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Jazz Club Singen

Informationen zu den Veranstaltungen

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Donnerstag 19.08.2010 - 20:30 Uhr

MARCEL OETIKER TRIO

MARCEL OETIKER: Schwyzerörgeli PIRMIN HUBER: Bass CHRIGI ZÜND: Drums

Was Dino Saluzzi für das Bandoneon und Richard Galliano für das Akkordeon, das ist der Schweizer MARCEL OETIKER für das Schwyzerörgeli, das er in ganz neue musikalische Sphären bringt. Laut Lexikon ist das Schwyzerörgeli eine Variante des diatonischen Akkordeons und der Name leitet sich ab vom Kanton Schwyz. Mittlerweile hat Oetiker bereits drei CDs eingespielt, darunter eine mit seinem aktuellen Trio zu dem der Bassist PIRMIN HUBER und der Schlagzeuger CHRIGI ZÜND gehören. Wer das Schwyzerörgeli „nur“ als Instrument für die Volksmusik betrachtet, muss seine Meinung nach Anhören dieser Trio CD mit dem Titel „Evolution“ grundlegend revidieren. Die drei entführen den Zuhörer in eine neue Klangwelt. Sie verbindet u.a. auch ihre Liebe zu Jazz und Improvisation. So unkonventionell die Besetzung, so unkonventionell ist auch die daraus resultierende Musik. Es lohnt sich, aufmerksam zuzuhören – denn es geht nicht darum, ob das immer noch Volksmusik ist oder schon Jazz, oder gar Klassik. Wer sich von den gängigen Klischees löst, wird eine neue Welt entdecken.
„Ein Schwyzerörgeli, wie du es noch nie gehört hast. Jazzig, funkig bluesig, schräg und schön. Abdampfend, losreissend lostanzend, agierend wie ein Saxophon, sich um den gestrichenen Bass windend, entlang der Schlagzeugtrommeln rasend. MARCEL OETIKER spielt das Örgeli quer durch alle Stilrichtungen – ein Zauberer auf dem Schwyzerörgeli. Mit unglaublicher Virtuosität, Hingabe, Leidenschaft und Gefühl machen diese drei ihren Weg, getreu ihrem Programm „Evolution“. OETIKER ist Rock, ist Tango, ist Blues, ist Bebop. Jazz ohnehin. Er geht an Grenzen, öffnet sie, sprengt sie aber nicht.“ (Tagesanzeiger)
„Bei Live Auftritten wie z.B. auf dem famosen Festival Alpentöne in Altdorf, spielt das Trio teilweise noch innovativer und vermag einen geradezu magischen Drive zu entfachen – jenseits der Kante des Erwarteten.“ (F.E.)

 

 

 

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Donnerstag 26.08.2010 - 20:30 Uhr

