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| Freitag 12.12.2008 - 20:30 Uhr |
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| PETER WATERS & MICHAEL NEFF |
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| PETER WATERS (Piano),
MICHAEL NEFF (Trompete/Flügelhorn) |
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Mit
der CD "Songs from the present" erleben wir den im australischen
Broken Hill geborenen und in Diessenhofen lebenden Pianisten PETER
WATERS und den Appenzeller Trompeter MICHAEL NEFF als instrumentale
Geschichtenerzähler. Allein schon die Titelwahl weist auf ein
Kaleidoskop hin, in dem sich individuelle und universelle Anekdoten,
Makro- und Weitwinkel-Einstellungen in in schneller Folge mischen. Mit
Spielfreude und einer Virtuosität, welche die Möglichkeiten ihrer
Instrumente voll ausschöpft, zitieren sie aus der musikalischen
Erinnerung ihrer Generation, erzählen von individuellen Begegnungen,
Landschaftsidylle und Weltpolitik. Der Titel der phantastischen CD
verweist auch auf die zahlreichen Fremdkompositionen , die sich wie
ein roter Faden durch dieses Album ziehen. Sie stammen u.a. von Eros
Ramazotti!, Lennon/McCartney, Carlos Santana, Joe Jackson und Stevie
Wonder. Die Auswahl mag wie eine kleine Enzyklopädie des Populären
erscheinen, die Interpretationen aber sind virtuos und komplex und
haben nichts zu tun mit dem gängigen Begriff "Coverversion". Vor
allem Ramazotti möchte man gönnen, dass er irgendwann und irgendwo
eine seiner Kompositionen, gespielt von WATERS/NEFF zu hören bekommt.
Er hätte seine Freude daran... Über alle Genre hinweg zaubernd und
zitierend, gewürzt mit einer gesunden Prise Extrovertiertheit und
Euphorie, trabt und gallopiert zuweilen das Pianospiel von PETER
WATERS davon, um dann vom minimalistisch-lyrischen Trompetenspiel von
MICHAEL NEFF wieder mit einem souveränen Lasso-Wurf eingefangen zu
werden. Sanft, aber doch bestimmt. |
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| Freitag 28.11.2008 - 20:30 Uhr - STADTHALLE SINGEN |
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| CÉCILE VERNY |
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| CÉCILE VERNY (Gesang),
ANDREAS ERCHINGER (Piano), BERND HEITZLER (Bass),
THORSTEN KRILL (Drums) |
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Leidenschaftlich,
ehrlich, echt ,charmant, humorvoll – so beschreiben Fans und
Journalisten die Auftritte des CECILE VERNY QUARTETS. Seit zwanzig
Jahren begeistern die afrikanisch-französische Sängerin und ihre
hochkarätige Band nicht nur die Plattenkäufer, sondern vor allem das
Live-Publikum mit ihrem swingenden Mix aus Jazz, Poesie und
afrikanischen Grooves. "Endlich mal eine, die nicht wie Ella klingt",
lobte schon der Kritiker der Zeit und auch seine Kollegen fasziniert
die eigene, originelle Art und Weise, wie die sanftmütige Powerfrau
ihre Musik singt und swingt. Ihr neustes und damit sechstes Album hat
sie schlicht und einfach "Amoureuse" betitelt. Schon in den Titelsong
mit seinen coolen E-Piano-Akkorden, dem fegenden Rhythmus und der
melancholisch-schönen Melodie kann man sich verlieben. Auch bei den
anderen Stücken schliesst sich der musikalische und thematische Kreis
immer wieder, ganz natürlich und elegant. Vom poetischen Swing des
reminiszierenden "You will know when You get there" zur swingenden
Poesie von "The Fly", von Spoken Word-Grooves wie "Ta Question" zu
elegischen Balladen wie "Amber Tears" oder "J'aime l'idee", von den
afrikanischen Klängen von "Kanakassi" und K'la", inspiriert von
Auftritten in Uganda im letzten Jahr, zu den vielseitigsten jazzigen
Zwischentönen. All das macht CECILE VERNY und ihr Trio – hervorragend
besetzt mit BERND HEITZLER am Bass, THORSTEN KRILL am Schlagzeug und
Percusssion und ANDREAS ERCHINGER an allem, was Tasten hat – so
besonders. Live und im Konzert geben diese fantastischen Vier ihren
elf nagelneuen Originals natürlich auch etliche der Ausnahmestücke
ihrer vorhergehenden Alben dazu. "Ich singe, rede, lache gern. Wir
als Band haben das grosse Glück, machen zu können, was wir wollen.
Und dann muss man das auch mit Freude nach Aussen tragen. Es gibt
Momente in dieser komplizierten Welt, in denen man die Augen
schliessen und einfach nur dankbar sein sollte", so CECILE VERNY.
Die Musik dazu können alle Musikliebhaber bei ihrem
Liveauftritt in der Singener Stadthalle erleben. |
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| Mittwoch 12.11.2008 - 20:30 Uhr |
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| RUDRESH MAHANTHAPPA |
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| RUDRESH MAHANTHAPPA (AltoSax),
VIJAR IYER (Piano), FRANCOIS MOUTIN (Bass),
DAN WEISS (Drums) |
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Ende
2007 beim 38. Deutschen Jazzfestival Frankfurt war der New Yorker
Saxophonist RUDRESH MAHANTHAPPA zum ersten Mal mit eigener Band in
Deutschland zu sehen und zu hören und wird jetzt schon beim JAZZ CLUB
Singen, der sich immer bemüht seinem Publikum neue Musiker zu
präsentieren, auf der Bühne stehen. Wie der Pianist VIJAR IYER ist
der indisch-amerikanische Altsaxophonist MAHANTHAPPA Mitte 30. Beide
stehen für einen neuen Musikertypus, der möglichst unabhängig von
europäischen Festivalengagements ein produktives Künstlerleben in der
Jazzmetropole New York organisisert. Er arbeitet nicht nur in sieben!
