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| Freitag 16.12.2005 - 20:30 Uhr |
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| HANS FEIGENWINTER Trio |
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| HANS FEIGENWINTER (Piano),
BÄNZ OESTER (Bass), NORBERT PFAMMATER (Drums) |
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Eigentlich
war das Programm des JAZZ CLUBS für 2005 komplett. Doch dann kam die
CD *Because You Knew* (Universal Music CH) des Basler Pianisten HANS
FEIGENWINTER und seines Trios ins Haus geflattert und ein
zusätzliches Konzert war sofort gebucht. Seit ihren ersten Jams hat
sich die Trio Musik von HANS FEIGENWINTER, dem Bassisten BÄNZ OESTER
und dem Schlagzeuger NORBERT PFAMMATER ständig ausgedehnt. Begonnen
hat alles im Jahr 96 und der Gruppe GAS, eben Great American Songs,
einem Repertoire aus Standards, also kollektivem Material. Durch ihre
ganz eigene Art des Improvisierens, die sie seit ihren ersten Treffen
konstant weiterentwickelt haben, entdeckten die drei nach einer Tour
mit Joe Lovano, dass sie sich noch so verschiedenes Material
vornehmen können und es wird nach ihrem Trio klingen. Auf diese Weise
hat sich der Horizont der Gruppe noch ein weiteres Mal vergrössert.
Zum schon bestehenden Repertoire kamen nun auch Klassiker aus
Brasilien und aus der Be-Bop Zeit. Genauso entdeckten sie für sich
nun aber auch Riffs, binäre Beats, freie Improvisationen und - sich
selbst als Komponisten. FEIGENWINTER schafft es wie kaum ein anderer,
komplex rhythmisierte Harmoniestrukturen zum groovenden *Happy Sound*
zu polieren. Seine Musik präsentiert sich glasklar und mit
hinreissendem Drive. Im
Herbst 2002 erschien oben erwähnte CD und rief bei Publikum und
Kritik begeisterte Reaktionen hervor. "Mit welcher Fantasie,
Sensibilität und mit welchem Geschmack sich dieses hervorragend
eingespielte Trio hinter die Ohrwürmer macht beeindruckt selbst
verwöhnte Jazzliebhaber - Interplay auf höchstem Niveau." (Facts)
"Gäbe es in diesem Magazin eine Liste 'Beste europäische
Pianotrio-Edition im tonalen Bereich' - die Auswahl wäre für mich sonnenklar:
Because You Knew!" (Jazz 'n' More) |
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| Freitag 02.12.2005 - 20:30 Uhr |
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| JAZZINDEED & MICHAEL SCHIEFEL |
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| MICHAEL SCHIEFEL (Gesang),
JAN VON KLEWITZ (Saxophone), BENE APERDANNIER (Piano),
PAUL KLEBER (Bass), RAINER WINCH (Drums) |
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"Diese
Platte ist ein Hit" so schreibt die Jazzthetik im April und verteilt
5 Sterne an die CD "Blaue Augen" (Act) der Berliner Gruppe JazzIndeed
um den charismatischen Sänger MICHAEL SCHIEFEL. Sentimental? Auf gar
keinen Fall! Naiv auch nicht, wie es die Neue Deutsche Welle damals
war, Anfang der 80er. Eher ziemlich real! Und selbstbewusst! Die
blauen Augen sind weit offen, blicken aufmerksam, offensiv und
kritisch in die Welt. Ziemlich abgeklärt, dabei noch gar nicht so
alt: jazzIndeed! Young German Jazz! *Deja Vu* - da war doch mal was,
Pop made in Germany, NDW. "Der deutsche Soundtrack unserer Jugend,"
sagt MICHAEL SCHIEFEL dazu, der phantasmagorische Sänger mit dem
doppelbödig-androgynen Touch in der Stimme. Der tummelt sich schon
seit etlichen Jahren in der Berliner Musik-Szene und gilt als
Stimmwunder und als eine der grossen Gesangshoffnungen deutscher
Zunge. Neben einer Gesangsprofessur! In Weimar hat er auch satte
Bühnenpräsenz zu bieten. Dazu kommen dann die lang erprobten
Hauptstadt-Täter JAN VON KLEWITZ am Saxophon, BENE APERDANNIER an den
Tasten, PAUL KLEBER am Bass und RAINER WINCH am Schlagzeug. Ein seit
92 bestehendes morbid-melancholisches Kreativkollektiv mit Groove und
Sinnlichkeit. Berührungsängste und Denkbeulen - Lang genug hat´s
gedauert, dass in Deutschland gewagt wird, was im Mutterland des Jazz
schon immer selbstverständlich war. Selbst Coltranes erfolgreichste
Platte bezog sich auf Popmusik: Standards eben - *My Favourite
Things*. Muss ja kein Qualitätsverlust sein, wenn man den
Traditionsbegriff um die eigene Erfahrungswelt erweitert. "Wir
spielen Deutsch. Die 80er. Unsere Hits. In der Tat - Es gibt
Geschichten zu erzählen..." Young German Jazz! Mehr davon! Solche
Blaue Augen hören wir gern. |
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| Mittwoch 23.11.2005 - 20:30 Uhr |
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| MISHA MENGELBERG'S ICP - ORCHESTRA |
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| MISHA MENGELBERG (Piano/Vocals),
HAN BENNINK (Drums), MARY OLIVER (Violin/Viola),
TRISTAN HONSINGER (Cello), ERNST GLERUM (Bass),
AB BAARS, TOBIAS DELIUS (Tenorsax/Cl.), MICHAEL MOORE (Altosax/Cl.),
THOMAS HEBERER (Trumpet), WOLTER WIERBOS (Trombone) |
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Der
holländische Pianist MISHA MENGELBERG, der Schlagwerker HAN BENNINK und
ihr ICP ORCHESTRA bleiben sich seit nunmehr über 35! Jahren treu und
schaffen auch mit ihrer neusten Einspielung *AAN & UIT* ein musikalisches
Terrain, dessen Grenzen sich nicht festlegen lassen, das sich erstreckt
von Resten barocker Tanzmusik, über Swing Memories à la Hoagy Carmichael
hin zu rabenschwarzem niederländischem (absurdem) Theater. Und wen wundert
es, wenn sich dann nach grellem Chaos der Blick des Instant Composers Pool
