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Jazz Club Singen

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2007
 
| Colin VallonOregonMax NaglMark FeldmanAlboran TrioManuel MengisRoy NathansonDavid KrakauerNils WogramJames CarterCarlos BicaAki TakaseFillon/Cagwin/PauloJohn AbercrombieBraff/Oester/Rohrer MonkomarokDavid BerkmanDepartSimple Acoustic Trio |
 
 
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Freitag 14.12.2007 - 20:30 Uhr
 
COLIN VALLON Trio
 
COLIN VALLON (Piano), PATRICE MORET (Bass), SAMUEL ROHRER (Drums)
 
Vor wenigen Jahren galt er als Senkrechtstarter der Schweizer Jazzszene. Inzwischen hat sich der im Jahr 1980 geborene Pianist COLIN VALLON einen Namen gemacht, hierzulande ist er allerdings noch weitestgehend zu entdecken, obwohl er bereits auf vielen grossen Festivals aufgetreten ist. Der in Lausanne lebende Pianist besticht mit brillianter Technik, einem Sinn für perfektes Timing und unverkennbarer Individualität. Sein Trio besteht nun seit 2003 unverändert: am Bass PATRICE MORET und am Schlagzeug SAMUEL SAMUEL ROHRER (der dieses Jahr beim JAZZ CLUB im Malcolm Braff Trio eindrücklich überzeugte) und mit ihm hat er bereits sein zweites Album *Ailleurs* eingespielt und das immerhin auf dem international bekannten Label Hatology. Dort wird nun wahrlich nicht jeder genommen. Experementierfreudig werden hier neue musikalische Konzepte erforscht, ein Dutzend Stücke kündet davon eindrücklich. Das Zusammenspiel und die Homogenität der Band erlauben eine grosse Freiheit in der Improvisation. Die anderen Stücke, die nicht eigenen Kompositionen entspringen, verweben Sprituals, Chansons und klassische Floskeln mit rhythmischem Drive. Vallons Spiel und Stücke sind klanglich dicht, und rhythmisch versiert. Sie haben etwas Magisches, das den Hörer gefangen nimmt. Die Berner Zeitung 'Der Bund' schreibt über ihn: "Hier offenbart sich ein grosses lyrisches Talent: Mit ein paar wenigen Tönen greift er nach dem Herzen der Dingen; dabei sind seine Melodien von einer raren abgeklärten Schönheit, die einem vor Augen führt, dass künstlerische Reife keine Frage des Alters zu sein braucht. Er besitzt einen siebten Sinn für zugleich einprägsame und unklischierte Melodien. Es gilt die Ohren zu spitzen, wenn COLIN VALLON zu einer Klavierimprovisation ansetzt." Ein wirklich würdiger Abschluss eines ereignisreichen Jahres beim JAZZ CLUB Singen.
 
 
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Mittwoch 21.11.2007 - 20:30 Uhr - Stadthalle Singen!
 
OREGON
 
RALPH TOWNER (Guitar/Piano), GLEN MOORE (Bass), PAUL McCANDLESS (Saxophone/Oboe), MARK WALKER (Drums/Percussion)
 
Es ist soweit. OREGON kommt nach sieben Jahren endlich wieder einmal nach Singen. Damals war es ein bewegendes Konzert und natürlich ein ausverkauftes. Also sollte man sich dieses Mal unbedingt eine Karte im Vorverkauf besorgen oder einen Platz reservieren lassen, um OREGON, eine der dauerhaftesten und konstant interessanten akustischen Gruppen des Jazz und der Worldmusic, live in der neuen Stadthalle Singen zu erleben. Der Gitarrist und Pianist Ralph Towner gründete die Band im Jahr 1970! und hat mit ihr mittlerweile unzählige Konzerte gegeben und weit über 20 Platten eingespielt. Von Beginn an dabei sind der Bassist GLEN MOORE und der Saxophonist/Oboeist PAUL McCANDLESS. Seit ein paar Jahren gehört auch der Schlagzeuger und Percussionist MARK WALKER als festes Mitglied zu OREGON. Er bringt mit seiner Schlagwerkkunst den unvergleichlichen Oregon-Sound und mehr jazzige Grooves zurück – ein vortrefflicher Musiker, der gesegnet ist mit einem nahezu übernatürlichen Einfühlungsvermögen, welches ihm erlaubt, sich in das über Jahre hinweg gewachsene Spielgefühl des Kerntrios hineinzuspüren. Auf der letzten CD *Live at Yoshi's" lässt er OREGON klingen, als hätte es diese Band nie anders gegeben. Es ist eine unvergessliche Reise durch die musikalischen Welten zwischen Jazz, Klassik und ethnischer Musik. Begriffe wie Dynamik und Brillianz gewinnen hier neue Bedeutung. OREGON – eine kammermusikalisch spielende Gruppe, die zeitgenössische Konzertmusik und barocken Kontrapunkt, indische Ragas, Rock und modernen Jazz mit vergleichsloser Sensibilität verbindet. Ihr Geflecht aus Komposition und Improvisation ist unverwechselbar. Trotz ihres langen Bestehens befinden sie sich immer noch und immer wieder auf Entdeckungsreisen in den musikalischen Gefilden dieser Welt. "Unsere Konzerte sind fast wie musikalisches Theater. We maintain the drama... as if the whole thing were a massive play." (Ralph Towner)
 
 
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Donnerstag 01.11.2007 - 20:30 Uhr
 
NAGL / BERNSTEIN / AKCHOTE / JONES
 
MAX NAGL (Saxophon), STEVEN BERNSTEIN (Trumpet), JOEL AKCHOTE (Guitar), BRADLEY JONES (Bass)
 
