik. ROBERT MORGENTHALER, JEAN-JACQUES PEDRETTI, PETER HORISBERGER belichten Jazz, Pop und Volksmusik völlig neu. Ihre Instrumente sind das Alphorn, Riesenmuscheln, das Didgeridoo, Trommeln und die Posaune. Ist es Jazz? Pop? N.Y. Quenk? Swiss Folk? Performance Art? Auf jeden Fall hochmusikalisch, unterhaltsam ohne kitschig zu sein und immer herrlich haarscharf am guten Geschmack vorbei. "Sie schaffen es Alphörner, Jazz und Walliser Sagen auf unkonventionelle Weise in einklang zu bringen. Spannender als jede Minute Montreux" schrieb der Tagesanzeiger über Erika Stucky & Roots of Communication.
 
 
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Freitag 02.07.2004 - 20:30 Uhr
 
DON BYRON
 
DON BYRON (Clarinet/Tenorsax), HUGH MARSH (Violin), KERMIT DRISCOLL (E-Bass), PHEEROAN AkLAAF (Drums)
 
Mit manchen Musikern ist es wie mit Urlaubsgegend, in denen man sich sehr wohl gefühlt hat. Beim Abschied weiss man ganz genau, dass man wiederkommt bzw. dass man diesen Musiker wieder einladen wird, auch um dem Publikum seine musikalische Entwicklung zu zeigen. So ist es mit dem führenden Klarinettisten des Modern Jazz und Dauersieger im Down Beat Klarinetten Poll, dem aus New York stammenden DON BYRON. Er kommt nun bereits zum dritten Mal zum Jazz Club Singen. Diesmal mit seiner topaktuellen Band, mit der er zum ersten Mal in Europa im Sommer auf Tournee geht und natürlich in Singen auftreten wollte. Diesmal ist es ein Quartett zu dem der junge, hierzulande noch unbekannte kanadische Geiger HUGH MARSH, der Alleskönner am Bass KERMIT DRISCOLL und der wundervolle und unberechenbare Schlagzeuger PHEEROAN AkLAAF gehören. Traurig aber wahr, die Klarinette ist im Jazz unserer Tage bestenfalls ein Aussenseiterinstrument und nur ein einziger Klarinettist kann sich innerhalb der Jazz-Gemeinde zu den wirklich prominenten Musikern zählen: Don Byron. Wahrscheinlich liegt das an seiner Vielseitigkeit. Immerhin hat sich der 44-jährige Byron schon mit Erfolg an allen Musikrichtungen versucht, die sich irgendwie mit seinem Instrument in Verbindung bringen lassen: Z.B. am Swing eines Benny Goodman, an der Avantgarde eines Jimmy Giuffre, an der Klezmer-Musik eines Giora Feidman, am Hip Hop, an Latin Music oder an Arien und Liedern. Auf einer seiner letzten Quartett CD *Romance with the Unseen* (dort allerdings mit Gitarre) lotst er seine Zuhörer durch die Tiefen des Mainstream-Jazz und eröffnet eine ganze Welt von Ausdrucksmöglichkeiten. "Formell handelt es sich um ein Straight-Ahead-Album. Inhaltlich ist es aber ähnlich verdichtet wie eine Platte des zweiten grossen Miles Davis Quintetts. Mal wieder hat Don Byron gezeigt, welch grossartiges Potential in seinem Instrument und vor allem in ihm selbst steckt." (Jazzpodium) Über die Musik seiner neuen Gruppe schreibt er: "We will play nimbly in beats other than swing and interpret a combination of original and cover material." Man darf gespannt sein.
 
 
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Freitag 18.06.2004 - 20:30 Uhr
 
SHILKLOPER / CORREA / BREINSCHMID »Trio Mauve«
 
ARKADY SHILKLOPER (Wald-/Flügelhorn/Alphorn/Didgeridoo), ALEGRE CORREA (Gitarre/Percussion), GEORG BREINSCHMID (Bass)
 
