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| Freitag
09.07.2010 - 20:30 Uhr |
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| STRUBER Z'TETT »Plays the Music of Frank
Zappa & More« |
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| MIKE ALIZON (TenorSax), JEAN-MARC
FOLTZ (Clarinet), SERGE HAESSLER (Trumpet),
RAY HALBEISEN (AltoSax), BENJAMIN
MOUSSAY (Rhodes), FRED NOREL (Violin),
JÉRÉMY LIROLA (Bass),
ERIC CHAMBARD (Drums), BERNARD
STRUBER (Guitar) |
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Bei der
Adaption von Werken ebenso beeindruckender wie schräger
Gestalten der neueren Musikgeschichte wie etwa Sun Ra oder, in diesem
Fall, Frank Zappa, wird man unweigerlich am Original gemessen. Und
allzu oft heisst es dann auch völlig zu Recht, dass man's
besser auch gelassen hätte. Im Fall von BERNARD STRUBERS
Z'TETT aber kamen nicht nur ein paar lustige Soundspielereien zusammen,
das Ganze ist eine konsequente Fortentwicklung der bisherigen
fünf CDs des Ensembles, das auf dem Münsteraner
Jazzfestival im letzten Jahr zu den Höhepunkten
zählte. Der in Strassburg lebende Struber, Gitarrist und
Maitre der Band, begann als Rockgitarrist, New-Orleans-Jazz-Pianist und
Kirchenorganist! Geblieben ist über all die Jahre ein
unverwüstliches Faible für Frank Zappa. In den 70ern
arbeitete er als Musiker und Arrangeur und gründete 1987 mit
15 Musikern das Orchestre Régional de Jazz d'Alsace, aus dem
dann 1997 das aktuelle Jazztett hervorging. Seither wird streng
programmatisch aber stilistisch offen gearbeitet. Nachdem Zappa bisher
neben Musikern wie Duke Ellington oder Miles Davis eher die Reservebank
gedrückt hat, durfte er sich nun in die erste Reihe setzen.
Und Struber verleiht dessen Werken dabei eine feine kammermusikalische
Note, die eines lebenslangen Connaisseurs eben. Er gehört
einer Generation an, die genauso den Rock wie den Jazz mag. Beides
führt er ohne Zweifel mit unglaublicher Reife zusammen.
Mit freundlicher Unterstützung Kulturzentrum GEMS |
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| Donnerstag
10.06.2010 - 20:30 Uhr |
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| ROSEBUD »Plays the Music of
Newport« |
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| BEATE SAMPSON (Vocals), JASON
SEIZER (Saxophone), JOHANNES HERRLICH
(Trombone), GEOFF GOODMAN (Guitar/Banjo) |
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Alte Songs
in neuem Gewand - der Gitarrist und Banjospieler GEOFF GOODMAN ist ein
äusserst eigenwilliger Musiker. Abseits von jeglichem
Mainstream sitzt er zwischen allen Stühlen, wo er sich auch
noch hörbar pudelwohl fühlt. Wenn einer zwischen
engagierter Jazz-Avantgarde und eher schräg gestelltem
Oldtime-Jazz, Tabla und Strings, griechischer Folklore und
amerikanischen Cowboysongs, Folk, Country und Blues oszilliert, kann
dabei leicht Chaos entstehen - oder aber jene kreative Alchemie,
für die Geoff Goodmans ROSEBUD QUARTET steht (Rosebud =
Rosenknospe!). Im Mittelpunkt des Konzertes steht die Musik, die mit
den Newport-Festivals der frühen 60er Jahre ein gut Teil zur
Politisierung junger Menschen beitrug. Das Festival fungierte als
Schnittstelle von Alt und Jung, von Roots und Gegenkultur. Vergessene
Bluesmusiker erlebten ihr Revival, Bob Dylan setzte mit der E-Gitarre