*The big four* waren im Jahr 2004 eine Entdeckung und der Höhepunkt des Jazzfestivals Willisau. Und hier haben sich wirklich vier der Grossen zusammengetan: der österreichische Saxophonist MAX NAGL, der amerikanische Trompeter STEVEN BERNSTEIN, der französische Gitarrist JOEL AKCHOTE und der amerikanische Bassist BRADLEY JONES. Die Band wurde von MAX NAGL zusammengestellt, nachdem ihm Hathut Records den Vorschlag machten, sich doch einmal die *Big Four* von Sidney Bechet und 'Muggsy' Spanier anzuhören. Nach einigen Konzerten gingen sie ins Studio und nahmen eine CD auf, wobei NAGL und BERNSTEIN für die Kompositionen verantwortlich waren, die beide im Geiste! dieser alten Bechet-Aufnahmen geschrieben haben. Anspielungen auf die *Big Four*, mit denen Sidney Bechet 1940 mit die schönsten kammermusikalischen Aufnahmen des traditionellen Jazz eingespielt hat, sind gewollt. Zwar lässt NAGL keine populären Oldtime-Themen neu erstehen – allenfalls *Lazy River* oder *Squeeze me* – aber er erzeugt die relaxt swingende Grundstimmung der historischen Session. Sie ist Grundlage für Nagls phantasievolle Komposititonen, die Swing, Tango und Blues streifen und auch schon mal wie imaginäre Soundtracks daherkommen. Solistisch individuell ausgefeilt bewegen sich diese neuen *Big Four* im Rahmen zeitgenössischer Interpretation und beweisen, dass es doch tatsächlich so etwas wie eine geschichtsträchtige Gegenwartsmusik geben kann. "Tatsächlich kommen sie so abgeklärt und cool daher wie vier ganz Alte, die ein Leben lang geheizt haben und jetzt einfach mal auf hohem Niveau verschnaufen wollen… Die Avantgarde bricht sich hier nur in Nuancen Bahn, aber in der expressiven Zurückhaltung besteht gerade die Meisterschaft dieser Konstellation." (Jazzthing)
 
 
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Donnerstag 11.10.2007 - 20:30 Uhr
 
MARK FELDMAN
 
MARK FELDMAN (Violin), HUW WARREN (Piano), DREW GRESS (Bass), TOM RAINEY (Drums)
 
Dass der amerikanische Geiger MARK FELDMAN einen Ruf als stilübergreifend und munter zwischen Klassik und Avantgarde wandelnder Musiker hat, das stellt er auf seinem ersten eigenen für ECM veröffentlichen Album *What Exit* unter Beweis. Auf dem Eröffnungsstück *Arcade* spannt er den Bogen zwischen der ihm so vertrauten klassischen Musik, seiner Homebase quasi, und jenen in der Improvisation des modernen Jazz zu findenden Polen. Unterstützt wird er dabei von einem Trio der herausragenden Art: Am Piano HUW WARREN, den es bei uns noch zu entdecken gilt, und dann zwei der ganz grossen, am Bass DREW GRESS und am Schlagzeug TOM RAINEY. Die drei trumpfen mit Energie und furios dazwischengeworfenen Gedanken- und Motivsplittern auf. Was sich dann in dem Bop-hochtoupierten *Ink Pink* alles an Beschleunigungen, Stopps, Querverweisen und Richtungsänderungen tut, ist von der ersten Sekunde so wachrüttelnd, dass man fortan mit gespitzten Ohren nicht mehr aus dem Staunen herauskommt. Das Fono Forum schreibt: "Nichts scheint hier unmöglich im gemeinsamen Auskundschaften. FELDMAN kann von Bachs Chaconne ebenso inspiriert sein wie von indischen Ragas, das alles gemischt mit abstrakten Ansätzen. Natürlich kennt er die Grapellis dieser Welt – aber sein Violinansatz ist kein spassbetonter, auch kein zigeunerhaft gefärbter. FELDMAN will auch kein Jazz-Paganini sein – bei aller Virtuosität ist er dem jiddischen Fiddler in seiner Sanglichkleit näher. Ein melancholischer Sänger ist er allemal." "Sein Quartett-Album hat alles, was Audiophile begeistert: grandiose Musik, hervorragendes Zusammenspiel und einen Studiosound zum Niederknien." (Stereoplay)
 
 
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Mittwoch 26.09.2007 - 20:30 Uhr
 
ALBORAN TRIO
 
PAOLO PALIAGA (Piano), DINO CONTENTI (Bass), GIGI BIOLCATI (Drums)
 
Alboran ist die Pforte zum Mittelmeer, die Wasserstrasse, die den afrikanischen mit dem europäischen Kontinent verbindet, ist das Meer, auf das man, aus allen Richtungen kommend, als erstes stösst. Afrika und Spanien liegen an der Alboran-See und lassen ihr Wesen und ihre Traditionen in sie hineinströmen. Das Mittelmeer vereint, vermengt und verwandelt Kulturen, Klänge, Völker, Religionen und Überlieferungen. Es war und ist ein faszinierender Ort, eine Geburtsstätte, eine Art okkulter Quelle. Das ALBORAN TRIO ist aus der Begegnung dreier Individuen entstanden, die jeder eine eigene Vorstellung von improvisierter Musik haben, dreier Musiker, für die Rhythmus Leben bedeutet, dreier Künstler, die auf der Suche nach einem neuen Klang und einem neuen Umgang mit dem Piano Trio, der traditionellsten aller Formationen sind. Drei starke Persönlichkeiten – eine musikalische Vision, das charakterisiert das Trio. Das Programm besteht aus eigenen Kompositionen des Pianisten PAOLO PALIAGA. Das Konzept ist rein akustisch, die Suche gilt dem Sound, der beim Vibrieren von Fellen, Saiten und Holz entsteht, und der spontanen Kreation ausserhalb der hergebrachten Formen und des Swing-Mainstreams. Das Resultat ist eine Musik, die frisch, komplex und nuancenreich ist, eine Musik, die sich vor dem Hintergrund des afro-amerikanischen Jazz frei zwischen europäischer Musiktradition und afrikanischen Rhythmen bewegt. Die Jazzthetik schreibt über ihre CD *Meltemi* (Act-Music): "Sie haben sich schon lange vom traditionellen Jazz-Klaviertrio verabschiedet und verfolgen eine offene Stilistik. PAOLO PALIAGA ist ein vor rhythmischer Spannung schier berstender Pianist, der manche seiner Improvisationslinien derart scharf und an dermassen überraschenden Ecken in neue Fahrwasser drückt, dass man meint, ihn gleich aus der Kurve fliegen zu hören. Das ALBORAN TRIO ist sozusagen das Gegenstück zu manchem nordischen kühlen Klaviertrio (5 Sterne)."
 
