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| Donnerstag 10.12.2009 - 20:30 Uhr |
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| MARCIN WASILEWSKI Trio |
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| MARCIN WASILEWSKI (Piano),
SLAWOMIR KURKIEWICZ (Bass),
MICHAL MISKIEWICZ (Drums) |
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Im Januar 2007 spielte dieses Trio eins der
herausragendsten Konzerte in der Geschichte des Jazzclub Singen. Vielleicht betitelten die
drei daraufhin ihr zweites Album beim deutschen Vorzeigelabel ECM *JANUARY*, wer weiss? Man
wird sie noch immer jung nennen dürfen, obwohl sie bereits seit mehr als zehn Jahren
gemeinsam spielen: die drei Musiker aus Polen, die massgeblich zur Renaissance des
Klaviertrios im europäischen Jazz beigetragen haben. In einem kontinuierlichen
Arbeitsprozess erspielte sich die Band eine erstaunliche Souveränität im Umgang
mit dem musikalischen Material, das zum Grossteil aus Eigenkompositionen besteht. Die
Kommunikation untereinander funktioniert dabei im Blindflug, die Musiker benötigen
nicht einmal Sichtkontakt um die abstraktesten musikalischen Ver- und Entflechtungen
vorzunehmen. Einer der herausragenden Musiker des europäischen Jazz, der polnische
Trompeter Tomasz Stanko, war von den dreien dermassen beeindruckt, dass er sich für
eine langfristige Zusammenarbeit mit ihnen in seinem Quartett entschloss. Parallel dazu
entwickelten der Pianist MARCIN WASILEWSKI (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen
polnischen Fussballnationalspieler!), der Bassist SLAWOMIR KURKIEWICZ und der Schlagzeuger
MICHAL MISKIEWICZ ihre Triokonzeption weiter, bei der alle gleichsam in einem sehr fein
dynamischen Ensemblespiel die Musik mitgestalten. "Das lässt sich am besten auf der
Morricone-Komposition *Cinema Paradiso* nachvollziehen. Es wird im Intro absolut 'polnisch'
gespielt, so melancholisch, als sei es die Titelmusik zu einem Kieslowski- und nicht zu
einem Tornatore-Film, öffnet sich in fast Jarrettscher Reduktion, indem mehr und mehr
Noten einfach nicht gespielt werden, und endet in destilierten Tönen, die die Stille
nicht mehr durchbrechen, sondern sie nur noch musikalisch beschreiben. Schlichtweg
brilliant. Wer sich in der Flut der jungen europäischen Klavier-Trios nicht mehr
zurechtfindet, der entscheidet sich einfach für dieses." (Jazzpodium) Einer der
Gründe, weshalb der Jazzclub dieses Trio bereits nach kurzer Zeit wieder
präsentiert! IM RAHMEN DES JUBILÄUMSPROGRAMMS 20 JAHRE JAZZCLUB
SINGEN |
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| Freitag 27.11.2009 - 20:30 Uhr - STADTHALLE SINGEN |
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| LYAMBIKO |
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| LYAMBIKO (Gesang),
MARQUE LOWENTHAL (Piano),
ROBIN DRAGANIC (Bass),
HEINRICH KÖBBERLING (Drums) |
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Vor Jahren begeisterte sie beim Jazzclub Singen das
Publikum in der ausverkauften GEMS und kommt nun endlich wieder zurück, diesmal aber
in die Singener Stadthalle. Die Rede ist von der aussergewöhnlichen Sängerin
LYAMBIKO, die über die Jahre zu einer Charaktersängerin mit souveräner
Coolness gereift ist. Nach ihrem letzten Erfolgsalbum *Inner Sense*, auf dem sie einmal
mehr ihre musikalische Vielseitigkeit mit Jazz-Klassikern und Pop-Hits unter Beweis
stellte, erweist Lyambiko auf ihrem fünften Album *SAFFRONIA* (Sony Music) der
amerikanischen Jazz-Ikone Nina Simone ihre Referenz. Unter den elf ausgewählten
Songs, die sie mit ihren langjährigen Partnern MARQUE LOWENTHAL am Piano, ROBIN
DRAGANIC am Bass und HEINRICH KÖBBERLING am Schlagzeug eingespielt hat, finden sich
berühmte Simone-Ohrwürmer wie *My Baby just cares for me*, *Don't let me be
misunderstood* und *Don't smoke in bed*. Doch nicht allein Nina Simones vokale
Urwüchsigkeit, sondern auch ihr politisches Engagement fasziniert Lyambiko seit
jeher. So hat sie mit *Four Women* genauso Simones bekannte Anti-Rassismus-Hymne
aufgenommen, wie Lyambiko sich in *Mawe Mawe/I Sing just to know that I'm alive* zu ihren
afrikanischen Wurzeln bekennt. Samtweich, honigsüss und verführerisch, aber auch
kraftvoll, rauh und direkt - so beschreiben die Kritiker die Stimme von Lyambiko,
Ausdruckskraft gepaart mit Überzeugung, eine gewisse Widerspenstigkeit und vor allem
Leidenschaft. *Saffronia* bildet Musik ab, die weit über die Grenzen des Jazz
hinausgeht und mit Elementen aus Blues, Pop, Folk, afrikanischer Musik und auch aus der
Klassik spielt. "Dieses Album überzeugt gänzlich" (Jazz 'n'
More). IM RAHMEN DES JUBILÄUMSPROGRAMMS 20 JAHRE JAZZCLUB SINGEN |
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| Donnerstag 12.11.2009 - 20:30 Uhr |
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| SOMMER / SCHOOF / TROVESI / PHILLIPS |
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| GÜNTHER 'BABY' SOMMER (Drums),
MANFRED SCHOOF (Trompete),
GIANLUIGI TROVESI (BassKlarinette),
BARRE PHILLIPS (Bass) |
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Der "Schlagwerker" GÜNTHER 'BABY' SOMMER ist
einer der bedeutendsten Vertreter des zeitgenössischen europäischen Jazz, der mit
einem hoch individualisierten Schlaginstrument zugleich eine unverwechselbare musikalische
Sprache entwickelt hat, bei der auch der Humor immer eine wichtige Rolle spielt. Sommer
wurde 1943 in Dresden geboren und seine musikalischen Beiträge zu den wichtigsten
Jazzgruppen der DDR wie dem Zentralquartett und der Ulrich Gumpert Band, die beide schon
in Singen gastierten, ermöglichten ihm den Einstieg in die internationale Szene.
Seine Diskografie umfasst mittlerweile über 90 Tonträger. Er lehrt an der
Musikhochschule in Dresden und nimmt so Einfluss auf die Vermittlung des
zeitgenössischen Jazz an die nachfolgende Generation. Nach Singen kommt er nun mit
einem schon legendären Quartett. Vor fast 30 Jahren gab es dieses Quartett im Umfeld
der Jazzwerkstatt Peitz in der ehemaligen DDR. Alle Beteiligten sind mittlerweile
gestandene Grössen im internationalen Jazz-Business. Aus Deutschland an der Trompete
MANFRED SCHOOF, aus Italien an der Bassklarinette GIANLUIGI TROVESI, der dem Singener
Publikum durch verschiedene Auftritte bestens bekannt ist, und am Bass der Amerikaner
BARRE PHILLIPS, den man fast schon als Legende des modernen Bassspiels bezeichnen kann.