YARON HERMAN

YARON HERMAN: Piano MATT BREWER: Bass GERALD CLEAVER: Drums

Wer war im Jahr 2007 auf vielen Festivals z.B. in Villingen und Zürich der Überraschungshöhepunkt und verdrehte einigen Kollegen die Ohren? Richtig: der 1981 in Tel Aviv geborene und heute in Paris lebende Pianist YARON HERMAN, der nun auch zum JAZZ CLUB Singen kommt, aber nicht solo, sondern mit seinem aktuellen Trio, zu dem der Schlagzeuger GERALD CLEAVER, bekannt durch seine Arbeit mit Miroslav Vitous und Jacky Terrasson, und der junge, nicht minder begabte Bassist MATT BREWER, der sich schon durch seine bemerkenswerte Performance mit Greg Osby und im neuen Gonzalo Rubalcaba Quintet einen Namen gemacht hat, kurz gesagt also mit einem Top-Rhythmus Gespann.
Wenn von talentierten Jungspunden die Rede ist, darf vor allem der Pianist YARON HERMAN nicht fehlen. Als 16jähriger war er noch für eine Profikarriere als Basketballer vorgesehen. Eine Verletzung zwang ihn zu einer Pause, in der er sich einmal an ein Klavier setzte. Seither zittern weder seine Gegner noch die Maschen des Netzes bei seinen Einwürfen. Unter der Anleitung von Professor Opher Breyer und seiner auf Philosophie, Mathematik und Psychologie basierenden Methode lernte Yaron quasi im Überschallflieger Klavier spielen. Mit 19 merkte er, dass er auch am renommierten Berklee College of Music in Boston nichts mehr zu lernen hatte und er begab sich auf die Rückreise nach Tel Aviv. Und hier kommt der einzige Hänger in dieser Raketenkarriere ins Spiel, den leistete er sich in Paris, wo er nämlich hängenblieb und mit 27 immer noch lebt und ja darf man sagen arbeitet? Nach Arbeit klingt nämlich nichts , was uns da aus dem Klavier entgegenkommt. Der Fluss der Ideen und die Überraschungen, die an jeder Ecke lauern, sind die reine Freude. Hier entfaltet sich ein musikalisches Universum, welches nicht mit Parametern wie Dekonstruktion oder Reharmonisierung erfasst werden kann. Und das nicht völlig losgelöst von ausgewählten Themen, sondern einfach parallel dazu. Als Beispiel dafür A. Scriabins „Prelude No2 in B flat Major, Opus 35“ , Stings „Message in a bottle“ und schliesslich der Standard „In the wee small hours of the morning“. „A Time for everything“ heisst die aussergewöhnliche CD, die der israelische Pianist auf dem französischen Label „Laborie“ veröffentlicht hat und die in unserem westlichen Nachbarland in verschiedenen Magazinen zu einer der Platten des Jahres 2007 auserkoren wurde.

 

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Freitag 10.09.2010 - 20:30 Uhr

EMILE PARISIEN QUARTET

ÉMILE PARISIEN: Sopranosax JULIEN TOUÉRY: Piano IVAN GÉLUGNE: Bass SYLVAIN DARRIFOURCQ: Drums

Kein Geringerer als der Trompeter Wynton Marsalis hat ihn „blutjung“ entdeckt. Heute ist der französische Saxophonist ÉMILE PARISIEN Leader einer der aufregendsten Nachwuchsformationen der europäischen Szene. Ohne sie je zu klonen, schreiben sie das musikalische Erbe so illustrer Vorbilder wie John Coltrane, Wayne Shorter, aber auch Berlioz oder Strawinsky weiter. Ihre zahlreichen Festival- und Clubauftritte beweisen erstaunliche Reife und versprechen Grosses für die Zukunft. Émile Parisien wurde im Jahr 2009 mit dem renommierten „Victoire du Jazz Award“ in der Kategorie „Entdeckung des Jahres“ ausgezeichnet. Der Name der Formation täuscht allerdings, handelt es sich doch nicht um eine simple Rhythmusgruppe, die einen Solisten begleitet, sondern um ein perfekt eingespieltes Team. Schon seit 2004 entwickeln die vier jungen Franzosen – neben ÉMILE PARISIEN der Pianist JULIEN TOUÉRY, der Bassist IVAN GÉLUGNE und der Schlagzeuger SYLVAIN DARRIFOURCQ – eine Musik, die sich durch Leidenschaft, Energie und künstlerische Kompromisslosigkeit auszeichnet – energisch swingender Bebop, freundschaftlich gebändigter Free Jazz, melodische Anspielungen auf französisches und nordafrikanisches und Grüsse von und an Strawinsky. Ihre komplexen Kompositionen und Improvisationen leben von der individuellen Virtuosität der vier Musiker, ohne aber von dieser dominiert zu sein. Als Kollektiv haben sie einen aussergewöhnlichen Sound entwickelt, der bei grossen Festivals und in vielen europäischen Clubs regelmässig für Begeisterung sorgt.
„Diabolisch! ÉMILE PARISIEN und seine Band akzeptieren keine Schranken und schaffen ein einzigartiges Universum, das den Hörer packt und nicht mehr loslässt.“ (Jazzman)
 

 

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Donnerstag 23.09.2010 - 20:30 Uhr