Bandprojekten gleichzeitig, er kümmert sich auch um Stiftungsgelder
und Auftragskompositionen. Von den drei Cds, die in 2007 unter seinem
Namen erschienen, ist die CD "Codebook" (PI Recordings) eine der
besten Jazzplatten des Jahres mit hoher instrumentaler Kunst und
einer Musik, die sich mit Kommunikation, Symbolik, Systematik, Codes,
Chiffrierungen, Dechiffrierungen, Entwurzelung und der Suche nach
kultureller Identität auseinander setzt. Mahanthappa transportiert
die enorme rhythmische Komplexität klassischer indischer Musik in ein
zeitgenössisches Jazz-Klangbild und lässt damit all die notorisch
schwirrenden Weltmusik-Verschmelzungsversuche weit hinter sich. Von
Drumset, DAN WEISS, und Kontrabass, FRANCOIS MOUTIN, ertönt ein
Stakkato kompliziertester asymmetrischer rhythmischer Perioden, vom
Klavier flirrend ins Unendliche ziehende Linien, und all das ist
lässig gespielt und ausdrucksreich angerichtet mit vierteltönigen
Skalen am Altsaxophon, die voller Energien stecken, ohne je zu
bersten. Wie von allein entstehen Bilder, die niemand projiziert. So
beschreibt der Kritiker H.J. Linke das Konzert beim Festival. Mit RUDRESH
MAHANTHAPPA ist ein Künstler auf der Szene erschienen,
mit dem man in Zukunft rechnen muss – eine wichtige, innovative Kraft
im Jazz. |
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| Freitag 24.10.2008 - 20:30 Uhr |
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| BENNIE WALLACE |
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| BENNIE WALLACE (TenorSax),
ADAM RAFFERTY (Guitar), ELIAS BAILEY (Bass),
WILLIE JONES III (Drums) |
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Seit
vielen Jahren steht der in Chattanooga/Tennessee geborene
Tenorsaxophonist BENNIE WALLACE ganz oben auf der Wunschliste des
JAZZ CLUB Singen. Nun kommt er endlich mit seinem aktuellen Quartet,
dem Gitarristen ADAM RAFFERTY, dem Bassisten ELIAS BAILEY und dem
Schlagzeuger WILLIE JONES III, mit dem er schon seit vielen Jahren
spielt. Mit seiner preisgekrönten Debütplatte "The Fourteen Bar
Blues" hatte BENNIE WALLACE 1979 seinen internationalen Durchbruch.
Dieses Album war ein Senkrechtstarter und glich einer wichtigen
Wortmeldung auf dem Tenorsax. Er wurde von der Fachpresse gelobt,
erfreute sich auf Anhieb grosser Beliebtheit beim Publikum, wurde mit
vielen Preisen geehrt und als "New Sax Giant" oder "Meister des
Meta-Bop" gefeiert, deM jüngsten Spross einer Traditionslinie, die
Ben Webster, Coleman Hawkins, Albert Ayler und Sonny Rollins umfasst.
Wenn man diese Namen liest, kann man sich schon eine Vorstellung
machen, wohin die musikalische Reise bei diesem Quartet geht. Nach
diesem vielversprechenden Erstling übernahm BENNIE WALLACE die Rolle
des aufgeschlossenen, experimentierfreudigen Traditionalisten,
spielte Alben ein für Enja und Blue Note, begleitet von Jazz-Grössen
wie Tommy Flanagan, Chick Corea, Dave Holland, John Scofield, Elvin
Jones. Nach vielen erfolgreichen Jahren in der
Hollywood-Filmindustrie ist er nun endlich auf die Jazz-Bühne
zurückgekehrt. Auf Enja nahm er seither wieder verschiedene Alben
auf, u.a. ein aussergewöhnliches Gershwin-Tribut und ein erlesenes
Balladenprogramm voll Raffinesse und Schönheit "The Nearness of You"
(Enja Records). Über sein Konzert auf den Berliner Jazztagen schrieb die Presse:
"Was für ein Konzert! Und was für ein Tenorist! Sein Ton ist voll und
explosiv, rau und zärtlich, bissig und sanft. Ein Höhepunkt! Er ist
schon jetzt ein Klassiker des zeitlosen Jazz und einer der letzten
grossen individuellen Stimmen in der Tenorsaxwelt." |
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| Samstag 18.10.2008 - 14:00 Uhr !!! |
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| JAZZ FÜR KINDER »Hoppel Hoppel Rhythm Club«
mit dem PETER LEHEL Quartett |
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| PETER LEHEL (TenorSax),
PETER SCHINDLER (Piano), MEINHARD "OBI" JENNE (Drums),
MINI SCHULZ (Bass) |
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In
der Jazzimprovisation dreht sich alles um die Spontaneität. Man kann
nach Lust und Laune spielen, was einem ein- und gefällt. Gut ist, was
Spass macht. Liebe Eltern, kommt Ihnen das bekannt vor? Wenn Kinder
spielen, passiert ja dasselbe. Diese Parallele fiel auch den Mannen
um PETER LEHEL auf und so gründetetn sie kurzerhand ihren »Hoppel
Hoppel Rhythm Club« – das Jazzevent für Kinder. Die jungen Zuhörer
(und natürlich auch die Eltern) erfahren allerhand über die
Entwicklung des Jazz, die Instrumente, über Rhythmus, über den
Unterschied zwischen Swing und Rhumba usw. anhand von eingängigen
Musikbeispielen. Der Fuchs stiehlt die Gans im Reggae und der Reiter
rockt auf seinem Pferd. Der Bär probiert es mit Swing und
Gemütlichkeit und zum Schluss fangen alle den Tiger! So oder so
hnlich. Jedenfalls hat die CD Hoppel 'Hoppel Rhythm Club' im Jahr
2006 den begehrten Preis der Deutschen Schallplattenkritik erhalten.
Wer will, bringt ein Rhythmusinstrument mit. Wer keins hat, baut sich
einfach eins: ein paar Reiskörner in eine kleine Blechdose, fertig!
Auf der Bühne geht es dann richtig zur Sache: Laune und Energie, dass
man es förmlich knistern hört. Übrigens: Papa und Mama dürfen
natürlich auch mit rein und mitmachen und jeder ob klein oder gross
zahlt nur 3 Euro Eintritt. Beginn ist um 14.00 Uhr und das ganze
spektakel dauert rund anderthalb Stunden! In
Zusammenarbeit mit Jugendmusikschule Singen + Kulturzentrum GEMS
und gefördert durch den Jazzverband BW, die Landesbank BW + die
Landesstiftung BW |
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| Donnerstag 09.10.2008 - 20:30 Uhr |
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| BOJAN Z. »Xenophenia« |
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| BOJAN ZULFIKARPASIC (Piano),
THOMAS BRAMERIE (Bass), MARTIJN VINK (Drums) |
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BOJAN
Z., der aussergewöhnliche Pianist des Balkans, einst von dem
französischen Bassisten Henri Texier, der selber im Nov. 09 zum
20jährigen Jubiläum des JAZZ CLUBS mit seinem Strada Sextet endlich
nach Singen kommt, entdeckt und 2005 mit dem European Jazzprice
ausgezeichnet, präsentiert sich auf der Bühne mit seinem neuen Trio
bestehend aus THOMAS BRAMERIE am Bass und MARTIJN VINK am Schlagzeug.