Fast 30 Jahre Jazzentwicklung und individuelle Musizierpraxis liegen hinter diesen vier
Musikern. Günter 'Baby' Sommer hat sie wieder neu formiert und geht mit ihnen im
Herbst 2009 auf Tour, u.a. wird er auch auf dem Berliner Jazzfestival spielen. Die
geplante Veröffentlichung zweier CDs - die eine mit legendären Aufnahmen von
1981 aus Peitz und die zweite mit aktuellen Einspielungen - werden diese Tour begleiten.
Man darf wirklich gespannt sein, was diese vier Herren musikalisch mitzuteilen
haben. IM RAHMEN DES JUBILÄUMSPROGRAMMS 20 JAHRE JAZZCLUB SINGEN |
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| Mittwoch 28.10.2009 - 20:30 Uhr |
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| DAVE LIEBMAN Quartet |
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| DAVE LIEBMAN (TenorSax),
ELLERY ESKELIN (TenorSax),
TONY MARINO (Bass),
JIM BLACK (Drums) |
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Nach seinem herausragenden Konzert im Dezember 2006
mit dem Pianisten Marc Copland beim Jazzclub war klar, dass der amerikanische
Ausnahmesaxophonist DAVE LIEBMAN bald wiederkommen muss. Diesmal präsentiert er sein
Quartet mit dem Saxophonisten ELLERY ESKELIN, dem Bassisten TONY MARINO und einem der
Lieblingsdrummer des Singener Publikums JIM BLACK. Mit dieser Formation hat Liebman bereits
zwei CDs auf dem renommierten Schweizer Label hatology veröffentlicht. "Das zweite
Album *RENEWAL* ist vom ersten bis zum letzten Ton ein Jazzvergnügen erster Klasse.
Die vier Musiker spielen hier mit einem Gefühl von Unmittelbarkeit und Dringlichkeit,
die spürbar ist, wie Liebman in seinen kurzen Liner Notes festhält. Man höre
sich die polychrom aufgebaute Eskelin-Komposition *The decider* und die anschliessende
Interpretation von Eric Dolphy's *Out there* an. Da fliessen Spielfreude und Können
ineinander, lösen die rasanten Improvisationen den historischen Referenzrahmen auf,
ohne Dolphy's Melodie all zu sehr zu verfremden. Der Titelsong ist eine meditative Pause,
fast schon ein Flashback in Form einer Moritat. Nichts an diesen neun Titeln wirkt
überflüssig oder zerdehnt. Spannung und Interaktion bleiben stets auf hohem
Niveau. Liebman und Eskelin, jeder für sich ein Ausnahmekönner auf dem Tenorsax,
ergänzen sich mit fruchtbaren Dialogen, das Rhythmusduo spielt einen starken Part, vor
allem der unberechenbare, mit grossartigen Einfällen glänzende Jim Black."
(Jazz 'n' More, 5 Sterne) "Bedingungslose Solidarität zeichnet dieses Quartett aus.
Es harmonisiert sowohl als Syndikat wie als Ansammlung gleichgesinnter Individuen und setzt
gegen die manchmal abweisende Kälte des Freejazz eine wärmende Alternative aus
expressiver Klangexplosion und kompromisslosem Verständnis." (Jazzthetik, fünf
Sterne) Liebman und Eskelin, verlässlich, wie beide eben sind und bleiben - und
gleichzeitig immer unterwegs zu neuen musikalischen Ufern. IM RAHMEN DES
JUBILÄUMSPROGRAMMS 20 JAHRE JAZZCLUB SINGEN |
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| Sonntag 18.10.2009 - 11:30 Uhr |
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| JAZZ FÜR KINDER III »Max &
More Percussion Duo« |
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| BERND SETTELMEYER (Percussion/Drums),
UWE KÜHNER (Percussion/Drums) |
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Die beiden Percussionisten BERND SETTELMEYER und UWE
KÜHNER entwickelten vor gut vier Jahren ein Konzept, um ihre Percussions-Musik und die
Instrumente in Workshops interessierten Kindern vorzustellen. So entstand eine Mischung aus
konzertantem Repertoire mit eigens für den Workshop komponierten Mitspiel- und
Mitmachstücken. "Ich habe nur positive Reaktionen gehört. Den Kindern hat es
unheimlich Spass gemacht, verschiedene Instrumente auszuprobieren und mit den mitgebrachten
Gegenständen zu musizieren und in verschiedenen Rhythmen zusammen zu spielen. Auch das
Gemeinschaftsgefühl war gefragt, weil jeder auf den anderen hören musste", so
äusserte sich eine begeisterte Mutter nach einem Workshop. Übrigens: Papa und
Mama dürfen natürlich auch mit rein und mitmachen und jeder ob klein oder gross
zahlt nur 3 Euro Eintritt. Beginn ist um 11.30 Uhr und das ganze Spektakel dauert rund eine
Stunde! In Zusammenarbeit mit Jugendmusikschule Singen & Kulturzentrum
GEMS und gefördert durch den Jazzverband BW, die Landesbank BW & die
Landesstiftung BW |
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| Freitag 09.10.2009 - 20:30 Uhr |
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| HENRY TEXIER »Strada Sextet« |
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| HENRY TEXIER (Bass),
SEBASTIEN TEXIER (Clarinet/Sax),
FRANCOIS CORNELOUP (BariSax),
GEORGUI KORNAZOV (Trombone),
MANU CODJIA (Guitar),
CHRISTOPHE MARGUET (Drums) |
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Seit Jahren steht er ganz oben auf der Wunschliste des
Jazzclub Singen und jetzt endlich, nach verschiedenen Anläufen hat es geklappt. Der
französische Grand Seigneur des Bass und Komponist HENRI TEXIER kommt mit seinem
STRADA SEXTET nach Singen. Intensität, Perfektion, Emotionalität und eine
geradezu archaische Kraft - das sind die auffälligsten Merkmale der Musik von Henri
Texier und seiner Gruppe. Die Musiker durchforsten stilistische Randgebiete des
zeitgenössischen Jazz, ohne sich in aufgesetzt wirkenden Modernismen und Manierismen
zu verlieren. Unterschiedliche Klangessenzen lassen eine überaus vielfältige
Musik entstehen: die kraftvollen Posaunenattacken des Bulgariers GEORGUI KORNAZOV und die
rockigen, teils auch klangflächigen Akzente des Gitarristen MANU CODJIA
beispielsweise. Zudem sorgen die mitreissenden Solo-Eskapaden der beiden Saxophonisten
SEBASTIEN TEXIER und FRANCOIS CORNELOUP für dynamische Hochspannung - stets
unterstützt von der motorischen Energie, die der Schlagzeuger CHRISTOPHE MARGUET
liefert. Sein perkussives Feuer bildet zusammen mit dem wuchtig-erdigen und dennoch
hochflexiblen Kontrabassspiel des Bandleaders das Fundament für den Zusammenhalt
und den organischen Herzschlag der Musik des Strada Sextetts. Eine episch-illustrative
Musik mit intensem Druck, wirbelnden Tutti und eleganten, serenen Basssoli sowie
herzlicher Lyrik. Und so sorgte das Strada Sextet für einen der absoluten
Höhepunkte des Berliner Jazzfestes 2008. Dieses herausragende Konzert
wird unterstützt vom "Bureau Export De La Musique Francaise à Berlin" und vom
Kulturzentrum GEMS in Singen. IM RAHMEN DES JUBILÄUMSPROGRAMMS 20
JAHRE JAZZCLUB SINGEN |
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| Donnerstag 24.09.2009 - 20:30 Uhr |
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| GIOVANNI MIRABASSI Trio |
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| GIOVANNI MIRABASSI (Piano),
GIANLUCA RENZI (Bass),
LEON PARKER (Drums) |
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Als der italienische Pianist GIOVANNI MIRABASSI, der
Bassist GIANLUCA RENZI und er amerikanische Schlagzeuger LEON PARKER, der wie die beiden
anderen auch seit Jahren in Paris wohnt, im Frühsommer 2007 eher zufällig
aufeinandertrafen, konnte keiner ahnen, dass aus der Impromptu-Begegnung schon bald eines
der bedeutenden Trios der europäischen Jazzszene werden sollte. Doch genau so kam es. Beim
ersten Rendezvous machte es 'klick', die Chemie (oder sollte man sagen Alchemie?) stimmte
von Anfang an. Irgendetwas geschah an diesem Tag zwischen den Musikern, und aus dem
'irgendetwas' gingen kurz darauf das Album *TERRA FURIOSA* und eine ausgedehnte
Europa-Tournee hervor. Nicht nur die Kritiker, sondern auch die Zuhörer waren begeistert.