Folkies unter Strom. Goodman erinnert mit der Sängerin BEATE
SAMPSON ("eine zum Niederknien schöne Stimme" Jazzthetik) an
die alten Zeiten: mit Songs von *Freight Train* bis *Down by the
Riverside*, die noch Jahrzehnte später zum Pflichtrepertoire
von Pfadfindern zählten. Doch Rosebud entstaubt den Kram
gründlich und bastelt mit den Farben von Saxophon (ULRICH
WAGENHEIM, aktuell: JASON SEIZER), Posaune (JOHANNES HERRLICH),
Gitarre/Banjo und Stimme aus den alten Kamellen von Folkies und
Protestlern herrliche Arrangements, an denen auch der Rootsfan Bill
Frisell seinen Spass haben dürfte - bei einem Ohrwurm des
legendären Fingerpickers Sam McGee zum Beispiel. Die Band
verdrischt Dylans *Maggies Farm* mit verzerrter Gitarre, macht aus dem
Teufelszeug von Skip James einen Blues-Riff-Kanon und lässt an
jeder Ecke spüren, dass die Liebe zu den Wurzeln immer
vorhanden ist. Das rührt schon an, wie da ein unbequemer
Amerikaner der eigenen Tradition zuleibe rückt. Mit so viel
verdrehtem Stolz, so viel verrückter Liebe und so viel grosser
musikalischer Intelligenz. |
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| Mittwoch
12.05.2010 - 20:30 Uhr |
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| DONNY McCASLIN »New Trio« |
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| DONNY McCASLIN (TenorSax),
SCOTT COLLEY (Bass), ANTONIO
SANCHEZ (Drums) |
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Das
amerikanische Downbeat Jazzmagazin wählte im vergangenen Jahr
den amerikanischen Tenorsaxophonisten DONNY McCASLIN zum Rising Star
– in der Szene ein Ritterschlag. Es war eine Auszeichnung
für die letzten Jahre, in denen er sich sukzessive in die
erste Liga der Jazzmusiker spielte. Für lange Zeit war er
Mitglied in Gary Burtons Quartett und Mitglied bei Steps Ahead
– als Nachfolger des legendären Michael Brecker.
Sein neues Trio ist mit SCOTT COLLEY am Bass und ANTONIO SANCHEZ am
Schlagzeug hochkarätig besetzt. Scott Colley ist ein ebenso
vielseitig interessierter Musiker und spielte schon öfters
beim Jazzclub Singen. Antonio Sanchez, geboren in Mexico, gilt zur Zeit
als einer DER Schlagzeuger der New Yorker Jazzszene schlechthin. Mit
seiner stupenden Technik und seinem Gefühl für
komplexe Rhythmen entwickelte er den Latin Jazz u.a. mit Danilo Perez
weiter. Gerade in diesem Trio fühlt sich McCaslin einerseits
frei zu spielen, andererseits auch herausgefordert. Da kommen die
Einflüsse des Latin Jazz seines Vaters zum Ausdruck, aber auch
seine grossen Vorbilder wie John Coltrane und Michael Brecker. Seine
Musik ist nicht marktkonformes Mainstream-Gedudel, sondern
repräsentiert traditionsbewusstes und dennoch modernes
Musizieren. Das Repertoire besteht fast ausschliesslich aus Songs von
McCaslin, intelligenten Skizzen, die Versatzstücke von Bebop,
Latin und Fusion variantenreich kombinieren. "Wie Scott Colley am Bass
seinen Chef mit Harmonie- und Motiv-Variationen füttert, wie
Antonio Sanchez locker die komplexesten Akzentuierungen beimischt, ist
ein Genuss für sich. So subtil wie virtuos spielen sich die
drei über Bande nonstop melodische, harmonische und
rhythmische Informationen zu: ein kreativer Trialog mit
Modellcharakter.“ (Süddeutsche Zeitung)
Genau die richtige Band für das Jubiläumskonzert Nr.