Ihre CD "Xenophonia" (Label Bleu) wurde mit dem Jahrespreis "Les
Victoires du Jazz 2007" in Paris ausgezeichnet. Musikalisch basiert
das Trio auf dieser CD. Jedoch wachsen und verändern sich die Stücke
laufend, da BOJAN Z. insbesondere in Frankreich, Italien und auf
internationalen Festivals enorm viel spielt. Die Neue Zürcher
Zeitung schreibt: "BOJAN ZULFIKARPASIC ist vor allem ein Denker, ein
Kreativer und kein handwerklicher Blender wie so viele seiner
Instrumentalkollege. Seine Virtuosität an den Tasten und im Flügel
(wo er mit einer erstaunlichen Treffsicherheit die Saiten zupft),
erlaubt ihm die Umsetzung all seiner Ideen, steht aber immer im
Dienst der musikalsischen Aussage. Diese Tiefsinnigkeit, verbunden
mit einem ausgeprägten Sinn für Humor und Poesie, überzeugt. BOJAN Z.
darf als einer gelten, der all die Qualitäten, die den Jazz so
attraktiv und lebendig machen, in hohem Masse besitzt – als ein
kompromissloser Künstler, dem man stundenlang mit Gewinn zuhören
kann." Der serbische Pianist, der seit über 20 Jahren in Frankreich
lebt, hat mittlerweile sechs CDs unter eigenem Namen aufgenommen. Auf
allen spielt er mit einer Leichtigkeit an Emotionen und beweist vor
allem Ausdrucksstärke.
Im Jahre 2002 wurde BOJAN Z. von der französischen Regierung zum
"Chevalier de l'ôrdre des Arts et des Lettres" ernannt und erhielt den
"Django Reinhardt Preis" in der Kategorie Musiker des Jahres.
DIESES KONZERT WIRD UNTERSTÜTZT VOM "BUREAU EXPORT DE
LA MUSIQUE FRANCAISE À BERLIN". |
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| Freitag 26.09.2008 - 20:30 Uhr |
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| ARAXI KARNUSIAN |
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| ARAXI KARNUSIAN (TenorSax),
RAFAEL SCHILT (TenorSax), COLIN VALLON (Piano),
DANIEL SCHLÄPPI (Bass), DOMINIC EGLI (Drums),
+ Streichquartett |
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Das
hervorragend besetzte, aus Streichquartett und Jazzquintett
bestehende Ensemble der in Bern lebenden jungen Saxophonistin ARAXI
KARNUSIAN mit dem Namen "Strange Sounds – Beautiful Music" verfolgt
kompromisslos die Vision der Leaderin: eine eigenständige Musik, die
sich jenseits stilistischer Schranken bewegt, die westliche E-Musik
und afroamerikanischen Jazz, Komposition und Improvisation, treibende
Beats und hymnische Klanglandschaften so wie Struktur und emotional
dichtes, durchstrukturiertes Werk für neun emanzipierte
InstrumentalistInnen vor, das aufhorchen lässt und die Einflüsse von
Béla Bartok, Gustav Mahler, Dave Holland und Ornette Coleman zu einem
fliessenden Ganzen vereint. Die Programmplaner des JAZZ CLUBS haben
selten eine so hervorragende und vor allem gelungene "Fusion" von
Jazz und Streichern gehört, wie von diesem Ensemble. "Eine
hinreissende Musik, die unendliche Melancholie verströmt und durch
treibende Beats und ungestüme Soli fesselt. ARAXI KARNUSIAN brachte
mit ihren Musikern, zu denen u.a. der Jungstar am Piano COLIN VALLON
gehört, ihre Suite "interrupted" (Label YVP) mit Verve und
mitreissender emotionaler Kraft zur Aufführung" lobte die BaZ nach
der Aufführung am Basler Festival "Strings". Die Violinisten SIMON
HEGGENDORN und Tobias PREISIG, der Bratschist DAVID SCHNEEBELI und
der Cellist BRUNO FISCHER sind erfahrene, flexible und hervorragende
EnsemblespielerInnen mit der Fähigkeit zur individuellen solistischen
Gestaltung. Als Vertreter der jüngeren Streichergeneration sind sie
bekannt für ihre Arbeit in diversen Crossover-Projekten, nicht
zuletzt dank Ausbildungen an Konservatorien und Jazzschulen. |
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| Freitag 12.09.2008 - 20:30 Uhr |
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| »UNART 4.0« |
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| URS RÖLLIN (Gitarre),
EWALD HÜGLE (Saxophon), DIETER ULRICH (Drums),
ROBERT MORGENTHALER (Posaune) |
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Mit
der zweiten CD nehmen die vier aus unterschiedlichsten Ecken des Jazz
kommenden Musiker der Newjazz-Gruppe UNART 4.0 den roten Faden konsequent
dort auf, wo sie ihn bei ihrem durch die internationale Presse hoch
gelobten Erstling verliessen. Wiederum sind in drei Suiten die
Kompositionen elegant zusammengeführt, nun homogen von jeweils einem der
drei Musiker zusammengestellt. Die ästhetische Vorstellung jedes einzelnen
wird so streng und klar hörbar. Gleichzeitig beeindruckt, wie das
authentisch entwickelte Spiel und die unverwechselbare Klangkultur von
UNART 4.0 die unterschiedlichen Autoren leicht wieder unter einem Hut zu
vereinen vermag. Ein gelungenes Stück Musik, das zeitgenössische
Komposition und Improvisation mit traumwandlerischer Sicherheit verbindet
und die Hörerinnen und Hörer immer wieder in neue und überraschende
Klangwelten führt. URS RÖLLIN, künstlerischer Leiter des Schaffhauser
Jazzfestivals - eigentliches Schweizer Jazz-Schaufenster -, Lehrer an der
Luzerner Hochschule für Musik (Jazzschule), spielt die Gitarre manchmal
als Bass, manchmal ganz klangmalerisch, dann melodiös, schräg und schrill.
Der aus Gottmadingen stammende Saxophonist EWALD HÜGLE setzte sich schon
früh mit der Jazztradition auseinander, bevor er eine klassische
Ausbildung bei Ivan Roth abschloss. Vom Sopran- bis hinunter zum
Baritonsaxophon beherrscht er jede Stimmung und gibt damit dem Bandsound
seine charakteristische Breite. Der Posaunist ROBERT MORGENTHALER bringt
mit seiner warmen, bluesigen und jazzigen Spielweise die Band immer wieder
sicher auf den Boden zurück. Seine immense Erfahrung macht ihn als
Komponist wie auch als Instrumentalist unersetzlich. Und schliesslich
DIETER ULRICH, der Ausnahmeschlagzeuger, prägte an der Seite von Urs
Blöchlinger das Gesicht des Schweizer Jazz der 80er und 90er Jahre. Durch
seine Fähigkeit, sich schnell verändernden Situationen anzupassen,
funktioniert er nicht nur als "time-keeper", sondern des öfteren auch als
Steuermann. |
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| Freitag 29.08.2008 - 20:30 Uhr |
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| ERIKA STUCKY »Suicidal Yodels« |
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| ERIKA STUCKY
(Gesang/Yodels/Gitarre/Akkordeon/andere Klangerzeuger) |
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Vor
einigen Jahren hinterliess die Sängerin ERIKA STUCKY mit ihrem Trio beim
JAZZ CLUB Singen in der GEMS sowohl beim Publikum als auch bei den
Kritikern einen nachhaltigen Eindruck. Nun ist sie wieder zurück und zwar
besser und bekannter denn je. Also willkommen in der Wohnstube von ERIKA STUCKY.