Das Klavierhaus Faust aus Konstanz stellt mal wieder einen Bösendorfer-Flügel für dieses außergewöhnliche Musikererlebnis kostenlos zur Verfügung.
 
 
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Freitag 14.09.2007 - 20:30 Uhr
 
MANUEL MENGIS 6
 
MANUEL MENGIS (Trumpet), ACHIM ESCHER (AltoSax), CHRISTOPH ERB (TenorSax), FLO STOFFNER (E-Gitarre), MARCEL STADLER (E-Bass), LIONEL FRIEDLI (Drums)
 
Von wegen nur New York, Oslo und vielleicht Berlin. Auch in der Schweiz wird Jazz gespielt, der die Grenzen des Genres, der Gewohnheit, der Grabenkämpfe locker überwindet. Der 1972 im Kanton Wallis geborene Trompeter MANUEL MENGIS ist primus inter pares einer Band, die seine komplexen Kompositionen mit engagiertem Ensemblegeist und expressiver Energie ins Leben hebt. Mit den in etwa gleichaltrigen Spielkameraden ACHIM ESCHER, Altsax, CHRISTOPH ERB, Tenorsax, FLO STOFFNER, E-Gitarre, MARCEL STADLER, E-Bass und LIONEL FRIEDLI, Drums, hat Mengis ein auf hohem Niveau lustvoll interagierendes, im individuellen Einsatz völlig uneitles Team von immenser Schlagkraft zusammen gebracht, wofür er im Jahr 2006 den hoch dotierten Preis der Zürcher Kantonalbank erhielt. Die *GRUPPE 6* ist eine zeitgenössische Version der Kleinorchester von Ellington oder Mingus. Äusserst gekonnt integrieren sie auf ihren Instrumenten Einflüsse aus Noise und Elektronik und bleiben dennoch beharrlich und treu gebunden beim Jazz. Sie verstehen es zwischen geballter Wucht und kammermusikalischer Poesie zu variieren, zwischen Energie und Zartheit. Bei dem international renommierten Schweizer Label HAT HUT hat MENGIS 2006 das beherzte Debütalbum „Into the barn“ veröffentlicht. "Die vier Stücke meiden jeden Leerlauf, lassen in ihrer Dramaturgie keinen Moment nach, stehen in spannungsreicher Balance von Komposition und Improvisation und mit abwechslungsreicher erzählerischer Bewegung für ein hohes Mass an Eigenständigkeit. Da kommt mehr als nur ein Talent auf die Jazzwelt zu." (Jazzpodium)
 
Sponsored bei Johnny Z., Mitglied JAZZ CLUB Singen, und MIGROS-Kulturprozent.
 
 
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Freitag 31.08.2007 - 20:30 Uhr
 
ROY NATHANSON »Sotto Voce«
 
ROY NATHANSON (AltoSax), SAM BREDFELD (Violin), TIM KIAH (Bass), CURTIS FOWLKES (Trombone), N. MADDOX (Human Beatbox), ALLE MUSIKER (Gesang)
 
Dem JAZZ CLUB Singen ist es mal wieder gelungen, eine der auf dem Jazzfestival Willisau 2007 auftretenden Gruppen nach Singen zu buchen: »Sotto Voce« ist das brandneue Konzept, Ensemble und Album (Intuition Records) des begnadeten und unglaublich aufgeschlossenen Saxophonisten, Komponisten und Songschreibers ROY NATHANSON. Die Band besteht aus seinen Jazz-Passenger Kollegen Bass CURTIS FOWLKES (Posaune) und SAM BREDFELD (Geige) sowie dem Wunderkind-Bassisten und –sänger TIM KIAH und der menschlichen Beatbox und Sänger N. MADDOX von der HipHop/Jazz-Gruppe Iswhat?! Aus Cincinnati. Auf »Sotto Voce« hat er seinen neuen Mix aus Geschichten, Songs, Gedichten und Musik in die Tat umgesetzt. Aufwühlend schräg, schöngeistig verträumt, mit viel Spass an schroffen Brüchen und fast kabarettistischen Kontrastierungen – all das verwebt er zu skurrilen Geschichten, die von der ersten bis zur letzten Minute in Wort und Ton fesseln. Manchmal geht er so weit, dass man nicht mehr zu unterscheiden vermag, ob er liebt, was er ironisiert, oder ironisiert, was er liebt. Das ist amüsant und zugleich von hoher musikalischer Qualität. Im übrigen würden bereits die Lyrics des Openers die Anschaffung des Albums lohnen: "My father paid me to read, my father paid me to read… five cents a page.“ Diese Worte allein verdienten es bereits, Jazz genannt zu werden! Grossartig, einmalig." (Jazzpodium)
 
 
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Freitag 06.07.2007 - 20:30 Uhr
 