ACHIM KAUFMANN TRIO

ACHIM KAUFMANN: Piano VALDI KOLLI: Bass JIM BLACK: Drums

Eine klassische Besetzung mit der man an immer neue Ausdrucksgrenzen gehen kann: Das ist das Klaviertrio im Jazz – und das wird besonders bei der CD „Kyrill“ (Pirouet Records) des in Berlin lebenden Pianisten ACHIM KAUFMANN deutlich. Die hier zu hörende Trio Besetzung wird auch in Singen präsentiert: Am Bass der aus Island stammende VALDI KOLLI und am Schlagzeug der Singener Publikumsliebling aus USA JIM BLACK. Das Ergebnis der Aufnahmen ist eine zum einen hochkomplexe, zum anderen hochgradig sinnliche Klaviertrio-Musik, die völlig eigene Wege geht – auch andere als frühere Klaviertrios. Diese Musik springt den Hörer mit treibender Energie an, packt ihn, verunsichert ihn und zieht ihn dann in einen rätselhaften Strudel. Unter dem Eindruck der Naturgewalt des Sturmes „Kyrill“ im Januar 2007 entstanden die Aufnahmen. Und selbst wenn es in den einzelnen Stücken meist um ganz andere Inhalte geht – eines ist hier unmittelbar spürbar: Die Musik dieses Trios ist das Gegenteil von harmlos. Es ist eine Musik von gespannter Intensität, von enormer Expressivität und schillernder Komplexität. Einige Hommagen formuliert KAUFMANN auf eine höchst sensible Weise, die an Misha Mengelberg, an Dewey Redman oder an den Maler James Ensor .
„Ein Kunstwerk ist „Kyrill“ geworden und kein alltägliches.“ (Jazzpodium)
„…ungemein spannungsvoll, dynamisch und komplex verwirbelt ist diese Musik.“ (Fono Forum, 5 Sterne!)

 

 

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Donnerstag 14.10.2010 - 20:30 Uhr

MARTY EHRLICH

MARTY EHRLICH: Sax/Clarinet JAMES ZOLLAR: Trumpet ERIK FRIEDLANDER: Cello MICHAEL SARIN: Drums

Zu den Ikonen der New Yorker Downtown-Szene zählt der Klarinettist/Saxophonist MARTY EHRLICH, der schon einige Male beim Jazzclub Singen zu Gast war. Nun kommt er mit seinem neuen “Rites Quartet“ und seiner neusten CD „Things have got to change“ (Clean Feed Records) im Gepäck nach Singen. Auf dieser CD hält er die Erinnerung an den texanischen Jazzkomponisten Julius Hemphill wach. Neben fünf eigenen Kompositionen enthält die CD drei seines ehemaligen Mentors. Im Gegensatz zu anderen Jazzaufnahmen ist es hier nicht übertrieben, von Komposition zu sprechen: Ganze Teile sind heterofon ausgeschrieben, aber verschmelzen auch lückenlos mit den panmodalen Improvisationen, alle mit Bezügen zum Blues und Modern Bop. Kein Stück hat die konventionelle Jazzform und die Kompositionen schöpfen verschiedene Konstellationen aus und weisen die organisch integrierten Improvisationen in unterschiedliche Richtungen, weshalb sich kein Solist wiederholt. Dahinter steckt lange Aufbauarbeit. EHRLICHS kongeniale Partner sind dabei der Trompeter JAMES ZOLLAR, der Cellist ERIK FRIEDLANDER und der Schlagzeuger MICHAEL SARIN (auch alles alte Bekannte in Singen). Mit MICHAEL SARIN arbeitet er schon lange zusammen. Dieser bildet mit Erik Friedlander ein intelligentes und leidenschaftliches Tandem. Wie kaum ein zweiter emanzipiert Friedlander das Cello einerseits zum groovenden Jazzinstrument und streicht andererseits in den balladesken Stücken makellos die dritte Stimme, wobei oft das Schlagzeug aussetzt – Kammermusik mit Jazzintonation, geprägt vom unsentimentalen Lyrizismus von Altsax und Trompete.
„Exemplarische heutige Jazzkomposition für Kleinformation. Ein Höhepunkt des Jahres ist diese CD.“ (Jazz ´n More)
 

 

 

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Samstag 16.10.2010 - 14:00 Uhr !