Jetzt melden sich die drei mit einer neuen CD *OUT OF TRACK* zurück. Aufgenommen wurde
sie im Frühjahr 2008 zum Abschluss einer gemeinsamen Konzertreise und dokumentiert
ohrenfällig, dass ihre Freundschaft und die kreative Partnerschaft inzwischen aufs schönste
erblüht sind. Mirabassi hat mit Renzi und Parker die perfekte Rhythmusgruppe gefunden,
um die ihm vorschwebende Fusion aus Lyrizismus und Swingleidenschaft zu verwirklichen.
Angespornt von den beiden präsentiert er einmal mehr seine poetische Version zeitloser
Jazzmusik. Zwei Drittel der Stücke hier sind Bearbeitungen von Fremdtiteln. Neben
Jazzstandards wie *Alone together*, *Just one of those things* und *Impressions*
interpretiert das Trio auch einige Vorlagen, die man im Jazzkontext nicht unbedingt
erwarten würde. So z.B. Astor Piazollas Tango *Vuelvo al Sur*, das hier in eine
Jazzballade verwandelt wird, oder Joan Baez *Here's to you*.
Insgesamt wird Giovanni Mirabassi auf *Out of track* seinem Ruf als vielseitiger und
stiloffener Pianist vollauf gerecht und wechselt ein ums andere Mal geschickt die Genres,
Tempi und Stimmungen. "Die CD *Out of Track* macht 'süchtig'. Hört man das Album
einmal, dann hört man es auch zweimal... und so kann es passieren, dass es gleich zehnmal
hintereinander läuft." (Jazzpodium) IM RAHMEN DES JUBILÄUMSPROGRAMMS 20
JAHRE JAZZCLUB SINGEN |
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| Freitag 11.09.2009 - 20:30 Uhr |
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| NILS WOGRAM »Roots 70« |
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| NILS WOGRAM (Trombone),
HAYDEN CHISHOLM (AltoSax/BassClarinet),
MATT PENMAN (Bass),
JOCHEN RÜCKERT (Drums) |
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Wenn der Posaunist NILS WOGRAM ein neues Album
auf den Markt bringt, darf man immer gespannt sein und wird nie
enttäuscht. In diesem Fall ist es eine neue CD mit seinem Quartett
ROOT 70. Nach der CD *FAHRVERGNÜGEN*, die er im Jahr 2007 im
Jazzclub präsentiert hat, ist es nun ein Ausflug auf die New Yorker
*52nd STREET* (Preis der deutschen Schallplattenkritik, beide CDs
auf Intuition). Was er hier produziert
und in Singen aufführen wird, klingt zwar stark nach den 40er Jahren
des letzten Jahrhunderts, stammt aber tatsächlich alles aus dem
Jahre 2008 und enthält keinerlei Klassiker des Genres Jazz. Für die
Eigenkompositionen hat sich Wogram alte Broadway-Klassiker
vorgenommen. Dies sei ja nicht wirklich neu, denn schon Charlie
Parker hätte neue Themen über bekannte Akkordfolgen geschrieben, so
Nils Wogram zur Idee für das Album. Er wollte ein Album machen, das
vordergründig nach Straight Ahead Jazz klingt (und wie cool es
swingt), aber im Detail voller Intonationsverschiebungen
steckt. JOCHEN RÜCKERT rührt
auf seiner Snare-Drum, dass es eine Freude ist. MATT PENMAN walkt
seinen Bass, während sich HAYDEN CHISHOLM am Saxophon und Nils
Wogram an der Posaune die Bälle sozusagen zu pusten. Dabei sind
nicht nur die Melodien im Retro-Gewand zu haben, sondern auch der
Sound klingt angenehm weich. Wogram bekennt sich offen zu seinen
Wurzeln, aber: "Ich möchte die Tradition weiterführen, aber nicht in
einer Sackgasse landen", sagt er bestimmt. Darum muss er nicht
fürchten! Aus Swing wird plötzlich zeitgemässer Jazz. ROOT 70 sind auch hier
wieder ein Stück Avantgarde, selbst wenn nicht alles neu daherkommt.