DAVID KRAKAUER »Klezmer Madness«
 
DAVID KRAKAUER (Clarinet), SHERYL BAILEY (Guitar), WILL HOLSHOUSER (Accordion), NICKI PARROTT (Bass), MICHAEL SARIN (Drums), SOCALLED (Sampler/Vocals)
 
Wir alle haben längst herausgefunden, dass Klezmer einen entscheidenden Einfluss auf unser Musikverständnis hat, und gelernt diese Musik zu lieben. Und doch gelingt es uns selten nachzuvollziehen, welche Verzückung der Tanz der Klarinette bei jenen auslöst, die unmittelbar Teil an der jüdischen Kultur haben. Es sei denn, DAVID KRAKAUER spielt auf. Er ist der Derwisch, der die bislang überzeugendste Mischung von Klezmer, Punk, Jazz und allen anderen uns täglich umgebenden Musikrichtungen gefunden hat. Die Ursache ist ganz einfach. Krakauer hat nie den Versuch unternommen, Klezmer in eine der genannten Richtungen zu verbiegen. Mit Feingefühl reichert er an, wo andere fusionieren. Auf seiner letzten CD *Bubbemeises – Lies my Gramma told me* (Label Bleu) geht er nun in Sachen Wildheit, Ekstase und Entfesselung noch ein Stück weiter als man von ihm bereits gewohnt ist und fügt noch eine gehörige Prise HipHop bei und zwar in Person des abenteuerlustigsten Pioniers in dieser Hinsicht, dem New Yorker DJ SOCALLED und so gibt es immer wieder Momente, in denen Bar-Mizwa und Basketball-Korb miteinander zauberhaft enttaumeln. Sein Klarinettenfeuer auf den schneidend scharfen Gitarrenriffs von SHERYL BAILEY, den dicht geknüpften Akkordeon-Teppichen seines treuen Gefolgsmannes WILL HOLSHOUSER und den gewollt holperigen Beats des stets abenteuerlustigen Schlagzeugers MICHAEL SARIN und der Bassistin NICKI PARROTT sind Schwindel erregend. Beim Spielen überkommt alle geradezu eine diabolische Lust, die sie ungefiltert an den Hörer weitergeben. "Krakauer reisst uns hinab in einen Strudel, in den wir immer und immer wieder freiwillig hinein wollen. Er steht nicht nur in spielerischer Hinsicht, sondern auch als Visionär allein auf weiter Flur." (Jazzthetik)
 
Mit freundlicher Unterstützung 'Bureau Export De La Musique Francaise à Berlin'
 
 
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Freitag 08.06.2007 - 20:30 Uhr
 
NILS WOGRAM'S »Roots 70«
 
NILS WOGRAM (Trombone), HAYDEN CHISHOLM (AltoSax/B-Cl.), MATT PENHAM (Bass), JOCHEN RÜCKERT (Drums)
 
NILS WOGRAM behauptet nicht nur unangefochten die Stellung als wichtigster und einflussreichster deutscher und europäischer Posaunist seit Albert Mangelsdorff, seine Band »Roots 70« gehört auch zu den wenigen deutschen Jazz-Gruppen mit einem originären, zugänglichen und in höchstem Masse wieder erkennbaren Sound. Die international besetzte Gruppe mit dem Altsaxophonisten HAYDEN CHISHOLM, dem Bassisten MATT PENHAM sowie dem Drummer JOCHEN RÜCKERT besteht seit nunmehr sechs Jahren. Mit ihrem dritten Album *Fahrvergnügen* (Intuition) vollziehen sie die Quadratur des Kreises. Sie führen den Jazz zu völlig neuen Ufern, ohne die Errungenschaften der Vergangenheit zu leugnen oder gar zu überwinden. Selten hat eine Gruppe bei derartiger kollektiver Intensität eine ähnliche klangliche Leichtigkeit erzielt. Das Zauberwort ist Klangkultur. Der Bandsound steht über der Summe der individuellen Stimmen. Unaufdringlicher als auf Fahrvergnügen kann man das hohe musikalische Können der vier Rootisten kaum einbringen. WOGRAM & Co. setzen sich keine spielerischen Marken, die sie erreichen müssen, sondern stellen ihre Instrumente allein in den Dienst der Musik. Und plötzlich kitzeln sie im Hörer die Erinnerung: Ach ja, Jazz ist ja keine sportliche Disziplin, bei der es um Höchstleistungen ginge, sondern Musik. Ensemblegeist und Respekt vor der je individuellen Persönlichkeit der anderen ergänzen sich in schöpferischer Spannung zwischen Tradition und Lust an Neuem, ganz im Sinne von Ellington, Mingus und Miles. Mit Fahrvergnügen ist ihnen ein grosser Wurf gelungen, den man nun beim JAZZ CLUB Singen live erleben kann.
 
Mit freundlicher Unterstützung KULTURZENTRUM GEMS
 
 
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Freitag 25.05.2007 - 20:30 Uhr
 
JAMES CARTER »Organ Trio«
 
JAMES CARTER (Saxophones), GERARD GIBBS (Hammond B3 Organ), LEONARD KING (Drums)
 