JAZZ FÜR KINDER V

MARTIN JOHNSON: Piano RUTH SABADINO: Sax, Gesang LUCAS JOHNSON: Posaune KURT HOLZKÄMPER: Bass CHRISTOPH SABADINO: Drums

Da erklingt die Pipi Langstrumpf auf eigenartige Weise wie John Coltrane – Wicki der Wikinger kommt um die Ecke und ein Ausflug in die Wüste mit Duke Ellingtons „Caravan“ ist im Angebot. Eine Flöte erklingt und wie unterscheiden sich eigentlich Alt- , Sopran- und Tenorsaxophon – und vor allem: wie klingen die? Einen Bass wie eine Gitarre spielen? Kein Problem für KURT HOLZKÄMPER dem Bassisten der Band. Übrigens: Kids können auch Jazz spielen – das beweist LUCAS an der Posaune und am Schlagzeug. Da macht es gleich noch mehr Spass hin zu hören. Am Ende gibt es eine Megasession mit LUCAS am Schlagzeug, bei der alle mitmachen können.
Papa und Mama dürfen natürlich auch mit rein und mitmachen und jeder - ob klein oder gross - zahlt nur 3 Euro Eintritt. Beginn ist um 14.00 Uhr und das ganze Spektakel dauert rund eine Stunde!

In Zusammenarbeit mit Jugendmusikschule Singen + Kulturzentrum GEMS und gefördert durch den Jazzverband BW, die Landesbank BW + Baden-Württemberg Stiftung.

 

 

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Sonntag 31.10.2010 - 20:30

GLENN FERRIS

GLENN FERRIS: Posaune ERNIE ODOOM: Vocals, Perc. BRUNO ROUSSELET: Bass

Vor dreissig Jahren liess sich der amerikanische Posaunist GLENN FERRIS in Paris nieder, und jetzt, dreissig Jahre später, legt er ein Album vor, das mit seiner ungewöhnlichen Reduktion auf die Besetzung Posaune, Bass und Singstimme ein besonderes Zeugnis für die Quintessenz von Ferris Musik darstellt. Bebop und Ellington sind die grossen Bezugspunkte für Ferris, dazu kommt eine ungeheuer musikantische Spielfreude. Mit dem französischen Bassisten BRUNO ROUSSELET bildet FERRIS schon länger ein fruchtbares Team. Ein Zufall liess ihn den schottischen Saxophonisten ERNIE ODOOM als Sänger entdecken. Für ein Konzert im Genfer Club AMR schrieb FERRIS ein vollständiges Repertoire. Das Gastspiel wurde ein umwerfender Erfolg und ist auf der CD „Ferris Wheel“ (ENJA) nachzuhören. Der musikalische Ansatz, die singende und dann wieder fetzige Posaune mit deutlichem Bezug auf die Posaunentradition vor J.J. Johnson erinnert bisweilen an Ray Anderson. An ODOOMS Stimme fasziniert, dass trotz aller tief jazzinstrumental geprägter Stimmführung in ihr doch etwas von britisch-keltischem Gesangserbe aufscheint. BRUNO ROUSSELET schliesslich macht einen mächtig swingenden und gross warmtönenden Bass, der ein Fundament ergibt, das stets weiterträgt.
„Die Freude, welche die drei Musiker am gemeinsamen Spiel mit Unisono-Passagen, Zwiegesprächen, Rollenwechsel zwischen Chorus und rhythmischer Begleitung haben, ist ansteckend. Da wird aus einem schlichten Blues ein witziges kleines Meisterwerk. Und das ist die ganze CD.“ (Jazzpodium)
„Die Reaktion ist immer die gleiche: Wer GLENN FERRIS zum ersten Mal hört, ist begeistert und wundert sich, nicht schon länger von ihm gehört zu haben.“ (Jazzthetik 5 Sterne!)
 