Der russische Wirbelwind ARKADY SHILKLOPER, der bereits mehrmals beim Jazzclub zu erleben war (Moscow Art Trio, Pago Libre, VAO), wird diesmal mit seinem Trioprojekt MAUVE durch den Saal der GEMS sausen. Für dieses Projekt hat sich der Waldhornbläser Shilkloper, der auch Alphorn und Didgeridoo spielt, mit den VAO Kollegen ALEGRE CORREA, österreichischer Musiker des Jahres 2003,und dem Newcomer des Jahres 2003 GEORG BREINSCHMID zusammengetan. Eine explosive Mischung: Correa stammt aus Brasilien und spielt Gitarre wie Percussion mit tropischem Feuer, Breinschmid spielte Kontrabass bei den Wiener Philharmonikern, bis er ausbrach, um sich mit Haut und Haaren dem Jazz zu verschreiben. Entsprechend grenzenlos - nein: Grenzen sprengend - klingen Mauve, die Stile und Kulturen zu einem überraschend groovigen Kammerjazz ineinander fliessen lassen. Die drei so ungleichen Partner finden sich zu einem fulminant charmanten Kollektiv, einem 'Play-Tank' von überschäumender Kreativität. Kurze rhythmische Passagen, an volkstümliche Tänze aus Shilklopers Heimat erinnernd, kontrastieren mit feinen Klanggeweben seitens Correa/Breinschmid. Weltmusik und/oder Jazz? Beides greift viel zu kurz, um den musikalischen Horizont und die Tragweite dieser Produktion nur annähernd zu beschreiben. Ein Projekt also, das ebenso schwer einzuordnen ist, wie der Titel bereits verheisst: *Mauve* ist nämlich jene unbeschreibliche Farbschattierung, jene diffizile Abstufung von Rot, die man erst kennt, wenn man sie gesehen bzw. gehört hat - dann jedoch nicht mehr so schnell vergisst! Die CD *Mauve* (Quinton Records) wurde 2002 auch prompt mit dem Hans Koller Preis als CD des Jahres ausgezeichnet. Wen wundert's... ? Selten hat ein so schräg instrumentiertes Trio den Hörer so in den Bann gezogen.
 
 
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Donnerstag 20.05.2004 - 20:30 Uhr
 
KENNY WERNER Trio
 
KENNY WERNER (Piano), JOHANNES WEIDENMÜLLER (Bass), ARI HOENIG (Drums)
 
Er hat in Singen bereits vor Jahren mit einem der grössten Tenorsaxophonisten unserer Tage, Joe Lovano, gespielt. Nun kommt der aus Brooklyn, New York stammende Pianist und Komponist KENNY WERNER, einer der ganz grossen amerikanischen Jazzpianisten, endlich mit seinem eigenen, seit Jahren bestehenden Trio nach Singen. Am Bass bringt er den Deutschen JOHANNES WEIDENMÜLLER und am Schlagzeug den famosen, aus Los Angeles stammenden ARI HOENIG mit in die GEMS. Eine phantastische Working Band, mit der er u.a. die CD *FORM AND FANTASY* eingespielt hat. Der Titel dieser phantastischen CD ist natürlich auch gleichzeitig Progarmm. "Mit exzellenter Technik mischt Kenny Werner verschiedene Facetten moderner Jazzpianistik zu einem eigenen Stil. Der nach eigenem Bekunden vor allem von Art Tatum, Bill Evans, Bud Powell und Keith Jarrett beeindruckte Musiker, der über die reiche Palette des zeitgenössischen Jazzpianos mit Tristano-hafter Linearität und Zügigkeit gebietet, ist vor allem durch Aufnahmen mit Charles Mingus, John Scofield, Archie Shepp und Joe Lovano bekannt geworden. Auch als Komponist, viel beschäftigter Arrangeur, Buchautor und Dozent ist er im modernen Jazz zur Institution geworden." (Jazz Lexikon, rororo) Kenny Werner, Jahrgang 1951, hat in seinem Klavierspiel schon seit langem Schönheit gesucht und gefunden, ohne je Gefahr zu laufen, in die Nähe des Kitsches zu geraten. Daher ist der Titel einer seiner vielen CDs *Beauty Secrets* excellent gewählt. Auf dieser CD ergründet er überwiegend mit Eigenkompositionen das ganze Spektrum seiner *Beauty Secrets*. Mit seinem kongenialen Trio gelingt es ihm, eine faszinierende harmonische Einheit entstehen zu lassen. "Keinen hielt es auf seinem Platz, als Kenny Werner mit seinem Trio beim vergangenen Feldkirch Festival spielte. Er riss das Publikum im ausverkauften Saal mit und demonstrierte mit seinen beiden Partnern einzigartig kreatives Zusammenspiel. Er spielt nicht Musik, er ist Musik." EIN GROSSER PIANOABEND STEHT DEM JAZZCLUB SINGEN INS HAUS
 