plötzlich auf afrikanische, tänzerische Harmonien fokussiert, um sie
sofort wieder in eine Vielzahl auseinanderfliegender Bilder aufzulösen,
geleitet von Thelonious Monk Adaptionen. In Singen werden sie u.a. dieses
Programm vorstellen. "Alles in allem eine wunderschöne CD, auf der alle
Qualitäten dieses inzwischen in der aktuellen Musik einmaligen Ensembles
zu erleben sind. Wie schön, dass es dieses Orchester noch gibt und dann
und wann eine neue CD." (Jazz Podium). Der
Kritiker der NZZ schrieb über ein Konzert in der Roten Fabrik: "Das ICP
ORCHESTRA gestaltete einen glänzenden Konzertabend, der sich so spannend
und so kurzweilig entwickelte wie ein guter Krimi. Die Ansprüche der
beiden Leader an ihre Mitmusiker sind hoch. Umso bewunderungswürdiger, mit
welcher Gelassenheit und Selbstverständlichkeit die acht Topmusiker auf
allerhöchstem Niveau musizierten." |
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| Samstag 05.11.2005 - 20:30 Uhr |
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| THE TIN HAT QUARTET |
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| CARLA KIHLSTEDT (Geige),
MARK ORTON (Gitarre/Debro), BEN GOLDBERG (Klarinetten),
ARA ANDERSON (Trompete/Piano/Harmonium) |
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Fast
genau vor vier Jahren präsentierte der JAZZ CLUB das aus San Francisco
stammende TIN HAT TRIO. Damals gab es viel Applaus vom Publikum und vom
Kritiker des Südkuriers: "Mit das Beeindruckendste war die Natürlichkeit,
mit der die drei Musiker spielten. Wie von selbst schienen sie sich in die
Stücke zu begeben, ohne Aufsehen, ohne Aufregung. Was dabei herauskam, war
eine höchst entspannte und anregende Mischung - ein postmoderner Melting
Pot." Nun
haben 2/3 des Trios die Gruppe zum Quartet erweitert um neue
Möglichkeiten auszuloten. Neben den Gründungsmitgliedern, der Geigerin
CARLA KIHLSTEDT und dem Gitarristen MARK ORTON, musizieren nun noch der
aussergewöhnliche Klarinettist BEN GOLDBERG (Mitglied des NewKlezmer
Trios) und der Trompeter, Pianist und Akkordeonist ARA ANDERSON. Auch sie
beide stammen aus der San Francisco Szene und spielen bereits seit langem
immer wieder als Gast mit dem TIN HAT TRIO zusammen, sei es live bei
Konzerten oder auf eine ihrer mittlerweile vier CDs, z.B. der letzten *Book
of Silk* auf Ropeadope Records (Jazzthetik 5 Sterne). Beim TIN HAT QUARTET
handelt es sich um eine jener Bands, die den Faden der frühen Oregon
aufnehmen und ihrerseits eine zeitgemässe Symbiose aus der Offenheit des
Jazz, der Disziplin der klassischen Musik und der Weltläufigkeit einer auf
Synthes diverser Einzelkulturen beruhenden World Music schaffen; eine
bemerkenswerte musikalische Kreuzung, in der alles Mögliche und alles
Unvermutete zusammenfliessen - eine erfrischende Melange aus Jazz, Bossa
Nova, Bluegrass, Klezmer, Tango, Wiener Kaffeehausmusik, Avantgarde und
wer weiss was noch allem. |
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| Freitag 21.10.2005 - 20:30 Uhr |
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| PIERRE FAVRE NEW ENSEMBLE |
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| PIERRE FAVRE (Drums/Perc),
PHILIPP SCHAUFELBERGER (Gitarre), FRANK KROLL (Sopr.Sax/Bassclar.),
MICHEL GODARD (Tuba/Serpent), BÄNZ ÖESTER (Bass),
WOLFGANG ZWIAUER (Bassgitarre) |
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Nach
den *Singing Drums*, der Arbeit mit Kenny Wheeler/Steve Swallow und
zuletzt dem *European Chamber Ensemble* präsentiert der Percussionsmeister
PIERRE FAVRE nun sein neustes Ensemble-Projekt. Favres Ensemblemusik,
teils komponiert, teils improvisiert, geht von seinem Solospiel aus, das
für seine orchestral wirkenden Klangfarben bekannt ist. Die Perkussion
wird allerdings nicht als blosses Rhythmusinstrument eingesetzt, sondern
beeinflusst das Spiel auch mit der Vielfalt seiner melodiösen Konzeption,
seinen individuellen Ausdrucksmöglichkeiten und seiner reichen Dynamik.
Andererseits funktioniert das Zusammenspiel von Schlagzeug, Gitarre (PHILIPP
SCHAUFELBERGER) und zwei Bässen (BÄNZ ÖESTER und WOLFGANG ZWIAUER) wie
eine Rhythmusgruppe, in welcher ständig musikalische Ideen ausgetauscht
werden. Zu diesen klanglich und funktionell verwandten Klangkörpern
stossen zwei eher traditionelle Instrumente, Sopransax/Bassclarinette
(FRANK KROLL) und Tuba/Serpent MICHEL GODARD), die aber auf sehr
unkonventionelle und äusserst eigenständige Art gespielt werden. Wie im
alten New-Orleans-Jazz verlaufen alle sechs Stimmen kontrapunktisch
zueinander, werden hier jedoch mit ganz anderen Mitteln geführt und
erzielen deshalb überraschende neue Wirkungen. "Das
anspruchsvolle Konzept verlangte auch dem Publikum hohe Konzentration
ab und bescherte ihm eine Sternstunde. FAVRE - ein wahrer Meister, nicht
nur als Musiker, Arrangeur und Bandleader, sondern auch als Mensch."
(Salzburger Nachrichten) |
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| Mittwoch 12.10.2005 - 20:30 Uhr |
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| BENNY GOLSON & Group |
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| BENNY GOLSON (Saxophone),
ANTONIO CIACCA (Piano), NICOLA MURESCU (Bass),
NICOLA ANGELUI (Drums) |
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Mit
dem Saxophonisten und vor allem auch Komponisten BENNY GOLSON, am 25.1.