So dicht, so eigenständig wie sorgfältig leuchtet jedes einzelne
Stück fast wie ein geschliffener Diamant. Ein grosser Spass
passionierter Jazznarren, bei dem man auf eine Fortsetzung gespannt
ist". (Jazz Podium) IM RAHMEN DES JUBILÄUMSPROGRAMMS 20 JAHRE JAZZCLUB
SINGEN |
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| Freitag 28.08.2009 - 20:30 Uhr |
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| JOHN HOLLENBECK »The Claudia
Quintet« |
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| JOHN HOLLENBECK (Drums),
JOHN HEBERT (Bass),
MATT MORAN (Vibraphone),
TED REICHMAN (Accordion),
CHRIS SPEED (Clarinet/Sax) |
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Nach dem George Schuller und dem Drew Gress Quintet
präsentiert der Jazzclub Singen mit dem *CLAUDIA QUINTET* des Schlagzeugers und
Komponisten JOHN HOLLENBECK ein weiteres herausragendes Quintett der New Yorker Downtown
Szene. Es ist vielleicht sogar das unverwechselbarste Ensemble, das diese Stadt derzeit zu
bieten hat. Mit einer geradezu charismatischen Gratwanderung zwischen Jazz, Minimal Music,
europäischer Moderne und afrikanisch-asiatischer Musik zeigt die Band um den begehrten
Schlagzeuger wie Jazz abseits der Tradition klingen kann. Allein die ungewöhnliche
Instrumentierung mit einer hochkarätigen Besetzung erlauben eine faszinierende
Klangmischung. Der zarte Klang der Klarinette (CHRIS SPEED), das folkloristische Akkordeon
(TED REICHMAN), der rockbetonte Jazzrhythmus des Schlagzeuges, der akustische Bass (JOHN
HEBERT) und die Verspieltheit der Tonvariabilität des Vibraphons (MATT MORAN) sind in
dieser Verbindung, diesen Arrangements, eine wirkliche in den Bann ziehende Eigenart. Was
auf der letzten CD *FOR* (Cuneiform Records) mit den harmonischen Räumen und Wolken
des Klanghypnotikers Morton Feldman beginnt, kann einer nachdenklichen Folk-Melodie
weichen. Die Vielfalt an subtilen rhythmischen Mustern reicht vom Minimalismus eines Steve
Reich bis zum satt swingenden Groove und wohlklingenden Melodien und Harmonien. Vielleicht
ist THE CLAUDIA QUINTET (benannt nach dem ältesten weiblichen Fan) der dritte,
überhaupt nicht steinige Weg zwischen Jazz und Pop, ein funkensprühendes
Ensemble, das laut Chicago Tribune beweist, dass innovativer Jazz nicht "rau, wütend,
laut, schrill oder knirschend" sein muss, sondern "filigran, geistreich, himmlisch und
strahlend lyrisch" sein kann. Mit anderen Worten: John Hollenbeck's Small Ensemble - ganz
gross! Nicht nur das Claudia Quintet wurde im Down Beat Kritiker Poll im Jahr 2008 auf
Nummer Eins bei den Rising Star Jazz Groups gewählt, sondern auch Hollenbeck selber
wurde Rising Star Composer und Rising Star Arranger Nummer Eins - was für
Vorschusslorbeeren! IM RAHMEN DES JUBILÄUMSPROGRAMMS 20 JAHRE JAZZCLUB
SINGEN |
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| Freitag 03.07.2009 - 20:30 Uhr |
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| »GRUPA JANKE RANDALU« |
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| BODEK JANKE (Percussion),
KRISTJAN RANDALU (Piano) |
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Absolut
enthusiastisch äusserte sich das Team des Plattenlabels Jazz'n'Arts
nach dem Preisträgerkonzert des baden-württembergischen Jazzpreises
2007 zu diesem Piano-Percussion-Duo. Die Idee, dieses Konzert, das
der SWR mitgeschnitten hatte, als CD zu veröffentlichen, war sofort
da - und die Magie, die die Macher des Labels so infizierte, ist in
der Aufnahme absolut greifbar. Sollte man meinen, dass die Besetzung
ein unvollständiges Klaviertrio ist, wird man schnell eines Besseren
belehrt. Den Bass vermisst man in keiner Sekunde, und das
Zusammenspiel der beiden Musiker - des estnischstämmigen Pianisten
KRISTJAN RANDALU und des aus Polen stammenden Percussionisten BODEK
JANKE - ist absolut traumwandlerisch. Die beiden kennen sich aus
ihren Kindertagen in Karlsruhe. Diese Vertrautheit spürt man im
Zusammenspiel. Seither studierte RANDALU in New York und gewann schon
den Solo-Pianisten-Preis in Montreux. JANKES Eltern sind beide
Konzertpianisten, nach Klavier lernte er bald klassisches Schlagzeug,
dann Drumset, Marimba und Saxophon lernte er ebenso. Beide waren
Mitglieder des BuJazzOs. Schlafwandlerisch geht das Duo gemeinsam
durch Tempo- und Groovewechsel, so farbig das Klavierspiel schon
alleine ist, umso spannender wird es noch mit verschiedensten
Trommeln, Mouth Percussion, Gesang und Flöten. Da klingt sogar ein
alter Standard wie *All the Things You are* wieder frisch und
unverbraucht (und selten wird er im 11/16-Takt gespielt.) Besonders
das Schlussstück des Konzertes und natürlich auch der CD *Live*
(Jazz'n'Arts), eine zauberhafte Bearbeitung eines estnischen Kinderliedes,
das ganz einfach strukturiert ist, wird durch magische Klavierklänge
auch direkt aus den Saiten und fast indianischem Gesang des
Perkussionisten auf ein ganz spezielles Level gehoben. Davon kann der
Jazz mehr gebrauchen. |
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| Freitag 19.06.2009 - 20:30 Uhr |
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| ARBENZ TRIO »Vein« |
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| MICHAEL ARBENZ (Piano),
THOMAS LÄHNS (Bass),
FLORIAN ARBENZ (Drums) |
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Mit
dem Trio VEIN der Basler ARBENZ Brüder kommt mal wieder eine der
vielen herausragenden Bands aus unserem Nachbarland Schweiz herüber
zum Jazz Club nach Singen. Das Trio ist eine jahrelang eingespielte
Formation und hat letztes Jahr eine hervorragende CD veröffentlicht:
*Vein-Outstage* (Metarecords/Sunny Moon). Gegründet wurde das Trio von
dem Basler Pianisten MICHAEL ARBENZ und seinem Bruder dem
Schlagzeuger FLORIAN ARBENZ. Als dritter im Bunde gehört seit langem
der Bassist THOMAS LÄHNS, der im Januar mit Christoph Stiefel in
Singen gastierte, dazu. Wer Jazz liebt, wird kaum erwarten, dass sich
ein Jazztrio ganz von der Tradition löst. So prägend der genetische
Bezug aber auch ist, so einzigartig und vielfältig ist der Spielraum
für Neues. Das Spannende und Frische an VEIN ist genau dieser Bezug:
Zitate aus der Tradition werden so clever wie souverän eingesetzt,
und eben auch sehr sparsam. Das Fundament prägt nicht, es inspiriert.