 
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Freitag 07.05.2004 - 20:30 Uhr
 
SWISS JAZZ ORCHESTRA, Ltg. George Robert
 
STEPHAN GEISER (Trumpet), JOHANNES WELTER (Trumpet), DANIEL WEEDTLI (Trumpet), THOMAS KNUCHEL (Trumpet), GEORGE ROBERT (Altosax), PHIL STÖCKLI (Altosax), TILL GRÜNEWALD (Tenorsax), KLAUS WIDMER (Tenorsax), DANIEL DURRER (Tenorsax), VINCENT LACHAT (Trombone), RENE MOSELE (Trombone), SAMUEL BLASER (Trombone), BERND BARNERT (Trombone), PHILIP HENZI (Piano), LORENZ BEYELER (Bass), TOBIAS FRIEDLI (Drums), Special Guest: BERT JORIS (Trumpet)
 
Seit Jahren hat Frankreich sein ONJ, sein Orchestre National de Jazz, das modernsten Jazz auf allerhöchstem Niveau spielt. Nun gibt es ein Pendant dazu in der Schweiz, das SWISS JAZZ ORCHESTRA. Mit dem SJO präsentiert der Jazz Club seit langem mal wieder eine hochkarätige Grossformation, die aus immerhin 17 Musikern besteht und die traditionelle Big Band Instrumentierung abdeckt. Das Swiss Jazz Orchestra ist vom bekannten Altsaxofonisten GEORGE ROBERT, der ausserdem Leiter der Swiss Jazz School in Bern ist und im April mit Kenny Barron beim Jazz Club gastierte, gegründet worden und besteht aus den begabtesten jungen und junggebliebenen Jazzmusikern der Schweiz. Dieses Orchester hat in kurzer Zeit bereits einen internationalen Ruf bekommen. Auf der letzten Tournee wurde die Band vom Altsaxophonisten Phil Woods ergänzt. Als 'Special Guest Star' wird diesmal der belgische Trompeter und Big Band Arrangeur BERT JORIS dabei sein. Das Repertoire vom SJO, das bereits auf zwei CDs veröffentlicht wurde (TCB) besteht aus modernen Eigenkompositionen von George Robert, Bert Joris, Philip Henzi und dem einen oder anderen Standard.
 
 
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Donnerstag 22.04.2004 - 20:30 Uhr
 
GREG OSBY
 
GREG OSBY (Altosax), MEGUMI YONEZAWA (Piano), BOB HURST (Bass), RODNEY GREEN (Drums)
 
Wenn ein neues Album des 1960 in St. Louis geborenen Altsaxophonisten GREG OSBY seine Schatten vorauswirft, weiss man nie, was man erwarten darf. Den wilden Saxofon-Maniac oder den behutsamen Weisen, den Komponisten, Spieler oder Improvisator, den Traditionalisten oder Avantgardisten. Auf seinem Album *Symbols of Light (A Solution)*, erschienen wie alle seine zahlreichen Alben der letzten Jahre auf dem renommierten Major Label BLUE NOTE, fliessen all diese Aspekte zusammen. Auf seinem neusten Album *St. Louis Blues* gibt es eine gehörige Portion allerfeinsten Blues auf die Ohren. Hier gelingt es ihm mit ganz eigenen Interpretationen von Werken altbekannter Bluesgrössen von der ersten Sekunde an, den Hörer bei der Hand zu nehmen, um ihn in den tiefen amerikanischen Süden zu entführen. Wohin er wohl die Zuhörer bei seinem Jazz Club Konzert in der GEMS entführen wird? Lassen wir uns überraschen. Es gibt kaum einen unter den jüngeren Saxofonisten, der in mehr musikalischen Idiomen zu Hause ist als Greg Osby. An der Seite von Muhal Richard Abrams, Lester Bowie, Andrew Hill, Jack de Johnette, Dizzy Gillespie oder Jim Hall sog er sich mit Power und Spirit voll. Als Protagonist des M-Base-Kollektivs avancierte er zu einem jungen Wilden, der die Tradition des Funk mit Ornette Colemans harmolodischer Sprache verband. Nach einem Ausflug in den Hip-Hop Jazz eignete er sich das Vokabular Charlie Parkers an, fand einen kreativen Zugang zur Tradition (siehe oben) und spielte einige ungemein poetische Alben ein. Seit Jahren hat er einen Kreis von jüngeren Musikern um sich aufgebaut, die ihn kongenial durch Tempi, Stilistiken und Stimmungen begleiten: Am Piano die Japanerin MEGUMI YANEZAWA, am Schlagzeug RODNEY GREEN und am Bass BOB HURST.
 