1929 in Philadelphia geboren, kommt einer der ganz grossen der
Jazzgeschichte zum JAZZ CLUB nach Singen. Er ist noch ein Vertreter der
'alten und berühmten Jazzszene des vergangenen Jahrhunderts'. Eine
'lebende Legende' wie der Bassist Ron Carter, der im Juni beim CLUB
gastierte. Der heute 76-jährige spielte mit allen grossen der damaligen
Zeit. Seinen grössten Erfolg hatte er aber als musikalischer Leiter der
Jazz Messengers von Art Blakey und als Co-Leader der Art Farmer-Benny
Golson Group. Der eigentliche Architekt der erfolgreichsten Jazz
Messengers aller Zeiten hat als Solist, Komponist und Arrangeur vor allem
das romantische Potenzial des Hardbop ausgelotet. Sein Stil auf dem
Tenorsax ist bestimmt durch einen warmen, zarten Ton, ähnlich dem von Ben
Webster, melodische und harmonische Ideen sowie einem beherrschenden
Lyrismus. Überragende Bedeutung aber hat der vielseitige Musiker BENNY
GOLSON durch die Komposition unzähliger zeitloser Themen, die jeder
Jazzbegeisterte kennt. *I remember Clifford*, *Whisper Not*, *Five Spot
after Dark*, *Along came Betty*, *Blues March*, *Killer Joe*, *Fair Wheather*,
*Just by Myself* um nur ein paar von den bekanntesten zu nennen. "Wann",
fragte Art Farmer, "war es das letzte Mal, dass jemand ein langsames Stück
mit Tiefgang geschrieben hat? Ich denke, da muss man zu BENNY GOLSON
zurückgehen." Nach
Singen bringt BENNY GOLSON, der mittlerweile die Hälfte des Jahres am
Bodensee in Friedrichshafen! sein zuhause hat, sein europäisches Trio, mit
dem er schon seit Jahren zusammenspielt, mit: am Piano ANTONIO CIACCA, am
Bass NICOLA MURESCU und am Schlagzeug NICOLA ANGELUI. Seine aktuellste CD
auf dem Label Concord trägt den Titel *Terminal One* nach dem
gleichnamigen Film von Steven Spielberg, in dem Benny in einer Nebenrolle
als Saxophonist auf dem Flughafenterminal zu sehen und zu hören ist. |
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| Freitag 30.09.2005 - 20:30 Uhr |
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| TOMASZ STANKO Quartet |
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| TOMASZ STANKO (Trumpet),
MARCIN WASILEWSKI (Piano), SLAWOMIR KURKIEWICZ (Bass),
MICHAL MISKIEWICZ (Drums) |
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Diese
Trompete - knochig und gleichzeitig warm und einschmeichelnd, scharf
in den Höhen und dann wieder gehaucht und rauchig, zart und brüchig
oder schmetternd voller Schrunden - TOMASZ STANKOS Sound zieht immer
einen Schweif an unaufgelöstem Eindruck hinter sich her und
unterstreicht noch in der simpelsten Phrase jenen Grat, der
angelernte Technik, blosse Kunstfertigkeit von grosser Musik
unterscheidet. Auf seiner letzten CD, die eine der besten des
Jahrgangs 2004 war, *Suspended Night* (ECM) spielt Stanko, der grosse
Überlebende der einstmals ertragreichen polnischen Jazzszene, mit
drei jungen polnischen Musikern, mit denen er seit Jahren fast
ausschliesslich spielt. Am Piano sitzt MARCIN WASILEWSKI, Bass spielt
SLAWOMIR KURKIEWICZ und am Schlagzeug tut sich MICHAL MISKIEWICZ
hervor. Mit den dreien hat STANKO bereits vor zwei Jahren die CD
*Soul of Things* eingespielt und man hört, dass die jungen Männer
immer erwachsener werden, merklich selbstsicherer, fordernder spielen
und die Freiräume nutzen, die ihnen STANKOS Kompositionen einräumen.
Die drei, die unter dem Namen *Trio* eine erste CD auf ECM
veröffentlicht haben, werden ihren Weg gehen. Doch letztendlich
bleibt als Krone auf diesem wunderbaren Zusammenspiel dann wieder die
Trompete stehen, STANKOS Klang, in dem man Lebensgeschichte zu hören
meint, eine tiefe Weisheit. Nach langen Jahren des Suchens und
Wanderns scheint er zu Hause angekommen zu sein. "Packende, hoch
emotionale Musik, welche im Zuhörer unweigerlich Assoziationen weckt
und zum Allerbesten gehört, was die europäische Jazz-szene heute zu
bieten hat." (NZZ) |
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| Freitag 02.09.2005 - 20:30 Uhr |
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| LUCAS NIGGLI'S »Big Zoom« |
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| LUCAS NIGGLI (Drums/Perc),
STEFFEN SCHORN (B.Klarinette/Tuba), CLAUDIO PUNTIN (Klarinette),
PETER HERBERT (Bass), PHILIPP SCHAUFELBERGER (Gitarre) |
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Die
Schweiz ist bekannt für ihre grosse Zahl an aussergewöhnlichen
Schlagzeugern. Einer von ihnen ist LUCAS NIGGLI, der sich in den
letzten Jahren international einen hervorragenden Ruf ertrommelt hat.
Mit seinem Trio Zoom hat er u.a. das Festivalpublikum in Moers und
Saalfelden zu Begeisterungstürmen hingerissen. Die CD dieses Trios
mit dem Titel *Rough Ride* (Intakt Records) wurde von der
internationalen Jazzpresse als Meisterwerk gefeiert. Nun hat Niggli
sein Trio bestehend aus STEFFEN SCHORN an der Bassklarinette und
verschiedenen Saxophonen und PHILIPP SCHAUFELBERGER an der Gitarre um
den Bassisten PETER HERBERT und den Klarinettisten CLAUDIO PUNTIN
erweitert. Big Zoom bleibt auch im Quintett Jazzcombo,
Kammermusikensemble und Rockband in einem. Dementsprechend rast die
Musik durch die Höhen und Abgründe der heutigen Musik, macht hier
eine Verbeugung vor der Tradition, dort einen Sprung ins Ungewisse.
NIGGLIS Kompositionen haben eine ganz eigene Machart, die den
'Interpreten' auf den Leib geschrieben ist oder aber ihnen als
Improvisatoren viele Freiheiten erlauben. Festgelegtes wird von
unerwarteten Interventionen überrumpelt, dynamisiert, Formen
aufgebrochen und auf Risiko gespielt. Es findet sich Heftigkeit neben
Elegie, Dichte gepaart mit Ruhe, Wesentlichkeit entleert sich im
Überschwang, Komplexität kombiniert sich mit intensivem Interplay...
Big Zoom wird so zu einer der aufregendsten Bands im Bereich des
aktuellen Jazz. "Hier ist ein Schlagzeuger, der in Musik denkt und
als Komponist zu den interessanten Vertretern der Post-Moderne zählt.