 

 

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Donnerstag 11.11.2010 - 20:30 Uhr

RUSCONI

STEFAN RUSCONI: Piano FABIAN GISLER: Bass CLAUDIO STRÜBY: Drums

Das Schweizer Jazztrio RUSCONI um den Pianisten STEFAN RUSCONI probiert verbotene Früchte. Sonic Youth zu covern, kann nur schief gehen. Doch siehe da, es funktioniert bei den drei Herren. Die Band – am Bass FABIAN GISLER und am Schlagzeug CLAUDIO STRÜBY – hat nicht nur ein gutes Händchen für die Transformierung der Originale in den Kontext eines Piano-Trios, sie legt auch ein erstaunliches Feingefühl für Dramaturgie und Hörpsychologie an den Tag. Der Opener der mittlerweile vierten CD „It´s a Sonic Life“ (Sony) mit Titel „Sunday“ wird fast exakt nachgespielt. Nullkommanichts ist man in einer straighten Klangwelt, die nicht mehr allzu viel mit dem eigentlichen Jazz zu tun hat. RUSCONI wirft den ganzen Ballast der Jazzsozialisation für einen Augenblick ab. Aber keine Angst, im zweiten Stück geht es wieder wesentlich jazziger zur Sache und ausserdem ist es sowieso zu spät, um noch auszusteigen. RUSCONI nähert sich den Stücken der New Yorker Soundpiraten aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln an. Er adaptiert, paraphrasiert oder geht auch so weit, einfach nur zu imaginieren. So entstanden aus der Beschäftigung mit Sonic Youth auch eigene Stücke, die sich nahtlos in die verführerische Zwitterwelt aus Alternative Rock und Piano-Jazz fügen. Auf die komplexen Gebilde von Sonic Youth reagiert RUSCONI mit ganz einfachen Mitteln und macht so alles richtig. Er bricht die Stücke weder auf, noch rechtfertigt er sie für ein Jazzpublikum.
„Es ist einfach eine ganz echt empfundene und damit auch überzeugende Hommage an eine der wichtigsten Rockbands des 20. Jahrhunderts. Die Farbigkeit dieses Albums findet sich auch im Cover-Artwork der Schweizer Künstlerin Pipilotti wieder.“ (Jazzthetik 5 Sterne)
„Sind Sonic Youth und ein Jazztrio kompatibel? Der junge Zürcher Pianist STEFAN RUSCONI zeigt, dass unter den Kompositionen für ein „klassisches“ Jazztrio eine ganze Reihe von Perlen zu finden sind. RUSCONI zeigt eine lyrische, beinahe kammermusikalische Seite von Sonic Youth. Das Schweizer Trio covert subtil und hie und da streut es eine eigene Komposition ein.“ (Tagesanzeiger)

Mit freundlicher Unterstützung Klavierhaus Faust, Konstanz
 

 

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Samstag 27.11.2010 - 20:30 Uhr  - in der Stadthalle Singen !