400!! |
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| Donnerstag
29.04.2010 - 20:30 Uhr |
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| CYRO BAPTISTA »Banquet of the
Spirits« |
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| CYRO BAPTISTA (Percussion),
BRIAN MARSELLA (Piano), EZRA
BLUMENKRANZ (Oud/Bass), JIM KEIPER
(Drums/Percussion) |
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Seit er
vor 30 Jahren aus seiner brasilianischen Heimat in die USA ging,
gehört CYRO BAPTISTA dort zu den gefragtesten Percussionisten,
mit einer Arbeitsliste, die Jobs für Laurie Anderson, Herbie
Hancock über Arto Lindsay und Paul Simon, Cassandra Wilson bis
John Zorn aufweist. Auf dem Label des New Yorker Saxophon
Querbläsers Zorn erschien im 2009 das bereits dritte Album von
Baptista. Begeisterte er bei Beat The Donkey und Love The Donkey noch
mit einem temperamentvollen bunt-brasilianischen Percussionsfeuerwerk,
wofür es Auszeichnungen von Downbeat und der New York Times
gab, so entzieht sich die Musik seiner neuen Gruppe BANQUET OF THE
SPIRITS nun jeglicher Kategorisierung, hat nicht mehr diese
ausgelassene wilde Stimmung. Zwar klingen immer noch viele Formen von
World Music, hier vor allem von Don Cherry und Codona, auch mal Bebop
oder etwas Avantrock à la Naked City durch, doch in seiner
Zusammenstellung zeigt sich das immer sehr eigen, jenseits des
Gewohnten. Zwei Schwerpunkte sind allerdings überdeutlich: die
Einbeziehung arabischer Musik aus Nordafrika und der Klänge
vom Balkan. Von Baptistas neuem Quartet mit BRIAN MARSELLA am Piano,
EZRA BLUMENKRANZ an der Oud und am Bass und JIM KEIPER an Schlagzeug
und Percussion werden diese kongenial verbunden mit seiner speziellen
brasilianischen Percussion. Erinnert der Opener seiner CD *Tutuboli*
mit dem Forro-Rock Sound noch an seine früheren Tzadik Alben,
so tauchen Baptista und Co. ab dem zweiten Stück ihre
Füsse auch in die Brandung des Mittelmeers zwischen
Griechenland und Algerien. Dabei kreieren sie eine wundervolle
hypnotische Mixtur, die in der Gänsehaut erzeugenden
Kombination arabischer Oudtöne und schräg-ironischer
Soul-Jazz-Orgel lediglich ein Höhepunkt von vielen ist.
"Ein unbedingter Anwärter für die Bestenliste 2009 -
5 Sterne!!" (Jazzthetik) |
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| Freitag
16.04.2010 - 20:30 Uhr |
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| VIJAY IYER Trio |
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| VIJAY IYER (Piano), STEPHAN
CRUMP (Bass), MARCUS GILMORE (Drums) |
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VIJAY IYER
ist ein amerikanischer Pianist der jüngeren Generation mit
indischen Wurzeln und war mit dem Quartet seines Freundes Rudresh
Mahanthappa vor zwei Jahren beim Jazzclub Singen zu hören -
eine Sternstunde! Symptomatisch nun für die Situation des
amerikanischen Jazz: Der Indoamerikaner Iyer, in den USA zwar bereits
zum zweiten mal zum "Rising Star Jazz Artist" und "Rising Star Jazz
Composer" und hierzulande mit seinem Trio soeben im Echo Jazz Awards
als "Best Ensemble International" gekrönt, findet - exklusiv -
einen Vertrag beim deutschen Label ACT und bringt dort sein erstes
Piano-Trio-Album HISTORICITY raus: mit STEPHAN CRUMP am Bass und MARCUS
GILMORE am Schlagzeug. Historicity, Geschichtlichkeit, erklärt
er, bedeutet authentische Verwurzelung in der Geschichte sowie die
Folgen der Verankerung im geschichtlichen Fluss. Der intelligente Iyer
macht keinen Popjazz und auch keinen Ethnojazz. Als Pianist
fühlt er sich am ehesten verwandt mit Andrew Hill, dem
verkannten Mittler zwischen Monk und Cecil Taylor. Unterschwellig mit
beeinflusst von indischer, afrikanischer und indonesischer Musik
kreiert er modal und polymodal. Sein raffiniertes Spiel mit
Lücken und häufigen Wechseln der polyrhythmischen
Gangart ist am leichtesten erkennbar bei seiner Transformation von
Bernsteins Song *Somewhere*. Er spielt ein höchst virtuoses
Piano und befindet sich offenkundig immer noch in seiner Sturm- und
Drangzeit; er strotzt geradezu vor Improvisationsideen, die er auch
alle umsetzt. In langer Zusammenarbeit hat das Trio mit Crump und
Gilmore (dem Enkel von Roy Haynes) einen ausserordentlichen Grad der
spontanen Kommunikation und Tiefe erreicht. Trotz ihrer Jugend treten
sie als Virtuosen und reife Solisten massgeblich in Erscheinung. Der
Kritiker der Zeit schrieb: "Fliegend wechseln die Rollen im
Zusammenspiel dieses Trios, das frei und gleichberechtigt ist, zugleich
aber auch rücksichtsvoll und höchst diszipliniert.