Komplexität und Sinnlichkeit kommen hier auf beglückende Weise
zusammen." (Winterthurer Landbote) |
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| Freitag 08.07.2005 - 20:30 Uhr |
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| SALSA PICANTE |
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Nach
zehn Jahren ist es wieder soweit. Zum Abschluss unserer
Jubiläumskonzerte kommt auf vielfachen Wunsch das Latin Mambo
Orchestra SALSA PUCANTE wieder mal in den Gemssaal nach Singen und
lädt zu einer *Hot Summer Salsa Dance Night*. Die zehn Musiker werden
die GEMS wie vor zehn Jahren zum Kochen bringen. Es
geschah hinter der Bühne, während der Tournee von SALSA PICANTE
durch Cuba: Einige der begeisterten Zuhörer wollten enger ins
Gespräch kommen und standen plötzlich einer, wie sie meinten, völlig
verkehrten Welt gegenüber. Denn auf die eher höflich gemeinte Frage,
wo kommt ihr her, hatten sie eine Antwort erwartet wie Puerto Rico
oder Venezuela. Aber sie lautete Deutschland. Was war passiert? SALSA
PICANTE hatte zu echt geklungen, war zu authentisch in Texten und
Musik gewesen. SALSA PICANTE feiert im Jahr 2006 das 25jährige
Bühnenjubiläum. Sie ist damit Deutschlands älteste und mit 6 CD´s
auch erfolgreichste Salsaband. Die Sänger ROBERTO HERRADOR und JORGE
ANCHIETA bieten zusammen mit einem fetzigen Bläsersatz (Trompete/Alto/Baritonsax
und Posaune) und einer fünfköpfigen Rhythmusgruppe (Timbales/Congas/Bongo/Piano/Bass)
eine gelungene Mischung afro-karibischer Musik und jazzigen
Improvisationen. Die Stücke sind sowohl Originaltitel als auch
Eigenkompositionen der beiden Arrangeure/Komponisten GEORGE CORMAN
und THOMAS KUKULIES. Bei Mambo, ChaChaCha und Merengue werden die
Zuhörer nicht lange auf den Stühlen bleiben. Aber auch für
Nichttänzer ist diese Musik absolut spannend und hörenswert. "Don’t
forget your dancing shoes" |
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| Freitag 24.06.2005 - 20:30 Uhr |
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| ADAM PIERONCZYK Trio |
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| ADAM PIERONCZYK (Tenor/Sopr.Sax),
ADAM KOWALEWSKI (Bass), KRSYSZTOF DZIEDZIC (Drums) |
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Das
ADAM MICKIEWICZ Institut, als kulturelle Institution der polnischen
Regierung (vergleichbar mit dem deutschen Goethe Institut), hat für das
Polnische Kulturjahr 2005 in Deutschland drei Jazzmusiker ausgewählt,
die ihr Land als Kulturbotschafter repräsentieren werden. Zwei von
Ihnen wird der JAZZ CLUB Singen präsentieren: im September Tomasz
Stanko mit seinem Quartett und im Juni den 1970 geborenen und heute in
Krakow lebenden Tenor- und Sopransaxophonisten ADAM PIERONCZYK mit
seinem Trio. Er gehört zu den führenden jungen, aufstrebenden
polnischen Jazzmusikern und ist zugleich einer ihrer kreativsten. In
Singen gastierte er bereits vor einigen Jahren mit seinem langjährigen
Partner am Piano Leszek Mozdzer. Nun kommt er mit seiner polnischen
Workinggroup zu der der Schlagzeuger KRSYSZTOF DZIEDZIC und der Bassist
ADAM KOWALEWSKI gehören. "Seine Auftritte bezeugen immer wieder, dass man sich
bedenkenlos in
die charakteristische Atmosphäre seiner Musik fallen lassen kann und
seiner Sensibilität vertrauen soll. Musikalische Tranceelemente
treffen auf eine intensive Selbstbespiegelung, ganz freie
Ausdrucksmittel begleiten folkloristische Reminiszenzen und den
spezifischen Klang seines Soprans: trocken, ursprünglich, steril und
zu vergleichen mit den Tönen des arabischen Instruments Zoucra, das
PIERONCZYK sehr gerne selber benutzt." (Jazz Podium). "Er ist eine
Entdeckung, weil er einen warmen Ton, clevere Phantasie und
grenzenlose Kraft besitzt. Wie kaum jemandem gelingt es ihm,
Virtuosität, Präzision und Intellekt mit Emotionalität, die an
Exhibitionismus grenzt, zu verbinden. PIERONCZYK verbrennt während
seiner Improvisationen und das Publikum mit ihm zusammen." (Cadence,
NY). Jazz im Stil und Geist der grossen Sax/Bass/Drum Trios der
Jazzgeschichte. Let's get burned! |
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| Donnerstag 02.06.2005 - 20:30 Uhr |
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| RON CARTER »Foursight« |
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| RON CARTER (Bass),
STEVEN SCOTT (Piano), STEVEN KROON (Percussion),
PAYTON CROSSLEY (Drums), MIKE MUELLER (Techn.) |
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Seit
dem Tode Ray Browns wandelt wohl kein Bassist über diesen Planeten,
der mehr Jazzgeschichte geschrieben hat als der 1937 geborene RON
CARTER. Nach ersten Erfahrungen mit Chico Hamilton und Cannonball
Adderley war es vor allem der Einstieg bei Miles Davis, der seine
Karriere voranbrachte. Dessen Rhythmusgruppe Hancock-Carter-Williams
war vermutlich eine der einflussreichsten des Jazz überhaupt. Nachdem
RON CARTER die Band 1968 verliess, war er aktiv wie kaum ein Zweiter.