 
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Donnerstag 01.04.2004 - 20:30 Uhr
 
KENNY BARRON & GEORGE ROBERT
 
KENNY BARRON (Piano), GEORGE ROBERT (Altosax)
 
Als direkter Erbe von Tommy Flanagan war und ist der swingende, im perkussiven wie gebundenen Phrasieren gleichermassen versierte 61jährige Allround-Pianist KENNETH 'KENNY' BARRON als Sideman vor allem auch von Sängerinnen hochgeschätzt, aber auch u.a. von Dizzy Gillespie, Joe Henderson und Freddie Hubbard. Persönlich beruft er sich auf Art Tatum, thelonious Monk und eben Flanagan als Haupteinflüsse und verbindet das Tempo Tatums mit der harmonischen Sophistication und Raumgestaltung Monks sowie Flanagans perlender Spielweise - ein absoluter Hörgenuss. Heute ist der stilbildende Pianist vor allem als grossartiger Solist bekannt. Wenn er Duo-Konzerte gibt, dann nur mit den Besten: Vor etlichen Jahren war dies Stan Getz, heute ist es der Genfer Altsaxophonist GEORGE ROBERT, der massgeblich von Phil Woods beeinflusst ist und mit diesem auch schon in Singen gastierte. Die meisterhafte Leichtigkeit seines Spiels macht Robert zu einem der führenden Altsaxophonisten, was er auf der neuen Duo-CD mit Kenny Barron *PEACE* auch eindrücklich unter Beweis stellt. George Robert - seit 1995 Leiter der Swiss Jazz School in Bern - ist übrigens der jüngste und einer der wenigen Schweizer, denen die Ehre zuteil wurde, in Leonard Feathers 'Jazz Encyclopedia' aufgenommen zu werden.
Das Klavierhaus Faust, Konstanz, hat sich wieder einmal spontan bereit erklärt, für dieses aussergewöhnliche transatlantische und rein akustische Bündnis der besonderen Art einen Bösendorfer-Flügel kostenlos zur Verfügung zu stellen. Herzlichen Dank!!
 
 
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Mittwoch 24.03.2004 - 20:30 Uhr
 
MICHAEL BLAKE
 
MICHAEL BLAKE (Tenor-/Sopranosax), BEN ALLISON (Bass), JEFF BALLARD (Drums)
 
Der New Yorker Saxophonist MICHAEL BLAKE, lange Jahre Kronprinz der Lounge Lizards unter seiner Majestät John Lurie, wandelt schon seit einiger Zeit auf zunehmend unabhängigen Pfaden. Nach zwei äusserst erfolgreichen Alben *Kingdom of Champa* ("Ein Debütalbum von einer Grösse, die man in der Geschichte des Jazz nicht oft erleben durfte" Jazzthetik 5 Sterne) und *Drift* (beide bei Intuition) legte er vor kurzem sein drittes Album *ELEVATED* diesmal auf Knitting Factory vor. Hier empfiehlt er sich hauptsächlich als Spieler, der seine Inspiration aus der Spontaneität des Augenblicks bezieht. Die Kompositionen sind nur die äussere Landschaft, innerhalb derer individuelle und kollektive Bewusstseinsströme sich ihr Flussbett graben, sich annähern und entfernen und in gewaltigen Deltas zusammenfliessen. Es gibt ein paar wunderbare Soli, die jedoch keiner der Beteiligten jemals zu einem Egotrip nutzt. Im Gegenteil, gerade wie sich Blake in längeren Soli stets am musikalischen Kontext orientiert und sich andersrum Bassist BEN ALLISON und Drummer JEFF BALLARD (Chick Corea Band) mit ihren Grooves an die Melodien schmiegen, verrät die hohe Schule des New Yorker Jazz Composers Collective, dessen Protagonisten Blake und Allison sind. Die Eleganz, mit der sich Blake und Co. jedem einzelnen Ton annähern, ist atemberaubend. "Ein echter Jazzkrimi. Mit dem Titelstück erweist Blake John Coltrane seine Reverenz. Der unterschwellige Groove von *A Love Supreme* entführt Spieler und Hörer in höhere Regionen. Ein erhabener und erhebender Moment." (Jazzthetik 5 Sterne!) "Michael Blake, ein besonders ausdrucksvoller Vertreter der jüngeren Saxophongeneration schafft mit samtrauher Intonation Melodien von grosser und bewegender Schönheit." (Jazzpodium) Dieses rein akustische Konzert ist ein absolutes MUSS für alle Jazzfans.
 