Utopisch eben, spannungsgeladen und immer wieder überraschend." |
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| Freitag
26.03.2010 - 20:30 Uhr |
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| DON BYRON »New Gospel Quintet« |
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| DON BYRON (Clarinet/TenorSax),
DK DYSON (Vocals), FRANK
WILKINS (Piano), BRAD JONES (Bass),
PHEEROAN AKLAFF (Drums) |
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Grenzen im
Jazz gibt es für den Klarinettisten/Tenorsaxophonisten DON
BYRON nicht. "Als ich Profimusiker wurde, dachte ich, dass der Jazz
flexibler werden muss" sagt der 52jährige. Im Laufe seiner
langen Karriere hat der afroamerikanische Virtuose immer wieder dazu
beigetragen, Stile miteinander zu kombinieren oder sie in einen
Jazz-Kontext zu setzen. Zuletzt hat sich Byron mit der Musik des
Soul-Saxophonisten Junior Walker auseinandergesetzt, der in den
60er-Jahren Hits wie *Shotgun* und *Roadrunner* hatte. Andere Projekte
beschäftigten sich mit Gospelmusik, mit dem jüdischen
Klezmer-Star Mickey Katz, mit Swing und auch mit europäischen
Kunstliedern des 19. Jahrhunderts. Don Byron, der eine klassische und
eine Jazz-Ausbildung hat, kennt sich mit Schumann ebenso aus wie mit
Neuer Musik und Free Jazz. Dabei gibt es in der amerikanischen
Jazz-Szene nicht viele Musiker mit einem derart breiten musikalischen
Spektrum wie das des 1958 in der New Yorker Bronx geborenen
Holzbläsers. Von ihm darf man vor allem eines erwarten: das
Unerwartete. Etwa das NEW GOSPEL QUINTET, mit dem er nach Singen kommt
und zu dem die unglaubliche Sängerin DK DYSON, der Pianist
FRANK WILKINS, der Bassist BRAD JONES und einer der aufregendsten
Schlagzeuger des neuen Jazz PHEEROAN AKLAFF gehören. Hier
beschäftigt sich Byron mit der Musik des Gospel-Pioniers
Thomas A. Dorsey. Mahalia Jackson sang sein *Take My Hand, Precious
Lord* - Martin Luther Kings Lieblingslied - und sogar Elvis und Johnny
Cash verneigten sich vor Dorseys *Peace in the Valley*. Don Byron hat
sich tiefgehend mit der Gospel-Tradition beschäftigt und
hält sie nicht nur in den Klassikern von Thomas A. Dorsey und
anderen am Leben, sondern setzt sie auch mit neuer, eigener Musik fort.
Ihm geht es nicht um eine museale Bewahrung des Gospel, sondern um
seinen Transfer in die Gegenwart. |
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| Sonntag
14.03.2010 - 11:30 Uhr |
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| JAZZ FÜR KINDER IV »Martin
Schrack Quartett« |
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| MARTIN SCHRACK (Piano), STEFAN
KOSCHITZKI (Sax/Flute/Clarinet), AXEL
KÜHN (Bass), FELIX SCHRACK (Drums) |
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Das
MARTIN SCHRACK QUARTETT bietet ein spezielles Programm für
eine "Jazz für Kinder" Veranstaltung an. Die Band stellt das
Wesen der Jazzmusik in unterhaltsamer, witziger und ganz lockerer Form
vor - Achtung, das ist keine Schulstunde! Immerhin, es wird beim
Konzert schon einiges auch verbal erklärt, aber unmittelbar
danach folgt die praktische Vorführung an den Instrumenten.
Und - wo es geht, werden dabei die Kinder ins Geschenen miteinbezogen.
Übrigens: Papa und Mama dürfen natürlich
auch mit rein und mitmachen und jeder ob klein oder gross zahlt nur 3
Euro Eintritt. Beginn ist um 11.30 Uhr und das ganze Spektakel dauert
rund eine Stunde!