Dem Puls der drei Musiker spürt man deutlich an, dass auch andere
Musikrichtungen - von klassisch bis elektronisch - in ihren Adern
fliessen. Dieses Gemisch strömt frei durch alle drei Klangkörper,
ohne den Bezug zu verlieren. Dazwischen gibt es viel frisches Blut
und reichlich Sauerstoff. Die Idee des Trios, verschiedene Einflüsse
miteinander zu verweben und der Jazztradition gegenüber zu stellen,
geht voll auf. Vein transportiert die Musik direkt ins Herz. "Der
Pianist MICHAEL ARBENZ muss als verborgener Pianostar betrachtet
werden. Er spielt in der Liga von Brad Mehldau und Jacky Terrasson,
technisch virtuos und präzis, zerklüftet vielseitig, voller
verrückter Einfälle zwischen knorrigen Hackakkorden und silbrig
perlenden Läufen, harmonsich sperrig oder lieblich - ein Tanz mit den
Geistern von Lennie Tristano und Thelonious Monk und seinen ganzen
Phantasien", so schrieb kein Geringerer als der bekannte deutsche
Jazzkritiker Ulrich Olshausen in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
nach einem Konzert des Trios VEIN. Gefördert durch 'Migros
Kulturprozent' |
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| Donnerstag 21.05.2009 - 20:30 Uhr |
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| WOLFGANG MUTHSPIEL |
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| WOLFGANG MUTHSPIEL (Gitarre),
JEAN-PAUL BRODBECK (Piano),
MATTHIAS PICHLER (Bass),
ANDREAS PICHLER (Drums),
KARL SCHÜLLER (Techn.) |
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Im
Oktober 2007 holte der österreichische Ausnahmegitarrist WOLFGANG
MUTHSPIEL den schweizer Pianisten JEAN-PAUL BRODBECK in seine Band,
um ein neues Repertoire von Stücken und Klängen zu entwickeln.
Spielfreudiger und geerdeter denn je zuvor klingt das neue Quartett,
dessen Kompositionen und starke Grooves mit einem Drall in Richtung
Rock und Hip Hop, einen vollen satten Bandsound entstehen lassen.
MUTHSPIEL und BRODBECK haben sich gefunden und führen auf der Bühne
einen fortwährenden, harmonisch-akkordischen Dialog miteinander. Das
gesamte Programm wurde von MUTHSPIEL massgeschneidert auf die
Bandmitglieder. Mit der bewährten Rhythmus-Section der
Zwillingsbrüder ANDREAS PICHLER am Schlagzeug und MATTHIAS PICHLER am
Bass entfalten sich die neuen Stücke der CD *Earth Mountain*
(Material Records) ganz natürlich hin zu mitreissenden und
energiegeladenen Sounds. Wer den Song *Elegy* hört wird schnell
begreifen, warum es völlig richtig ist, dass ihn die Kritiker einen
'Ausnahme-Gitarristen' nennen. "Von Stück zu Stück, neun an der Zahl,
werden Offenbarungen wahr. Mir scheint, dass Muthspiel in seinem
musikalischen Genius nie leichter erkennbar war als jetzt, eben in *Elegy*,
übrigens dem einzigen Titel, der nicht von ihm ist, sondern von
BRODBECK. Wer Jazzgitarre liebt, wird entzückt sein bis ins Tiefste
der Seele; wer 'nur' Jazz liebt, zeitgenössischen, hochkultivierten
Jazz, der wird begeistert sein, ergriffen, mitgerissen, zutiefst
betrübt und hellauf jauchzend, quer durch das ganze Spektrum an
Stimmungen, die dieses Traumquartett heraufbeschwört."
(Jazzpodium) Mit freundlicher Unterstützung Kulturzentrum
GEMS |
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| Donnerstag 07.05.2009 - 20:30 Uhr |
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| ROGER HANSCHEL Quartet »Heavy
Rotation« |
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| ROGER HANSCHEL (Saxes),
MARKUS SEGSCHNEIDER (Gitarre),
DIETMAR FUHR (Bass),
DANIEL SCHRÖTELER (Drums) |
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Vor
22 Jahren war der Kölner Saxophonist ROGER HANSCHEL Gründungsmitglied
des noch heute bestehenden Quartetts "Kölner Saxophon Mafia". Er ist
sozusagen ein saxophonistischer Uraltmafioso, der jetzt mit seinem
aktuellen eigenen Quartett "Heavy Rotation" Singen kommt. Mit dieser
Band verfolgt er ein längerfristiges Projekt. Es besteht u.a. darin,
den Einzugsbereich der Nebenflüsse seiner Musik zu vergrössern. Die
grösseren dieser Nebenflüsse wären: der zeitgenössische Jazz
mit seinem klanglichen, expressiven und kompositorischen Reichtum, die
Konzentration auf Sound und Phrasierung und zeitgenössische
Kammermusik. Das Projekt besteht darin, scheinbar grundverschiedene
Ausdrucksweisen so zu behandeln, dass sie sich nicht übertönen oder
überlagern, sondern sich anreichern und gegenseitig disziplinieren.
"Heavy Rotation" bringt alles in einem Raum unter: die Sounds des
Gitarristen MARKUS SEGSCHNEIDER und die Phrasierungs- und
Artikulationskünste des Saxophonisten, die
mehrsprachig-klangintensive Raffinesse der Rhythmus Fraktion - am
Bass DIETMAR FUHR und am Schlagzeug DANIEL SCHRÖTELER - ,
Jazz-Spielweisen und Minimal-Beharrlichkeit, Arco Techniken und
schwingend marschierende Pizzicati, klangsinnliche Schlagzeug-Arbeit,
satte solistische Linienwerke und gruppendienliche Füllmengen. "Die
Türen sind offen, die Musik rotiert mit Energie aus dem Geist des
Rock, aufgeklärt vom zeitgenössischen Jazz, geformt von
kompositorischer Intelligenz auf der Höhe der Zeit. Die Kammer dieser
Musik hat eine erstaunliche Weite. Eine Musik bei der man nicht
weghören kann. Anspruch und Unterhaltsamkeit paaren sich in idealer
Weise." So schreibt das Jazzpodium über HANSCHELS CD *Heavy Rotation*
(Shaa-music) und Dieter Dorer vom Villinger Jazzclub meint: "Die neue
Scheibe ist sensationell". |
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| Donnerstag 23.04.2009 - 20:30 Uhr |
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| LEE KONITZ & »Trio Minsarah« |
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| LEE KONITZ (AltoSax),
FLORIAN WEBER (Piano),
JEFF DENSON (Bass),
ZIV RAVITZ (Drums) |
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Der mittlerweile 81jährige Altsaxophonist LEE
KONITZ war eine Schlüsselfigur in der Entstehung der "Cool Jazz School" von 1949.
Er spielte sein Sax mit einer Sanftheit und emotionalen Zurückhaltung, die damals
völlig neuartig waren. Dieser kühlen Botschaft blieb er bis heute treu: ein
reisender Zauberer, der ständig aus dem Stegreif neue Melodielinien erfindet, immer,
immer wieder. Er ist keiner, der durch Expressivität und Blue Notes die Gefühle
des Zuhörers aufwühlt, kein Populist; er hat den schmalen Weg gewählt:
Konzentration, Strenge, Stil. Sein Timing ist ein Wunder, seine Linien besitzen eine ganz
eigene, rätselhafte Schönheit. Grosse Kunst des Unscheinbaren – eine lebende
Legende. Ein halbes Jahrhundert nach dem "Jahr des Cool" gründeten drei junge
Berklee-Stundenten ein aussergewöhnliches Trio: *Minsarah* (hebräisch: Prisma).