In den neunziger Jahren gehörte der 1969 in Detroit geborene Saxophonist JAMES CARTER zu den „Wild Young Lions“ und den *New Stars* des Jazz. Mittlerweile hat er den *angry young man* längst abgelegt und dürfte zudem zu den bestangezogenen Jazzmusikern gehören, der gute alte Miles hätte seine Freude daran. Nicht nur mit *sharp-dressing* knüpft er an alte Jazzer-Traditionen an. In den letzten Jahren ist auch sein musikalisches Programm eng mit den Klassikern des Jazz verknüpft. So spielte er CDs ein, die Django Reinhardt und Billie Holiday gewidmet waren. Diese Linie verfolgt er auch mit seinem aktuellsten HammondB3-Organ-Trio. Mehr oder weniger angestaubte Jazzklassiker werden hier in *caterian fashion* interpretiert. Musiker wie Eddie 'Lockjaw' Davis, Benny Golson und Billy Strayhorn liefern das Spielmaterial. Spielzeug, über das sich Carter, der Organist GERARD GIBBS und Schlagzeuger LEONARD KING gleichermassen eifrig wie inspiriert hermachen. Sie werfen sich die Bälle hin und her, machen akustische wie sprachliche Spässchen und eines ist klar: Das ist groovende Bauch-Musik. Durchaus mit Sinn für die 'Swinghaftigkeit' der Originale, genauso aber mit der nötigen Respektlosigkeit, die sie vor allzu gefälligen Konzessionen an die Zuhörer bewahrt. JAMES CARTER bläst voller Energie, kraftvoll – welcher Saxophonist kann derart Luftsäulen zum Vibrieren bringen – mit rasendem Tempo und virtuoser Technik. LEONARD KING ist ein 'straight-forward' Schlagzeuger, der mit GIBBS an der Hammond B3 Orgel den groovenden Background für die musikalischen Eskapaden des Meisters bereitet.
 
 
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Donnerstag 17.05.2007 - 20:30 Uhr
 
CARLOS BICA & AZUL
 
CARLOS BICA (Bass), FRANK MÖBUS (Guitar), JIM BLACK (Drums)
 
Der portugiesische Kontrabassist CARLOS BICA ist nicht nur ein hervorragender Instrumentalist, sondern auch ein bemerkenswerter Komponist. Er besitzt die seltene Fähigkeit, Melodien zu schreiben, die im Grunde Songs ohne Worte sind – Songs, die einem nicht mehr aus dem Kopf gehen. Bicas Musik ist aus vielen Quellen gespeist – Klassik, Jazz, Rock, Pop, Fado, World Music, Folk – und besitzt immer diese besondere Athmosphäre poetischer Magie. Er schafft mit seinen Kompositionen Räume, in denen sich die Mitspieler entfalten können und hält geschickt die Musik im Fluss. In den 90er Jahren gründete er sein Trio AZUL mit dem eigenwilligen Gitarrengenie FRANK MÖBUS (Der Rote Bereich) und dem faszinierenden Trommelzauberer JIM BLACK, der in Singen bereits eine eingeschworene Fantruppe hat. AZUL steht für eine erfrischende Mixtur aus Jazzbeat, Rocktouch und mediterraner Melodik und für eine Relaxtheit, die wiederholt mit den Klanglandschaften von Radiohead oder Tortoise verglichen wurde. "MÖBUS, BICA und BLACK trauen sich, Raum zu lassen – eine der auffälligsten Stärken des Dreiers. Südländische Leichtigkeit, hochenergetische Dichte, humorige Verspieltheit, dramatische Schwere – all das fügt sich zu einer anregenden Palette an Blautönen", schreibt die Jazzthetik. Auch auf dem bereits vierten Album der drei Herren *Believer* (Enja) stehen die Songs und nicht die Musiker im Mittelpunkt, aber gleichzeitig existiert viel Platz für den eigenen Ausdruck der drei Musiker, was diese Musik eben von Pop unterscheidet. Auf dem Stück „Portuguese Seaman“ bleibt BICA ganz allein mit seinem Kontrabass. Gelassenheit und Weitsicht pur. "Mehr ist nicht nötig. In Zeiten der globalen Spassgesellschaft und Beliebigkeit (auch im Jazz) tut es gut, Inseln wie die Musik von CARLOS BICA und AZUL zu haben." (Jazzpodium)
 
 
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Donnerstag 26.04.2007 - 20:30 Uhr
 
AKI TAKASE »plays Fats Waller«
 
AKI TAKASE (Piano), EUGENE CHABOURNE (Guitar/Vocals), RUDI MAHALL (B.Klarinette), NILS WOGRAM (Posaune), PAUL LOVENS (Drums)
 
Nichts Neues im Jazz? Mag ja sein, dass es eine Avantgarde im militärischen Sinne von Vorkämpfern, denen das Fussvolk in gebührendem Abstand folgt, nie mehr geben wird. Aber die grossen Individualisten, die in Personalunion von Schöpfer un Interpret die Aura des Jazz immer bestimmt haben wie in keinem anderen Musikgenre, sind noch da. Und wenn sie in Hochform spielen sind sie unwiderstehlich – und einmalig. Z.B. die Pianistin AKI TAKASE, die immer dann ihren bizarren Humor am besten inszenieren kann, wenn sie sich grosse Partner aussucht und sich an den möglichst bekannten Themen anderer Leute - z.B. Fats Waller – reibt. Hierfür erhielt sie den Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik 2004. Sie ist eine sprühende Pianistin und Komponistin, die es gekonnt versteht, nicht bei einer Hommage stehen zu bleiben, sondern etwas Eigenes, Einmaliges und komplett Neues daraus zu machen. Sie ist zugleich eine der phantasievollsten Patchwork-Musikerinnen der zeitgenössischen Szene. Sie integriert, zitiert, verfremdet, klaut und klebt zusammen, was kaum zusammen gehört, und das gelingt ihr mit einer raffinierten Leichtigkeit, die den musikalischen Flickenteppich, der dabei herauskommt, zum faszinierenden Hörerlebnis macht. Vom pianistischen Harlem-Rag über rasante Bebop-Läufe und Modern Jazz-inspierierte Ensemble-Arbeit bis zu ruhigen, moderat modernen 'Intermezzi' am Piano solo spannt sie den Bogen, ohne dass sie mit diesem farbigen Stilmix jemals einbricht. Titel wie *Ain't Misbehavin* oder *Lookin' Good, But Feelin' Bad* gehören ebenso zu der Hommage an einen Künstler, der mit Witz und immer gutgelaunt sich der Schlager seiner Zeit angenommen hat, wie *Tintenfisch in Wien* und *Kauf dir einen bunten Luftballon*. Erstklassige Musiker unterstützen die Takase dabei: EUGENE CHABOURNE (Gitarre, Banjo und Gesang), RUDI MAHALL (Bassklarinette), NILS WOGRAM (Posaune) und der alte Haudegen PAUL LOVENS (Schlagzeug). Sie veranstalten ein Feuerwerk der Musik, des Spasses und der Auseinandersetzung mit Fats Waller.
 