In Zusammenarbeit mit Jugendmusikschule Singen & Kulturzentrum
GEMS und gefördert durch den Jazzverband BW, die Landesbank BW
& die Landesstiftung BW
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| Mittwoch
10.03.2010 - 20:30 Uhr |
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| NICOLAS SIMION Group »Transylvanian
Jazz« |
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| NICOLAS SIMION (Saxophon/Klarinette),
ZOLTAN LANTOS (Geige), MARTIN
LUBENOV (Akkordeon), JURA WAJDA (Zymbalon),
MARTIN GJAKONOVSKI (Bass), MIREK
PYSCHNY (Drums) |
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Inspiriert
von der grossen alten Tradition rumänischer Volksmusik
erweitert der Komponist und Saxophonist NICOLAS SIMION mit
TRANSYLVANIAN JAZZ seine umfangreiche und facettenreiche Diskografie.
Das mit Unterstützung des Rumänischen Kulturinstituts
verwirklichte Projekt gibt nicht zuletzt aufgrund der traditionellen
Instrumentierung einmal mehr den Blick auf die musikalischen Wurzeln
dieses hervorragenden Musikers frei. Für dieses Projekt konnte
er folgende Musiker gewinnen: ZOLTAN LANTOS (Geige, Ungarn), MARTIN
LUBENOV (Akkordeon, Bulgarien), JURA WAJDA (Zymbalon = Hackbrett,
Tschechien), MARTIN GJAKONOVSKI (Bass, Mazedonien) und JONAS BURGWINKEL
(Drums, Deutschland / aktuell: MIREK PYSCHNY). Er selbst spielt Sopran-
und Tenorsaxophon, Klarinette und Bassklarinette sowie Caval, eine
pentatonisch gestimmte rumänische Hirtenflöte.
"Dies ist das erste Projekt zu dem ich mehr Musiker eingeladen habe,
die Folkinstrumente spielen, als konventionelle Instrumente. Die Songs
haben einiges gemeinsam: Skalen, Rhythmen, Akkordwechsel, Melodien,
Atmosphären. Und sie klingen organisch, wie ein Bild oder eine
Landschaft mit all ihren Details und Kontrasten." Die meisten
Stücke hat Simion speziell für dieses Projekt
komponiert, Stücke, die von transsilvanischer Volksmusik
inspiriert sind. Es scheint, dass, je länger er aus
Rumänien weg ist, er sich umso mehr seinen musikalischen
Wurzeln nähert. "Es ist schon eine ganz klare Entwicklung bei
mir in die Richtung Ethno-Folk-Jazz", so Nicolas Simion.
"Wer einen völlig klischeefreien World- oder eben besser
Ethno-Folk-Jazz hören möchte, bei dem der Jazz
ausnahmsweise einmal kein Feigenblatt und keine blosse, zeitgeistig
aufgehübschte Etikettierung darstellt, sondern
tatsächlich das musikalische Mass ist, an dem sich dieses
Material beweisen muss, dem sei Nicolas Simion wärmstens ans
Herz gelegt. Seine Musik ist eine Bereicherung des
europäischen Jazz." (Jazzpodium) |
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| Freitag
26.02.2010 - 20:30 Uhr |
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| ANKE HELFRICH Trio |
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| ANKE HELFRICH (Piano), HENNING
SIEVERTS (Bass/Cello), DEJAN TERZIC (Drums) |
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ANKE
HELFRICH ist eine Ausnahmemusikerin, nicht allein weil sie sich in der
männerdominierten Jazzwelt durchgesetzt hat und akzeptiert
wird. Es ist insbesondere ihr dynamisches und swingendes Pianospiel, in
das sie harmonische und melodische Überraschungen so virtuos
einflicht und dadurch dem Jazz neue Impulse gibt. Liest man Artikel
über sie, wird meist zuallererst ihre Schönheit
erwähnt. Dass erst im Anschluss auf ihr musikalisches
Können eingegangen wird, spiegelt die Vorurteile wider, mit
denen man ihr als Frau, die darüber hinaus gut aussieht,
begegnet. Die Anerkennung ihrer musikalischen Leistungen belegen allein
die zahlreichen renommierten Jazzpreise sowie Auszeichnungen, die sie
für ihre Liveauftritte und Alben erhalten hat. Auf ihrem
dritten Leaderalbum STORMPROOF (Enja) präsentiert die
Pianistin neben Interpretationen von Monk-Stücken vornehmlich
Eigenkompositionen. Als Hommage an Monk, der ihr facettenreiches Spiel