Nehmen Sie mit ihr Platz im Lehnstuhl oder Sofa (das immer auf der
Bühne stehen muss). Und los geht die Reise durch Erikas Welt und Welten.
Denn STUCKY lebt nicht nur in einer Welt. Aufgewachsen in San Francisco
zog ihre Familie alsbald ins Walliser Dorf Mörel. Die Weltstadt hier, das
Bergdorf da. Hippies und Flower-Power hier. Bergbauern und Trachtenverein
da. Solche Kulturbrüche prägen. Und aus diesen Gegensätzen zieht ERIKA
STUCKY die Inhalte ihrer Programme. In Ihrem neuen Soloprogramm geht sie
dem scheinbar typischen Schweizer Kulturerlebnis auf den Grund. Doch schon
bald merkt der Zuhörer, dass das Jodeln nicht etwas urtypisch
schweizerisches ist, sondern urtypisch menschliches, ausgeprägt in den
verschiedensten Kulturen rund um den Globus. Und die Jodel bringen nicht
immer nur "Heile, heile Segen", sondern können auch durchaus
selbstmörderisch sein. Dann wird das "Zäuerli" zum "Swiss Voodoo" oder zum
Alpen-Blues. In Tat und Wahrheit sind die Jodels auf Ihrer CD "Suicidal
Yodels" (Traumton) "Verzweiflungsjodler, Trotzjodler, Melancholiejodler
oder Wiederauferstehungsjodler" und das sind z.B. Dylans "All I really
want to do" oder die "Gazolinepolka" und eine haarsträubend
herzergreifende Interpretation von "Blueberry Hill". Aufgenommen hat sie
diese CD nicht im Studio, sondern mitten im Leben: In Scheunen und
Treppenhäusern, auf einem Hotelbalkon, in der Küche, am Zürcher Bahnhof
Enge. Grenzen überschreitet STUCKY nicht nur bei der Live-Gestaltung ihres
Programms. Keine Grenzen kennt sie auch, wenn es darum geht tradierte
Musikformen oder Kompositionen in ihre Welt zu holen. Das ist immerzu
spannend, überraschend und witzig – auch wenn der Witz einem manchmal im
Halse stecken bleibt. |
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| Freitag 04.07.2008 - 20:30 Uhr |
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| YARON HERMAN |
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| YARON HERMAN (Piano),
MATT BREWER (Bass), GERALD CLEAVER (Drums) |
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Wer
war im Jahr 2007 auf vielen Festivals z.B. in Villingen und Zürich der
Überraschungshöhepunkt und verdrehte einigen Kollegen die Ohren? Richtig:
der 1981 in Tel Aviv geborene und heute in Paris lebende Pianist YARON
HERMAN, der nun auch zum JAZZ CLUB Singen kommt, aber nicht solo, sondern
mit seinem aktuellen Trio, zu dem der Schlagzeuger GERALD CLEAVER, bekannt
durch seine Arbeit mit Miroslav Vitous und Jacky Terrasson, und der junge,
nicht minder begabte Bassist MATT BREWER, der sich schon durch seine
bemerkenswerte Performance mit Greg Osby und im neuen Gonzalo Rubalcaba
Quintet einen Namen gemacht hat, kurz gesagt also mit einem Top-Rhythmus
Gespann. Wenn von talentierten Jungspunden die Rede ist, darf vor allem der Pianist
YARON HERMAN nicht fehlen. Als 16jähriger war er noch für eine
Profikarriere als Basketballer vorgesehen. Eine Verletzung zwang ihn zu
einer Pause, in der er sich einmal an ein Klavier setzte. Seither zittern
weder seine Gegner noch die Maschen des Netzes bei seinen Einwürfen. Unter
der Anleitung von Professor Opher Breyer und seiner auf Philosophie,
Mathematik und Psychologie basierenden Methode lernte YARON quasi im
Überschallflieger Klavier spielen. Mit 19 merkte er, dass er auch am
renommierten Berklee College of Music in Boston nichts mehr zu lernen
hatte und er begab sich auf die Rückreise nach Tel Aviv. Und hier kommt
der einzige Hänger in dieser Raketenkarriere ins Spiel, den leistete er
sich in Paris, wo er nämlich hängenblieb und mit 27 immer noch lebt und ja
darf man sagen arbeitet? Nach Arbeit klingt nämlich nichts, was uns da
aus dem Klavier entgegenkommt. Der Fluss der Ideen und die Überraschungen,
die an jeder Ecke lauern, sind die reine Freude. Hier entfaltet sich ein
musikalisches Universum, welches nicht mit Parametern wie Dekonstruktion
oder Rehamonisierung erfasst werden kann. Und das nicht völlig losgelöst
von ausgewählten Themen, sondern einfach parallel dazu. Als Beispiel dafür
A. Scriabins "Prelude No2 in B flat Major, Opus 35", Stings "Message in a
bottle" und schliesslich der Standard "In the wee small hours of the
morning". "A Time for everything" heisst die aussergewöhnliche CD, die der
israelische Pianist auf dem französischen Label "Laborie" veröffentlicht
hat und die in unserem westlichen Nachbarland in verschiedenen Magazinen
zu einer der Platten des Jahres 2007 auserkoren wurde. Dieses
Konzert wird unterstützt vom "Bureau Export De La Musique Francaise à Berlin". |
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| Donnerstag 05.06.2008 - 20:30 Uhr |
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| ORCHESTRE NATIONAL DE JAZZ »Électrique« |
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| FRANK TORTILLER (Vibraphone),
VINCENT LIMOUZIN (Vibraphone/Marimba), PATRICE HERAL (Persussion/Voice),
CLAUDE GOMEZ (Samples/Mix), YVES TORCHINSKY (Bass),
JEAN GOBINET (Trumpet), JOEL CHAUSSE (Trumpet),
ERIC SEVA (Saxophones), JEAN-LOUIS POMIER (Trombone),
MICHEL MARRE (Tuba) |
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Das
ORCHESTRE NATIONALE DE JAZZ wurde 1986 vom damaligen Kultusminister Serge
Lang als Gegengewicht zum klassisch ausgerichteten Orchestre National
gegründet. Nach "Close to Heaven – Tribute to Led Zeppelin" widmet sich
das ONJ wiederum der Musik der 1970er Jahre. Diesmal freilich weniger im
Rock- denn im Jazzbereich. Bandleader FRANCK TORTILLER erinnert an den
Fusionjazz dieser Zeit. "Électrique" widmet sich einer Musik, die um 1970
entstanden ist und in genialer Weise populäre Elemente mit der Tradition
des Jazz verband: Miles Davis (dessen Album Bitches Brew Massstäbe
setzte), der kürzlich verstorbene Pianist Joe Zawinul mit seiner Band
Weather Report, Herbie Hancock oder John McLaughlin mit seinem Mahavishnu