 
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Donnerstag 12.04.2007 - 20:30 Uhr
 
FILLON / CAGWIN / PAULO
 
JEAN-LUC FILLON (Oboe), JARROD CAGWIN (Percussion), JOAO PAULO (Piano)
 
Ein neuer Klang im Jazz!? Der Franzose JEAN-LUC FILLON hat die Oboe, die bislang weitgehend auf die Klassik beschränkt blieb (einzig nennenswerte Ausnahme: Paul McCandless Mitglied der legendäre Gruppe Oregon), für die improvisierte Musik entdeckt und so einen neuen Klang im Jazz kreiert. Zusammen mit dem portugiesischen Pianisten JOAO PAULO und dem amerikanischen Schlagzeuger und Percussionisten JARROD CAGWIN, der zur Gruppe von Rabih Abou-Khalil gehört und auch schon in Singen zu erleben war, schafft er eine Musik, die einen mysteriösen Hauch von Mittelmeer, Orient und Amerika verströmt – World Music im positiven Sinne des Wortes. Jean Luc Fillon kann auf eine klassische Ausbildung als Oboist (u.a. als Solist im Orchestre Symphonique d'Europe), Bassist, Dirigent und Komponist verweisen. Vor ca. 15 Jahren begann er seine musikalischen Aktivitäten mehr und mehr in Richtung improvisierte Musik und Jazz zu verlagern, spielte in dieser Zeit mit vielen Grössen des französischen und europäischen Jazz zusammen und entwickelte dabei seine gänzlich eigene Spielweise. Mit Joao Paulo und dem Tambourinspieler Carlo Rizzo spielte er auf dem französischen Independentlabel *Deuz Z* die CD *FLEA MARKET* ein. Eine wunderschöne Platte, die die ganze Palette seines kompositorischen und instumentalttechnischen Könnens beweist, wobei der portugiesische in Paris lebende Joao Paulo immer wieder Elemente der traditionellen portugiesischen Folklore einfliessen lässt. Seit nunmehr einem Jahr hat er den Schlagwerker Jarrod Cagwin hinzugezogen, wodurch die Musik noch mehr Drive und Feeling bekommt, kammermusikalischer Jazz auf allerhöchstem Niveau.
 
MIT FREUNDLICHER UNTERSTÜTZUNG 'BUREAU EXPORT DE LA MUSIQUE FRANCAISE À BERLIN'
 
 
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Donnerstag 29.03.2007 - 20:30 Uhr
 
ABERCROMBIE / FELDMAN / JOHNSON / BARON
 
JOHN ABERCROMBIE (Guitar), MARK FELDMAN (Violin), MARC JOHNSON (Bass), JOEY BARON (Drums)
 
Endlich hat es der Tourplan dieser Traumband erlaubt, auch in Singen vorbeizuschauen. Der Gitarrist JOHN ABERCROMBIE hat mit dieser Band wohl in seiner langen Musikerlaufbahn die beste, die er je hatte, zusammengestellt und ein unglaubliches Meisterwerk bei ECM herausgebracht: *Class Trip*. Der Kritiker der Jazzthetik hat sich schier überschlagen: "Jede Vorsicht vor Superlativen ist hier unangebracht. Mit Class Trip hat er nicht nur das beeindruckendste Album seiner langen Laufbahn vorgelegt, er hat darüber hinaus den lange angezweifelten Beweis erbracht, dass man auf der Gitarre mit ganz einfachen technischen Mitteln auch im neuen Jahrtausend unerhörte Musik hervorbringen kann. Ein leises, zurückhaltendes und doch gigantisches, ja monolithisches Album." In der Ruhe liegt die Kraft, das ist der Nenner auf den sich JOHN ABERCROMBIE mit seinen drei Kollegen bringen lässt. Seine E-Gitarre, MARC JOHNSON Bass, JOEY BARON Schlagzeug und MARK FELDMAN Geige sind in ein Soundkonzept eingebunden, in dem Melodie vor Rhythmus und Klangmalerei Vorrang vor Swing hat. Es fällt schwer, die Musik des seit nunmehr sechs Jahren bestehenden Ensembles einzuordnen. Kammermusikalischer Jazz? Zeitgenössische klassische Musik? Improvisierte Kammermusik? Entscheidenden Anteil an dieser verhaltenen, manchmal etwas spröde wirkenden und doch immer eingängigen Musik hat MARK FELDMAN. Seine Violine prägt den zurückhaltenden Sound und den elegischen Grundton aller Kompositionen. In den intim wirkenden Dialogen mit Abercrombies Gitarre entwickeln sich magische Momente, bedächtig und fern jeder Hektik. Die einzige Fremdkomposition deutet die Anspruchsrichtung von ABERCROMBIE & Co. an: Béla Bartóks *Soldier's Song." Ein grosses musikalisches Ereignis steht dem JAZZ CLUB Singen ins Haus.
 