am stärksten geprägt hat, wählte sie sein
legendäres *Hackensack* als Eröffnungsstück
aus. Ihr Trio, zu dem der Bassist und Cellist HENNING SIEVERTS sowie
der Schlagzeuger DEJAN TERZIC gehören, verleiht dem
Jazzklassiker selbstbewusst und kunstfertig eine neue, ganz
persönliche Note. Es darf bei ihr swingen, es darf mit
plinkerndem Fender Rhodes grooven, es darf frei schweben, es darf
eigentlich alles passieren, nur beliebig und langweilig darf es nicht
sein. In Helfrichs Spiel ist jede Note wichtig, jeder Lauf und sei er
noch so flüchtig, hat seinen emotionalen Sinn. Ihre eigenen
Stücke strotzen nicht vor harmonischen
Hürdenläufen, sondern haben echte Themen. Bassist
Henning Sieverts setzt nicht nur groovende Akzente. Seine Cello-Linien
in *Sehnsucht* erzeugen dieselbe. Schlagzeuger Dejan Terzic
lässt der Musik viel Raum zum Atmen. *Stromproof* ist ein
früher Höhepunkt des Jazzjahres 2009 gewesen
(Jazzpodium) |
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| Donnerstag
18.02.2010 - 20:30 Uhr |
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| PASCAL SCHUMACHER Quartet |
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| PASCAL SCHUMACHER (Vibraphon),
FRANZ v. CHOSSY (Piano), CHRISTOPHE
DEVISSCHER (Bass), JENS DÜPPE (Drums) |
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In
typischen Jazzmetren bewege er sich nicht, sagt der Luxemburger
Vibraphonist PASCAL SCHUMACHER im Begleittext seiner neuen CD HERE WE
GONG (Enja). Aber was ist es, was an dieser Musik so fasziniert, die so
unglaublich aktuell klingt und wenn man ganz ehrlich ist, eigentlich
den Begriff des Swingens - nicht im historischen Sinn - als einer
ständig in Bewegung befindlichen höchst
ausdrucksvollen musikalischen Form erfüllt, nicht in 2 oder
4/4, sondern auch mit perkussiv geprägten wechselnden
Rhythmen, ganz ohne den Eindruck erwecken zu wollen, es habe
irgendetwas mit Südamerika oder dem Mittelmeer zu tun. Das
Kollektiv, melodisch wie perkussiv geprägt von vier
aussergewöhnlichen westeuropäischen jungen Musikern,
steht ganz im Vordergrund. Und sie breiten sich aus, die vier, voller
Virtuosität und einer manchmal geradezu unglaublichen
Schönheit. Mag ja sein, dass die Musik nach eigenem Bekunden
des Leaders von der New Yorker Underground Avantgarde à la
Bang On A Can geprägt ist oder von aktueller britischer
Popmusik, herausgekommen ist jedenfalls eine ganz eigene und
höchst aktuell klingende mitreissende Musik, wie man sie auch
von der jungen Generation höchst selten hört. Auf
seinen Studienwanderwegen in Europa hat Pascal Schumacher auch seine
drei Partner getroffen, den belgischen Bassisten CHRISTOPHE DEVISSCHER,
den deutschen Pianisten FRANZ v. CHOSSY und den in Köln
beheimateten Schlagzeuger JENS DÜPPE. Alle vier
gehören heute zur ersten Garde europäischer junger
aktueller Musik. Der Titel *Here We Gong* macht das, was man durch die
ganze Aufnahme immer wieder spürt, den Balanceakt zwischen
zeitgenössischer Musik, Improvisation und Pop deutlich. Mit
seiner schlanken, modernen Ästhetik wird das Pascal Schumacher
Quartett schnell die internationale Jazzszene erobern. In Frankreich
(1. Preis und Publikumspreis in Avignon 2004) und Belgien (Django d'Or
2005 und bestes Album 2007) ist es längst angekommen. |
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| Donnerstag
28.01.2010 - 20:30 Uhr |
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| ERIK FRIEDLANDER »Broken Arm
Trio« |
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| ERIK FRIEDLANDER (Cello), TREVOR
DUNN (Bass), MICHAEL SARIN (Drums/Perc) |
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Es gibt im
modernen Jazz und in der improvisierten Musik bis dato nur wenige
herausragende Cellisten. In den Bebop Zeiten war das eigentlich nur der
Bassist Oscar Pettiford, der immer wieder auch zum Cello griff.