FLORIAN WEBER am Klavier ist vielfacher Preisgewinner, Bassist JEFF DENSON erhielt u.a.
den Berklee Outstanding Performer Award 2002 und ZIV RAVITZ war jahrelang der Hausdrummer
im Camelot Jazz Club (Tel Aviv). Ihr Album *Minsarah* (Enja) wurde 2006 mit dem Preis der
deutschen Schallplattenkritik gewürdigt. LEE KONITZ lernte die drei Senkrechtstarter
in Köln kennen und ging nur allzu gerne mit ihnen nach Brooklyn ins Studio um die CD
*Deep Lee* (Enja, Jazzthetik 5 Sterne) aufzunehmen und so seinem Lebenswerk eines der
spannendsten Kapitel überhaupt hinzuzufügen. Er schätzt das Trio als die
besten und inspirierendsten Begleiter, die er seit langer Zeit hatte. Die jungen Kollegen
entpuppen sich als eine der mächtigsten Inspirationsquellen in KONITZ' langer
Karriere. Es ist nicht einfach ein "Saxophon plus Trio", sondern ein Quartett von
Individualisten, die einander inspirieren und füreinander schreiben. Mit
freundlicher Unterstützung Klavierhaus Faust aus Konstanz. |
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| Freitag 03.04.2009 - 20:30 Uhr |
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| SUSI HYLDGAARD & ROY NATHANSON |
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| SUSI HYLDGAARD (Acc./Piano/Vocals),
ROY NATHANSON (Sax/Vocals),
BILL WARE (Vibraphone),
JANNIK JENSEN (Bass),
BENITA HAASTRUP (Drums) |
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Die Dänin SUSI HYLDGAARD ist eine der
profiliertesten Sängerinnen ihrer Generation. Das weiss man auch in Deutschland und
seit 2003 auch in Singen, als sie zum ersten Mal beim JAZZ CLUB zu Gast war. Doch in das
herkömmliche Bild einer Jazzsängerin scheint sie nicht zu passen. Im Studio und
auf der Bühne hat sie mit sorgsam ausgewählten Kollegen zusammengearbeitet u.a.
Nhop, Aldo Romano und Robert Wyatt. Am liebsten komponiert sie und begleitet sich an
Klavier, Akkordeon und Vibraphon selbst. Fünf Alben sind so inzwischen auf dem
deutschen Label Enja entstanden, ausgezeichnet mit Kompositionspreisen und auch einem
Grammy! Zuletzt überraschte sie ihre Fans, als sie altbekannte Standards von Cole
Porter bis Nat King Cole sang, natürlich auf ganz eigene Art und Weise, z.B. im
intimen Duett mit einem Bassisten, inmitten elektronisch funkelnder Studiowelten und
nicht zuletzt auch mit einer ausgewachsenen Big Band im Rücken. Für die
Arrangements der NDR Bigband sorgten der Saxophonist ROY NATHANSON und der Vibraphonist
BILL WARE, beide Gründer der legendären Jazz Passengers und seit zwanzig Jahren
die Stammbesetzung der bilderstürmenden New-York-Downtown-Szene. Zum ersten Mal gab
SUSI HYLDGAARD ihre Kompositionen aus der Hand und war begeistert von der Zusammenarbeit.
"Ich bin sehr skandinavisch, was eine gewisse melancholische Atmosphäre in meiner
Musik angeht. Amerikaner haben das nicht. Nicht, dass sie das nicht verstehen würden,
aber sie finden in allem die positive Seite. Selbst die dunkelsten Songs machen so eine
Menge Spass." Die drei haben sich so gut verstanden, dass sie nun für eine kurze
Tournee durch Europa reisen, verstärkt durch den Bassisten JANNIK JENSEN und die
Schlagzeugerin BENITA HAASTRUP, die zum ursprünglichen SUSI HYLDGAARD Trio
gehören. Man darf echt gespannt sein auf diese dänisch-amerikanische
Verbindung. |
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| Freitag 27.03.2009 - 20:30 Uhr |
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| PASCAL NIGGENKEMPER Trio |
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| PASCAL NIGGENKEMPER (Bass),
ROBIN VERHEYEN (Tenorsax),
TYSHAWN SOREY (Drums/Piano) |
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Der Bassist PASCAL NIGGENKEMPER, der seit einigen
Jahren in New York lebt, wurde 1979 in Singen geboren und wuchs im schönen Worblingen
auf. In den achtzigern besuchte er viele Konzerte des JAZZ CLUB Singen und so begann seine
Liebe zum Jazz. Danach war er Mitglied in der Landesjugendbigband NRW und im
Landesjazzorchester unter Leitung von Peter Herbolzheimer. Anschliessend ging er nach New
York und konnte dort dank eines DAAD-Stipendiums sein Studium an der Manhattan School of
Music abschliessen. Nun ist er endlich auf der Bühne seiner musikalischen Heimat beim
JAZZ CLUB in Singen zu sehen und vor allem zu hören. Begleitet wird er dabei von
seinen jungen Mitmusikern, die er alle in New York kennenlernte und mit denen er vor
einigen Jahren sein eigenes Trio gründete. Der Drummer TYSHAWN SOREY begeistert mit
seiner Vielseitigkeit und ist inzwischen gefragter Sideman in vielen amerikanischen Bands.
Gespannt sein dürfen wir auch auf den belgischen Saxophonisten ROBIN VERHEEN sein.
Er nahm einen ähnlichen Weg wie PASCAL und spielte bereits mit Grössen wie
Branford Marsalis und Ravi Coltrane. Auf ihrer ersten gemeinsamen CD *Pasapas* (Konnex
Records), die im Oktober 2008 herauskam, lassen sich die drei jungen Musiker - ohne
Klischees kommunizierend - auf einen fesselnden Dialog ein. Das Resultat ist energetisch,
packend und poetisch zugleich. Der Kritiker des Südkurier schrieb über ihr
Konzert am Konstanzer Jazzherbst 2008: "Die drei jungen Musiker entführten das
Publikum in eine subtil gestaltete Klangwelt. Vor allem Schlagzeuger TYSHAWN SOREY
überzeugte mit einer sehr kreativen Leistung und perfekt abgetönten Klängen.
Saxophonist ROBIN VERHEYEN und PASCAL NIGGENKEMPER am Bass lieferten den höchst
virtuosen Sound, wobei sie auch in der Improvisation immer das angemessene Idiom
fanden." |
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| Samstag 14.03.2009 - 14:00 Uhr |
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| JAZZ FÜR KINDER II »Herr Hering und die
Jazzband« |
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| ALEXANDRA LEHMLER (Tenorsax),
CLAUS KIESSELBACH (Vibraphon),
MATTHIAS DEBUS (Bass),
HERING CERIN (Schlagzeug),
GERBURG MARIA MÜLLER (Moderation) |
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Am Anfang sind die Geräusche - Wind, Möven,
Meer, Regen, Gewitter und mitten in diesem Krach kommt ein Elefant aus der Steppe, der
tanzen kann. Dadurch finden alle Instrumente des Jazzquartetts von Herrn Hering
schliesslich zu einer Melodie und schon sind die Kinder mitten im Jazz. Was ist Jazz?