 
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Freitag 09.03.2007 - 20:30 Uhr
 
BRAFF / OESTER / ROHRER
 
MALCOLM BRAFF (Piano), BÄNZ OESTER (Bass), SAMUEL ROHRER (Drums)
 
Was hatten die Jazzfestivals von Schaffhausen, Willisau und Berlin im Jahr 2006 gemeinsam? Einen Star, das Trio BRAFF/OESTER/ROHRER; die drei rissen sowohl Publikum als auch Kritik zu Begeisterung hin. Der 37 jährige Pianist MALCOLM BRAFF bezeichnet sich als Weltbürger. Er wurde in Brasilien geboren, sein Vater war Pfarrer und Gospelmusiker, seine Mutter Lehrerin. Bevor seine Familie dann von Westafrika in die Schweiz zog, verbrachte Malcolm seine Kindheit in Dakar, Senegal. In der Westschweiz wandte er sich nach einer klassischen Ausbildung dem Jazz zu, in einem Stil, der die protestantischen Hymnen mit Trommelrythmen verbindet, verwandt mit Pianisten wie Randy Weston, Keith Jarrett oder Abdullah Ibrahim. Mit seinen beiden gleichberechtigten Partnern, dem Schweizer Bassisten BÄNZ OESTER und dem Schlagzeuger STEFAN ROHRER hat er sich seit der Gründung des Trios im Jahr 2001 zu einer blind verstehenden Einheit zusammengefunden und eine eigenständige kollektive und authentische musikalische Sprache entwickelt, die grosse Spannkraft, unbedingte Lust am Improvisieren und hymnische Tiefe auf unwiderstehliche Art verschmelzt. Im Jahr 2005 ist ihre zweite CD *Maximal Music* auf dem Label Unit erschienen. Das Jazz Podium schreibt hierzu: "Sich in der Flut grasierender Klaviertrios zu behaupten dürfte nicht einfach sein. Dem Schweizer Trio gelingt dies aber mit Bravour – und mit einem eigenen Klangbild, wie diese CD beweist. Der brasilianische Pianist MALCOLM BRAFF hat Magisches in seinen Händen. Im einleitenden *Ritual Song* zieht er den Hörer in das Geschehen der *Maximal Music* hinein. Dann kraftvolle Improvisationen über Jacques Brels! Amsterdam und das Beatles Lied *Norwegian Wood*. Vom sensiblen Swing bis zu donnernden Tontrauben reicht die Spannweite der die drei mühelos entsprechen."
 
 
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Freitag 23.02.2007 - 20:30 Uhr
 
MONKOMAROK
 
ALIMA HAMEL Vocals/kleine Sachen), LAURENT ROCHELLE (Sopransax/Bass Clar.), SYLVAIN FOURNIER (Bass/Samples), LOIC SCHILD (Drums/Perc), SPECIAL GUEST: BRAHIM DOUR (Violin/Oud)
 
MONKOMAROK – Der Bandname lässt Assoziationen sprudeln: neue Klanglandschaften, Grenzüberschreitungen, skurrile Innovationen, geniale Avantgarde, in jedem Falle aber Jazzpiano. Dieses Instrument freilich ist in dem in Toulouse beheimateten Quartett nicht vertreten, das unorthodox eine befremdlich-neue Klangwelt kreiert. *Electro World Jazz* reklamieren ALIMA HAMEL (Gesang), LAURENT ROCHELLE (Saxophon, Bassklarinette), SYLVAIN FOURNIER (Bass, Samples)und LOIC SCHILD (Drums, Arabische Percussion) als Etikett für ihren Musikmix, der dem Hörer keine Pausen gönnt. Gerade noch meditativ-schön, kippt eine Melodie hysterisch, zieht das Tempo dramatisch an, huschen Geräuschfetzen vorbei, Chanson-Töne wechseln mit Scat- Einlagen und Rezitationen. Ein "Augenblick verweile doch, du bist so schön" gönnen sich die jungen Franzosen nicht einen Augenblick lang in ihren selbstgeschriebenen Stücken z.B. auf ihrer dritten CD bei Enja *VÉGÉTALE*. Am Ende dieser Tour de Force sind Hörgewohnheiten durchgeschüttelt und Gehörgänge freigepustet worden – und der Hörer um die Erfahrung reicher, welche Power und Dynamik ein Traditions-unbelastetes Quartett zu entfalten in der Lage ist, das einfach 'monkisch' musiziert. Vom Jazz haben sie den musikalischen Anspruch und die Lust am Improvisieren behalten. "Ein imaginäres Universum, vollgepackt mit Freiheit und mit überraschenden Klängen: der Klang des Bazars! Eine Kreuzung der Folklore der Welt mit imaginärer Folklore, elektrischer Musik und improvisierter Musik, irgendwie etwas zwischen freier Welt Musik und Ethno Jazz. Sie destillieren eine Botschaft der Öffnung und derToleranz, auf der Suche nach einer fruchtbaren Entwurzelung, nach Freiheit." Einfach spannend!
 
MIT FREUNDLICHER UNTERSTÜTZUNG 'BUREAU EXPORT DE LA MUSIQUE FRANCAISE À BERLIN'
 
 
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Donnerstag 08.02.2007 - 20:30 Uhr
 
DAVID BERKMAN
 
DAVID BERKMAN (Piano), JIMMY GREEN (Saxophone), ED HOWARD (Bass), TED POOR (Drums)
 