Mit über 3000! Aufnahmen ist er der meistaufgenommene Bassist der
gesamten Jazzgeschichte. Seit 1991 ist er Blue-Note Artist, hat dort
5 Alben als Leader vorgelegt und ist immer noch regelmässig auf
Tournee. RON CARTER steht in dem Ruf der technisch perfekteste
Bassist der Jazzszene zu sein, was er sicher bei seinem JAZZ CLUB
Konzert in vollendetem Zusammenspiel mit seinen hervorragenden
Sidemen, dem Pianisten STEVEN SCOTT, dem einfühlsamen Schlagzeuger
PAYTON CROSSLEY und dem Percussions-Tausendsassa STEVEN KROON unter
Beweis stellen wird. "Ebenso wie RON CARTER mit einem grundsoliden,
technischen Fundament ausgestattet, spielte der junge STEPHEN SCOTT
sich ein um das andere Mal in Ekstase, ohne dabei jedoch die
bedächtige Atmosphäre des Abends zu durchbrechen. Komplettiert durch
die exakte, variantenreiche Schlagzeugarbeit und das schier
unerschöpfliche Percussions- und Ideenarsenal eines STEVE KROON
standen dem RON CARTER Quartett alle Türen offen und machten diesen
Konzertabend zu einem Gesamtkunstwerk. Die Band ergab eine logische,
harmonische Einheit. Technische Brillianz und Kreativität paarte sich
mit menschlicher Tiefe. Da stand die Verwirklichung der Musik, der
Idee im Vordergrund, statt der Selbstverwirklichung." (Gütersloher
Zeitung) MIT FREUNDLICHER UNTERSTÜTZUNG MIGROS KULTURPROZENT |
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| Donnerstag 12.05.2005 - 20:30 Uhr |
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| JACKY TERRASSON »The Art of the Solo« |
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Im
Mai ist er im Rahmen der *Jazz Nights Tour* als Gast der Gruppe von
Herbie Hancock in Deutschland unterwegs und den Programmmachern des
JAZZ CLUB Singen ist es gelungen, ihn für ein Solokonzert nach Singen
zu locken. Die Rede ist von dem Pianisten JACKY TERRASSON, der
spontan zusagte das 300. Konzert zu spielen, war doch der JAZZ CLUB
Singen vor neun Jahren, als ihn kaum jemand kannte, einer seiner
ersten Auftrittsorte in Deutschland. Mittlerweile kennt ihn die ganze
Jazzwelt nicht zuletzt wegen seiner herausragenden Alben, die er für
das Label Blue Note eingespielt hat, z.B. *Smile* oder *À Paris*.
Der 1965 in Berlin als Sohn einer
afroamerikanischen Mutter und eines französischen Vaters geborene
TERRASSON hat etwas zu sagen und verschafft sich durch seinen
ausgereiften Stil, seine brilliante Technik und unerschöpfliche
Kreativität nachhaltig Gehör. Die verblüffendste Eigenschaft JACKY
TERRASSONS ist immer noch seine hochvirtuose wie sensible Mischung
sehr unterschiedlicher Einflüsse. Hat man gerade vermeintlich Keith
Jarrett im Ohr, kann plötzlich Ahmad Jamal aus den Tasten spritzen
oder Monk Ecken und Kanten einbauen oder... Inzwischen wirkt dieses
Gemisch heterogener Auffassungen aber auch schon wie ein eigener,
origineller Stil. Das Lyrische liegt ihm, doch im Quirligen und
Witzigen erreicht er sein Höchstformat. MIT FREUNDLICHER
UNTERSTÜTZUNG KULTURZENTRUM GEMS UND KLAVIERHAUS FAUST, KONSTANZ/RAVENSBURG |
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| Freitag 29.04.2005 - 20:30 Uhr |
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| NGUYÊN LÊ |
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| NGUYÊN LÊ (Guitar),
ART LANDE (Piano), PAUL MCCANDLESS (Oboe, Sopr. Sax, Horn),
JAMEY HADDAD (Percussion, Drums) |
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Die
eher überraschende Besetzung dieses Quartetts hat alte Wurzeln. Bereits
1986 hatte der vietnamesische, in Paris lebende Gitarrist NGUYÊN LÊ den
amerikanischen Pianisten ART LANDE getroffen. Dessen offene Konzeption
des Jazz prägte ihn enorm. Art Lande spielte auf den frühen Sets LÊ,
lange bevor dieser seine elektrischen und ethnischen 'Vibes' für sich
entdeckte. Jetzt hat LÊ seinen Mentor zusammen mit seinem alten Freund
dem Oboisten und Saxophonisten PAUL MCCANDLESS (ja genau der von der
Gruppe Oregon) in sein neues Quartett geholt, das vom
Us-Perkussionisten mit libanesischen Wurzeln JAMEY HADDAD komplettiert
wird. Weltoffener Jazz-Diskurs auf höchstem Niveau. "Mein erstes
Zusammentreffen mit dem Pianisten Art Lande im Jahr 1986 war für mich
ein einschneidender Punkt in meiner musikalischen Entwicklung. Mit den
ersten Tönen lernte ich Wesentliches über die Essenz des Jazz: Eine
Musik, die keine andere Bedeutung hat, als das Einbringen gemeinsamer
Positionen und die Teilung einer gemeinsamen Leidenschaft auf der Basis
gemeinsamer Improvisation, als Einheit von Kopf und Bauch, von Poesie
und Verstand. Dies ist die Botschaft des Jazz: Alles ist möglich, wenn
Du nur willst - vorausgesetzt, Du bist offen." PAUL McCANDLESS bringt
seine eigenwilligen und unverkennbaren Soundvorstellungen sowie seine
lyrische Spielweise in dieses Quartett mit ein. Er kann für sich in
Anspruch nehmen, einer der wenigen Musiker zu sein, der die europäische
klassische Tradition und die Geschichte des Jazz in perfekter Weise auf
den im Jazz wenig gebrauchten Instrumenten wie Oboe, Sopran- und
Sopraninosax und der Bassklarinette zusammenbringt. "In diesem Quartett
möchte ich den 'Spirit' meiner Erfahrungen einbringen: Von den Kulturen
Asiens, Afrikas und der modernen elektrischen Musik meiner letzten CD
'Purple - Celebrating Jimi Hendrix' und damit in neue Bereiche
vordringen." Rechtzeitig zur Tournee wird auf dem Label Act die neue CD
dieses phantastischen Quartetts erscheinen. |
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| Freitag 15.04.2005 - 20:30 Uhr |
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| JASON MORAN »The Bandwagon« |
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| JASON MORAN (Piano),
TARUS MATEEN (E-Bass), NASHEET WAITS (Drums),
MARVIN SEWELL (Guitar) |
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Manche
sehen in dem amerikanischen Pianisten JASON MORAN die Zukunft des Jazz. Die Jazz Journalist
Association wählte ihn zum 'Up Coming Musician 2003'. Mit grossem Abstand kürten ihn die
Kritiker des Downbeat Magazines zum 'Rising Star', und zwar in gleich drei Kategorien: als
Jazz Artist, Pianist und Composer. Dennoch lässt sich Jason Moran nicht auf das
Marketing-Etikett 'Young Lion' reduzieren. "Ich bin ein moderner Pianist, kein Pionier.