 
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Freitag 12.03.2004 - 20:30 Uhr
 
SCOTT COLLEY
 
SCOTT COLLEY (Bass), JASON MORAN (Piano), RALPH ALESSI (Trumpet) BILL STEWART (Drums)
 
Letztes Jahr hat er im Trio des Saxophonisten Chris Potter ein für alle Besucher denkwürdiges Konzert, das bestimmt zu den absoluten Highlights des JazzClubs gezählt werden darf, gegeben. Nun kommt er mit seiner eigenen 'Dreamband' zu der auch der phänomenale Schlagzeuger, mit dem alle spielen wollen, BILL STEWART gehört. Die Rede ist von dem Bassisten SCOTT COLLEY. Hier stimmt die Allerweltsphrase tatsächlich einmal: er ist einer der gefragtesten Bassisten der internationalen Jazzwelt. Und endlich wird der Pianist JASON MORAN, einer der Newcomer am Pianojazzhimmel, nach Singen kommen. Dasselbe gilt für den jungen Trompeter RALPH ALESSI. Mit seinem Quartet spielt Colley auf seiner letzten CD *INITIAL WISDOM* (Palmetto Records) vor allem Eigenkompositionen aber auch Stücke von Ornette Coleman und Miles Davis/Gil Evans, die er wahrhaft raumgreifend mit neuem Leben erfüllt. "Initial Wisdom ist ein überzeugendes Modern-Jazz-Album, das den guten Groove nie ausser Acht lässt - aber das war bei Scott Colley und Bill Stewart ja auch nicht anders zu erwarten." (Jazzthetik 4 Sterne)
 
 
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Freitag 27.02.2004 - 20:30 Uhr
 
PAUL BRODY
 
PAUL BRODY (Trumpet), FRANKA LAMPE (Accordion), CARLOS BICA (Bass), MICHAEL GRIENER (Drums)
 
"Das Trompetenspiel des amerikanischen, in Berlin lebenden PAUL BRODY ist voller Humor und Melancholie, er durchbricht die Grenzen zwischen Blues, osteuropäischer Folkmusik und modernem Jazz" schreibt die taz. Sein aktuelles Album *The South Klezmer Suite* (Laika Records) eingespielt mit seinem Quartet *TANGO TOY* bestätigt dies auf eindrückliche Art und Weise. Hier verwirklicht er seine Auffassung von aktueller Klezmermusik: eine Synthese aus jüdischer Musiktradition und jazzbezogener Kompositions- und Spieltechnik, Klezmer als weltumspannender Ausdruck jüdischer Kultur, vom Balkan in die Türkei bis in eine völlig andere Welt, die der Latin Music. Melancholisch mixt der Grenzgänger Brody und seine exzellent eingespielte Band den jiddischen Blues mit Bläsersätzen von Ellington, würzt mit orientalischen Elementen und osteuropäischem Spielwitz ein Mahl, das einen ganz persönlichen, tief empfundenen und höchst einfallsreichen Umgang mit der ihm eigenen jüdischen Kultur offenbart. Im Klezmer, der traditionellen jüdischen Musik, ist die Klarinette das Instrument, das die Intensität der Gefühle zum Ausdruck bringt. Brody dagegen nutzt für die Gratwanderung zwischen heiterer Form und oft traurigem Inhalt die Trompete. Nicht vergessen darf man seine drei excellenten Begleiter, die die Schönheiten und Schwierigkeiten dieser Musik verinnerlicht haben und mehr als nur Begleiter sind, vor allem der portugiesische Bassist CARLOS BICA mit dem Brody auch ein Trio hat, aber auch die Akkordeonistin FRANKA LAMPE und der Schlagzeuger MICHAEL GRIENER. Man kann sich getrost der Einladung Brodys zu einer aufregenden Reise durch die Welt des New-Klezmer und des Jazz anschliessen. Das Konzert wird rein akustisch sein.
 