Orchestra – sie stehen für diese Epoche des elektrifizierten Jazz, die
sich durch eine rhythmische Frenetik und seine wagemutige formale
Zwitterhaftigkeit auszeichnet. Bandleader TORTILLER steuert sein
Orchester, das zupackend und präzise wie immer agiert, in eine lange
rhythmische Odyssee, bei der ein ebenso humorvolles wie dezidiertes
Eintauchen ins eruptive Herz dieser Musik im Vordergrund steht. Dabei
spielt die Band zumeist Eigenkompositionen, die auf die bekannten
Vorbilder zurückgreifen. "Électrique" ist ein absolutes Plädoyer für einen
"offenen" Jazz, der andere Stilarten homogen integriert, genial
interpretiert und weiterentwickelt von einem der faszinierendsten
Orchester, die es derzeit in Europa zu hören gibt. Dieses
herausragende Konzert wird unterstützt vom "Bureau Export De La
Musique Francaise à Berlin". |
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| Freitag 30.05.2008 - 20:30 Uhr |
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| RAY ANDERSON Quartet |
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| RAY ANDERSON (Trombone/Vocals),
LEW SOLOFF (Trumpet), LONNIE PLAXICO (Bass),
BOBBY PREVITE (Drums) |
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Ein
alter Bekannter kommt
nun bereits zum fünften Mal zum Jazz Club nach Singen. Nachdem er zuerst
sein Quartett, dann seine Alligatory Band, die Poket Brass Band und
schliesslich die Lapis Lazuli Group hier vorgestellt hat, kommt der 1952
in Chicago geborene Posaunist und Sänger RAY ANDERSON nun
mit seiner neusten Formation - dem RAY ANDERSON QUARTET. Er gilt als
einer der interessantesten, technisch versiertesten und vor allem auch
musikalisch vielseitigsten Posaunisten der internationalen Jazzszene. In
den vergangenen Jahren hat er mehrmals den Kritiker-Poll des
amerikanischen Magazins "Down-Beat" gewonnen. Der staksige New Yorker
lässt sein Horn röhren, plätschern, blubbern, quietschen, rattern, krachen
und knallen, dass es eine wahre "Ohrenfreude" ist. Er peppt, poppt, rappt
und rollt so nebenbei die ganze Jazz-Geschichte von vorn und hinten
gleichzeitig auf. Und welcher Jazzmusiker kann nebenbei noch so schön
singen und röhren wie Anderson? Ausserdem ist er bekannt für seine
witzigen Kompositionen und Soli. Dabei lotet er alle Möglichkeiten der
Posaune aus, indem er auch auf Geräusche zurückgreift. In seinem Stück Rap
for Nap, schafft er es z.B. seine Posaune so zu spielen, dass es wie das
Scratchen einer Schallplatte klingt. In seiner aktuellen Band treffen sich
einige der innovativsten und virtuosesten Musiker, die dafür sorgen, dass
es nicht nur stampft und dampft, sondern zwischendurch auch einmal dröhnt
und kracht. Wir freuen uns endlich wieder mal den Trompeter LEW SOLOFF in
Singen zu Gast zu haben. Er hat in seiner mehr als dreissigjährigen
Karriere mit den meisten Jazzgiants gespielt und sammelte seine
Erfahrungen in praktisch allen musikalischen Stilen. Einem breiteren
Publikum bekannt wurde er vor allem als langjähriger Trompeter
verschiedener Bands z.B. Chicago. Den Bass-Part übernimmt einer der
meistbeschäftigten Bassisten der amerikanischen Szene LONNIE PLAXICO.
Und am Schlagzeug kein Geringerer als BOBBY PREVITE, der nun
wirklich alle Stile und Richtungen beherrscht und der Band von hinten die
richtige Power bringen wird. Mit freundlicher
Unterstützung Kulturzentrum GEMS |
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| Mittwoch 07.05.2008 - 20:30 Uhr |
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| JOACHIM KÜHN |
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| JOACHIM KÜHN (Piano/Altosax),
MAJID BEKKAS (Guembri/Oud/Vocals), RAMON LOPEZ (Drums) |
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Mit
seinem Spiel, das sich über alle Kategorien hinwegsetzt, profilierte
sich der Pianiast JOACHIM KÜHN zu einem Musiker von Weltklasse. Im
zeitgenössischen Jazz hat er bereits markante Spuren hinterlassen und
er hat neue Wege gewiesen. Der musikalische Weltbürger sieht sich in
der Tradition des Jazz, wie auch verbunden mit der europäischen
Konzertmusik, aber bei alledem unmittelbar einer Klangsprache der
Gegenwart verpflichtet. Er offenbart Vehemenz und Sensibilität,
virtuose Technik und Phantasie, eine unverwechselbare Anschlagskultur
und einen untrüglichen Sinn für Dynamik. Ihm gelingt es immer wieder,
in den verschiedensten Konstellationen Musik zum Ereignis werden zu
lassen. Sein neustes Trio umschreibt er in seinem unnachahmlichen Hippie-Sprech:
"Ein Marrokaner zwischen einem Ostdeutschen und einem
Spanier – that's far out!." Für die, die mit der Späthippiesprache
nicht vertraut sind: "far out" bedeutet nicht etwa "ganz weit draussen",
sondern so etwas wie "abgedreht". Kühn und MAJID BEKKAS (der besagte
Guembri und Oud spielende Marrokaner) haben sich vor Jahren schon
kennen gelernt. Der Guembri ist eine bassähnliche Laute – die
Vorfahren des Bluesbarden Willie Dixon stammen wahrscheinlich aus
Marokko, mutmassen die Bluesspezialisten, denn der Blues ist hier
zwar nicht zu hören, aber natürlich (wie immer bei guter Musik)
allgegenwärtig. Dritter im Bunde ist der spanische Drummer und
Percussionist RAMON LOPEZ. Der unwiderstehliche Drive, der diese drei
auf ihrer CD "Kalimba" (Act-Music) erfasst hat, ergreift auch den
Zuhörer. Ob man das ganze nun Weltmusik oder Jazz nennt, ist den drei
Herren hoffentlich schnuppe. "Von Kühn erwartet sowieso niemand eine
schlechte Platte. Kann der doch gar nicht. Sein Schaffen kreist um
die pure Qualität der Musik." (Bert Noglik, Jazzthetik) Genau! Zu
Majid Bekkas' vorwärtstreibenden Grooves und seinem eindringlichen
Gesang und zu den teuflisch vertrackten, explodierenden Rhythmen von
Ramon Lopez kann man wahrscheinlich gar nicht anders als lächeln und
applaudieren. Orient, Afrika und westliche Musikwelt vereinen sich
bei diesem Trio zu einem Kosmos voller berauschender Klänge.