JAN GARBAREK GROUP, spezial guest TRILOK GURTU

JAN GARBAREK: SAXOPHON
TRILOK GURTU: PERCUSSION/DRUMS
RAINER BRÜNINGHAUS: PIANO
YURI DANIEL: BASS

„Dresden“, aufgenommen im Oktober 2007 in Dresden, ist die erste Live-Aufnahme der populären JAN GARBAREK GROUP, ein ekstatisches Konzert. Der Saxophonist JAN GARBAREK und seine Band zeigen sich in bestechender Form, in einer Phase, in der sie sich notgedrungen neu definieren musste. Nach der Erkrankung von Eberhard Weber wurde der Bassist YURI DANIEL an Bord geholt. Die neue Besetzung, in Singen wird als Special Guest der indische Meistertrommler TRILOK GURTU dabei sein, stürzt sich mit Verve auf das neue und alte Repertoire. Im Zentrum der Musik steht dabei die Interaktion zwischen Garbarek und Gurtu. Yuri Daniel, ein in Portugal lebender Brasilianer, hilft die pulsierenden rhythmischen Muster zu verankern. Der Pianist RAINER BRÜNINGHAUS, Mitglied seit 1988, behält seine bewährte Rolle als aktiver Farbgeber bei. Keiner spielt das Saxophon so wie Jan Garbarek. Sein Ton ist zu einem unverwechselbaren Markenzeichen geworden und dieser Ton hat schon lange eine ganz andere Tragweite erreicht, als es der Begriff Jazz eigentlich zulässt. Der Ton allein freilich macht die Musik noch nicht. Auch in seinen Kompositionen und Improvisationen ist er Meister einer unglaublich melodieintensiven Musik, die uns direkt in die Seele schneidet. Diese Musik atmet und lässt atmen. Diese Musik klingt einfach und komplex zugleich, ist hymnisch und karg, spielerisch und ernsthaft, versunken und ungemein offen, intensiv statt sentimental. Seine hochkarätigen Mitmusiker garantieren, dass die gemeinsame Reise zu den magischen Momenten ein aussergewöhnliches Konzertereignis in Singen ergibt. Untrügliches Gespür für Dichte und Atmosphäre erzeugt Klangwelten, die Spuren in unserem tiefsten Inneren hinterlassen, eine sinnliche Sensation.

 

 

 

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Donnerstag 09.12.2010 - 20:30 Uhr

CHRISTIAN MUTHSPIEL TRIO

CHRISTIAN MUTHSPIEL: Posaune, Piano FRANCK TORTILLER: Vibraphone GEORG BREINSCHMID: Bass

Die Musik Werner Pirchners und Harry Pepls steht im Mittelpunkt des aktuellen Programms „Against the Wind“ des CHRISTIAN MUTHSPIEL Trios. Eine Hommage, die sich nicht mit dem Nachspielen der Kompositionen der beiden viel zu früh verstorbenen Österreichischen Meister begnügt, sondern die Vorlagen neu und eigenständig interpretiert, um dabei in sehr spezieller Besetzung (Posaune/Piano, Vibraphon, Bass) rhythmisch geprägten Jazz in kammermusikalischem Geist erklingen zu lassen. CHRISTIAN MUTHSPIEL (Hans Koller Preis 2007: „Musician of the Year“) hat sein Trio 2005 gegründet und dafür zwei hochkarätige und in Singen nicht unbekannte Musiker eingeladen, die ihm aus verschiedenen gemeinsamen Projekten (u.a. viele Jahre im Vienna Art Orchestra) vertraut sind. Der französische Vibraphon-Virtuose FRANCK TORTILLER lässt das Vibraphon in Pirchners Geist als melodisch-harmonisch-perkussives Chamäleon in allen erdenklichen Facetten erklingen. Und welcher Bassist könnte die Anforderungen der Kompositionen zwischen klassischer Virtuosität und jazziger Rhythmik besser bewältigen als der Ex-Philharmoniker GEORG BREINSCHMID? Werner Pirchner und Harry Pepl bildeten gemeinsam das legendäre „jazz-zwio“, das von Mitte der 70er bis Anfang der 80er durch zahlreiche Konzerte und Platteneinspielungen international Furore machte.
„Pepl & Pirchner waren ein Duo, dessen unmittelbare, spontane Kraft und fesselnde Rhythmik dem europäischen Jazz eine bedeutende und äusserst individuelle Note hinzufügte. MUTHSPIEL lässt seine Bewunderung für die beiden Ahnen nicht in Ehrfurcht erstarren, er verwandelt die Humoresken, aber auch die herzzerreissenden Balladen wie „Air, Love & Vitamins“ in luftige, fliegende, poetische, heutige Musik. In Spielmaterial (im besten Sinne des Wortes) für ein Trio mit ungewöhnlicher Besetzung.“ (NZZ)
 

 

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Stand: 11. Juli  2010. - Programm- und Besetzungsänderungen vorbehalten - Text: R. Kolmstetter

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