 
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Donnerstag 05.02.2004 - 20:30 Uhr
 
JEAN-LOUIS MATINIER
 
JEAN-LOUIS MATINIER (Akkordeon), BOBBY RANGELL (Querflöte), NELSON VERAS (Gitarre), JEAN WELLERS (Bass)
 
Der Pariser Akkordeon-Meister JEAN-LOUIS MATINIER, der schon häufig beim Jazz Club Singen zu hören war, kommt nun endlich mit seinem eigenen Quartett *CONFLUENCE*. Er ist wahrscheinlich der abenteuerfreudigste und scheuklappenärmste Virtuose seiner Klasse auf diesem Instrument und präsentiert mit seiner CD auf ENJA sein lange erwartetes Leader-Debüt. Matinier hat klassische Musik studiert, sich dann der improvisierten Musik zugewandt und überwindet heute mühelos die Grenzen zwischen Ethno-Traditionen, swingenden Grooves und mutiger neo-klassischer Innovation. Das Quartett ist eine fest etablierte Working Band mit einer langen Konzertkarriere. Matinier empfindet die Kombination aus Akkordeon, Flöte, Gitarre und Bass als eine ideale Besetzung: Sie verbindet ein Maximum an Timbre und Dynamik mit feiner Balance und einer gwinnenden Leichtigkeit des Klangs. Flötist BOBBY RANGELL aus Denver, der mit seinem bemerkenswerten vollen Ton glänzt, und der brasilianische Gitarrenvirtuose NESLON VERAS sind zwei wahre Entdeckungen, phantastisch. Zum Quartett abgerundet wird die Band durch den französischen Bassisten JEAN WELLERS. Der Name *Confluence* verrät, dass hier viele verschiedene Einflüsse zusammenkommen, um etwas Neues zu bilden: Matiniers ureigene Vision. Seit langem weiss man, dass er als Komponist von folkloristischen Melodien ebenso inspiriert ist wie von Rock-Rhythmen und dass er die Überraschung plötzlicher Wechsel und Wendungen liebt. Diese Platte ist nicht nur ein künstlerisches Statement gespickt mit virtuosen Highlights, sondern ein Zauberstück voll tänzerischer, fliessender Liebenswürdigkeit, ein Feuerwerk der Melodien und Rhythmen. Ein Debütalbum, auf das sich das Warten gelohnt hat.
 
 
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Mittwoch 21.01.2004 - 20:30 Uhr
 
IRÈNE SCHWEIZER & PIERRE FAVRE
 
IRÈNE SCHWEIZER (Piano), PIERRE FAVRE (Drums/Percussion)
 