Wie klingt er? Und wie kann man hören, dass es Jazz ist? Anhand von bekannten Liedern,
die ganz einfach zum mitsingen sind, finden die Kinder heraus, dass ein Rhythmuswechsel das
Lied ganz anders klingen lässt. Und wenn aus dem Original von *Old Mac Donald*
plötzlich ein Bossa-Nova oder ein Blues wird, dann wird klar, wie weit der Jazz schon
um die Welt gereist ist. Schwerpunkt des Jazzkonzertes sind natürlich auch die
Instrumente, die es zu erforschen gilt, z.B. das Vibraphon und das Saxophon, das Schlagzeug
und der Kontrabass. Im Gespräch mit den Kindern werden alle diese Fragen musikalisch
beantwortet und vor allem am Schluss gibt's eine herrliche Überraschung. Moderiert von
GERBURG MARIA MÜLLER und musikalisch arrangiert von MATTHIAS DEBUS am Bass, ALEXANDRA
LEHMLER am Saxophon, CLAUS KIESSELBACH am Vibraphon und HERING CERIN am Schlagzeug bietet
das Kinder-Jazz-Konzert Musik – Spass mit Lern-Effekt. Übrigens: Papa und Mama
dürfen natürlich auch mit rein und mitmachen und jeder ob klein oder gross zahlt
nur 3 Euro Eintritt. Das ganze Spektakel dauert rund eine Stunde! In
Zusammenarbeit mit Jugendmusikschule Singen & Kulturzentrum GEMS und gefördert
durch den Jazzverband BW, die Landesbank BW & die Landesstiftung BW |
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| Donnerstag 05.03.2009 - 20:30 Uhr |
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| THEO JÖRGENSMANN |
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| THEO JÖRGENSMANN (Klarinette),
MARCIN OLES (Bass),
BARTLOMIEJ OLES (Drums) |
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THEO JÖRGENSMANN zählt zu den führenden
europäischen Klarinettisten, sowohl im Modernen Jazz wie auch in den Grenzgebieten
zwischen Jazz und Neuer Musik. Auf dem Schweizer Hatology Label hat er bereits mehrere CDs
und im letzten Jahr die CD *ALCHEMIA* (5 Sterne Jazzthetik) herausgebracht mit den aus dem
polnischen Krakau stammenden Zwillingsbrüdern MARCIN (Bass) und BARTLOMIEJ OLES
(Drums), die zu den jungen und wichtigen Vertretern der neuen Generation von
europäischen Jazzmusikern gehören und mit denen er seit mehreren Jahren zusammen
arbeitet. Ein äusserst versiertes, gewieftes Trio ist es inzwischen geworden, das
eigene Kompositionen kollektiv und solistisch interpretiert. An Expressivität kann es
so schnell kein anderes Trio mit diesem aufnehmen. Es pendelt gekonnt zwischen freiem Jazz
und zeitgenössischer Kammermusik. Jörgensmann spielt quasi um sein Leben, nie
aufgeregt und hektisch, eher konzentriert und überlegt. Spröde, hart, fast
perkussiv ist sein Ton, expressiv bis in die Spitzen, trotz ungewöhnlicher
Überblastechnik im Bop verwurzelt. "Zwischen Rolf Kühn und Perry Robinson" ordnet
sich der ausserordentliche Klarinettist ein. Seine polystilistischen Improvisationen sind
imposant. "In Deutschland führt Theo Jörgensmann die Tradition von Eric Dolphy
fort. Dieser Musiker ist einer der deutschen Jazz-Solisten mit internationalem Ruf." (FAZ).
"Bei ihm ist der musikalische Inhalt wichtig, die Form verliert sich im Hintergrund; kaum
jemand ist weiter. Er schwankt, wenn er die Bühne verlässt - Menschen wie er
können ohne ihre Musik nicht leben - und wir können das ebenso wenig."
(Frankfurter Rundschau) |
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| Samstag 28.02.2009 - 20:30 Uhr |
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| DREW GRESS »7 Black Butterflies« |
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| DREW GRESS (Bass),
CRAIG TABORN (Piano),
TOM RAINEY (Drums),
TIM BERNE (AltoSax),
RALPH ALESSI (Trumpet) |
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"Singen. - Singen ist immer wieder eine Reise wert,
zumindest wenn es um Jazz geht. Müsste man jedenfalls einen Konzertveranstalter
nennen, der regelmässig Musiker einlädt, die als Geheimtipps oder als *on the
edge of the time* gehandelt werden - der Jazzclub Singen würde einem schnell
einfallen." (Chr. Märki). Auch das Quintett *7 BLACK BUTTERFLIES* um den
50jährigen US-Kontrabassisten DREW GRESS, der als Sideman schon öfter in Singen
gastierte, gehört zu diesen Geheimtipps. Natürlich auch wegen der anderen vier
Musiker, die ebenfalls schon in Singen waren. Am Piano CRAIG TABORN, am Altsaxophon TIM
BERNE, an der Trompete RALPH ALESSI und am Schlagzeug TOM RAINEY. Wahrlich ein who's who
der aktuellen New Yorker Szene. Alle besitzen sie in ihren kleinen Fangemeinden
überall auf diesem Globus Kultstatus. Am eindrucksvollsten am Ende aber bleibt
die Musik und die Art und Weise, wie Gress für seinen Klangkörper komponiert, zu
hören auf seiner neusten CD *The Irrational Numbers* ( Premonition Records). Ja,
Klangkörper ist das richtige Wort: Manchmal, in den Themenköpfen denkt man noch
an eineherkömmliche "Band" mit Bläsern und Rhythmusgruppe in definierten Rollen;
doch meist löst sich Gress von solchen Schematismen. In seinen komplexen, in
zahlreichen Abschnitten fortschreitenden Stücken kann jedes Instrument jede Rolle
übernehmen. Ein immenser Reichtum an Texturen, an Klangkonstellationen entfaltet sich,
und jede Komposition scheint von anderen Verfahren getragen. Lyrischer Feinklang oder mit
Cecil Taylorschem Furor gespielte Klavierkasskaden, kollektives Kochen zu fünft oder
eine Soloexkursion von Tim Berne - fast nichts ist unmöglich in diesen Klängen,
die von Bopartigem über Neue Musik und Noise bis hin zu Minimal alles in sich
aufgenommen haben. Ein Wunder an Unberechenbarkeit - eine echte Entdeckung. |
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| Freitag 06.02.2009 - 20:30 Uhr |
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| GEORGE SCHULLER's »Circle Wide« |
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| GEORGE SCHULLER (Drums),
statt Donny McCaslin: PETER APFELBAUM (Saxes),
BRAD SHEPIK (Guitar),
TOM BECKHAM (Vibraphone),
DAVE AMBROSIO (Bass) |
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Der amerikanische Schlagzeuger GEORGE SCHULLER ist
der jüngere Sohn des Komponisten,