Ich bin auch kein Avantgardist. Ich bringe nur alte Dinge mit neuen Ideen zusammen." Aus
dieser Bescheidenheit hat er seinen individuellen Kurs entwickelt, den er selbstbewusst
zwischen Neo-Traditionalismus und Zeitgeist hindurch steuert. Heute beherrscht er alle
Stile vom Stride Piano, bis zum Free Jazz und weigert sich beharrlich, Schubladen und
Vorgaben anzuerkennen. Mit seinem Trio *The Bandwagon* stellt er seit vier Jahren eigene
Kompositionen überzeugend und selbstverständlich neben Ellington, Brahms oder die Musik
seiner Generation, den Hip Hop. Der Bassist TARUS MATEEN arbeitete mit Betty Carter und
Terence Blanchard genauso zusammen wie mit kalifornischen Rappern. Der Drummer NASHEET
WAITS hat bereits mit allen Grössen des Jazz gespielt und ist mit allen Wassern gewaschen.
Morans im legendären Village Vanguard mitgeschnittenes Album *The Bandwagon* (Blue Note)
dokumentiert evident, warum das Trio als eines der innovativsten des zeitgenössischen
Jazz gehandelt wird: Die Drei haben frische Ideen. Sie haben Überzeugungen und sie haben
den Mut, beides konsequent auf die Bühne zu bringen. Bei Redaktionsschluss war noch nicht
sicher, ob das Trio durch den Gitarristen MARVIN SEWELL, jahrelanges Mitglied der Band
von Cassandra Wilson, ergänzt wird. |
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| Mittwoch 06.04.2005 - 20:30 Uhr |
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| PAOLO FRESU & THIERRY LANG |
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| PAOLO FRESU (Trumpet),
THIERRY LANG (Piano), HEIRI KÄNZIG (Bass),
PETER SCHMIDLIN (Drums) |
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Der
Pianist THIERRY LANG ist seit einigen Jahren neben George Gruntz der erfolgreichste
Schweizer Jazzexport und als einziger Schweizer bei der renommierten US-Plattenfirma
Blue Note unter Vertrag, bei der er letztens drei hervorragende CDs mit jeweils
unterschiedlichen Gästen unter dem Titel *REFLECTIONS Vol. I - III* veröffentlicht hat.
Thierry Lang ist, wie viele frankophone Musiker, ein Melomane und befindet sich damit in
bester Umgebung. Der sardische Trompeter PAOLO FRESU, der sein Trio ergänzen wird und in
Singen wahrlich kein Unbekannter mehr ist, gehört ebenfalls zu dieser Spezies. Die
Melodien, die sich Lang selber in die Finger schreibt, sind denn auch oft berückend
schön und betonen vor allem die sinnlichen Seiten des Jazz ohne jemals kitschig oder
schwülstig zu werden. Hochvirtuos und subtil verbindet er die europäische Klassik mit
amerikanischem Jazz. Seit über sechs Jahren arbeitet Lang mit den selben Musikern
zusammen, dem Bassisten HEIRI KÄNZIG und dem Schlagzeuger PETER SCHMIDLIN, wodurch diese
Band enorm zusammen gewachsen ist. "Wir sind heute in der Lage, alles sofort zu
realisieren. Ich kann die Tonart wechseln, den Rhythmus, ich kann frei spielen oder
modal über ein Ostinato, meine Kollegen folgen mir blind." Die Zürcher Zeitung schrieb
über ein Konzert von Lang/Fresu: "Der beste Jazz, so dachten wir wenigstens bis vor
kurzem, reagiert wach und schnell auf gesellschaftliche und politische Veränderungen,
hält uns einen kunstvoll geschliffenen Spiegel vor die Augen. Der Jazz, so denken wir
nach diesem Konzert, ist offensichtlich zuweilen auch ein heilender Raum, in den man
flüchten kann, wenn es das Leben nicht so gut mit einem meint." Einen solchen, bleibt
zuzufügen, haben wir doch alle immer mal wieder nötig. |
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| Donnerstag 24.03.2005 - 20:30 Uhr |
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| JOEY BARON »Killer Joey« |
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| JOEY BARON (Drums),
BRAD SHEPIK (Guitar), STEVE CARDENAS (Guitar),
TONY SCHERR (Bass) |
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Was
haben John Zorn und Cybill Shepherd gemeinsam? Wie steht es mit Tony Bennett und Jay Mc
Shann? Wodurch sind die Los Angeles Philharmonic und Allen Ginsberg verbunden? Wodurch
Lani Kazan und Laurie Anderson? Stve Allen und Bill Frisell? Was ist mit Big Joe Turner
und Al Jarreau? Merv Griffin und David Sanborn? Chet Baker und Joe Williams? Dizzy
Gillespie und Tim Berne? Verblüffend aber wahr: sie alle spielten mit JOEY BARON, auch
bekannt als der 'verrückte Glatzkopf am Schlagzeug'. Und nun nach langer Lehrzeit und
tausenden von Auftritten und nach weit über 100 CD-Aufnahmen - von Jim Hall über Herb
Robertson und Carmen McRae - hat der junge Baron wieder einmal eine eigene Band, das
Quartet *KILLER JOEY*, zusammengestellt. Und wieder sind alte Freunde aus der New Yorker
Szene dabei. Diesmal zwei Gitarristen, die den Besuchern der Jazz Club Konzerte durch
verschiedene Auftritte bestens bekannt sind, BRAD SHEPIK und STEVE CARDENAS und der
E-Bassist TONY SCHERR. Dass Joey Baron ein grossartiger Drummer ist, braucht nicht näher
ausgeführt zu werden, doch seine Qualitäten als Bandleader und als Komponist halten
denen des Schlagzeugers zumindest die Waage. Seine Band *Killer Joey* (man sollte sich
wirklich nicht von diesem Namen abschrecken lassen) führt Barons ausserordentlich
rhythmisch betonte Kompositionen auf, wobei der typische Jazzswing aber auch Rhythm and
Blues und Funk Grooves, 'Ton-Gedichte' und innovative Improvisation mit
ausserordentlicher Sensibilität und Erfindungsreichtum gespielt werden. Musik, die
einfach Spass machen soll, so Joey Baron über sein Projekt. Er ist ein
Perkussions-Verrückter und kann einfach alles spielen, jedes Tempo gehen, aus dem Moment
heraus und völlig unerwartet explodieren, wuchtig laut und expressiv 'zuschlagen' und
ganz sanft Melodien mit den Fingerspitzen klopfen und das Schöne dabei ist, er strahlt
immer mit einem zufriedenen Lächeln seine Mitmusiker und sein Publikum an. Eine, im
wahrsten Sinne des Wortes, 'Lichtgestalt' der Jazzszene. |
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| Donnerstag 10.03.2005 - 20:30 Uhr |
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| TRIO TÖYKEÄT |
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| IIRO RANTALA (Piano),
EERIK SIIKASAARI (Bass), RAMI ESKELINEN (Drums) |
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Die
Hamburger Morgenpost schrieb über das Konzert des TÖYKEÄT TRIOS am 25.06.04 "Der Jazz
der Zukunft: Finnlands Trio Töykeät wurde in der Fabrik gefeiert, lautstark, anhaltend,
am Ende geradezu überschwänglich. Das Trio wurde auf Händen getragen, als sei da gerade
so etwas wie eine Verheissung des Jazz über die Bühne gegangen. Und so war es ja auch.