Würde die in Schaffhausen geborene Pianistin IRÈNE SCHWEIZER so oft gehört, wie sie gepriesen wird - die Schweizer Musik (wenn es denn so etwas gibt) wäre um ein paar entscheidende Kunsterlebnisse reicher. So können wir nur hoffen, dass eines fernen Tages der Ruhm dieser erstaunlichen Pianistin und Komponistin auch jene erreicht, die nicht gerade zum innersten Kreis gehören. In letzter Zeit ist bei der Powerfrau Schweizer (so will sie das Klischee haben) doch eine schöne neue ENTSPANNTHEIT festzustellen. Auch von ihr selbst: "Leistung zeigen, Ellbogen brauchen, ganz viele Töne ganz laut in ganz kurzer Zeit spielen, das interessiert mich nicht mehr. Heute versuche ich meinen Stücken mehr Raum zu geben, sie atmen zu lassen. Die Leute werden meine Musik konventioneller nennen, aber vielleicht ist sie nur reifer geworden. Ich liebe das Klare, Transparente, Durchsichtige, Schnörkellose. Alles, was ich anfasse, ist etwas ruhiger geworden. Die Kunst des Auslassens der Töne, die strebe ich an. Weniger Töne, mehr Musik". Trotzdem sollte sich niemand auf irgendwelchen restaurativen Traditions-Groove einstellen. Schweizer ist Schweizer ist Schweizer. Nun kommt sie zum zweitenmal mit ihrem langjährigen musikalischen Partner dem Schweizer Schlagzeuger und Multipercussionisten PIERRE FAVRE, der einer der herausragenden Musiker und Konzeptionalisten der europäischen Jazzszene ist, nach Singen. "Das Duo beflügelte beim 18. Ulrichsberger Kaleidophon das Publikum zu stürmischem Applaus und ungebremsten Zugaberufen. Die beiden 'Alten' entfachten ein überwältigendes Feuerwerk ohnegleichen. Inspiriert, freudvoll und mit beeindruckendem Elan zelebrieren sie ihre freien Improvisationen, in denen rollender Ragtime, pulsierende Township-Rhythmen und poetische Romantik auftauchen. Aber auch vor der überwältigenden Energie Taylor'scher Cluster-Technik macht diese Musik so wenig Halt, wie vor der tänzelnden Virtuosität der 'singenden Percussion' Favres. Sinnlich bis in die Finger- und Zehenspitzen gehört dieses Duo zum Besten, was der europäische Jazz zu bieten hat. Für viele der absolute Höhepunkt - einfach atemberaubend." (Jazzthetik) Das Konzert wird von der Jazzredaktion des SWR live mitgeschnitten und zu späterem Zeitpunkt gesendet!! Die beiden Musiker werden im Gemssaal rein akustisch spielen.
 
 
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Donnerstag 09.01.2004 - 20:30 Uhr
 
LYAMBIKO
 
LYAMBIKO (Vocals), MARQUE LOWENTHAL (Piano), ROBIN DRAGANIC (Bass), TORSTEN ZWINGENBERGER (Drums)
 
Wenn es einen herausragenden Newcomer-Act in Deutschland gibt, dann diese junge, afro-deutsche Sängerin aus Berlin mit ihrem Trio. LYAMBIKO singt und spielt sich regelrecht in die Herzen der Menschen und landauf landab verzeichnet die Band ganz erstaunliche Zuhörerzahlen. "Ein randvoller Terminkalender, Top-Ten Platzierungen in den Jazz Charts, enthusiastische Presse, Radio-Airplay in den USA - so viel Erfolg ist schon ungewöhnlich für eine deutsche Jazzsängerin." (Fono Forum) Bereits mit ihrem Debütalbum "Out Of This Mood" erregte sie grosses Aufsehen. Nun hat sie mit dem selben Begleittrio, zu dem der Schlagzeuger TORSTEN ZWINGENBERGER, der Pianist MARQUE LOWENTHAL und der Bassist ROBIN DRAGANIC gehören, ihre zweite CD *Shades Of Delight* (Nagel Heyer 2034) aufgenommen. Weiterhin bilden Standards einen Schwerpunkt und die mit viel Feeling, sinnlicher Wärme und Verbindlichkeit interpretierten Jazz-Klassiker wie *Lush Life* oder *I´ve got my Love to keep me warm* machen noch einen Teil des Repertoires aus. Daneben finden sich aber auch Van Morrisons *Moondance* und mit *Your mind is on vacation* auch erstmals ein Blues. Mit ihrer ausdrucksvollen, emotional sehr nuancenreichen Stimme ist sie für diesen Stil gerade wie geschaffen. Und noch etwas fällt auf: Mittlerweile unzählige Konzerte haben diese Band zu einer überaus homogenen Einheit gemacht, ohne dass es an der nötigen musikalischen Spannung fehlt. Mit dem Swing als Basis geben sich alle vier ständig die nötigen Impulse, um im Spannungsgfeld von Routine und Kreativität zu neuen überaus hörenswerten Ergebnissen zu kommen. Für dieses Konzert sollte man unbedingt den Vorverkauf beim Kulturamt Singen oder in der GEMS nutzen!
 

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Text: R. Kolmstetter

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