Heutzutage fallen einem Namen ein wie Ernst Reijsegger und Hank Roberts
und ERIK FRIEDLANDER, der bereits zum zweiten Mal nach Singen kommt,
diesmal mit seiner neusten Formation BROKEN ARM TRIO. Zu dieser Band
gehören der mit allen Wassern gewaschene Bassist TREVOR DUNN
und der herausragende Schlagzeuger und Perkussionist MICHAEL SARIN. Ob
auf seinen Solo-Alben, bei John Zorn und vielen anderen Musikern, Erik
Friedlander erkundet experimentierfreudig die Randzonen des Jazz. Er
kombiniert Anklänge an die abstraktionsfreudige
Klassik-Moderne mit Elementen aus der jüdischen
Klezmer-Tradition oder greift Stilformen des amerikanischen Folk auf.
Mit dem Broken Arm Trio (einer Anspielung auf Oscar Pettiford) gelingt
Friedlander nichts geringeres als eine Neupositionierung des Cellos im
Zentrum des Jazz. Hart swingend und mit einer technischen
Virtuosität spielt sich das Trio hier durch zahlreiche Aspekte
der Improvisationskultur.
"Erik Friedlander ist eine der dynamischsten Stimmen der
zeitgenössischen Musik und gleichzeitig ein Trendsetter. Er
ist bestimmt einer der 'Star Performer' auf seinem Instrument."
(Jazzthetik)
Allen, die das Konzert in 2002 verpasst haben, bietet sich nun die
einmalige Gelegenheit, diesen Musiker live zu erleben. Alle die damals
dabei waren, kommen sowieso wieder. |
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| Freitag
15.01.2010 - 20:30 Uhr |
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| ÉRIC SÉVA Quartet |
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| ÉRIC SÉVA
(Bariton/SopranSax), JEAN YVES JUNG (Piano),
DIDIER ITHURSARRY (Akkordeon), PIERRE
DUFOUR (Drums/Perc) |
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Der
französische Bariton und Sopransaxophonist ÉRIC
SÉVA war bereits zweimal zu Gast beim Jazzclub in Singen,
auch wenn es dem einen oder anderen damals nicht aufgefallen ist. Er
war Mitglied des Orchestre National de Jazz, das zwei herausragende
Konzerte in Singen spielte. Nun kommt er endlich mit seinem eigenen
Quartett ESPACES CROISÉS zum Jazzclub, im Gepäck
seine neuste CD erschienen auf Harmonia Mundi, bereits die zweite CD
des Quartetts. "Folkore Imaginaire" - seine erste - wurde von der
Presse in Frankreich gefeiert und auf vielen begeisternden Auftritten
in ganz Europa präsentiert. *Espaces Croisés* ist
ein Rendezvous unterschiedlichster Einflüsse: moderner Jazz,
französische Musette, Popjazzelemente, aber auch
aussereuropäische Einflüsse werden hörbar.
Die Musik von Éric Séva, der ausserdem
häufig mit Dave Liebman zusammenarbeitete, ist dabei immer
narrativ und einfühlsam. Sein tiefgründiger Ton,
seine fein ausbalancierte Melodik, sein Lyrizismus und der Groove, der
sein Saxophonspiel prägt, geben seinem Spiel eine
unverwechselbare Note. Für sein jüngstes Projekt hat
sich Séva zudem mit herausragenden Musikern umgeben: dem
Pianisten WILLIAM LECOMTE (aktuell: JEAN YVES JUNG), dem Akkordeonisten
und Bandoneonspieler LIONEL SUAREZ (aktuell: DIDIER ITHURSARRY) und dem
Perkussionisten PIERRE-FRANCOIS 'TITI' DUFOUR. In der
ungewöhnlichen Instrumentenkombination ergeben sich so
reizvolle musikalische Kombinationen und Farbnuancen, welche dem
Zuhörer immer wieder aufs Neue begeistern.
Wahrlich ein würdiger Einstieg ins Jazzjahr 2010, dem 21. Jahr
des Jazzclub Singen. |
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Text: R. Kolmstetter
[ Jazz Club
Singen - aktuelles Programm | Jazz Club
Singen ]
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