Die drei Nordmänner um den grandiosen Pianisten IIRO RANTALA bilden eines der
erstaunlichsten Jazz-Ensembles dieser Tage: virtuos, sicher und respektlos im Umgang mit
Konventionen, dazu Herz und Schmerz und abgründiger Witz. Dem guten alten Mozart z.B.
sind die Etudes gewidmet und da grüsst von fern Jacques Loussier mit seinem
Barock-Swing. Nur dass der sein Tun furchtbar ernst nimmt, während Rantalas
Berserker-Spiel gern mal vom Drummer RAMI ESKELINEN akzentuiert wird, indem der
herumstehende Stühle im Takt verrückt. Das Trio, zu dem noch der Bassist EERIK
SIIKASAARI gehört, hat die Jazz Zukunft vor sich." Das hat auch schon das renommierte
Label Blue Note bemerkt und die Finnen unter Vertrag genommen. Ihre letzte CD *High
Standards* hat überall positivste Kritiken bekommen. "Finnen sind seltsame Leute. Dieser
Satz hat ebenso Allgmeingültigkeit wie der folgende: Standards sind out. Ausser sie
werden von Finnen gespielt, so wie das Trio Töykeät. Der Irrwitz beginnt schon mit der
Auswahl der Standards: Stücke von Parker, Jobim, Golson, Powell oder Bernstein werden
ergänzt durch solche von David Bowie oder Black Sabbath. Hierarchien oder
unterschiedliche Herangehensweisen zwischen beiden Kategorien sind nicht auszumachen.
Im Gegenteil, alle Stücke - egal welcher Herkunft - eint die konsequente
Respektlosigkeit ihrer Umsetzung. Sie stürzen sich mit derart infantiler, mit
atemberaubender Virtuosität gepaarter Spielfreude ins Klanggeschehen des letzten
Säkulums, dass man einfach Lust aufs Mitmachen bekommt." (Jazzthetik, 5 Sterne) "Eine
irre Mixtur aus Tradition, Virtuosität und eigenwilligen Kapriolen." (Jazzpodium). Ein
absolutes Muss für alle Pianofreunde und sonstigen Jazzfans!! |
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| Freitag 25.02.2005 - 20:30 Uhr |
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| VINCENT HERRING |
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| VINCENT HERRING (Altosax),
JOOST SWART (Piano), JESSE VAN RULLER (Guitar),
ESSIET ESSIET (Bass), JORIS DUDLI (Drums) |
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Seit
langem steht der amerikansiche Altsaxophonist VINCENT HERRING auf dem Wunschzettel des
JazzClubs. Nun kommt er endlich mit seinem Quintett nach Singen. Dieses seit mehr als
sechs Jahren bestehende und regelmässig in Europa tourende Quintett wird von einem
Kritiker anlässlich eines Konzertes des Ausnahmemusikers treffend beschrieben: "Vincent
Herring einer der massgebenden heutigen Altsaxophonisten, überzeugt mit unbedingtem
Bekenntnis zu schwarzer Musik, basierend auf der Tradititon der Moderne. Der Pianist
JOOST SWART und der Gitarrist JESSE VAN RULLER, beide aus Holland, der aus Nigeria
stammende und in New York lebende Bassist ESSIET ESSIET und der in Wien lebende Drummer
JORIS DUDLI (jahrelanges Mitglied des Vienna Art Orchestras) sind ihm Partner, die ihn
nicht nur mit brodelnder Rhythmik unterstützen - genauso hörenswert sind auch ihre
dynamischen Soli." Vincent Herring, der immer wieder als Nachfolger von Cannonball
Adderley tituliert wird, und Essiet Essiet waren beide jahrelang Mitglieder von Art
Blakey's Jazz Messengers und spielten mit allen Grössen des Modern Bop. Herring's
Discographie schreibt mittlerweile Jazzgeschichte: Mehr als 14 CDs als Leader und weit
über 100 als Sideman. Er begeistert sein Publikum immer wieder mit seiner teils
funky-swingenden, teils kräftig boppenden, doch immer extrem souligen Mischung des
heutigen Jazz. Seine Musik ist in ihrer Improvisationsfreude und in ihrem spontanen
Erfindungsreichtum auch immer Musik des Augenblicks. Und überwiegend eine Musik der
Energie, der Kraft und der Schnelligkeit. |
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| Donnerstag 10.02.2005 - 20:30 Uhr |
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| CHRIS JARRETT TRIO |
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| CHRIS JARRETT (Piano),
KARIM OTHMAN HASSAN (Oud), SHAKIR ERTEK (Drums) |
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Als
die Musiker des CHRIS JARRETT TRIOS zum ersten Mal miteinander musizierten, war es klar,
dass etwas Neues daraus entstehen würde: *NEW WORLD MUSIC* - Kammermusik, Jazz und die
Musik des vorderen Orients vereinen sich zu neuen Ausdrucksformen ohne schnulzige
Vordergründigkeit. Die Ausdruckskraft und der Gestaltungssinn des Pianisten CHRIS JARRETT
(jüngerer Bruder von Keith Jarrett), die feine Komplexität des in Deutschland lebenden
türkischen Percussionisten SHAKIR ERTEK und die bodenständige Gesanglichkeit des aus dem
Irak stammenden Oud-Spielers KARIM OTHMAN HASSAN sind die Zutaten eines anmutigen, aber
völlig neuen 'Sounds'. Das Chris Jarrett Trio zeigt auch, dass eine interkulturelle
Verschmelzung nicht nur den Weg der Selbstaufgabe gehen muss. Die kommunikative
Konfrontation gehört ebenso dazu, wie der gemeinsame Gefühlsausdruck. New World Music
ist Musik, die modernen Kontrapunkt mit arabischer Melodik verbindet, die farbenfroh
ist, ohne kunterbunt zu werden; deren Intelligenz vom Herzen aus regiert wird - Musik,
die uralt und hochmodern ist, die unterhaltsam ist, weil sie fasziniert. Hier geht es
weit über das gewöhnliche 'Shake Hands' der Weltmusik hinaus. Die Musikstile werden