Grossartig. Das Klavierhaus Faust aus Konstanz stellt mal wieder einen
Bösendörfer Flügel für dieses aussergewöhnliche Musikererlebnis
kostenlos zur Verfügung. |
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| Donnerstag 24.04.2008 - 20:30 Uhr |
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| WOLFGANG PUSCHNIG'S »Fulsome« |
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| WOLFGANG PUSCHNIG (AltoSax/Flute),
JON SASS (Tuba), JAMALADEEN TACUMA (E-Bass),
REINHARDT WINKLER (Drums) |
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Als
1987 Steve Coleman, angelockt durch die "outesten" Licks,
schliesslich den Saxophonisten, Flötisten und Komponisten WOLFGANG
PUSCHNIG im Hotelzimmer vorfand, hatte dieser bereits beschlossen,
sich vom virtuosen Saxophonspiel und vom Vienna Art Orchestra zu
trennen. Mit seinem Bekenntnis zur einfachen Melodie und zu
aussereuropäischen Grooves inspiriert der Österreicher Puschnig seit
Jahren erfolgreich den internationalen Jazz-Zirkus. Betrachtet man
die unterschiedlichen Aktivitäten dieses Ausnahmemusikers, dann kann
man schon leicht den Überblick verlieren: Carla Bley, Saxofour, Pat
Brothers, Samul Nori, Alpine Aspects, Duo mit Paul Bley, "Grey" mit
Swallow und Hart und und und. Daneben gilt er noch als gefragter
Pädagoge und als ebensolcher Gastsolist.
Und nun noch ein ganz neues Projekt, und was für eins: "Fulsome", da
groovts und brummts und funkts, das es eine wahre Freude ist. Dass er
aber auch ein begnadeter Balladenspieler ist, wird er auch beweisen.
"Für mich sind musikalische Interaktion der einzelnen Musiker sowie
die Balance im Gesamtspektrum innerhalb einer Gruppe entscheidend,
egal ob es sich dabei um tonale oder atonale Musik handelt. Musik ist
Klang. Sei es nun das Rauschen eines Radios oder der Sound einer
"schräg" klingenden Band – der Kontext, die Beziehung in der einzelne
Elemente und Ereignisse zueinanderstehen ist massgeblich für daraus
folgende Interpretationen. In erster Linie aber geht es mir um die
Vermittlung von sich stets wandelnden Zuständen
künstlerisch-musikalischer Energie." (W.P.) Unterstützt wird er dabei
von seinem langjährigen amerikanischen Partner und Freund dem
Elektrobassisten JAMALADEEN TACUMA, der weltweit zu den Besten seines
Faches gehört und u.a. in Ornette Colemans Band spielte. Am
Schlagzeug trommelt REINHARDT WINKLER und die Tuba bedient der in
Wien lebende Amerikaner JON SASS, der vor einigen Jahren das Singener
Publikum mit seinem Spiel begeistern konnte. |
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| Freitag 04.04.2008 - 20:30 Uhr |
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| WOLFERT BREDERODE |
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| WOLFERT BREDERODE (Piano),
CLAUDIO PUNTIN (Clarinet), MATS EILERTSEN (Bass),
SAMUEL ROHRER (Drums) |
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Nachdem
der JAZZ CLUB Singen in den letzten Jahren "Young Jazz" aus
Deutschland, der Schweiz und Polen präsentiert hat, nun aus unserem
nördlichen Nachbarland, den Niederlanden ein junger Pianist mit
seinem Quartett: WOLFERT BREDERODE. Er hat es geschafft, den
Produzenten des renommierten deutschen Jazzlabels ECM Manfred Eicher
auf sich und seine Musik aufmerksam zu machen und die Möglichkeit
bekommen, eine CD unter eigenem Namen zu veröffentlichen: "Currents".
Die feinen pianistischen Bilder des 1974 geborenen Brederode haben
auch eine tragende Rolle auf den beiden ECM-Alben der Sängerin
Susanne Abbüehl gespielt. Seit einiger Zeit leitet er ein europäisch
besetztes Quartett mit ebenso qualifizierten jungen Musikern, die
ihre Improvisationskünste zu dieser lyrischen Musik beitragen. MATS
EILERTSEN, einen der führenden norwegischen Bassisten kennt man
bereits von weiteren ECM Produktionen. Er spielt eine zentrale Rolle
im Interplay zwischen dem Spiel des in Berlin wohnenden gebürtigen
Schweizer Schlagzeugers SAMUEL ROHERER (er war schon zu Gast beim
JAZZ CLUB mit Colin Vallon und Malcolm Braff) und dem Klarinettisten
CLAUDIO PUNTIN, der auch schon verschiedentlich in Singen zu hören
war, und zu den führenden europäischen Vertretern seines Instruments
gehört. Die Musik des Quartetts reflektiert einen lyrischen,
gefühlsvollen Charakter und bewegt sich von bittersüssen Melodien zu
mehr explosiven und abstrakten Formen. Der Gruppensound bleibt stets
transparent und raffiniert, abwechselnd zwischen freier Improvisation
und komponiertem Material.
"Im Contemporary Jazz hat Brederode eine eigene Handschrift ...