Theoretikers und Jazzförderers Gunther Schuller. Seit 1994 lebt er im Big Apple New
York und arbeitet dort mit seinen eigenen Gruppen und z.B. mit Joe Lovano oder Dave
Douglas. Als Teen war Keith Jarretts europäisches Quartett der 70er Jahre mit
Garbarek sein Schlüsselerlebnis. Aber dann entdeckte er die lockere, rauhe
Kreativität des amerikanischen Quartetts mit Dewey Redman. *CIRCLE WIDE* ist eine
Band, die diesen Geist wieder aufgreift. Beeinflusst vom Jazz Ornette Colemans, Carla
Bleys, Gospelmusik und Lateinamerika hat Jarrett damals eine Reihe attraktiver
Ohrwürmer aufgeschrieben, die hier in dieser Band auf eigene Weise verarbeitet
werden, doch mit jenen typischen fliessenden Wandlungen zwischen Grooves und freien
Rhythmen und zwischen harmonischer Form und panmodaler Offenheit. Ganz bewusst wird auf
der CD *LIKE BEFORE, SOMEWHAT AFTER* (Playscape, 5 Sterne), ein grosser Wurf des Jahrgangs
2008, auf einen Pianisten verzichtet und seine Funktion quasi aufgeteilt zwischen dem
Gitarristen BRAD SHEPIK und dem Vibraphonisten TOM BECKHAM, das dem Ganzen etwas Luftiges
verleiht. Das Herzstück der CD ist die 20-minütige Adaption von Jarretts
*Survivors' Suite*. Für die hier typische vokale Natur des Spiels sorgt der enorm
eloquente Saxophonist DONNY McCASLIN, an dem Dewey Redman seine helle Freude gehabt
hätte, eine echte Entdeckung am Jazzhimmel. Die Flexibilität und das Feuer des
Zweigespanns DAVE AMBROSIO am Bass und GEORGE SCHULLER am Schlagzeug würde auch Keith
Jarrett begeistern. "Diese Band möchte man mal live erleben" (Jazz'n'more) - also
nichts wie hin zum Jazzclub Singen! |
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| Mittwoch 21.01.2009 - 20:30 Uhr |
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| ULRICH GUMPERT Quartett |
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| ULRICH GUMPERT (Piano),
BEN ABARBANEL-WOLFF (Saxophone),
JAN RODER (Bass),
MICHAEL GRIENER (Drums) |
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Der Berliner Pianist ULRICH GUMPERT, ein Urgestein
des deutschen Jazz und bekannt als
Mitglied des Zentralquartett, hat mit dem Bassisten JAN RODER und dem Schlagzeuger MICHAEL
GRIENER, jüngeren Musikern der Berliner Szene, und dem aus Washington stammenden
Saxophonisten BEN ABARBANEL-WOLFF eine Band formiert, die die prägnanten Themen des
Bandleaders mit hochenergetischen, spontanen Spielprozessen verzahnt. "ULRICH GUMPERT mit
neuem Quartett – es war ein überwältigend gutes Konzert!! Mit dieser wunderbaren
Rhythmusgruppe hat er ein echtes Schnäppchen gemacht. Die beiden sind perfekte
Begleitmusiker, swingen was das Zeug hält, machen aber auch selber was los, z.B. wenn
sich eine Ballade zur Hymne eignet und entsprechend rhythmisch unterfüttert werden
muss, oder eine allzu süssliche Phrase die nötige Prise Laut und Stärke
braucht. Und dann dieser charismatische junge Frontman am Saxophon. Der bislang unbekannte
Tenorist ist ein begnadeter Melodiker. Er spielt seine Liedchen traumhaft schön an der
Kippe zum Kitsch vorbei, eben auf Messers Schneide – also dort wo die Kunst passiert. Es
ist die mit Begeisterung betriebene Traditionspflege, aus der sich eine teilweise
hochartifizielle, zeitgenössisch interpretierte, moderne Jazzmusik entwickelt. Fernab
vom Mainstream und doch den grossen amerikanischen Bebop-Heroen der sechziger Jahre
verwandt. Es gibt keine Klangexperimente und auch keine Suche nach neuen Formen, alle
spielen locker vom Hocker: kurz und schnörkellos wird das Thema vorgestellt und dann
geht's ab. Am Ende des Konzerts gabs stehende Ovationen und es machte Freude, den mit dem
Albert-Mangelsdorff-Preis 2005 (Deutscher Jazzpreis) ausgezeichneten ULRICH GUMPERT in
solch alter Frische zu erleben. "Eine der angenehmsten Konzert-Überraschungen der
letzten Zeit. Grosse Klasse!" (Frankfurter Rundschau) |
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| Freitag 09.01.2009 - 20:30 Uhr |
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| CHRISTOPH STIEFEL |
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| CHRISTOPH STIEFEL (Piano),
THOMAS LÄHNS (Bass),
MARCEL PAPAUX (Drums),
RETO SUHNER (AltoSax/Klarinette) |
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Schon seit Jahren arbeitet der Schweizer Pianist
CHRISTOPH STIEFEL (der bereits mit Charlie
Mariano zu Gast beim Jazzclub Singen war) mit einem rhythmischen Konzept, das seine Band
aus dem Meer der Klaviertrios deutlich herausragen lässt. Seine Isorhythmen, die grob
gesagt auf minimalen rhythmischen und melodischen Verschiebungen basieren, sorgen für
einen dichten und faszinierenden Klang, machen seine eigene Musik aber auch extrem schwer
zu spielen. Mit dem Bassisten THOMAS LÄHNS und dem Schlagzeuger MARCEL PAPAUX ist es
Stiefel vor Jahren gelungen, geeignete Leute zu finden, die seinem Konzept nicht nur folgen
können, sondern es auch in unwiderstehliche Musik verwandeln. Auf der neuen CD *INNER
LANGUAGE* (Neuklang/SunnyMoon) und beim Konzert in Singen kommt nun bei einigen
Stücken ein vierter Mann hinzu, der Saxophonist RETO SUHNER. Dabei geht es nicht um
einen Gastsolisten, sondern um eine Klangerweiterung, stellt Stiefel klar. Um dem
Hörer zwischen den wie verhext klingenden Isorhythmen auch etwas Erholung zu
gönnen - die drei sind nämlich ganz schlicht auch ein famoses Klaviertrio -,
finden sich auf dem Album Perlen wie Milton Nascimentos *Travessia* und Wayne Shorters
*Beauty and the Beast*. "Ich achte stark auf die Reihenfolge der Songs. Es geht mir
darum für den Zuhörer eine schöne Balance zu finden." Operation
gelungen. "Die Isorhythmen sind höchst faszinierend. Die drei Musiker treffen sich
in groovender Interaktion und Kommunikation. Die Idealvorstellung des Piano-Trios als ein
Gespräch zwischen drei gleichberechtigten Partnern wird hier Wirklichkeit - verdammt
gutes Piano Trio." (Jazzthetik) |
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Text: R. Kolmstetter
[ Jazz
Club Singen - aktuelles Programm | Jazz Club Singen ]
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