nicht nur gegenüber gestellt, sondern verflechten sich in ihren Gemeinsamkeiten und
Unterschieden. Die Stuttgarter Nachrichten schrieben: "Den Höhepunkt des Abends markierte
das Chris Jarrett Trio. Jarrett schaffte mit seiner *New World Music* nicht nur die
Balance zweier Instrumente aus unterschiedlichen Kulturen, des Klaviers und der
arabischen Oud, sondern auch die musikalische Aussöhnung von Islam und Christentum: In
der Zugabe zitierte er einen Bach-Choral, während Karim Othman Hassan auf der Oud
orientalische Skalen spielte und Drummer Shakir Ertek, ein Schlagzeug-Schelm, den Schalk
im Nacken und die vertracktesten Takte im Griff hatte. Wenn solche Leute der Jazz sind,
dann steht Jazz für Offenheit, Toleranz und musikalische Meisterschaft." |
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| Mittwoch 26.01.2005 - 20:30 Uhr |
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| DAVE LIEBMAN |
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| DAVE LIEBMAN (Saxophone),
JÜRGEN FRIEDRICH (Piano), JOHN HEBERT (Bass),
TONY MORENO (Drums) |
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In
Deutschland gibt es viele aussergewöhnlich gute Pianisten. Einer der besten unter Ihnen
ist JÜRGEN FRIEDRICH, der im Jahr 98 in New York mit dem aus New Orleans stammenden
Bassisten JOHN HEBERT und dem New Yorker Drummer TONY MORENO ein Trio gründete.
Mittlerweile haben sie unzählige Konzerte in USA und Europa gegeben und drei CDs
eingespielt. Vom ersten Tag an war klar, dass diese Konstellation ein echter Glücksfall
ist. Traumwandlerisch kommunikativ und mit nahezu telepathischen Kräften navigiert das
Trio im Spannungsfeld von Modern Jazz und Improvised Music. Auf ihrer letzten CD
*Resistance* musizieren sie so sensibel und interaktionsreich, wie dies nur den wirklich
guten Trios gelingt. Sei es eine Ballade oder das rasant pulsierende *Sonnet*: Stets
kommunizieren drei gleichberechtigte Musiker miteinander. "Besser geht´s kaum. 5 Sterne"
(Fonoforum 2003). Nach Singen bringen sie Verstärkung mit. Den renommierten
US-Sopransaxophonisten DAVE LIEBMAN, der wahrlich einer der ganz, ganz Grossen ist und
eine unverwechselbare Stimme hat. Auf dem letztjährigen Jazzfestival in Willisau sorgte
er für "eine wahre Sternstunde, einer der grössten Könner am Saxophon" (NZZ und
Tagesanzeiger). "Vier Instrumente sprachen mit einer Stimme. Auch in den schillerndsten
Eskapaden ein bestens eingespieltes Team. Das fulminante Quartett hat nicht nur Spass an
schriller Improvisation, sondern auch an wunderschönen Melodielinien. Auch wenn Liebman
sein Saxophon gerne schreien liess und sich energetische Dispute mit den anderen
Instrumenten lieferte: Der New Yorker formte ebenso viele zärtliche und melancholische
Töne. Donnernder Applaus der Zuhörer dankte den vier grandiosen Musikern. Ein
brillianter Auftritt." (Krefelder Zeitung 2003). Ein absolutes Muss für alle Jazzfans! |
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| Freitag 07.01.2005 - 20:30 Uhr |
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| PARADOX TRIO |
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| MATT DARRIAU (Saxophone/Clarinet),
BRAD SHEPIK (Guitar), RUFUS CAPPADOCIA (E-Cello),
SEIDO SALIFOSKI (Dumbek) |
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Es
gibt wohl wenige Personen, die über eine so reichhaltige Schallplattensammlung aus
Osteuropa verfügen wie der Saxophonist MATT DARRIAU, der zu einem der massgeblichen
Musiker der Downtown Music Scene von Manhattan gezählt werden kann und der seine
künstlerische Heimat im Dunstkreis der Knitting Factory hat. Beim Jazzfestival Berlin
2003 hatte er mit seinem PARADOX TRIO einen sensationellen Auftritt. Matt Darriau ist
Amerikaner und stammt aus Bloomington/Indiana. Die Musik des Balkans kennt er schon seit
seiner Kindheit. Ihr Klang beeinflusst Matts Amsatz und Spielweise auf Saxophon und
Klarinette, sowie seine Kompositionstechnik wesentlich. Diverse ethnische Flöten und
andere Blasinstrumente wecken sein Interesse, und er versteht sie auf meisterhafte Art
und Weise zu spielen. Im Paradox Trio (das paradoxerweise aus vier Musikern besteht)
verwirklicht er mit seinen Partnern seine Vorstellungen und Erfahrungen des Balkan aus
dem Lebensgefühl eines in New York lebenden Jazzkünstlers. SEIDI SALIFOSKI ist New Yorks
herausragender Dumbek-Spieler und stammt aus Mazedonien. BRAD SHEPIK (schon häufig zu
Gast beim Jazz Club) spielt die Tanzmelodien auf der elektrischen Gitarre in
atemberaubender Geschwindigkeit und Präzision. RUFUS CAPPADOCIA stammt aus Kanada und
ist am elektrisch verstärkten Cello zu hören. Die reichhaltigen Traditionen aus dem
Balkan, der Türkei, der Musik der Roma und des Klezmer bilden die Grundlage für das
Paradox Trio. Man kann das Repertoire des Paradox Trios nur schwerlich einem bestimmten
Genre zuordnen, entscheidend ist aber, dass hier einzelne Aspekte der vielfältigen
Klezmer Musik beleuchtet werden. Ein wahrlich spannender Auftakt des Jazzjahres 2005
beim Jazz Club Singen. |
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Text: R. Kolmstetter
[ Jazz
Club Singen - aktuelles Programm | Jazz Club Singen ]
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