stimmig-kompakter zeitloser Jazz mit betont lyrischem Ton." (Neue
Luzerner Zeitung) |
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| Freitag 28.03.2008 - 20:30 Uhr |
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| JEAN-MARIE MACHADO |
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| JEAN-MARIE MACHADO (Piano),
JACQUES MAHIEUX (Bass), JEAN-PHILIPPE VIRET (Drums) |
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Der
Pianist JEAN-MARIE MACHADO zählt zu den wichtigen französischen
Jazzpianisten und Komponisten Vor allem seine Arbeiten mit Dave
Liebman und Nana Vasconcelos machten ihn auch weit über die
Landesgrenzen Frankreichs hinaus bekannt. Leider nicht in
Deutschland, was sich aber zumindest nach dem heutigen Abend für die
Region Singen ändern wird. Vor allem bei seinen Solo-Auftritten kommt
seine Anschlagskultur, sein unfehlbarer Geschmack, seine nie enden
wollende Imagination, seine technische Virtuosität, seine Lust an
melodischer Gestaltung, seine wirbelnden und dann auch wieder sanften
Rhythmen, seine Gefühlstiefe und poetische Ausdrucksvielfalt zur
Geltung. Der 47-jährige französische Meisterpianist
portugiesisch-italienischer Herkunft ist eine Ausnahmeerscheinung auf
der europäischen Jazz-Szene. Denn er verbindet spielerisch seine
intensive klassische Schulung mit der Unmittelbarkeit des Jazz, der
Melancholie des Blues und Fado in seinen feinsinnigen und zugleich
komplexen Gestaltungen. Die Geschichten, die er mit dem Bassisten
JACQUES MAHIEUX und dem Schlagzeuger JEAN-PHILIPPE VIRET auf seiner
aktuellen Doppel-CD "Soers de Sang" (Le Chant Du Monde), die den
verwandten Seelen der Fado Sängerin Amalia Rodrigues und der Jazz-
und Blues Sängerin Billie Holiday gewidmet ist, handeln von
Traurigkeit, Leid und Schmerz, der Sehnsucht nach Zuwendung, der
Hoffnung geliebt zu werden. Sie zeigen ihn solistisch als auch im
Trio, genau wie bei seinem Auftritt beim JAZZ CLUB Singen. "Hier habe
ich das Bild von zwei Frauen musikalisch gezeichnet, die ganz
besondere Persönlichkeiten waren. Faszinierend war für mich ihr
musikalisches Material, ihre Melodien, ihre Poetik, die ganz nah am
menschlichen Erleben orientiret ist. Beide haben mir mit ihrer Musik
geholfen, meine musikalische Persönlichkeit weiter zu entwickeln". (J.-M.
MACHADO) Dieses herausragende Konzert wird unterstützt
vom "Bureau Export De La Musique Francaise à Berlin". |
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| Donnerstag 06.03.2008 - 20:30 Uhr |
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| CUONG VU »Vu-tet« |
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| CUONG VU (Trumpet),
CHRIS SPEED (Saxes), STOMU TAKEISHI (E-Bass),
TED POOR (Drums) |
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"Es
passiert nicht mehr allzu oft im Jazz oder in der Musik allgemein,
dass wir auf eine Stimme stossen, von der wir der Meinung sind, etwas
Vergleichbares haben wir noch nie gehört. Der seit seinem sechsten
Lebensjahr in Brooklyn lebende vietnamesische Trompeter CUONG VU ist
so eine Stimme." (Jazzthetik) Nach seinem Musikstudium am New England
Konservatorium begann er sich stärker mit freier Musik zu
beschäftigen. Seitdem arbeitet er hart an seinem Ton, strebt stets
einen dunklen Sound an. Derart komplexe und kompakte Sounds hat man
bislang auf der Trompete noch nicht gehört. Da ist auf einmal ein
junger Trompeter, der uns sagen zu wollen scheint, dass ihm die
Tradition zwar nicht egal wäre, dass er aber absolut eigene Wege zu
beschreiten weiss. Dabei arbeitet er viel mit Effekten, die jedoch
niemals den individuellen Charakter seines tiefen, nachdenklichen
Tones verfremden. Und: Anknüpfungspunkte sind für ihn weniger die
Jazztradition als vielmehr Pop, Rock und elektronische Musik. Auf
seiner letzten CD "It's Mostly Residual" (Auand Records) dominieren
verfremdete Klänge, die in einen vom Bassisten STOMU TAKEISHI
bestimmten Klangkosmos eintauchen. Mal hallig und verhuscht klingt
die Trompete, dann wieder scharf und stechend. Sie ist eng verzahnt
mit dem dräuenden Umfeld des Bassisten und des Schlagzeugers TED POOR.
Die beiden lösen die rhythmische Begleitung auf und konzentrieren
sich auf die Ausformung melodischer Kürzel. Die ruhige Trompete steht
stets im Gegensatz zu den aufgekratzten Akkorden des Saxophonisten
CHRIS SPEED. "Mit CUONG VU, der sich in den letzten Jahren auch in den Gruppen von
Dave Douglas und Pat Metheny einen Namen machen konnte, wäre ein
würdiger Nachfolger von Miles Davis gefunden. Dieser hätte jedenfalls
seine helle Freude gehabt." (Jazz'n'More) |
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| Freitag 22.02.2008 - 20:30 Uhr |
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| HEIRI KÄNZIG |
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| DOMINIQUE PIFARELY (Geige),
DOMINIQUE PIFARELY (Geige), CHRISTY DORAN (Gitarre),
FABIAN KURATLI (Drums) |
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Es
gibt Leute, die sind allergisch auf Saiten-Jazz. Gerade jene seien
dringend gebeten, nun weiterzulesen und zum Konzert zu kommen. Denn
dieser Hinweis gilt der Gruppe "Acoustic Strings" und ihrer
gleichnamigen CD (Altrisuoni), auf der sie die Vielsaitigkeit des
Jazz auf bezaubernde und überraschende Weise unter Beweis stellt.
Bandleader ist kein Schmalzstreicher, sondern der Zürcher
Kontrabassist HEIRI KÄNZIG, um den sich die Cracks des Eurojazz
reissen und der immer wieder mit eigenen Projekten beglückt, z.B. "Depart".
Nun hat er sein Trio mit Gitarrist CHRISTY DORAN und Drummer FABIAN
KURATLI um die vier Saiten des französischen Geigers DOMINIQUE
PIFARELY zu den "Acoustic Strings" erweitert. Und damit zu einem
Quartett, das brandaktuellen Kammerjazz zwischen athmosphärischer
Poesie und hochenergetischem Drive bietet. Hier wird ordentlich
Energie frei gesetzt und europäisch basierter Jazzsound verschmilzt
mit Einflüssen des treibenderen, experimentelleren amerikanischen
Jazz und freien Improvisationspassagen. Die den Titeln innewohnenden
Stichworte wie "Taschkent", "Oriental Oriented" oder "Escape Blues"
deuten dabei durchaus die Richtung an, die dieser akustische
Jazzexpress nimmt. "Acoustic Stirngs" nehmen den Hörer mit auf eine klanglich
anspruchsvolle Reise und lassen Lust auf eine Live-Begegnung
aufkommen." (Jazzpodium). "Beim Tessiner Klein-Label Altrisuoni ist eine der explosivsten
CDs des Schweizer Jazzjahres 2007 erschienen. Das Ganze: ein loderndes
Vergnügen, das niemand übersehen sollte." (Weltwoche) |
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| Donnerstag 07.02.2008 - 20:30 Uhr |
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| HUGO SIEGMETH |
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| HUGO SIEGMETH (TenorSax/Clarinet),
CARSTEN DAERR (Piano), HENNING SIEVERTS (Bass),
BASTIAN JÜTTE (Drums) |
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Immer
mehr mausert sich der 1970 in Rumänien geborene und in München
aufgewachsene Saxophonist HUGO SIEGMETH vom regionalen Geheimtip zu
einem der beachtenswertesten Saxophonisten hierzulande und brachte
letztes Jahr eine hochgelobte CD auf dem renommierten Lable ACT
heraus. Mit seiner Hommage an Sidney Bechet verbeugt er sich auf
Tenorsax und Klarinette – ganz ohne Dixie-Flair und bewusst nicht auf
dem Sopransax, obwohl er auch auf diesem Instrument einiges zu sagen
hat – vor einem der grössten Jazzmusiker des vergangenen
Jahrhunderts, ohne auch nur eine Sekunde lang den Verdacht des
Epigonentums, der Rückwärtsgewandheit, des wohlfeilen Segelns unter
fremdem Namen aufkommen zu lassen. Dazu ist sein Spiel zu sehr
geprägt von dem, was nach Bechet kam, so dass die Stücke des Geehrten
oder solche, die unmittelbar mit ihm assoziiert werden, im modernen
Kontext neu zum Tragen kommen. Im Trio mit dem Pianisten CARSTEN
DAERR, dem Bassisten HENNING SIEVERTS und dem Schlagzeuger BASTIAN
JÜTTE gelingt Hugo Siegmeth eine Er-Inner-ung im Sinne des Wortes,
dem nämlich, dass sich der Erinnernde das Erinnerte zu eigen macht,
um den eigenen Ausdruck zu bereichern und zu beleben.