Seitdem er vor Jahren beim Konzert des Meisterbassisten Cecil McBee am Klavier sass, steht er auf der Wunschliste des JAZZ CLUB Singen. Die Rede ist von dem in New York lebenden Pianisten DAVID BERKMAN. Nun kommt er endlich mit seinem aktuellen Quartet mit dem Saxophonisten JIMMY GREEN, dem Bassisten ED HOWARD und dem Drummer TED POOR, alles gestandene New-York-Cats. Mittlerweile hat DAVID BERKMAN vier CDs auf dem Palmetto Label herausgebracht. Zwei dieser CDs *Handmade* und *Leaving Home* wurden in USA zu den 10 besten Produktionen des jeweiligen Jahres gewählt. Auch seine letzte CD *Start here - Finish there* ist wieder ein gelungenes Beispiel seiner ausserordentlichen Qualitäten als Pianist, Bandleader und Komponist. Seine Musik ist sehr sophisticated. Das heisst nicht, dass er sich auch mal von seiner romantischen Seite zeigt, aber es dominieren doch immer wieder komplexe Latin-Rhythmen, erwachsene Funkyness und vor allem fein ziselierter Modern Bop. Als Komponist zählt er fraglos zu einem Talent von höchstem Kaliber. Sein Klavierspiel ist sprudelnd, energisch und kraftvoll auch in der Begleitung. Als Begleiter wie auch als Solist entpuppt er sich als ein Musiker, der mit Farben umgehen kann. "Alles ist in einer ständigen, ineinandergreifenden Bewegung, ohne aufgeregt zu klingen und trotzdem voll lebendiger Athmosphäre und abenteuerlicher Weisheiten. In seiner gestalterischen Intensität gehört die CD *Communication Theory* zu den überzeugendsten der letzten Jahre." (Jazzpodium)
 
 
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Freitag 26.01.2007 - 20:30 Uhr
 
DEPART
 
HARRY SOKAL (Saxophone), HEIRI KÄNZIG (Bass), JOJO MAYER (Drums)
 
Die Schlagzeile von einem der „Comebacks des Jahres” innerhalb der europäischen Jazzszene hat bereits die Runde gemacht Ja, DEPART, das virtuose schweizerisch-österreichische Trio-Kraftwerk, das zwischen 1985 und 1994 die Festival- und Club-Auditorien elektrisierte, kurvt tatsächlich wieder durch den internationalen Parcours. Bei ihrer aktuellsten CD auf ACT „Reloaded“ handelt es sich jedoch um keine jener Reunionen, in der die Musiker nostalgietrunken dort anknüpfen, wo sie zuletzt aufgehört haben. Reloaded, das ist ein Neuzusammenschluss dreier Musiker mit gemeinsamer Vergangenheit, die ihre individuell gewonnen Erfahrungen der letzten zehn Jahre nun zueinander in Beziehung setzen. Da ist HARRY SOKAL, der gebürtige Wiener und einer der führenden Post-Coltrane-Saxofonisten, da ist das Schweizer Bassisten-Schwergewicht HEIRI KÄNZIG und da ist der Schweizer in New York lebende Super-Drummer JOJO MAYER. Melodie und Puls stehen in dieser transalpinen Allianz gleichberechtigt nebeneinander, Europäisches und Amerikansisches laufen in verschiedenen Knotenpunkten zusammen. Kesse Jodler finden ebenso Eingang ins Material des Trios wie kirgisische Hirtenmelodien, Wienerlieder oder treibende Jazz-Grooves (z.B. Titel wie *One for Eddie who?* oder *Funky-Fun-Key*). Kein Zweifel: Hier sind drei Musiker am Werk, deren Horizont sich in vielerlei Richtungen erweitert hat und die weiterhin Offenheit für aktuelle Strömungen zeigen. Drei gereifte Männer, die zwar immer noch zu enormer Energieentwicklung fähig sind, die ihr Ohrenmerk jedoch ebenso auf elastisch-filigrane Ensemble-Balance und die Aussage jedes einzelnen Tons legen. Für die NZZ und den Tagi war DEPART der Höhepunkt auf dem Schaffhauser Jazzfestival 2005 und einer der Höhepunkte beim Jazzfestival Willisau und Berlin 2006.
 
Mit freundlicher Unterstützung PRO HELVETIA
 
 
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Donnerstag 11.01.2007 - 20:30 Uhr
 
SIMPLE ACOUSTIC TRIO
 
MARCIN WASILEWSKI (Piano), SLAWOMIR KURKIEWICZ (Bass), MICHAL MISKIEWICZ (Drums)
 
Die Namen des Pianisten MARCIN WASILEWSKI, des Bassisten SLAWOMIR KURKIEWICZ und des Schlagzeugers MICHAL MISKIEWICZ muss man sich merken. Wenn einem die drei jungen polnischen Musiker nicht ohnehin ein Begriff sind. Seit über zehn Jahren sind sie nicht mehr von der Seite des Trompeters Tomasz Stanko, mit dem sie bereits vor zwei Jahren ein viel umjubeltes Konzert beim JAZZ CLUB gegeben haben, wegzudenken. "In der gesamten ponischen Jazzgeschichte gab es noch nie so eine Band", schwärmt Stanko. "Ich werde jeden Tag aufs Neue von diesen Musikern überrascht. Sie werden einfach immer besser." Mit ihrem Album *Trio* für ECM legen die drei ihr visionärstes und konsequentestes Werk vor und nebenbei eine der überzeugendsten aktuellen Produktionen des modernen Jazz. Unter den dreizehn Instrumentals finden sich neben Eigenkompositionen auch ein Stück aus der Oper *König Roger* aus den 20er Jahren und Björks *Hyperballad*. Schon in den ersten Tönen stecken so viel Entspannung und Energie, so viel Souveränität und Seele, im ganzen Album so viel Abwechslung, Aufregung und Ausgeglichenheit, dass es eine wahre und rare musikalische Freude ist. Dabei ist es vor allem WASILEWSKI, der mit seinem Klavierspiel das vibrierende Herz des Trios bildet. Das Trio exemplifiziert einen neueren Trend im Jazz. Die Rückkehr zum Akustischen (weg von Keyboards und E-Bass) geht einher mit der Umsetzung von Energien, die eine mit der zeitgenössischen Rock- und Popmusik aufgewachsene Musikergeneration internalisiert hat. "Im Zürcher Moods spielten die drei mit einem *feu sacré*, das man bei vielen ihrer Kollegen vermisst, ein Glücksfall."
 

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Text: R. Kolmstetter

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