"Von keiner Musik könnte ich sagen, sie ist meine Musikk. Sie gehört
jedem, der sie fühlen kann. Man muss in der Sonne sein, um die Sonne
zu spüren. Genau so ist es mit der Musik". (Sidney Bechet).
HUGO SIEGMETH huldigt dem Ahnen Sidney Bechet und strahlt aus ganz
eigener Kraft in dessen Sonne. |
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| Donnerstag 24.01.2008 - 20:30 Uhr |
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| MICHAEL ATTIAS TRIO »Renku« |
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| MICHAEL ATTIAS (Saxes),
JOHN HEBERT (Bass), SATOSHI TAKEISHI (Drums) |
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Wo
schon auf dieser Welt gibt es einen so grossen und unerschöpflichen
Fundus an herausragenden Jazzmusikern wie im Big Apple New York. Ein
weiteres Mal präsentiert nun, der Jazzclub Singen eine Entdeckung aus
Downtown New York: diesmal den Alt-, Sopran- und Baritonsaxophonisten
MICHAEL ATTIAS mit seinem Trio "Renku", zu dem einer der
meistgefragten Bassisten JOHN HEBERT und der Meister-Schlagwerker
SATOSHI TAKEISHI (beide schon in verschiedenen Formationen beim JAZZ
CLUB zu hören gewesen) gehören. Der Name Renku kommt aus dem
japanischen und bezeichnet eine "Collaborative Form of Poetry", genau
wie dieses Trio eine Zusammenarbeit von drei gleichberechtigten
Musikern und nicht ein Soloding eines Saxophonisten ist. Trotzdem
stammen alle Kompositionen der CD "Renku" vom Leader MICHAEL ATTIAS.
Diese hervorragende Einspielung schaffte es letztes Jahr sogar für
die Top 10 der besten Jazzalben des Jahres nominiert zu werden.
MICHAEL ATTIAS bläst seine Saxophone mit grosser Autorität und
Passion und bezeichnet seine Musik als "knottily vibrant compositions
... sharp angels and loose funky swing with a richness of timbre."
Geboren wurde er 1968 in Haifa, Israel, seine Kindheit verbrachte er
in Paris mit seinen marokkanischen Eltern und seine Jugend
schliesslich im amerikanischen mittleren Westen bevor er sich dann in
New York niederliss. All diese unterschiedlichen Einflüsse drücken
sich auch in seiner Musik und in seinem Spiel aus. Freuen Sie sich
auf einen Abend mit zeitgenössischem, modernem Jazz vom Feinsten. |
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| Freitag 11.01.2008 - 20:30 Uhr |
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| GIANLUIGI TROVESI |
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| GIANLUIGI TROVESI (AltoClarinet),
UMBERTO PETRIN (Piano), FULVIO MARAS (Percussion) |
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Einer
einzigartigen Reise durch die westliche Kunstmusik mehrerer
Jahrhunderte gleicht das neue Album des italienischen Klarinettisten
GIANLUIGI TROVESI, für das er den Preis der deutschen
Schallplattenkritik erhielt. "Vaghissimo Ritratto" (ECM) hat er im
Trio mit dem Pianisten UMBERTO PETRIN und dem Percussionisten FULVIO
MARAS aufgenommen. Das Repertoire enthält neben Eigenkompositionen
der drei Musiker auch wundervolle Bearbeitungen von Stücken von
Palestrina, Orlando di Lasso, Monteverdi, Josquin Des Prés, Jacques
Brel und dem italienischen Popsänger Luigi Tenco, der sich 1967 das
Leben nahm, nachdem eines seiner Lieder beim Songfestival in San Remo
durchgefallen war. Die Aufnahmen machte Trovesi diesmal
ausschliesslich mit seiner Altklarinette, die er mit Eleganz, Wärme
und technischer Brillanz zu spielen versteht. Trovesi, der schon
immer ein Meister des melodienseligen Spiels war und dabei nie sein
italienisches Erbe verleugnete, übertrifft sich hier selbst. Umberto
Petrin ist nicht nur ein ungemein poetischer Pianist, dessen Spiel
vor allem von Skriabin und Monk beeinflusst wurde, sondern in seiner
Heimat auch als Dichter bekannt. Sein Pianospiel evoziert die Poetik
der unausgesprochenen Verse. Ob es dabei eine Rolle spielt, dass er
selber Dichter ist? Fulvio Maras hat schon mit allen Grössen des
italienischen Jazz und vielen internationalen Stars gespielt. MARAS
beschränkt sich bei seiner Arbeit nicht allein auf den Jazz, sondern
macht auch "Weltmusik", Theater- und Orchestermusik. Gefragt ist er
dabei nicht nur als Schlagzeuger sondern auch als hervorragender
Percussionist. MARAS schafft es, die Interaktionen von Klarinette und
Klavier athmosphärisch zu umhüllen und Verbindungen zwischen den
einzelnen Stücken des stilistisch weitgesteckten Repertoires
anzudeuten. "TROVESI, PETRIN und MARAS spielen so melodiebewusst und klangschön,
dass die Frage, wie Brel und die Renaissance unter einen Hut passen,
sich gar nicht erst stellt." (Fono Forum). Ein wahrlich würdiger Beginn des
Jazzjahres 2008 beim JAZZ CLUB Singen. |
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Text: R. Kolmstetter
[ Jazz
Club Singen - aktuelles Programm | Jazz Club Singen ]
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